Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Seelsorge / Lebenshilfe' Kategorie

Weiß ich den Weg auch nicht – Das Lied der baltischen Märtyrer

Mittwoch 14. Januar 2026 von Hedwig von Redern (1865-1935)


Hedwig von Redern (1865-1935)

Hedwig von Redern hat das Trostlied „Weiß ich den Weg auch nicht“ geschrieben. Eine Frau – eine Seltenheit unter den vielen Kirchenliederdichtern! Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es als „Lied der baltischen Märtyrer“ bekannt.

Leicht zum Auswendiglernen

Unsere Liederbücher sind reich an tröstlichen, Mut machenden Liedern. Das bekannteste unter ihnen ist wohl Paul Gerhardts „Befiehl du deine Wege“. Das Trostlied „Weiß ich den Weg auch nicht“ ist rund 250 Jahre jünger. Es ist auch erheblich kürzer als Paul Gerhardts Zwölf-Strophen-Lied. Es umfasst nur drei vierzeilige Strophen. Dadurch lässt es sich aber leicht auswendig lernen. Wer sich diese Mühe macht, wird reichen Gewinn davon haben. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

Karte und Gebiet – Bibel und Wissenschaft in der transformativen Sexualethik von Thorsten Dietz und Tobias Faix

Freitag 9. Januar 2026 von Prof. Dr. Armin Baum


Prof. Dr. Armin Baum

Das in diesem Jahr erschienene Buch von Thorsten Dietz (Erwachsenenbildung der Deutschschweizer Reformierten Kirchen) und Tobias Faix (CVJM-Hochschule Kassel) trägt den dreifachen Titel „Transformative Ethik. Wege zur Liebe. Eine Sexualethik zum Selberdenken“. Es beruht auf einer Podcast-Serie mit dem Titel „Karte & Gebiet“, in der die Autoren viele der im Buch schriftlich behandelten Themen bereits mündlich präsentiert haben. Mit der „Transformation“, um die es Dietz und Faix geht, meinen sie einerseits Veränderungsprozesse in Gesellschaft, Politik und Religion, die sich in der Vergangenheit vollzogen haben und die sie beschreiben und bei der ethischen Urteilsbildung berücksichtigen wollen. Als „Transformation“ bezeichnen sie andererseits aber auch ihre Zielsetzung: Sie wollen „nicht nur Wandel befördern, sondern grundlegende Veränderungen bewirken“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Dr. Christian Stettler, Jesus und seine Zeugen verkünden keine Botschaft der Allversöhnung

Mittwoch 3. Dezember 2025 von Administrator


In seinem Vortrag beim Bekenntnistreffen am Samstag, 15. November 2025, in Ostfildern-Ruit wies er darauf hin, dass man im Blick auf die Frage nach der Rettung des Menschen nicht einzelne Bibelstellen aus dem Kontext reißen darf, die danach klingen, als würde der Menschheit ausnahmslos Vergebung der Sünden, Versöhnung mit Gott und die Teilhabe am ewigen Gottesreich geschenkt werden. Zwar will Gott in seiner Liebe alle Menschen retten. Zwar reicht die versöhnende Kraft des Kreuzes von Jesus für die Schuld der ganzen Menschheit aus. Doch nicht jeder Mensch erkennt, dass er auf die Sühnung seiner Sünde angewiesen ist. Nicht jeder Hörer der guten Nachricht lässt sich von Gottes Liebe berühren und gewinnen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie

Ehebruch, Ehescheidung, Unzucht und die Ausnahmeklausel im Matthäusevangelium

Sonntag 23. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Matth. 5,27-30 geht es um das Thema Ehebruch, in 5,31-32 und 19,1-9 um das Thema Ehescheidung. Matth. 5 gehört zur Bergpredigt, ist also Teil der Jüngerbelehrung. Matth. 19,1-9 schildert ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern. Die Pharisäer beriefen sich bei ihrer Scheidungspraxis auf ein Zugeständnis des Mose (5 Mose 24,1-4), das die Scheidung unter strengen Auflagen erlaubte. Dazu muss man Folgendes bedenken: Das Streitgespräch fand in Peräa statt, das zum Hoheitsgebiet des Königs Antipas gehörte. Dessen Eheschließung mit seiner Nichte Herodias, die er seinem Halbbruder Herodes Philippus ausgespannt hatte, war zu dieser Zeit ein großes Gesprächsthema. Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem. Offensichtlich wollten die Pharisäer mit ihrer Frage nach der Ehescheidung Jesus zu einer Stellungnahme gegen König Antipas provozieren. Dann hätten sie leichtes Spiel gehabt, ihn beim König anzuschwärzen und seine Festnahme zu erwirken. Schon ihre Fragestellung zeigt ihre unlautere Gesinnung. Während es sich bei der Scheidungserlaubnis durch Mose um ein Zugeständnis an die „Herzenshärtigkeit“ des Volkes handelte, wie Jesus unterstreicht, sprechen sie von einer „Anordnung“ Moses. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Werden wir im Grab von Würmern zerfressen?

Dienstag 11. November 2025 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

In einer Predigt, die ich am 19. Oktober in der Prot. Kirche Niederhorbach zum Thema „Gebeugte Knie für die unermessliche Liebe Christi“ (Eph 3,14-21) gehalten habe, hatte ich, Johann Hesse, an die Vergänglichkeit des Menschen erinnert und sinngemäß gesagt, dass „wir dann einst in ein Grab gelegt und von Würmern zerfressen würden“. Unmittelbar nach der Predigt wurde ich bereits darauf angesprochen und darauf hingewiesen, dass Würmer keine Fleischfresser sind. Später erhielt ich dann die Zuschrift eines Mitgliedes des Gemeindehilfsbundes, in der er ebenfalls auf diesen Punkt einging. Da ich die Hinweise für mich selbst hilfreich fand, gebe ich diese gerne weiter. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe

Kontakt mit Toten durch Künstliche Intelligenz?

Dienstag 14. Oktober 2025 von Pastor Tobias Kolb


Pastor Tobias Kolb

Um den angeblichen Kontakt mit Verstorbenen mittels Künstlicher Intelligenz geht es in der Dokumentation „Eternal You“, die seit 3. April 2025 in der ARD Mediathek angeboten wird.[1] Es werden Unternehmen und Shows gezeigt, die solche Begegnungen für Trauernde anbieten. Das erste Angebot dieser Art heißt „Project December“. Die Künstliche Intelligenz wird zuvor mit Gesprächsverläufen und Daten der verstorbenen Person gefüttert. Trauernde haben so die Möglichkeit, in Kontakt mit ihren vermissten Lieben zu bleiben. Das Angebot verlangt vom Nutzer eine dauerhafte Zahlung, um den Kontakt fortsetzen zu können. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Transhumanismus und Künstliche Intelligenz

Buchbesprechung: Matthias Becker – Ehe, Familie und Agamie.

Dienstag 22. Juli 2025 von Administrator


Matthias Becker, Ehe, Familie und Agamie. Die Begründung von Lebensformen angesichts gesellschaftlicher Pluralität im Neuen Testament und heute, Tübingen: Mohr Siebeck, 2024 (x + 239 Seiten).

Das kleine Buch des Heidelberger Neutestamentlers hat schon vor seinem Erscheinen für einige Aufregung gesorgt, weil hier einer der ›zünftigen‹ Universitätstheologen in Sachen Ehe und Familie alle auf Synoden und Pfarrkonventen bis zum Überdruss wiederholten Argumente zugunsten eines fortschrittlicheren Eheverständnisses als historisch und exegetisch unbegründet aufweist. Becker stellt die Sachverhalte in einer Weise dar, die allen Behauptungen, Paulus bzw. die neutestamentlichen Autoren würden mit ihrer Argumentation hinter den gegenwärtigen Differenzierungen sexueller Vielfalt und ihrer prägenden Kraft zurückbleiben, den Boden entziehen. Aber er bleibt dabei nicht stehen, sondern skizziert „als Christ und Theologe“, was das für die Gestalt von Ehe, Sexualität und Familie für Christenmenschen bedeuten kann (bzw. sollte), sofern für sie – wozu sich der Vf. selbst ausdrücklich bekennt – „Respekt vor dem Neuen Testament und seiner kanonischen Autorität als Heilige Schrift die argumentative Grundlage“ (VI) bildet. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Hudson Taylor (1832-1905), Das ausgetauschte Leben (Brief an seine Schwester)

Donnerstag 10. Juli 2025 von Hudson Taylor (1832-1905)


Hudson Taylor (1832-1905)

Chinkiang, den 17. Okt. 1869

Meine geliebte Schwester!

Innigen Dank für Deinen langen, lieben Brief. Ich glaube, Du hast mir noch nie so geschrieben, seitdem ich in China bin. Ich weiß, es geht Dir so wie mir, Du kannst nicht, obwohl Du gern wolltest. Geist und Körper können nur bis zu einem gewissen Grad Anstrengung ertragen und vermögen nur ein bestimmtes Maß von Arbeit zu verrichten. Nun war aber meine Arbeit nie so vielseitig, nie so verantwortungsvoll, nie so schwierig wie gerade jetzt; doch das Gefühl von Druck und Anstrengung ist ganz verschwunden. Der letzte Monat ist vielleicht die glücklichste Zeit meines Lebens gewesen, und ich verlange danach, Dir ein wenig zu erzählen von dem, was der Herr an meiner Seele getan hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe

Was ist Weisheit, und wo finde ich sie? (Kol 2,1-7)

Samstag 7. Juni 2025 von Johann Hesse


Johann Hesse

Im Buch Hiob finden wir einen eindrücklichen Einblick in die Geschichte des Bergbaus. Schon vor rund viertausend Jahren haben die Menschen auf der Suche nach Silber, Gold, Kupfer, Eisen und Edelsteinen tiefe Stollen in die Erde gegraben: „Auch legt man die Hand an die Felsen und gräbt die Berge von Grund aus um. Man bricht Stollen durch die Felsen, und alles, was kostbar ist, sieht das Auge. Man wehrt dem Tröpfeln des Wassers und bringt, was verborgen ist, ans Licht“ (Hiob 28,9-11). Tief unten in der Erde liegen verborgene Schätze, kostbare Steine, Edelmetalle und seltene Erden. Und welche Mühe macht sich der Mensch, um diese Kostbarkeiten in den Tiefen der Erde zu finden und ans Tageslicht zu bringen. Und Hiob fährt fort, um nun die für den Menschen alles entscheidende Frage zu stellen: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Israel, Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe

Glaubenszeugnis: Graf von der Pahlen

Dienstag 13. Mai 2025 von Pfr. Detlev Graf von der Pahlen


Pfr. Detlev Graf von der Pahlen

Unser Herr Jesus Christus, der gute Hirte, hat mich und meine Familie schon in Zeiten des Dritten Reiches geführt und in meinem recht bewegtem Leben vielfach oft bewahrt – „ohn‘ mein Verdienst und Würdigkeit“. ER wollte mein Leben trotz meiner vielen Schwächen, so manchem Versagen und mancher Schuld. Darum will ich mich meines Herrn rühmen; denn ER hat es sehr gut mit mir und meiner Familie gemeint. ER hat mir immer wieder neu Vertrauen, Glauben geschenkt, auch dann, wenn ich es nicht für möglich hielt. Was in meinem Leben gut und segensreich war, hat ER mir geschenkt. Es ist deswegen nicht zufällig, dass ich nicht nur am Ende meines hauptamtlichen Dienstes bekannt habe: „Aus Gottes Gnade bin ich, was ich bin“ (1. Kor 15, 10) – nicht mehr und nichts anderes. Dieses Wort des heiligen Paulus ist mir im Leben oft eingefallen. Ich freue mich darüber und lobe den Dreieinigen Gott und hoffe, es auch in der letzten Phase meines irdischen Lebens weiterhin zu tun, auch dann, wenn nicht nur meines Geistes Kräfte abnehmen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Mission, Seelsorge / Lebenshilfe