Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Seelsorge / Lebenshilfe' Kategorie

Das „Schwarze Loch“ und die helle Sonne der Liebe Gottes

Mittwoch 17. April 2019 von Pfr. Gunther Geipel


Pfr. Gunther Geipel

Der 7. April 30 ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der historische Kreuzigungstag unseres Herrn; der 9. April folglich der Tag seiner Auferstehung. Am vergangenen Sonntag (7. April 2019) haben wir also den „historischen Karfreitag“, am Dienstag dann das „historische Ostern“ erlebt. Und am Mittwoch geschah noch etwas Wichtiges: der erste Blick der Weltöffentlichkeit auf etwas sehr „Gewichtiges“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Schöpfung / Evolution, Seelsorge / Lebenshilfe

Die Psalmen und das Vaterunser – ein lohnender Vergleich

Montag 8. April 2019 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Leitwort: „Nicht die Armut des Herzens, sondern der Reichtum des Wortes Gottes soll unser Gebet bestimmen“ (D. Bonhoeffer, Das Gebetbuch der Bibel. Eine Einführung in die Psalmen).

1.)          Der Psalter und das Vaterunser sind wichtige biblische Gebetsschulen. Sie weiten den Gebetshorizont, vor allem aber kann man an den vielen Übereinstimmungen erkennen, dass der Heilige Geist der Verfasser der Bibel ist. „Der Psalter ist durchs Vaterunser und das Vaterunser durch den Psalter gezogen, so dass man eins aus dem anderen sehr fein verstehen kann und sie lustig zusammenstimmen“ (M. Luther). Es lohnt sich, den Psalter und das Vaterunser in dieser Hinsicht zu vergleichen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie

Predigt über Philipper 2,5.6: Von der Herzensdemut

Freitag 22. Februar 2019 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

Ich will noch geringer sein denn also, und will niedrig sein in meinen Augen, und mit den Mägden, davon du geredet hast, zu Ehren werden. Dies war ein Teil der Antwort, welche David nach 2. Sam. 6,22 seinem Weibe Michal gab. Er hatte mit großer Freude die Bundeslade in die Stadt kommen lassen, und vor dem Herrn gesprungen und getanzt, getanzt wie außer ihm noch kein König getanzt hatte, und wer so wie David tanzen kann, der unterlasse es ja nicht, wie er auch nicht tun wird, möchte die Michal auch noch so sauer dazu sehen, wie hier. Wer aber hier eine Rechtfertigung des weltüblichen, für Leib und Seele gefährlichen Tanzens findet, der vergleiche doch eben Luk. 6,25 wo es heißt: Wehe euch, die ihr voll seid: denn euch wird hungern! wehe euch, die ihr hier lachet: denn ihr werdet heulen und weinen; und rechtfertigt es lieber mit dem Exempel der gottlosen Herodias, der irre sich nicht, denn Gott lässt sich nicht spotten, und verwechsele heilige und sündliche Dinge mit einander. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe

Der gute Mensch?

Dienstag 29. Januar 2019 von Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt


Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt

Der Mensch ist offensichtlich das einzige Wesen auf dieser Erde, das über sich selbst nachdenkt. Im Laufe der Menschheitsgeschichte hat sich eine große Zahl von Meinungen angehäuft. Eine kleine Auswahl soll uns einen Eindruck vermitteln:

Homer (8. Jahrhundert v. Chr.): «Denn wahrlich! Da ist nichts Armseligeres als der Mensch unter allem, so viel da auf der Erde atmet und kriecht.» Bettina von Arnim (1785–1859): «Der Mensch ist ein wunderlich Wesen, das sich nicht begreifen lässt.» Erich Fromm (1900–1980): «Der Mensch ist eine Laune der Natur.» Friedrich Nietzsche (1844–1900): «Denn der Mensch ist kränker, unsicherer, wechselnder, unfestgestellter als irgendein Tier sonst, daran ist kein Zweifel – er ist das kranke Tier.» Charles Darwin (1809–1882): «Der Mensch ist jetzt, auch im rohesten Zustand, das dominierendste Tier, das je auf der Erde erschienen ist.» Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe

Paul Gerhardt, Nun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten

Dienstag 1. Januar 2019 von Administrator


Nun lasst uns gehn und treten

 1. Nun lasst uns gehn und treten mit Singen und mit Beten
zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben.

2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern,
wir leben und gedeihen vom alten bis zum neuen:

 3. Durch so viel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen,
durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken.

 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern
die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden:

 5. Also auch und nicht minder lässt Gott ihm seine Kinder,
wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen.

 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens
mit unserm Tun und Machen, wo nicht dein Augen wachen.

 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue,
Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.

 8. Lass ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten
in unserm Kreuz und Leiden ein Brunnen unsrer Freuden.

 9. Gib mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen
nach dir und deiner Hulde, ein Herz, das sich gedulde.

 10. Schließ zu die Jammerpforten und lass an allen Orten
auf so viel Blutvergießen die Freudenströme fließen.

 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen,
ass Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen.

 12. Sei der Verlassnen Vater, der Irrenden Berater,
der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe.

 13. Hilf gnädig allen Kranken, gib fröhliche Gedanken
den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen.

 14. Und endlich, was das Meiste, füll uns mit deinem Geiste,
der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe.

 15. Das alles wollst du geben, o meines Lebens Leben,
mir und der Christen Schare zum sel‘gen neuen Jahre.

 Paul Gerhardt 1653

 

Kategorie: Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe

Matthias Franz, Wenn der Vater fehlt (Zitate aus dem gleichnamigen Buch)

Freitag 28. Dezember 2018 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Heute lassen sich aus entwicklungspsychologischer Sicht  mindestens drei Entwicklungsschritte beschreiben, bei denen die Präsenz eines fürsorglichen und empathischen Vaters für die Entwicklung des Kindes von großer Bedeutung ist. Direkt nach der Geburt und im ersten Lebensjahr kann der Vater die Mutter dabei unterstützen, dem Säugling eine sichere Bindung und ein stabiles Urvertrauen zu vermitteln, indem er die Mutter »bemuttert«. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe

Warum lässt Gott das zu? – Mit Leid leben

Freitag 30. November 2018 von Pfr. Winrich Scheffbuch


Pfr. Winrich Scheffbuch

Leiden gehört zu dieser Weltzeit, ist Teil der menschlichen Existenz – auch heute. Jeder kann dies ganz persönlich in einer unheimlichen Tiefe erleben. Jede Generation hat daran Anteil, zu jeder Zeit. Ob es uns passt oder nicht: Gott lässt Leid zu. Es mag viele Fragen auslösen, aber es ist wahr. Jeder Mensch – ob Christ, Atheist oder religiös – muss es wissen. Auch wir Christen sind dem Leiden nicht entnommen. Für uns bleibt sogar mehr als für alle andern dieser dem Tod verfallene Leib eine besondere Not, die oft genug auch unseren Glauben hart anficht. Darum tragen wir schwer an persönlichen Niederlagen, am Kampf mit der Sünde und Versuchungen, aber auch an Krankheit und Schwachheit. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Mission, Seelsorge / Lebenshilfe

Alter und neuer Mensch nach Martin Luther

Dienstag 27. November 2018 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1.) Die Erbsünde und der alte Mensch

Wenn er vom Menschen vor Gott (lat. coram deo) spricht, weist Luther immer wieder zunächst auf die Erbsünde hin. In den Schmalkaldischen Artikeln von 1537 führt er im Anschluss an Röm 5,12 aus: „Die Früchte der Erbsünde sind die bösen Werke, die in den Zehn Geboten verboten sind wie Unglaube, Abgötterei, ohne Gottesfurcht sein, Vermessenheit, Verzweiflung, Blindheit, in summa: Gott nicht kennen oder Gottes Wort nicht achten, den Eltern ungehorsam sein, morden, Unkeuschheit, stehlen, trügen usw.“[1] Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie

Kein Zeichen der Schwäche

Freitag 9. November 2018 von Family Life Mission


Family Life Mission

Wir neigen oft dazu, nicht um Hilfe zu bitten, obwohl wir sie bräuchten. Welche unbewusste Beweggründe stecken dahinter? Wie oft hört man als Berater: „Meine Frau und ich haben seit Jahren Probleme. Ich habe sie oft gebeten, mit mir zu einem Berater zu gehen, doch sie weigert sich, andere wissen zu lassen, dass wir nicht perfekt sind. Ich glaube, sie würde sich lieber scheiden lassen, als zuzugeben, dass wir Probleme haben.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe

Persönliches Zeugnis

Montag 5. November 2018 von Johann Hesse


Johann Hesse

Meine Kindheit habe ich im niedersächsischen Verden an der Aller verbracht, wo ich als drittes von sechs Kindern auf dem elterlichen Hof aufgewachsen bin. In unserer Familie wurde Wert auf Tradition und einen konservativen Lebensstil gelegt. Dazu gehörte auch, dass wir an den Sonntagen die Gottesdienste unserer ev.-luth. Kirchengemeinde besuchten. Das Tischgebet beim Mittagessen durfte nicht fehlen, und auch vor dem Einschlafen beteten unsere Eltern mit uns ein Nachtgebet. Ich nahm den christlichen Glauben als eine äußere Form wahr, hatte aber keinen inneren Bezug dazu. Der Konfirmationsunterricht im Pfarrhaus der St. Andreaskirche in Verden erreichte mich nicht und so wundert es nicht, dass mir am Tag der Konfirmation die vielen Geldgeschenke wichtiger waren als das Bekenntnis zu Christus. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Seelsorge / Lebenshilfe