Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Kirche' Kategorie

Offener Brief an die Pfarrvereine, Pfarrvertretungen, Pastorenausschüsse der zwanzig EKD-Gliedkirchen

Donnerstag 15. Januar 2026 von D.A.V.I.D - Gegen Mobbing in der Evangelischen Kirche e.V.


D.A.V.I.D - Gegen Mobbing in der Evangelischen Kirche e.V.

Betr.: den Körperschaftsstatus der Kirchengemeinden im Raum der EKD

Bezug:  der Artikel von Andreas Dreyer in: ›Deutsches Pfarrerinnen- und Pfarrerblatt‹, 12/2025, 687-689

Sehr geehrte Mitglieder
in den Vorständen der Pfarrvereine, Pfarrvertretungen, Pastorenausschüsse,

den o.a. Artikel von Pastor Andreas Dreyer (Landesbergen) verstehen die beiden Vorsitzenden des Vereins DAVID – gegen Mobbing in der evangelischen Kirche e.v. Pastor i.R. Ralf Krüger (Vors.) und Pfarrer em. Dr. Hans-Gerd Krabbe (stellv. Vors.) in Absprache mit den anderen Vorstandsmitgliedern als Weckruf, dem sich niemand entziehen sollte. Dreyer deutet einschneidende Konsequenzen an, wenn seitens der Landeskirchen der vom Staat gewährte Status als ›Körperschaft des öffent-lichen Rechts‹ (›KdöR‹) für die Kirchengemeinden aufgegeben wird und stattdessen der neue Status als ›Körperschaft des kirchlichen Rechts‹ (KdkR‹) eingeführt werden soll. Davor lässt sich nur eindringlich warnen! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Pressemeldungen

Weiß ich den Weg auch nicht – Das Lied der baltischen Märtyrer

Mittwoch 14. Januar 2026 von Hedwig von Redern (1865-1935)


Hedwig von Redern (1865-1935)

Hedwig von Redern hat das Trostlied „Weiß ich den Weg auch nicht“ geschrieben. Eine Frau – eine Seltenheit unter den vielen Kirchenliederdichtern! Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es als „Lied der baltischen Märtyrer“ bekannt.

Leicht zum Auswendiglernen

Unsere Liederbücher sind reich an tröstlichen, Mut machenden Liedern. Das bekannteste unter ihnen ist wohl Paul Gerhardts „Befiehl du deine Wege“. Das Trostlied „Weiß ich den Weg auch nicht“ ist rund 250 Jahre jünger. Es ist auch erheblich kürzer als Paul Gerhardts Zwölf-Strophen-Lied. Es umfasst nur drei vierzeilige Strophen. Dadurch lässt es sich aber leicht auswendig lernen. Wer sich diese Mühe macht, wird reichen Gewinn davon haben. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

Schweigen ist Sünde: Warum staatsfromme Christen die Bundesordnung verraten

Freitag 19. Dezember 2025 von Administrator


Es gehört zu den erfolgreichsten Täuschungen der kirchlichen Gegenwart zu glauben, man könne Gott treu sein, während man zu staatlichem Unrecht schweigt. Die Vorstellung, man könne beten, während Regierungen übergriffig handeln, oder Römer 13 zitieren, während man die Propheten ignoriert, ist falsch. Und sie ist gefährlich. In der göttlichen Ordnung gibt es keinen neutralen Raum. Wer angesichts von Unrecht schweigt, entscheidet sich nicht für den Frieden, sondern für die Stabilität der Macht. Schweigen schützt niemals die Schwachen, es schützt immer die Starken. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

ARD und ZDF: Hasspropaganda im Wochentakt

Donnerstag 18. Dezember 2025 von DVCK e.V.


DVCK e.V.

Staatssender ARD und ZDF bringen im Wochentakt Hasspropaganda gegen ernsthafte Christen – getarnt als „Reportagen“.

Am 16. Dezember brachte die ARD die Sendung „Die hippen Missionare · Mit Jesus gegen die Freiheit?“. Darin wird vor Christen gewarnt, die die Ehe zwischen Mann und Frau ernst nehmen und viele Kinder haben möchten. Am 11. Dezember sendete Monitor (WDR) den Beitrag „Radikale Christen in Deutschland: Kreuzzug von rechts“. Angeblich würden „rechte Christen“ gefährliche Netzwerke bilden, die Deutschland im Sinne eines fundamentalistischen Christentums umkrempeln wollten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christenverfolgung, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

Eine Therapiecouch für die Frommen

Dienstag 16. Dezember 2025 von Daniel Option


Daniel Option

Die christliche Sexualethik hat angeblich ein Problem und gehört deshalb auf die Therapiecouch. Therapeuten sind die postevangelikalen Experten, denn sie wissen, wie die richtige Diagnose lautet und wie therapiert werden sollte. So zumindest mutet es an, wenn sie sich dieser Tage die historische christliche Sexualethik vornehmen. Aber wie gesund sind ihre diagnostischen Werkzeuge? Wie wertneutral ist ihr oft bemühter‚ wissenschaftlicher Konsens‘? Dieser Artikel gibt einen Einblick in die ideengeschichtlichen Wurzeln einiger ihrer Quellen. Dabei werden neben ideologischer Voreingenommenheit auch moralische Abgründe sichtbar.

2025 haben umfangreiche Publikationen über Sexualität für Gesprächsstoff gesorgt in den Pastoren-Büros und Denkstuben freikirchlich-pietistischer Prägung. Zum einen publizierten Prof. Thorsten Dietz (Reformierte Kirche des Kantons Zürich) und Prof. Tobias Faix (Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel) ihre Sexualethik Wege zur Liebe. Zum anderen präsentierte das Forschungsinstitut empirica (ebenfalls CVJM-Hochschule in Kassel) die Ergebnisse ihrer Studie Sexuelle Einstellungen und Verhaltensweisen (hoch-)religiöser Christ*innen.

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Kategorie: Gemeinde, Gender, Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik

Nizäa und die Verkündigung des Evangeliums

Samstag 13. Dezember 2025 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

Was ist das wichtigste säkulare Ereignis in der Geschichte der Menschheit nach der Domestizierung von Tieren und Pflanzen vor Tausenden von Jahren? Laut der Wirtschaftshistorikerin Deirdre McCloskey aus Chicago ist dies „The Great Enrichment“: der beispiellose und weitreichende Anstieg von Produktivität, Wohlstand und Einkommen seit 1800. Bis dahin lebten die meisten Menschen in mehr oder weniger bitterer Armut. Heute bevölkern achtmal mehr Menschen die Erde, und die überwiegende Mehrheit von ihnen kann ein längeres, gesünderes und viel wohlhabenderes Leben führen als fast alle Menschen noch vor einigen Jahrhunderten. Was könnte das wichtigste säkulare Ereignis der nicht allzu fernen Zukunft sein? Kürzlich veröffentlichte der britische Datenwissenschaftler und Demograf Stephen Shaw eine aktualisierte Ausgabe seines Dokumentarfilms „Birthgap“. Seine Hauptbotschaft ist aufrüttelnd: Die meisten Länder der Welt sehen sich mit einem beispiellosen Rückgang der Geburtenraten konfrontiert. Nicht nur in der westlichen Welt, sondern auch in den meisten Ländern Lateinamerikas und Asiens liegt die Fertilitätsrate der Frauen mittlerweile unter dem Reproduktionsniveau. Eine wachsende Zahl von Erwachsenen, die niemals Eltern werden, eine bald schrumpfende Bevölkerung und eine sich immer weiter vergrößernde Geburtenlücke werden viele Länder heimsuchen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Adler-Spiritualität: Der „Adler-Dienst“ im Licht der Bibel

Donnerstag 11. Dezember 2025 von Georg Walter


Georg Walter

Auf der Suche nach Gottes Reden

Nicht nur unter Charismatikern ist seit geraumer Zeit der Trend zu verzeichnen, dass man das Reden Gottes an allen Orten sucht, offensichtlich aber immer weniger in der Bibel. Impulse, Eindrücke oder sogar innere Bilder – sofern man über eine rege Phantasie verfügt –, sind der neue Ersatz für die Heilige Schrift. Schon 2010 wurde diesem Trend durch das „Jahr der Stille“ Vorschub geleistet.[1] Und bedauerlicherweise wird diese Tendenz gegenwärtig durch die Evangelische Allianz gefördert. Thomas Jeising untersuchte diesen Trend, direkt von Gott zu hören, und schaute genauer hin, ob die sog. „Impulse“ – das Hören auf das Reden Gottes – von geistlichen Leitern tatsächlich Substanz enthalten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Kirche

25 Jahre ›D.A.V.I.D gegen Mobbing in der evangelischen Kirche‹ e.V.

Samstag 29. November 2025 von Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe


Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe

Mit einem Festakt beging der Verein D.A.V.I.D sein 25-jähriges Jubiläum in der Cruciskirche zu Sondershausen (Thüringen) innerhalb seiner Jahrestagung vom 7.-9. November. Erfreulich viele Teilnehmer waren angereist, darunter vier Gründungsmitglieder.

Die bisherige Vorsitzende Prof. i.R. Dr. Gisela Kittel (Detmold) berichtete aus der Geschichte des Vereins, der sich damals in Wiesbaden gegründet hatte. Auslöser war ein sog. Ungedeihlichkeitsverfahren gegen den Gemeindepfarrer – vergleichbar den heutigen Paragraphen 79 und 80 im Pfarrerdienstgesetz der EKD (2010). Dieses Verfahren kann jeden Pfarrer treffen und in den Wartestand, ja sogar in den vorzeitigen Ruhestand führen, wenn die Stellensuche erfolglos bleibt. »Eine nachhaltige Störung in der Wahrnehmung des Dienstes« reicht aus, um ein Versetzungsverfahren gegen den Pfarrer zu initiieren. »Die Gründe für die nachhaltige Störung müssen nicht in der Person oder im Verhalten der Pfarrerin oder des Pfarrers liegen.« Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Pressemeldungen

Sind die evangelischen Landeskirchen noch zu retten?

Mittwoch 26. November 2025 von Die Tagespost


Die Tagespost

Die Bewegung „Crossbearers“ will die evangelischen Landeskirchen von unten her reformieren. Doch kann das gelingen? Jorge Monsalve meint: Ja, mit 95 neuen Thesen und dem Kreuz. Kürzlich fand in Wittenberg, der Wiege der Reformation, die Konferenz „Echoing Wittenberg 2025“ statt. Dabei wurden 95 neue Thesen der Öffentlichkeit präsentiert, die zu einer Erneuerung der evangelischen Landeskirchen beitragen sollen. Der Veranstalter „Crossbearers“, zu deutsch „Kreuzträger“, will die Kirchen von innen her zur eigenen Tradition zurückführen. Im Interview spricht Jorge Monsalve, Sekretär des Leitungsteams von „Crossbearers“, über die Krise in der protestantischen Verkündigung, 95 neue Thesen mit dem Kreuz Christi im Mittelpunkt sowie über das Verhältnis von Glaube und Politik. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Interview, Kirche, Theologie

Ehebruch, Ehescheidung, Unzucht und die Ausnahmeklausel im Matthäusevangelium

Sonntag 23. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Matth. 5,27-30 geht es um das Thema Ehebruch, in 5,31-32 und 19,1-9 um das Thema Ehescheidung. Matth. 5 gehört zur Bergpredigt, ist also Teil der Jüngerbelehrung. Matth. 19,1-9 schildert ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern. Die Pharisäer beriefen sich bei ihrer Scheidungspraxis auf ein Zugeständnis des Mose (5 Mose 24,1-4), das die Scheidung unter strengen Auflagen erlaubte. Dazu muss man Folgendes bedenken: Das Streitgespräch fand in Peräa statt, das zum Hoheitsgebiet des Königs Antipas gehörte. Dessen Eheschließung mit seiner Nichte Herodias, die er seinem Halbbruder Herodes Philippus ausgespannt hatte, war zu dieser Zeit ein großes Gesprächsthema. Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem. Offensichtlich wollten die Pharisäer mit ihrer Frage nach der Ehescheidung Jesus zu einer Stellungnahme gegen König Antipas provozieren. Dann hätten sie leichtes Spiel gehabt, ihn beim König anzuschwärzen und seine Festnahme zu erwirken. Schon ihre Fragestellung zeigt ihre unlautere Gesinnung. Während es sich bei der Scheidungserlaubnis durch Mose um ein Zugeständnis an die „Herzenshärtigkeit“ des Volkes handelte, wie Jesus unterstreicht, sprechen sie von einer „Anordnung“ Moses. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie