Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Predigten / Andachten' Kategorie

Elias Schrenk, ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben‘ (Joh 11,25f.)

Sonntag 11. April 2021 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben. Glaubst du das? (Johannes 11,25 und 26)

Jesus ist die Auferstehung und das Leben für alle, die noch tot in Sünden sind und lebendig werden möchten. Er weckt sie auf durch sein Evangelium. Er, der Auferstandene, macht sie innerlich lebendig. Er ist aber auch die Auferstehung aller, die in den Gräbern sind, doch in verschiedener Weise. Die Schrift redet klar von einer ersten und einer letzten Auferstehung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Pfr. Erich Schnepel, „Christus in uns“

Sonntag 4. April 2021 von Erich Schnepel


Erich Schnepel

Es ist eine ungeheuerliche Aussage, dass Jesus Christus in denen wohnt und gegenwärtig ist, die ihn aufnahmen. Das gibt es niemals sonst, dass einer im anderen wohnen und gegenwärtig sein kann. So tief können sich Menschen nie miteinander verbinden, und wenn sie sich noch so gut verstehen und noch so lieb haben. Das konnte auch Jesus nicht, als er auf Erden als unser Bruder unter uns lebte. Das vermag er erst, seitdem er der lebendige Herr wurde, der Geist ist wie Gott. Dies wurde er am Auferstehungsmorgen. In einem geheimnisvollen, schöpferischen Akt machte Gott ihn zu dem lebendigen Herrn. Niemand war Zeuge, als Gott dieses neue, einzigartige, höhere Leben Jesus Christus gab. Aber als der Lebendige konnte er sich vielen als der bezeugen, der bei ihnen ist und lebt. Das tut er durch die Jahrhunderte bis heute. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Karfreitagspredigt über Matth. 27,15–26: Jesus und Barabbas

Donnerstag 1. April 2021 von Thomas Karker


Thomas Karker

 . . . und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: „Welchen wollt ihr, dass ich euch losgehe? Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Messias?“ . . . Sie sprachen: „Barabbas.“ Pilatus sprach zu ihnen: „Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, es sei der Messias?“ Sie sprachen alle: „Lass ihn kreuzigen!“ . . . Da stehen sie einander gegenüber, die beiden Söhne des Vaters. Auf der einen Seite Barabbas, d. h. zu Deutsch: Sohn des Vaters. Von ihm erzählt die Bibel, dass er ein Mörder war, ein politischer Aufrührer, ein Zelot, einer, der gegen die bestehende Ordnung stand. Es war der Vertreter der Gewalt, des Umsturzes, der Revolution. Es war der Sohn des Vaters, der gezeichnet war mit dem Zeichen des Kain. Auf der anderen Seite steht Jesus, der einzigartige Sohn des Vaters. Er ist nicht der Vertreter der Macht, sondern der Zeuge der Liebe. Sein Ruf heißt nicht: Umsturz durch blutige Revolution, wie bei Barabbas. Sein Ruf heißt: Erneuerung des Menschen und dadurch Erneuerung der Welt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Predigten / Andachten

Wilhelm Busch, Passionsandacht „Mir hat er geholfen“

Sonntag 21. März 2021 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)


Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

»Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen: ‚Andern hat er geholfen‘..« (Matthäus 27,41-42)

Irgendwo las ich einmal die Geschichte von einem jungen Künstler, der in großer Armut in Paris lebte. Eines Tages kam er an einer Auktionshalle vorbei. Er trat ein und hörte der Versteigerung zu. Da wurde auf einmal ein altes, verstaubtes und beschmutztes Kruzifix vorgezeigt. Sofort ging ein wilder Spott los. Das tat dem jungen Mann weh, und er kaufte das alte Ding für ein paar Pfennige. Aber als er nun zu Hause anfing, es vom Schmutz zu reinigen, da stellte sich heraus, dass es lauter Gold war. So ist es auch mit dem Evangelium vom Gekreuzigten ergangen. Wie hat man es seit der Aufklärung vor 150 Jahren verspottet und verachtet! Aber über all dem hat sich nur herausgestellt, dass echtes göttliches Gold ist. So hat das Evangelium selten geleuchtet wie in unseren Tagen. Und so ging es auch mit Jesus. Da stehen seine Feinde hasserfüllt unter dem Kreuz. Die wollen ihn verspotten. Aber über dem kommt das Gold seiner Herrlichkeit zum Vorschein. Denn nun fällt den Feinden gar nichts ein, was sie ihm vorwerfen könnten als dies: »Andern hat er geholfen.« Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Passionsandacht von Wilhelm Busch über Mt 27,41

Sonntag 14. März 2021 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)


Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

»Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten über ihn samt den Schriftgelehrten und Ältesten …« (Matthäus 27,41)

Von dem großen Gottesmann Mose heißt es einmal: »Er war ein sehr geplagter Mensch mehr als alle Menschen auf Erden.« Das steht in 4. Mose 12,3, wo eine der schwersten Stunden des Mose geschildert wird. Viel Hass, Feindschaft und Kampf hat Mose durchmachen müssen: Kampf mit den Ägyptern, mit Pharao, mit den Amalekitern, mit dem widerspenstigen Volk. Aber nun, bei Hazeroth, kam die schlimmste Sache: da standen seine eigenen Geschwister gegen ihn auf und wollten ihn beiseite stoßen. »Redet der Herr allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?« rufen sie. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht über 1 Mose 18,30 „Zürne nicht, Herr, dass ich noch mehr rede.“

Samstag 20. Februar 2021 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Abraham sprach: Zürne nicht, Herr, dass ich noch mehr rede.

Abraham war, wie Jakobus sagt, ein Freund Gottes, weil er im Glauben stand und mit Gott vertraut war. Wie wir unsern Freunden Geheimnisse anvertrauen, so lässt auch Gott seine Freunde seine Geheimnisse wissen. Dieses Verhalten Gottes hängt mit der Reichsstellung der Seinen zusammen. Abraham war von Gott zum Segensträger für alle Völker erwählt. Er stand also mit Wohl und Wehe auch der ihn umgebenden Stämme in priesterlicher Beziehung. Ein Beweis hiervon waren seine Altäre, die er seinen Stationen im Lande der Verheißung zu Stätten der Anbetung weihte. Auch jetzt trat seine priesterliche Stellung klar hervor, als ihm der Herr das Gericht über Sodom und Gomorra offenbarte. Er hörte die Mitteilungen des Herrn nicht nur stillschweigend an, sondern legte Fürbitte ein, wozu allerdings durch seinen Verwandten Lot noch besondere Veranlassung vorhanden war. Er bittet um Verschonung der Städte, wenn fünfzig Gerechte dort wären, und seine Bitte wird ihm gewährt. Er hat hierbei aber keine Ruhe, sondern steigt mit seiner Fürbitte immer weiter herunter, bis zu zehn Gerechten, und selbst zu dieser Bitte lässt sich der Herr herab, er will die Städte verschonen auf Abrahams Eintreten hin, wenn nur zehn Gerechte dort sind. Wir stehen hier vor einer großen Tatsache: Wir lernen die Bedeutung eines gläubigen Beters kennen für die Entwicklung des Reiches Gottes und sehen zugleich, wie zehn Gerechte das Gericht Gottes über eine ganze Gegend aufhalten können. Von welcher Tragweite ist doch die Stellung wahrhaft gläubiger Menschen! Traurig war es, dass in Sodom und Gomorra nur ein wirklich Gerechter war: Lot. Bei seiner Frau reichte es nicht, bei den Töchtern auch nur halb, und so musste das Gericht seinen Lauf nehmen.

Barmherziger Hoherpriester! Mache mich zu einem lebendigen Glied Deines königlich priesterlichen Volkes! Amen.

 

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Matthäus 8,5-13: Kein normaler Arztbesuch, sondern eine Provokation erster Klasse!

Montag 25. Januar 2021 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

„Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn 6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. 7 Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. 8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. 9 Denn auch ich bin ein Mensch, der einer Obrigkeit untersteht, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s. 10 Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! 11 Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; 12 aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die äußerste Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. 13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.“ (Mt 8,5-13) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Zufallslabor oder Schöpferwerkstatt?

Montag 4. Januar 2021 von Lutz Scheufler


Lutz Scheufler

Angenommen, es gäbe keine Intelligenz hinter unserem Universum. Angenommen, es gäbe keinen Architekten, der unseren Planeten konstruiert hätte. Angenommen, es gäbe keinen Gott, der uns Menschen erschaffen hätte. Angenommen, alles wäre im Labor des Zufalls entstanden. Wenn das so wäre, gäbe es auch keinen Schöpfer, der das menschliche Gehirn kreiert hätte. Ich meine das schwabbelige Teil in unserem Kopf, mit dem wir kreativ sein, Geschichten ausdenken, Dinge erfinden oder Musik komponieren können. Diese komplizierte Denkfabrik würde sich per physikalischer oder chemischer Vorgänge – einfach so rein zufällig – miteinander verabreden. Das zufällige Nebenprodukt in unserem Kopf wäre das, was wir „Denken“ nennen. Wenn alles in meinen grauen Zellen rein zufällig entstanden ist, warum sollte ich dann meinem Denken vertrauen? Warum soll ich an das Ergebnis eines Zufallslabors glauben? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten, Schöpfung / Evolution

Predigt über Jeremia 23,29

Sonntag 3. Januar 2021 von Prof. Dr. Thomas Kothmann


Prof. Dr. Thomas Kothmann

„Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?“  (Jeremia 23,29)

Die Reformation begann vor gut 500 Jahren mit einigen unscheinbaren Hammerschlägen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche. Zuvor hatte ein Augustinermönch Feuer gefangen. Gottes Wort hatte das Herz des bis dahin wenig bekannten Martin Luther entzündet und ihn nicht nur Gott, sondern auch das kirchliche Leben seiner Tage in einem neuen Licht sehen lassen. An ihm musste sich deshalb auch der Frömmigkeitsbetrieb und die verkehrte Bußgesinnung seiner Zeit messen lassen. Beides hatte für den angehenden Reformator mit der Vernachlässigung des Wortes Gottes zu tun. In These 54 gegen den Ablass stellt er klar: „Beleidigung widerfährt dem Wort Gottes, wenn in ein und derselben Predigt dem Ablass die gleiche oder mehr Zeit eingeräumt wird als ihm selbst“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Predigten / Andachten, Theologie

Predigt über Sach 9,9: Achtung! Adventsstolpersteine

Freitag 11. Dezember 2020 von Thomas Karker


Thomas Karker

Der Advent ist ja nicht nur eine Zeit, in der wir uns auf Weihnachten, das Ankommen Jesu vorbereiten, es ist auch eine gefährliche Zeit, da kann man auch heftig stolpern. Heute wollen wir von einigen Stolpersteinen im Advent hören. Wir lesen in Sacharia 9,9: „Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten