Donnerstag 21. April 2011 von Johann Hesse
1 Das Sühnopfer Christi – Ein Mythos?
Seit 2000 Jahren haben Christen den Tod Christi als stellvertretendes Sühnopfer verstanden. Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit verlangen danach, dass die Sünden der Menschheit gesühnt oder bestraft werden müssen. Nur wenn Sühne geleistet wird, kann die Beziehung zwischen Gott und Mensch wiederhergestellt werden. Diese Sühne übernimmt Jesus Christus an unserer Stelle, indem er für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha mit dem Tod bestraft wird. In der Auferweckung Christi von den Toten bestätigt Gott die Gültigkeit des Opfertodes seines Sohnes und bietet dem Menschen auf dieser Grundlage die Versöhnung an. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Theologie
Samstag 26. März 2011 von Johann Hesse
Leid – Warum lässt Gott das zu?
1 Das Leid und die Gerechtigkeit Gottes
1.1 Die Katastrophe in Japan
Am Freitag, den 11. März, wurde Japan von einem schweren Erdbeben erschüttert und große Gebiete wurden durch einen nachfolgenden Tsunami zerstört. Unfassbares Leid ist an diesem Tag über ungezählte Menschen gekommen. Wie ist dieses Leiden vereinbar mit der Existenz eines liebenden und barmherzigen Gottes? Warum hat Gott dieses Leid nicht verhindert? Warum hat Gott dieses Leid zugelassen? Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie
Freitag 11. März 2011 von Johann Hesse
Wie können wir dem Druck der Anpassung widerstehen?
1 Warum passen wir uns an?
1.1 Eine Frage der Liebe
Als Christen sind wir hineingenommen in die Liebesbeziehung zum himmlischen Vater durch Christus Jesus. Wir stehen unter dem größten und höchsten Gebot, das dem Menschen überhaupt gegeben ist: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot“ (Mt 22,37; 5Mose 6,5). Wir sollen und wir wollen auch ganz in dieser höchsten Liebe leben. Wer liebt, der will dem gefallen, den er liebt. Die Liebe zu Gott findet im Tun und Bewahren der Gebote seinen sichtbaren Ausdruck: „Und das ist die Liebe, dass wir leben nach seinen Geboten“ (2Joh 6). Wenn wir uns jedoch an das Wesen und Leben der Welt anpassen, geraten wir in einen Liebeskonflikt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Kirche, Predigten / Andachten
Sonntag 21. November 2010 von Johann Hesse
Predigt zum Ewigkeitssonntag:
„Das Geschenk des ewigen Lebens“
Der letzte Sonntag im Kirchenjahr, also der letzte Sonntag vor dem ersten Advent, ist der Ewigkeitssonntag, der auch Totensonntag genannt wird. Hier tut sich schon ein scheinbarer Widerspruch auf: Wie kann es sein, dass der Totensonntag zugleich der Ewigkeitssonntag ist? Ist nicht das Wissen um unsere Sterblichkeit gleichzeitig das Aus für die Ewigkeit? Wie können wir die Ewigkeit feiern, wenn wir der Toten gedenken? Wir stehen in einer Spannung. Wir wissen um unsere Sterblichkeit und Endlichkeit und feiern doch die Ewigkeit. Ja, wir sind so sehr von der Tatsache der Zeit bestimmt, dass es uns sehr, sehr schwer fällt, die Ewigkeit zu fassen. Wir kennen nur ein Leben auf dieser Zeitachse. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten, Theologie
Montag 8. November 2010 von Johann Hesse
Rezension: ideaDokumentation, OKR i. R. Klaus Baschang, „Kirche, Homosexualität und Politik – Eine theologische Argumentationshilfe aus besonderem Anlass“, 3/2010, 26 Seiten, 4,00 €.
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) plant eine vereinheitlichende Neuordnung des Pfarrdienstrechtes. Der Autor, Oberkirchenrat i. R. Klaus Baschang, weist darauf hin, dass im Zuge dieser Neuordnung die Anstellungsfähigkeit von Pfarrerinnen und Pfarrern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und die Ermöglichung von Amtshandlungen für Gemeindeglieder in solchen Partnerschaften (Trauungen), einheitlich geklärt werden müssen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Rezensionen, Sexualethik
Freitag 8. Oktober 2010 von Johann Hesse
Engel – Die heimlichen Helfer des Himmels
Engel haben Hochkonjunktur
Engel haben Hochkonjunktur. Immer wieder bekennen sich Personen des öffentlichen Lebens dazu, an die Existenz von Schutzengeln zu glauben. Eine Schauspielerin aus München wird mit der Aussage zitiert: „Ich glaube an Engel – Sie haben mir schon oft geholfen“. „Wir können mit den Engeln kommunizieren. Sie trösten uns, wir können sie befragen“ (Andrea Berg). Märtha Louise Prinzessin von Norwegen betreibt eine Engelschule und schreibt Bücher zum Thema. In Kursen und Seminaren lernen die Teilnehmer der Engelschule, mit den Engeln Kontakt aufzunehmen und die Kraft der Engel für den Alltag und das persönliche Leben nutzbar zu machen.[1] Ein bekannter Benediktinerpater[2] schreibt mit viel Phantasie Bücher über Engel. Hier findet man den Engel der Liebe, den Engel des Risikos, den Engel der Integration genauso wie den Engel der Phantasie. Doch die Hochkonjunktur hat ihre Tücken: Die Phantasie kennt keine Grenzen. Es wird viel spekuliert und die Grenze in den Bereich der Esoterik und des Okkulten ist schnell überschritten. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Theologie
Montag 20. September 2010 von Johann Hesse
„Gottes Ja zum Leben“ – Marsch für das Leben 2010 – Predigt im ökumenischen Schlussgottesdienst in der St. Hedwigs-Kathedrale, Berlin
Die Heilige Nacht
Im Juli standen meine Frau und ich in der Gemäldegalerie des Dresdner Zwingers vor einem Bild des Barockmalers Carlo Maratti. Das Bild trägt den Titel: „Die Heilige Nacht.“ Sie finden es vorn auf Ihrem Liedblatt für diesen Gottesdienst abgedruckt. Das Bild ist nicht nur sehr schön gemalt, es trägt auch eine wunderbare Nachricht: Gottes Licht scheint auf in der Finsternis. Ein warmes Licht geht aus von diesem Christus und es bescheint die Gesichter der dankbaren Mutter und der staunenden Engel. Maria ist ganz dem Kinde zugewandt und hält es schützend in Ihren Armen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Lebensrecht, Predigten / Andachten
Dienstag 24. August 2010 von Johann Hesse
Predigt über 1Mose 12,1-9:
Marschbefehl in unbekanntes Land
Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. 3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 4 Da zog Abram aus, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Abram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog. 5 So nahm Abram Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten in Haran, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu reisen. Und sie kamen in das Land, 6 und Abram durchzog das Land bis an die Stätte bei Sichem, bis zur Eiche More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande. 7 Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben. Und er baute dort einen Altar dem HERRN, der ihm erschienen war. 8 Danach brach er von dort auf ins Gebirge östlich der Stadt Bethel und schlug sein Zelt auf, so daß er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte, und baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. Danach zog Abram weiter ins Südland. (1Mose 12,1-9) Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Samstag 26. Juni 2010 von Johann Hesse
Glaube, der zu Taten drängt
1. Der Glaube entsteht durch Gottes Wort
Als die Lehrerin unserer ältesten Tochter gefragt wurde, was die Kinder können müssen, wenn sie eingeschult werden, antwortete sie: „Die Kinder müssen nicht zählen, schreiben oder das ABC aufsagen können. Sie müssen vor allem Eines können: Zuhören!” Nur wer zuhören kann, wird lernen können. Wenn Jakobus gleich im Anschluss an Jak 1,18 dem Hören einen absoluten Vorrang einräumt, dann kündigt er einerseits ein Thema an, dass er im dritten Kapitel des Briefes voll entfalten wird, andererseits aber erinnert er an die geistliche Erkenntnis, dass nur wer zuhören kann, auch glauben kann. Der Glaube entsteht durch das Hören des Wortes Gottes (Rö 10,17; Joh 17,20; Eph 1,13). Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Montag 31. Mai 2010 von Johann Hesse
Die Gottesanbeterin
Andacht über Johannes 4,15-26
…Spricht die Frau zu ihm: Herr, gib mir solches Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muß, um zu schöpfen! Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann. Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt. Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr wißt nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet. (Johannes 4,15-26) Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten