Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Sexualethik' Kategorie

„Transkinder“ – ein wachsender Trend in der westlichen Welt

Montag 12. August 2019 von Christa Meves


Christa Meves

Hierzulande gibt es Spezialkliniken, die sich (außer mit Erwachsenen) auch mit den sogenannten „Transkindern“ beschäftigen. Das sind Minderjährige, die mit ihrem angeborenen Geschlecht unzufrieden sind und die das – meist in das Gegengeschlecht – verändern wollen. In der Klinik Münster z. B. hat sich die Zahl der Ratsuchenden von 70 im Jahr 2014 auf etwa 180 im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt (1). Doch das erweist sich nicht nur als ein neuer problematischer Fachbereich bei uns (besonders auch durch die erforderlichen Gutachten), sondern zeigt in allen westlichen Ländern eine bedrängende Entwicklung durch ähnliche Zahlen. In Großbritannien etwa begaben sich 2010 erst 94 Minderjährige in die Londoner Spezialklinik. Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl auf 2519 Fälle angehäuft (2). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Medizinische Ethik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Spahns Lust auf ein neues Strafgesetz

Donnerstag 1. August 2019 von Prof. Dr. Werner Thiede


Prof. Dr. Werner Thiede

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Konversionstherapien, die Homose­xua­lität heilen sollen, gesetzlich verbieten und unter Strafe stellen lassen. Seine Begründung: „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“ Spahns theologische Meinung steht ihm frei. Das Problem aber ist, dass er seine Meinung aus seiner subjektiv-betroffenen Sichtweise heraus anderen Menschen per Gesetz aufzwingen will. Damit tangiert er nicht nur die Mei­nungsfreiheit gegensätzlich Denkender, sondern auch die Glaubens- und Religionsfreiheit.

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Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Sexualethik

Stellungnahme des Gemeindehilfsbundes zur Einführung der Trauung für gleichgeschlechtliche Paare in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Dienstag 16. Juli 2019 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

Die Synode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers hat am 15. Mai 2019 die kirchliche Trauung für gleichgeschlechtliche Paare eingeführt. Nach der bisherigen Regelung konnten sich gleichgeschlechtliche Paare kirchlich segnen, aber nicht kirchlich trauen lassen. Diese Unterscheidung ist von den Synodalen ohne Gegenstimme bei nur einer Enthaltung aufgehoben worden. Zuvor war der Bischofsrat der Landeskirche zu der Überzeugung gekommen, dass es „keine theologisch zwingenden Gründe gebe, eine prinzipielle Differenz zwischen der Ehe und Trauung von Menschen verschiedenen und gleichen Geschlechts festzuhalten“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik, Theologie

Keine Regenbogenkirchen mit Gottes Segen

Dienstag 9. Juli 2019 von Pfr. Dr. Tobias Eißler


Pfr. Dr. Tobias Eißler

Mehr Regenbogengemeinden, Regenbogenfamilien im Pfarrhaus, homosexuelle Mitarbeiter im Kindergottesdienst – dafür warb die Stuttgarter Prälatin Gabriele Arnold laut dem Artikel der Stuttgarter Nachrichten („Der gute Mensch aus Württemberg bekommt Applaus“) auf dem Kirchentag. Das Kirchentagspublikum applaudiert. Wen wundert’s? Ich applaudiere nicht. Frau Prälatin Arnold weiß das. Ich wollte es nur sicherheitshalber schwarz auf weiß zur Kenntnis geben. Weil ja heute das Selbstverständlichste auch noch auf den Kopf gestellt wird. Tatsächlich gibt es außer mir noch ein paar Christen und Pfarrer, die eine solche Äußerung einer kirchenleitenden Amtsträgerin für nicht angemessen halten. Oder muss man schon von Amtsmissbrauch sprechen? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik

„… und das sind einige von euch gewesen“ – Zum Verbot von sog. Konversionstherapien

Mittwoch 12. Juni 2019 von Michael Kotsch


Michael Kotsch

Erneut wendet sich Bundesgesundheitsminister Spahn Mitte Juni 2019 an die breite Öffentlichkeit: Jede Therapie, die von der Veränderbarkeit homosexueller Orientierung ausgeht, muss demnach gesetzlich verboten werden. Wie nicht anders zu erwarten, bekommt er dabei große gesellschaftliche Unterstützung. Ganz offensichtlich ist die Zeit reif für diesen Schritt politisch gesteuerter Ethik. Als Gegner machen die Medien zwischenzeitlich nur noch eine kleine Gruppe „radikaler Christen“ aus, die das vertreten, was noch vor 20 Jahren gesellschaftlicher Konsens war. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Seelsorge nicht kriminalisieren

Freitag 7. Juni 2019 von Bibelbund


Bibelbund

Ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers Jens Spahn soll alle Hilfen zur Änderung homosexuellen Empfindens unter Strafe zu stellen. Das bedeutet, dass Menschen, die Hilfe suchen, mit ihren homosexuellen Gefühlen umzugehen, nur noch in einer Richtung Beratung finden könnten. Viele christliche Beratungsangebote werden dann unter Strafe gestellt und verboten. Nach einer Forderung von Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) soll es künftig verboten sein, Homosexuellen zu helfen, wenn diese unter ihrer sexuellen Identität leiden und sie verändern wollen. Seelsorger, Psychologen, christliche Gruppen und Ärzte sollen gezwungen werden, Homosexuelle immer in ihrer Orientierung zu bestätigen auch gegen ihre ethische Überzeugung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Petition an: Bundesgesundheitsminister Spahn und Bundesrat – Hände weg von der Therapiefreiheit!

Dienstag 7. Mai 2019 von CitizenGO


CitizenGO

Gesundheitsminister Spahn und eine Bundesratsinitiative der Länder Schleswig-Holstein, Hessen, Berlin, Bremen, Saarland, Brandenburg und Rheinland-Pfalz wollen sog. „Konversionstherapien“ mit dem Ziel der Veränderung unerwünschter homosexueller Empfindungen per Gesetz verbieten. Ein solches Gesetz wäre ein massiver Eingriff des Staates in die Therapiefreiheit und in die Entscheidungsfreiheit der Betroffenen. Verhindern Sie mit uns staatliche Übergriffe auf den geschützten Raum der Psychotherapie! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

„Was Gott nicht segnet, kann die Kirche nicht segnen!“

Donnerstag 4. April 2019 von Confessio e.V.


Confessio e.V.

Erklärung der Pfarrerarbeitsgemeinschaft Confessio e.V. zur Entscheidung der Synode der ev. Landeskirche in Württemberg, einen Segnungsgottesdienst für gleichgeschlechtliche Paare einzuführen („Kirchliches Gesetz zur Einführung einer Ordnung des Gottesdienstes anlässlich der bürgerlichen Eheschließung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechtes …“). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik, Theologie

Nun auch Württemberg. Was nun? Was tun?

Dienstag 2. April 2019 von Pfr. Ulrich Parzany


Pfr. Ulrich Parzany

Nun hat auch die Landessynode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare möglich gemacht. Einem „Gesetz zur Einführung eines Gottesdienstes anlässlich einer Eheschließung zwischen zwei Personen gleichen Geschlechts“ stimmten die Synodalen mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit zu. Im Herbst 2018 hatten noch zwei fehlende Stimmen die Zweidrittel-Mehrheit verhindert. Der Entscheidungsprozess wurde auch außerhalb Württembergs mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die Landessynode dort unterscheidet sich von den Synoden in den anderen 19 evangelischen Landeskirchen dadurch, dass ihre Mitglieder direkt von den Gemeindegliedern gewählt werden. Nirgendwo sonst gibt es in den Landessynodalen eine Möglichkeit der so direkten Einflussnahme der Gemeindebasis wie im Schwabenland. Der stärkste Gesprächskreis in der Landessynode ist dort die „Lebendige Gemeinde“. Sie gilt – oder galt – als Stimme des Pietismus. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Sexualethik

Was gilt noch in der Kirche?

Freitag 29. März 2019 von Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe


Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe

Nach der Entscheidung der württembergischen Landessynode vom 23. März 2019 soll die Segnung einer homosexuellen Partnerschaft in einem Viertel der württembergischen Kirchengemeinden möglich sein, wenn drei Viertel der Pfarrer dieser Kirchengemeinden, wenn drei Viertel des Kirchengemeinderates dem zustimmen. Und wenn zuvor innerhalb der Gemeinde ein Klärungsprozess zu dem Ergebnis gekommen ist, »dass die öffentliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ihrem Verständnis nach dem Evangelium, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, nicht widerspricht.« Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Sexualethik, Theologie