Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Theologie' Kategorie

Christus der Einzige

Mittwoch 22. Mai 2024 von Pfr. Konrad Eißler (1932-2024)


Pfr. Konrad Eißler (1932-2024)

Er ist nicht nur ein Leuchtender, sondern das Licht.

Er ist nicht nur ein Wegweiser, sondern der Weg.

Er ist nicht nur ein Wahrhaftiger, sondern die Wahrheit.

Er ist nicht nur ein Lebendiger, sondern das Leben.

Er ist nicht nur ein Großer, sondern der Herr.

Er ist der Einzige, durch den wir erkennen können, wie Gott ist.

Er ist der Einzige, der uns völlig durchschaut und dennoch liebt.

Er ist der Einzige, bei dem wir die Schuld unseres Lebens loswerden können.

Er ist der Einzige, der einen Neuanfang des Lebens ermöglicht.

Er ist der Einzige, der dem Leben Sinn gibt und unser volles Vertrauen verdient.

(Konrad Eißler 18.12.1932-9.4.2024)

Kategorie: Gemeinde, Theologie

Liebevoll und stark – Gott, unser Vater.

Dienstag 19. März 2024 von Pfr. Matthias Köhler


Pfr. Matthias Köhler

Seine Selbstvorstellung – nicht unsere Bilder!

Im 2. Gebot warnt Gott uns eindringlich davor, unseren eigenen Vorstellungen von Gott zu folgen. Da wir unsererseits nicht zu Gott vordringen können, werden wir mit unseren eigenen Vorstellungen Gott nicht wirklich gerecht, gehen damit an ihm vorbei und landen bei Zerrbildern von Gott und letztlich bei Götzen. Überlegen wir doch mal: Auch wir Menschen möchten, dass Andere uns so sehen, wie wir wirklich sind, und nicht irgendwelchen Vorurteilen folgen. Deshalb geht es auch bei Gott darum, dass wir ihn nicht so sehen, wie wir es uns wünschen oder befürchten, sondern dass wir ihn so nehmen, wie er sich uns selbst offenbart und vorstellt. Dies tut er seinem Wort, der Bibel, und ganz besonders durch seinen Sohn Jesus Christus: „Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.“ (Johannes 1,18). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Das Hohelied der Liebe – neu gehört

Montag 11. März 2024 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Es gibt wohl kaum eine schönere Liebeserklärung an die Liebe als das vom Völkerapostel Paulus gedichtete und im 1. Brief an die Korinther (Kapitel 13) überlieferte Liebeslied. Es ist unerreicht in seiner Intensität und Originalität, und es reizt immer wieder zum Lesen und Staunen. Ganz unterschiedliche Auslegungen zeigen, dass es gar nicht so leicht ist, herauszufinden, was Paulus wirklich gemeint hat. Im Folgenden gibt es einen neuen Versuch. Unstrittig ist, dass es dem Apostel nicht um die erotische und auch nicht um die sympathische Liebe geht (im Griechischen eros und philia), sondern um die agape, um die göttliche Liebe. Kein Mensch hat sie in sich, aber jeder kann sie empfangen. Der Heilige Geist, so Paulus, transportiert sie in das Herz eines jeden, der in eine Herzensverbindung mit Jesus Christus eintritt. So sagt er es im Brief an die Römer im 5. Kapitel. Dass dies kein frommes Wolkenkuckucksheim ist, weiß jeder, der in seinem Leben Menschen begegnet ist, die diese besondere Liebe verkörpern und ausstrahlen. Ich hoffe, dass diese kurze Betrachtung bei allen Lesern eine neue Sehnsucht nach der Agape, nach der göttlichen Liebe weckt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Predigten / Andachten, Theologie

Jeremia – einige Kennzeichen der falschen Propheten

Montag 26. Februar 2024 von Johann Hesse


Johann Hesse

Die Unterscheidung von wahrer und falscher Prophetie war zu allen Zeiten eine wichtige Aufgabe, und sie wird zum Ende hin immer wichtiger werden. Jesus warnte vor den falschen Propheten, die wir insbesondere an ihren bösen Früchten erkennen werden: „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Mt 7,15-16). Die Gegner Jeremias liefern uns hilfreiche Hinweise zum Verständnis der falschen Propheten unserer Tage. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie

Leserbrief an die Frankfurter Allgemeine Zeitung

Montag 15. Januar 2024 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Die Überschrift „Wir sind ein Paar – und das ist gut so“ (F.A.Z. vom 8. Januar 2024) soll offensichtlich an Klaus Wowereit erinnern, der 2001 mit einem ähnlichen Spruch seine gleichgeschlechtliche Neigung öffentlich bekanntmachte. Doch bei Kai Wegner liegen die Dinge anders. Er gehört einer Partei an, die sich zumindest dem Namen nach zum christlichen Menschenbild bekennt. Zu diesem Menschenbild gehört unaufgebbar die Hochschätzung der Ehe von Mann und Frau als Verantwortungs- und Treueverhältnis. Wenn ein CDU-Politiker mit einer verheirateten (wenn auch getrenntlebenden) Frau ein Verhältnis beginnt, dann ist das keine Privatsache mehr, sondern ein eminent politischer Vorgang. Hier wird die Ehe öffentlich mit Füßen getreten, und das bleibt nicht ohne gesellschaftliche Auswirkungen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Sexualethik, Theologie

Die Frau im Gottesdienst der christlichen Gemeinde nach der Lehre des Apostels Paulus. Einige Anmerkungen

Montag 4. Dezember 2023 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

1.)  Gottesdienst nach neutestamentlichem Verständnis

Die gottesdienstlichen Versammlungen im Namen des dreieinigen Gottes versetzen die Gemeinde Jesu in den himmlischen Thronsaal Gottes, wo unzählige Engel und die schon heimgegangenen Erlösten Gott ehren und von wo aus Christus kraft seines Blutes redet und Vergebung der Sünden zuspricht (Hebr 12,22-25). Diese gewaltige Wirklichkeit muss man vor Augen behalten, wenn man über das Verhalten der Männer und Frauen im Gottesdienst nachdenkt. Nur was ausdrücklich in Gottes Wort angeordnet ist, hat Platz im Gottesdienst, denn nur das kann vor dem heiligen Gott bestehen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Kirche, Theologie

„Gemeinschaft der Heiligen“. Theologische Thesen zur Corona-Krise (2020)

Donnerstag 30. November 2023 von Pastor Dr. Stefan Felber


Pastor Dr. Stefan Felber

Zur Erinnerung an eine Erstveröffentlichung: Aufbruch 2/Nov. 2020, S. 15–16 (geringfügig verändert).

 

Wenige grundlegende Zitate vorab

„Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit …“ (Joh 1,14).

„Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

Die Endzeitrede Jesu

Montag 13. November 2023 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Einführung in das Verständnis

Unabdingbar wichtig zum Verständnis der Endzeitrede Jesu ist das Buch Daniel. Jesus zitiert in seiner Endzeitrede wörtlich aus diesem biblischen Prophetenbuch. Daniel ist ein Israelprophet, das gilt es immer zu bedenken. Was er sagt, gilt zunächst einmal Israel. Viele Missverständnisse des prophetischen Wortes könnten vermieden werden, wenn man das ernst nähme. Die Endzeitrede ist vor Pfingsten gesprochen. Die Gemeinde als der geistliche Leib Jesu war noch nicht vorhanden. Die Jünger fragen als Juden. Sie wissen aus dem Buch Daniel, dass Israel unter Gottes Strafe steht. Es sind die 70 Gerichtsjahre, die Jeremia angekündigt hat (Jer 25,8-14) und über die Daniel im babylonischen Exil nachdenkt (Dan 9,2) und von Gabriel eine göttliche Aufklärung empfängt, daß es sich um 70 Jahrwochen handelt, also um 490 Jahre. Und sie wissen, dass diese 70 Jahrwochen andauern werden, bis im Jerusalemer Tempel ein Greuelbild stehen wird (Dan 9,24-27). „Wann geht diese Strafzeit, dieser Straf-Äon zu Ende?“ – diese Frage brennt ihnen im Herzen. Ganz ähnlich fragen sie Jesus auch nach Ag 1,6: „Wirst du noch in dieser Zeit, d.h. in diesem Äon die Herrschaft Gottes für Israel wieder aufrichten?“ D.h.: wann wird Israel in seine uralte Bestimmung wieder eingesetzt werden, ein heiliges Priester- und Königsvolk für die Menschheit zu werden? Das bewegt die Jünger! Die Endzeitrede muß also mit den Ohren der jüdischen Jünger Jesu gehört werden! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Israel, Theologie

Glaubensbekenntnisse – Können die weg oder brauchen wir die noch? Warum Christen Bekenner sind und Bekenntnisse brauchen

Montag 30. Oktober 2023 von Johann Hesse


Johann Hesse

Vertreten wir als evangelische Christen nicht das reformatorische Prinzip der Genügsamkeit der Heiligen Schrift, das „Sola Scriptura“? Wer die Bibel hat, der braucht doch keine Glaubensbekenntnisse! Auf den ersten Blick mag das eine nachvollziehbare Sichtweise sein. Sieht man allerdings genauer hin, stellt man fest, dass Glaubensbekenntnisse notwendig sind und tief im Wurzelboden der Bibel gründen. Glaubensbekenntnisse wachsen gewissermaßen aus der Bibel heraus, ohne dass sie selbst für sich beanspruchen könnten mit dieser gleichgestellt zu werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Kirchengeschichte, Theologie

Gott als Vater und Mutter ansprechen?

Montag 9. Oktober 2023 von Pastor Dr. Stefan Felber


Pastor Dr. Stefan Felber

Jesus lehrte seine Jünger, Gott als Vater anzusprechen. Manche Theologen halten diese Anrede für den Ausdruck eines überholten patriarchalischen Weltbildes und ergänzen die männliche Anrede Gottes durch weibliche Anreden z.B. in Bibelübersetzungen, in Liturgien oder Predigten: „Du, Gott, bist uns Vater und Mutter im Himmel.“ Doch ist es gerechtfertigt, Gott als Vater und Mutter anzusprechen? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie