Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Sexualethik' Kategorie

Gemeindehilfsbund kritisiert Resolution zu Konversionspraktiken

Donnerstag 5. Februar 2026 von idea e.V.


idea e.V.

Der Gemeindehilfsbund (Walsrode) hat die von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats verabschiedete Resolution „Für ein Verbot von Konversionspraktiken“ scharf kritisiert. Sie fordert die 46 Mitgliedsstaaten des Europarats auf, sämtliche Maßnahmen zu untersagen, die eine Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder des Geschlechtsausdrucks zum Ziel haben. Der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Stefan Felber, und dessen Geschäftsführer, Prediger Johann Hesse, bemängeln in einer Stellungnahme, dass die Resolution nicht zwischen eindeutig abzulehnenden Praktiken wie Zwang, Isolation oder Missbrauch und freiwilligen, psychologischen oder seelsorgerlichen Angeboten differenziere. Denn laut der Resolution sollten auch religiöse Rituale und seelsorgerliche Gespräche unter das Verbot fallen. Felber und Hesse warnen, dass damit auch Angebote auf biblischer Basis betroffen seien. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Gott kann verändern – und er wird es sich nicht verbieten lassen!

Freitag 30. Januar 2026 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

Stellungnahme des Gemeindehilfsbundes zur Resolution des Europarates „Für ein Verbot von Konversionspraktiken“

Am Donnerstag, den 29. Januar 2026, hat die Parlamentarische Versammlung des Europarats (PACE)  eine Resolution „Für ein Verbot von Konversionspraktiken“ verabschiedet. Die Resolution fordert die Mitgliedsstaaten der EU auf, alle Maßnahmen zu verbieten, die eine Veränderung oder Unterdrückung der sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität oder des Geschlechtsausdrucks (gender expression) zum Ziel haben, wenn diese Maßnahmen auf der „falschen Vorstellung“ beruhen, dass solche Kernaspekte menschlicher Identität in irgendeiner Weise pathologisch, unerwünscht oder in irgendeiner Art und Weise veränderbar seien. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gender, Gesellschaft / Politik, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Karte und Gebiet – Bibel und Wissenschaft in der transformativen Sexualethik von Thorsten Dietz und Tobias Faix

Freitag 9. Januar 2026 von Prof. Dr. Armin Baum


Prof. Dr. Armin Baum

Das in diesem Jahr erschienene Buch von Thorsten Dietz (Erwachsenenbildung der Deutschschweizer Reformierten Kirchen) und Tobias Faix (CVJM-Hochschule Kassel) trägt den dreifachen Titel „Transformative Ethik. Wege zur Liebe. Eine Sexualethik zum Selberdenken“. Es beruht auf einer Podcast-Serie mit dem Titel „Karte & Gebiet“, in der die Autoren viele der im Buch schriftlich behandelten Themen bereits mündlich präsentiert haben. Mit der „Transformation“, um die es Dietz und Faix geht, meinen sie einerseits Veränderungsprozesse in Gesellschaft, Politik und Religion, die sich in der Vergangenheit vollzogen haben und die sie beschreiben und bei der ethischen Urteilsbildung berücksichtigen wollen. Als „Transformation“ bezeichnen sie andererseits aber auch ihre Zielsetzung: Sie wollen „nicht nur Wandel befördern, sondern grundlegende Veränderungen bewirken“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Eine Therapiecouch für die Frommen

Dienstag 16. Dezember 2025 von Daniel Option


Daniel Option

Die christliche Sexualethik hat angeblich ein Problem und gehört deshalb auf die Therapiecouch. Therapeuten sind die postevangelikalen Experten, denn sie wissen, wie die richtige Diagnose lautet und wie therapiert werden sollte. So zumindest mutet es an, wenn sie sich dieser Tage die historische christliche Sexualethik vornehmen. Aber wie gesund sind ihre diagnostischen Werkzeuge? Wie wertneutral ist ihr oft bemühter‚ wissenschaftlicher Konsens‘? Dieser Artikel gibt einen Einblick in die ideengeschichtlichen Wurzeln einiger ihrer Quellen. Dabei werden neben ideologischer Voreingenommenheit auch moralische Abgründe sichtbar.

2025 haben umfangreiche Publikationen über Sexualität für Gesprächsstoff gesorgt in den Pastoren-Büros und Denkstuben freikirchlich-pietistischer Prägung. Zum einen publizierten Prof. Thorsten Dietz (Reformierte Kirche des Kantons Zürich) und Prof. Tobias Faix (Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel) ihre Sexualethik Wege zur Liebe. Zum anderen präsentierte das Forschungsinstitut empirica (ebenfalls CVJM-Hochschule in Kassel) die Ergebnisse ihrer Studie Sexuelle Einstellungen und Verhaltensweisen (hoch-)religiöser Christ*innen.

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Kategorie: Gemeinde, Gender, Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik

Ehebruch, Ehescheidung, Unzucht und die Ausnahmeklausel im Matthäusevangelium

Sonntag 23. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Matth. 5,27-30 geht es um das Thema Ehebruch, in 5,31-32 und 19,1-9 um das Thema Ehescheidung. Matth. 5 gehört zur Bergpredigt, ist also Teil der Jüngerbelehrung. Matth. 19,1-9 schildert ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern. Die Pharisäer beriefen sich bei ihrer Scheidungspraxis auf ein Zugeständnis des Mose (5 Mose 24,1-4), das die Scheidung unter strengen Auflagen erlaubte. Dazu muss man Folgendes bedenken: Das Streitgespräch fand in Peräa statt, das zum Hoheitsgebiet des Königs Antipas gehörte. Dessen Eheschließung mit seiner Nichte Herodias, die er seinem Halbbruder Herodes Philippus ausgespannt hatte, war zu dieser Zeit ein großes Gesprächsthema. Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem. Offensichtlich wollten die Pharisäer mit ihrer Frage nach der Ehescheidung Jesus zu einer Stellungnahme gegen König Antipas provozieren. Dann hätten sie leichtes Spiel gehabt, ihn beim König anzuschwärzen und seine Festnahme zu erwirken. Schon ihre Fragestellung zeigt ihre unlautere Gesinnung. Während es sich bei der Scheidungserlaubnis durch Mose um ein Zugeständnis an die „Herzenshärtigkeit“ des Volkes handelte, wie Jesus unterstreicht, sprechen sie von einer „Anordnung“ Moses. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Bekenntnisbewegung: „Wege zur Liebe“ von Tobias Faix und Thorsten Dietz mit biblischem Glauben unvereinbar

Dienstag 28. Oktober 2025 von Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium"


Bekenntnisbewegung "Kein anderes Evangelium"

In ihrem Buch“Wege zur Liebe“ (Neukirchener Verlag) ersetzen die Mitglieder des „Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT), Tobias Faix (Rektor der CVJM-Hochschule) und Thorsten Dietz (Zürich) den auf die Bibel gegründeten Konsens der Christenheit durch einen angeblichen Konsens der modernen Wissenschaft als Grundlage sexualethischer Entscheidung. Daß Gott den Menschen in zwei Geschlechtern als Mann und Frau geschaffen hat, dass Gott sexuelle Praxis an die Ehe eines Mannes und einer Frau gebunden hat, ist für die Autoren überholt. Homosexualität und Vielehe werden zu möglichen Optionen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Kirche, Sexualethik, Theologie

Gemeindehilfsbund lehnt „Wege zur Liebe“ ebenfalls ab

Dienstag 21. Oktober 2025 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

Der Vorstand des Arbeitskreis für evangelikale Theologie (AfeT) in Verbindung mit der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) distanziert sich von dem Buch „Wege zur Liebe – Transformative Ethik“ (Thorsten Dietz und Tobias Faix). Der Gemeindehilfsbund schließt sich dieser Einschätzung an. Aus diesem Grund veröffentlichen wir untenstehend einen Passus aus dem aktuellen AfeT-Newsletter 4/2025.  Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Rezensionen, Sexualethik, Theologie

Konversionsverbot in Österreich: Neues Gesetz bedroht Therapiefreiheit und Elternrechte

Freitag 29. August 2025 von IMABE


IMABE

Ein brisantes Gesetzesvorhaben der österreichischen Regierung ist an die Öffentlichkeit gelangt: In Zukunft sollen Eltern, Ärzte und Therapeuten nicht mehr ergebnisoffen mit Jugendlichen sprechen dürfen, die ihr Geschlecht ändern wollen. Wer zur Vorsicht bei Pubertätsblockern oder irreversiblen operativen Eingriffen rät, muss mit Strafen in der Höhe von 30.000 Euro oder bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen. Internationale Studien widersprechen diesem affirmativen Ansatz, viele Länder haben politische Konsequenzen gezogen. Warum nimmt sich Österreich nicht ein Beispiel an Schweden oder Großbritannien? Ein Kommentar von IMABE-Direktorin Susanne Kummer. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gender, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik, Sexualethik

Vorbild für Evangelische Bischöfe!

Samstag 23. August 2025 von Netzwerk Bibel und Bekenntnis


Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Dr. Laurent Mbanda, Erzbischof der Anglikanischen Kirche von Ruanda ist zugleich der Vorsitzende von Gafcon, der Global Anglican Future Conference. Dazu gehören weit mehr als die Hälfte der weltweit 80 Millionen Anglikanischer, die sich vom Erzbischof von Canterbury, dem nominellen Oberhaupt aller Anglikaner, losgesagt haben. Jetzt hat er ein klares Wort aus Anlass der Wahl von Cherry Vann zur Erzbischöfin von Wales geschrieben, darin auch diesen Satz: „Wir haben uns für die Wahrheit des Wortes Gottes eingesetzt, und stehen weiterhin in Gemeinschaft mit der Mehrheit der Anglikaner weltweit, die diese Missachtung der Stimme Gottes traurig macht.“ Es folgt unten die ganze Erklärung. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Sexualethik, Theologie

Buchbesprechung: Matthias Becker – Ehe, Familie und Agamie.

Dienstag 22. Juli 2025 von Administrator


Matthias Becker, Ehe, Familie und Agamie. Die Begründung von Lebensformen angesichts gesellschaftlicher Pluralität im Neuen Testament und heute, Tübingen: Mohr Siebeck, 2024 (x + 239 Seiten).

Das kleine Buch des Heidelberger Neutestamentlers hat schon vor seinem Erscheinen für einige Aufregung gesorgt, weil hier einer der ›zünftigen‹ Universitätstheologen in Sachen Ehe und Familie alle auf Synoden und Pfarrkonventen bis zum Überdruss wiederholten Argumente zugunsten eines fortschrittlicheren Eheverständnisses als historisch und exegetisch unbegründet aufweist. Becker stellt die Sachverhalte in einer Weise dar, die allen Behauptungen, Paulus bzw. die neutestamentlichen Autoren würden mit ihrer Argumentation hinter den gegenwärtigen Differenzierungen sexueller Vielfalt und ihrer prägenden Kraft zurückbleiben, den Boden entziehen. Aber er bleibt dabei nicht stehen, sondern skizziert „als Christ und Theologe“, was das für die Gestalt von Ehe, Sexualität und Familie für Christenmenschen bedeuten kann (bzw. sollte), sofern für sie – wozu sich der Vf. selbst ausdrücklich bekennt – „Respekt vor dem Neuen Testament und seiner kanonischen Autorität als Heilige Schrift die argumentative Grundlage“ (VI) bildet. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie