Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Predigten / Andachten' Kategorie

Christus allein. Predigt über Matth. 8,1-13

Freitag 24. Mai 2024 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

„Als Jesus vom Berge herabging, folgte ihm eine große Menge. Und siehe, ein Aussätziger kam heran und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. Und Jesus streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will’s tun; sei rein! Und sogleich wurde er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Sieh zu, sage es niemandem, sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis. Als aber Jesus nach Kapernaum hineinging, trat ein Hauptmann zu ihm; der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gelähmt und leidet große Qualen. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe Soldaten unter mir; und wenn ich zu einem sage: Geh hin!, so geht er; und zu einem andern: Komm her!, so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das!, so tut er’s. Als das Jesus hörte, wunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei keinem gefunden! Aber ich sage euch: Viele werden kommen von Osten und von Westen und mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich zu Tisch sitzen; aber die Kinder des Reichs werden hinausgestoßen in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappern. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Geh hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund zu derselben Stunde.“ (Mt 8,1-13) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

„Merket euch seine Himmelfahrt!“

Donnerstag 9. Mai 2024 von Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)


Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)

Predigt über Psalm 89,20: „Ich habe erhöht einen Auserwählten aus dem Volk.“

Ursprünglich beziehen sich diese Worte zweifellos auf den David. Er war aus dem Volk erwählt. Seine Vorfahren waren achtenswerte, doch nicht erlauchte Personen; seine Familie war heilig, doch nicht vornehm; die Namen Jesse, Obed, Boas und Ruth erinnerten nicht an Könige und deuteten nicht auf alten Adel und glorreiche Abstammung. Er selbst war ja nur ein Hirtenknabe gewesen, der Lämmer an seinem Busen trug oder tragende Schafmütter freundlich weiter führte – ein einfacher Jüngling von recht fürstlichem Gemüt und unerschrockenem Mut, doch eben von geringer Herkunft – einer aus dem Volk. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Die Kraft der Vergebung (Joh 8,3-11)

Samstag 20. April 2024 von Pfr. Konrad Eißler (1932-2024)


Pfr. Konrad Eißler (1932-2024)

Konrad Eißler ist am 9. April 2024 von seinem Herrn Jesus Christus heimgerufen worden. Oft hat er seine Glaubensgewissheit und Vorfreude auf die Ewigkeit mit dem Satz ausgedrückt „Ich stehe im Vorhof der Ewigkeit“. Nun steht er nicht mehr im Vorhof, sondern in der Mitte des Heiligtums  bei seinem Herrn. Als Gemeindehilfsbund gedenken wir seiner in großer Dankbarkeit. Seit vielen Jahren war er den Zielen des Gemeindehilfsbundes durch seine Mitgliedschaft verbunden. Zu besonderen Anlässen ließ er sich gern einladen. Unvergessen sind seine Predigten beim Evangelischen Orientierungstag in der Siegener Hammerhütte im Oktober 1998 und beim Kongress „Die Kraft der Vergebung“ im Haus Felsengrund in Zavelstein im März 2013. Die Gemeinde Jesu hat in ihm einen vollmächtigen evangelistischen Prediger und einen treuen Zeugen des Evangeliums verloren, der sich dem Heiligen Geist und nicht dem Zeitgeist verpflichtet sah. Nachfolgend drucken wir seine wegweisende Predigt vom 17. März 2013 in Zavelstein ab.

In Jesu Namen! Amen. Ich selber komme heute Morgen von Hülben. Das ist nach Zavelstein der zweitschönste Ort von Europa. 711 Meter hoch – genau so hoch wie Jerusalem. Die Luft kommt noch aus erster Hand, und wir leben dort wie im Himmel – fast. Die schwäbische Alb ist bekannt durch die Pferdezucht. Dort gibt es Pferde aller Art, z. B. Zuchtpferde, deren Stammbäume zurückgehen bis in die Arche Noah. Es gibt Springpferde, die keinen Graben, keinen Oxer fürchten. Und es gibt Zugpferde, die die Bierfässer auf den Stuttgarter Wasen oder die Münchener Wies’n karren. Und es gibt alte Pferde, Karrengäule, Schindmähren, die dem Abdecker entkommen sind und dort ihr Gnadenbrot erhalten. Wissen Sie, zu dieser letzten Spezies gehöre ich. Wenn ich mich noch einmal einspannen ließ, dann nur deshalb, weil die lieben leitenden Brüder dem alten Gaul noch eine Streicheleinheit verpassen wollten mit dieser Einladung. Ich bin selber gespannt, ob das gut geht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Predigten / Andachten

Predigt über Jak 1,12-18: Alles Gute kommt von oben!

Sonntag 7. April 2024 von Pfr. Ulrich Hauck


Pfr. Ulrich Hauck

Selig ist, wer Anfechtung erduldet; denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die Gott verheißen hat denen, die ihn lieb haben. 13 Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen, und er selbst versucht niemand. 14 Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. 15 Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. 16 Irrt euch nicht, meine Lieben. 17 Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts[1], bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. 18 Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir die Erstlinge seiner Geschöpfe seien. (Jakobus 1,12-18) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Psalm 22: Verlassen – Gelitten – Erhört

Freitag 29. März 2024 von Johann Hesse


Johann Hesse

„An herzerschütternden Klagelauten, die aus nicht zu ergründenden Tiefen unsagbaren Wehs aufsteigen, hat dieser Psalm seines gleichen nicht. Er ist eine photographische getreue Darstellung der schwersten Stunden unseres Herrn, der Bericht über seine Sterbeseufzer, das Tränenkrüglein seiner letzten Tränen und das Denkmal seiner Freude in den Stunden, da er seinen Geist aushauchte. In beschränktem Sinne ist es wohl war, dass uns David und seine Leiden in dem Psalm entgegentreten, aber wie der Glanz der Sterne vor dem Sonnenlicht verschwindet, so wird, wer Jesus in diesem Psalm erblickt, David kaum sehen, noch zu sehen begehren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Predigten / Andachten

Das Hohelied der Liebe – neu gehört

Montag 11. März 2024 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Es gibt wohl kaum eine schönere Liebeserklärung an die Liebe als das vom Völkerapostel Paulus gedichtete und im 1. Brief an die Korinther (Kapitel 13) überlieferte Liebeslied. Es ist unerreicht in seiner Intensität und Originalität, und es reizt immer wieder zum Lesen und Staunen. Ganz unterschiedliche Auslegungen zeigen, dass es gar nicht so leicht ist, herauszufinden, was Paulus wirklich gemeint hat. Im Folgenden gibt es einen neuen Versuch. Unstrittig ist, dass es dem Apostel nicht um die erotische und auch nicht um die sympathische Liebe geht (im Griechischen eros und philia), sondern um die agape, um die göttliche Liebe. Kein Mensch hat sie in sich, aber jeder kann sie empfangen. Der Heilige Geist, so Paulus, transportiert sie in das Herz eines jeden, der in eine Herzensverbindung mit Jesus Christus eintritt. So sagt er es im Brief an die Römer im 5. Kapitel. Dass dies kein frommes Wolkenkuckucksheim ist, weiß jeder, der in seinem Leben Menschen begegnet ist, die diese besondere Liebe verkörpern und ausstrahlen. Ich hoffe, dass diese kurze Betrachtung bei allen Lesern eine neue Sehnsucht nach der Agape, nach der göttlichen Liebe weckt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Predigten / Andachten, Theologie

Predigt über Psalm 8: Drei Unfassbarkeiten

Samstag 17. Februar 2024 von Prädikant Thomas Karker


Prädikant Thomas Karker

Der Mensch des 20./21. Jahrhunderts steht in einer fundamentalen Identitätskrise. Sie hat ihren Ursprung paradoxerweise im neuzeitlichen Humanismus. Bis zum Mittelalter war für den Menschen die Grundlage die biblische Offenbarung der Hl. Schrift. Hier war Gott und Welt miteinander verbunden. Der Humanismus löst sich nun aus der Geborgenheit dieses Weltbildes und weist den Menschen als einzelnes Individuum aus. Die bestehenden Autoritäten werden fragwürdig, der Mensch beginnt, sich aus sich selbst zu definieren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Jesus wusste, was im Menschen war

Freitag 9. Februar 2024 von Pastor Heinrich Kemner (1903-1993)


Pastor Heinrich Kemner (1903-1993)

Ein Mann, dem ich ein großes Maß von seelsorgerlicher Erfahrung zutraue, sagte mir, dass die größte Gefahr sei­nes Lebens gewesen sei, Menschenverächter zu werden. Diese Gefahr ist dann gegeben, wenn man die Rätselfra­ge des Menschentums ohne die Klärung zu lösen ver­sucht, die Gott ihr selbst gegeben hat. Als mir einmal in einer Studentenversammlung jemand zurief: „Wir wollen nicht wissen, was Sie reden!“ frag­te ich zurück, was man denn wissen wolle, und bekam die Antwort: „Wir wollen wissen, wer Sie sind.“ Selten hat mir eine Frage so schnell das Thema geschenkt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Lk. 2,41-52: Ach du Schreck – Jesus ist weg!

Samstag 27. Januar 2024 von Prädikant Thomas Karker


Prädikant Thomas Karker

Liebe Gemeinde, eines der Geheimnisse der Schrift bleibt die dreißigjährige Stille, in welcher Jesus in Nazareth wohnt. In einer Biographie sind ja gerade die Jugendjahre von besonderem Interesse. Aber bei dem Herrn bleibt uns dies fast ganz verschlossen. Licht ist einst auf das kleine Kind gefallen; aus Engelsmund und Menschenlippen, von Weisen und Unweisen sind köstliche Psalmen über ihm ertönt – und nun folgt ein dreißigjähriges Dunkel, verlebt in einem entlegenen, verachteten Bergstädtchen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Der Schirm des Höchsten

Samstag 20. Januar 2024 von Pastor Heinrich Kemner (1903-1993)


Pastor Heinrich Kemner (1903-1993)

Wenn ein Ungewitter am Himmel steht, tut man gut, einen Schirm mitzunehmen. Man kann sonst beim Ungewitter leicht Schaden nehmen. Ist es nicht in unserem Leben auch so? „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen übernachtet, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe“ (Ps. 91,1-2). Ohne dass der Psalm ein besonderes Signum für seinen Verfasser hat, meine ich doch, dass er aus dem Zeugnis seiner Glaubenserfahrung erkennbar ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten