Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Predigten / Andachten' Kategorie

War der „Vater des Glaubens“ ein Lügner?

Freitag 16. Oktober 2020 von Jörgen Bauer


Jörgen Bauer

„Abraham aber zog von dannen ins Südland und wohnte zwischen Kadesch und Schur und lebte nun als ein Fremdling zu Gerar. Er sagte aber von Sara, seiner Frau: Sie ist meine Schwester. Da sandte König Abimelech, der König von Gerar, hin und ließ sie holen“ (1 Mose 20, Verse 1 und 2). Hier wiederholt sich die Geschichte von Abram und Sarai in Ägypten (1 Mose 12, Verse 10 ff.) wo Mose seine Frau als seine Schwester ausgab. Dies, weil sie sehr schön war und Abram befürchtete, getötet zu werden, damit die Ägypter seiner Frau habhaft werden konnten. Diese Lüge brachte Abram große Vorteile. Der Pharao nahm sich der Sarai an und Abram bekam als Gegenleistung erhebliche materielle Zuwendungen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht über Mt 10,12 und 13

Samstag 10. Oktober 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Wenn ihr aber in ein Haus geht, so grüßt es; und wenn es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.

Jesu Jünger sollen nicht überall Herberge nehmen. Der Herr sagt ausdrücklich: wenn ihr in eine Stadt oder Markt geht, da erkundigt euch, ob jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibt. Ein Kind Gottes darf, ja soll bei aller Demut ein Bewusstsein seiner königlichen Stellung haben, es soll sich nichts vergeben und in keinem Haus einkehren, wo es vielleicht sogar in Gefahr kommen könnte, wo Feinde des Herrn sind; von solchen darf es nichts erbitten. Wer ist es wert, einen Jünger Jesu zu beherbergen? Der Herr sandte seine 12 Jünger nach Matthäus 10 zunächst zu Israel. Ein Israelit, der Gott fürchtete, war es wert, dass man bei ihm einkehrte; bei ihm konnte man ja auch auf Annahme des Evangeliums hoffen, und wenn man in seinem Hause eine Versammlung hielt, so war man auch sicher, dass durch ein solch gottesfürchtiges Haus die Sache des Herrn nicht verunglimpft wurde. Wenn nun die Jünger in einem solch würdigen Hause einkehrten, so kam ihr Friede auf dasselbe Haus, was ja natürlich nur dann stattfinden konnte, wenn sie Kinder des Friedens waren. Wir sollen also so stehen, dass, wo wir hinkommen, Friede und Segen mit uns einkehre. Es ist das für uns eine Aufforderung, dass wir auch mit Jesu reifen, in ihm seien, wo wir uns befinden. Jesu Jünger sind Verwandte, und wo ein Verwandter herbergt, da steht der Himmel offen über dem Haus. So belohnt der Herr hier schon reichlich, was man an den Seinen tut. Ach, dass wir in allem himmlisch dächten! Schon oft habe ich gesehen, dass die Häuser, in denen viele Kinder Gottes aus- und eingingen, wunderbar gesegnet waren, auf Geschlechter hinaus. Wer säet im Segen, der wird auch ernten im Segen.

Lieber Herr Jesus! Segne mich je mehr und mehr und setze mich zum Segen. Wo immer ich sei, lass mich mit Dir dastehen, damit ich Frucht bringe. Amen!

Quelle: Suchet in der Schrift. Elias Schrenk, Andachten für jeden Tag. 3. Aufl. Bielefeld 2016. Das Buch kann für 10 Euro plus Versandkosten über die Geschäftsstelle des Gemeindehilfsbundes (Mühlenstr. 42, 29664 Walsrode; Tel.: 05161/911330; Email: info@gemeindehilfsbund.de) bezogen werden.

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Markus 8,1-9 zum Erntedankfest 2020

Dienstag 6. Oktober 2020 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

Liebe Gemeinde, wenn wir den Erntedanktag nicht einfach deswegen feiern, weil er halt zur kirchlichen Folklore dazugehört, dann sind wir in diesem Jahr besonders herausgefordert, über Erntedank nachzudenken. Zwar ist die Landwirtschaft vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Verordnungen gekommen, aber für viele andere ist dieses Jahr in ökonomischer Hinsicht ein Horrorjahr. Die Wirtschaft ist eingebrochen, viele waren oder sind in Kurzarbeit, andere haben ihren Arbeitsplatz verloren oder kämpfen um ihre Existenz. Und unseren Kindern haben wir einen riesigen Schuldenberg aufgetürmt. Und dann Erntedank feiern? Wie passt das zusammen? – Oder wäre nicht viel eher ein Erntebitttag oder ein Tag der Klage angemessener als ein Erntedanktag? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht über Matth. 11,28

Samstag 26. September 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. (Matthäus 11, 28)

Der Zöllner „stand von ferne“; aber seiner Gesinnung nach war er dem Herrn nahe, er war bußfertig. Viele stehen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich dem Herrn fern. Er ruft sie zu sich. Es ist ein großer Unterschied, bei Jesus zu sein oder viel von ihm gehört zu haben. Ach, wie viele wissen gar manches von ihm, aber sie sind noch nie als mühselig und beladen mit ihm in persönliche Unterredung und Verbindung getreten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Die Bekehrung der Herzen

Freitag 18. September 2020 von Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)


Pfr. Wilhelm Busch (1897-1966)

„Am nächsten Tag stand Johannes abermals da und zwei seiner Jünger;  und als er Jesus vorübergehen sah, sprach er: Siehe, das ist Gottes Lamm! Und die zwei Jünger hörten ihn reden und folgten Jesus nach.“ (Johannes 1,35-37)

Das größte Wunder ist es, wenn ein Mensch sich zum lebendigen Gott bekehrt. Dass es so etwas gibt! Dass ein Mensch von heute auf morgen die ganze Richtung seines Lebens ändert: Während er vorher nur darauf aus war, Geld zu verdienen, sein Leben zu genießen oder sich einen Namen zu machen, strebt so ein bekehrter Mensch auf einmal nach einem Ziel, das gar nicht im Bereich der sichtbaren Welt liegt. Während er bisher seinen Weg selbst wählte oder sich nach seiner Umwelt richtete, lässt er sich nun auf einmal von einer unsichtbaren Hand leiten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Hebr 11,7: Der Sintflutbericht und seine Bedeutung für uns heute

Samstag 5. September 2020 von Johann Hesse


Johann Hesse

„Kann die Erzählung von der Sintflut historisch gemeint sein?“ So fragt Prof. Siegfried Zimmer in einem Vortrag auf www.worthaus.de. Zimmer meint, wenn man den Sintflutbericht einer literarischen Gattungsanalyse unterziehe, dann müsse man feststellen, dass die Sintflut gar nicht als historischer Bericht verstanden werden wolle. Wie viele andere Theologen auch hält Zimmer den biblischen Sintflutbericht für eine „mythologische Fluterzählung“, die uns sagen will, dass Gott die Beziehung mit dem Menschen durchhält. Tatsächlich gegeben habe es aber weder die weltweite Flut noch den Bau der Arche. Doch was sagt die Bibel selbst über das große Flutereignis und den Bau der Arche und was sollen wir daraus lernen? Wir hören auf den siebten Vers des elften Kapitels des Hebräerbriefes: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

„An Gottes Segen ist alles gelegen“ (Predigt über 4. Mose 6,22-27)

Sonntag 16. August 2020 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

In vielen Liedern besingen wir »das Wesen der Dreifaltigkeit«. Und dennoch scheint es für unser Denken schwer begreifbar zu sein, dass der eine Gott drei Personen sind, drei Wesenheiten; die eins sind, und doch zu unterscheiden: Gott-Vater, Gott-Sohn, Gott-Heiliger Geist. Wenn diese Dreieinigkeit, die Trinität, nicht beachtet wird, oder wenn die drei Wesensarten nicht alle in rechter Weise gewichtet werden, dann bekommt unser Gottesbild und unser Glaube eine Schieflage. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns in der Glaubenslehre und in der Glaubenspraxis immer wieder mit der Dreieinigkeit Gottes beschäftigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Andacht über 2. Mose 14,14: „Der Herr wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.“

Freitag 3. Juli 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Es ist nicht schwer, stille zu sein, wenn alles um uns her stille ist; wenn es aber stürmt um uns her und wir keinen Ausweg sehen, so ist es schwer, stille zu sein. Am schwierigsten ist es in den Zeiten, in welchen uns unser Gewissen anklagt, wir hätten unsere Not selbst verschuldet oder wenigstens mitverschuldet. Leiden dann noch andere unter dieser unserer Schuld, so drückt es doppelt und man ist sehr unruhig. Wie kann man in solcher Not stille werden? Nur durch Gnade. Es ist schon Gnade, wenn wir unsere Schuld erkennen. Wie manche haben sich durch rasches Handeln, durch Trachten nach großen Dingen, durch Gewissenlosigkeit in die schwierigsten Lagen gebracht und wollen aber ihre eigene Schuld nicht eingestehen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über 1. Samuel 14: „Es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig zu helfen“ – Der Glaube Jonatans und Israels Sieg

Samstag 13. Juni 2020 von Johann Hesse


Johann Hesse

1. Glaube, der nicht auf die Umstände blickt

1.1       Die Übermacht der Philister

Zwischen Israel unter König Saul und den Philistern gab es ein gewaltiges Machtgefälle. Die Philister beherrschten die gesamte Schefala, das fruchtbare Gebiet zwischen Mittelmeer und dem Bergland. Doch die Philister drangen nun auch in das Bergland ein. Rund 10 km nördlich von Jerusalem lag ein mächtiges Heer bei der Stadt Michmas: „Dreitausend Kampfwagen, sechstausend Gespanne und Soldaten soviel wie Sand am Ufer des Meeres“ (1. Sam. 13,5). Aus dieser Streitmacht der Philister zogen drei Abteilungen in verschiedene Richtungen des Landes und verbreiteten Angst und Schrecken, plünderten die Dörfer und Gehöfte, so dass die Israeliten sich in Höhlen und Felsspalten versteckten und über den Jordan flohen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

„Adam, wo bist Du?“ (1. Mose 3,8.9)

Samstag 6. Juni 2020 von Thomas Karker


Thomas Karker

Diese Geschichte kann man nicht als unbeteiligter Zuschauer aus sicherer Distanz zur Kenntnis nehmen. Wer in die Sündenfallgeschichte hineinschaut, wo Gott den Menschen ruft: „Adam, wo bist du?“ – der blickt in einen Spiegel. Da schaut mich doch dann mein eigenes Gesicht an. Denn in dieser Erzählung vom Anfang der Weltgeschichte kommen wir alle vor. Vielleicht sagt jetzt einer von uns: „Ach diese alte Geschichte, das ist lange her, was hat das mit uns zu tun?“ Wer so redet, hat keine Ahnung, worum es geht. Gott kämpft um Menschen. Gott ist bereit, seine Würde und Majestät zu verlieren. Er wird dreckig, blutig und arm, nur um uns zurückzugewinnen. Wir sind ihm wirklich teuer zu stehen gekommen. Begreifen wir, dass der Kampf Gottes um uns geht? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten