Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Theologie' Kategorie

Was fordert die Lage unseres Volkes von unserer evangelischen Christenheit?

Dienstag 26. Mai 2026 von Prof. Dr. Adolf Schlatter (1852-1938)


Prof. Dr. Adolf Schlatter (1852-1938)

Es würde mich freuen, wenn die Antwort lautete: Gebet. O ja! Das Evangelium gibt uns das Gebetsrecht und damit auch die Gebetspflicht für unser Volk. Wir können das mit gutem Grund das Höchste nennen, das wir unserem Volk geben können; aber es kann nicht das einzige sein. Ein echtes Gebet ist ein Kind der Liebe, und unserer Liebe ist gesagt: „Lasst uns nicht lieben mit Worten und mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.” Wer ein Beter für unser Volk ist, wird auch ein Täter sein, der Zeit und Kraft willig für die Arbeit zur Verfügung stellt, die für unser Volk geschehen muss. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

Eine Biblische Besinnung zur Ehe (Eph 5,21-33)

Freitag 22. Mai 2026 von Pastor Dr. Stefan Felber


Pastor Dr. Stefan Felber

21 Ordnet euch einander unter in der Furcht Christi.
22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. 24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen in allen Dingen.
25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. 28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehasst; sondern er nährt und pflegt es wie auch Christus die Gemeinde.  30 Denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 »Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein« (1.Mose 2,24). 32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. 33 Darum auch ihr: ein jeder habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann. (Epheser 5,21–33) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Kirche, Sexualethik, Theologie

Theophobie unserer Zeit – Warum Christen neue Theologien prüfen müssen

Montag 18. Mai 2026 von Henrik Mohn


Henrik Mohn

Theophobie unserer Zeit – Warum Christen neue Theologien prüfen müssen[1]

Von Henrik Mohn

Eine neue Angst unter Christen

Es gibt eine merkwürdige Angst, die sich in konservativen christlichen Kreisen immer wieder zeigt. Es ist nicht die Furcht des Herrn. Es ist auch nicht die heilsame Ehrfurcht vor Gottes Heiligkeit. Nein, es ist vielmehr die Scheu, sich mit neuen theologischen Strömungen überhaupt ernsthaft auseinanderzusetzen. Oftmals beobachtet man ein Abstand halten, die Debatte meiden, pauschales Warnen oder den Rückzug ins eigene geistliche Milieu. Im übertragenen Sinn könnte man diese Haltung fast als eine neue Form geistlicher Theophobie beschreiben: nicht als Angst vor Gott selbst, sondern als Scheu vor theologischer Auseinandersetzung aus Sorge, der eigene Glaube könnte ins Wanken geraten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie

Anmerkungen zum Erprobungsband des neuen Evangelischen Gesangbuches

Dienstag 14. April 2026 von Pfr. Martin Fromm


Pfr. Martin Fromm

Stellungnahme der KSBB und der Gesellschaft für Innnere und Äußere Mission im Sinne der Lutherischen Kirche.

Gleich auf den ersten Blick wird deutlich: Mit dem neuen evangelischen Gesangbuch tritt die EKD ein in die Zeit der totalen Selbstverleugnung. DAS Symbol des christlichen Glaubens – das Kreuz – fehlt durchgängig. Es wird ersetzt durch den Kreis – als Symbol eines zyklischen (und damit mythologischen) Weltverständnisses. Der Kreis auf dem und in dem Gesangbuch ist kein christlich gefülltes Symbol – in einer Gesellschaft, in der jedes Burger-Restaurant auf EIN einprägsames Zeichen setzt, das die eigene Marke weltweit von jedem konkurrierenden Unternehmen abhebt, ist dieser Kreuzverzicht schon allein marketingtechnisch unverzeihlich, theologisch ist er nicht weniger als katastrophal! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Stehen am Anfang der Bibel zwei unterschiedliche Schöpfungsberichte?

Mittwoch 8. April 2026 von Dr. Gottfried Herrmann


Dr. Gottfried Herrmann

Stehen am Anfang der Bibel zwei unterschiedliche Schöpfungsberichte?[1]

1. Einführung: Zur Bedeutung der Frage

Eines muss am Anfang klar gesagt werden, wenn wir hier über den biblischen Bericht von der Schöpfung reden: Unser ewiges Heil hängt nicht an der Frage ob und wie Gott die Welt geschaffen hat. An einem biblischen Beispiel wird das deutlich. Als der Apostel Paulus von dem Gefängnisaufseher in Philippi gefragt wird: „Was muss ich tun, damit ich gerettet werde?“ – da antwortet er nicht: „Da musst du glauben, dass die Welt von Gott geschaffen wurde, dass er die Welt bis heute erhält, dass er Gott ein dreieiniger Gott ist usw.“ Nein, Paulus sagt dem Mann einfach: „Glaube an den Herrn Jesus Christus“, d.h. vertrau dich ihm als deinem Heiland und Retter an, – „dann wirst du und dein Haus (Familie) selig.“ Ganz ähnlich sieht das bei dem Verbrecher aus, der neben Jesus gekreuzigt wurde, dem der Herr sagt, dass er noch am gleichen Tag im himmlischen Paradies sein wird. Und das gilt bis heute: Glaube an der Herrn Jesus Christus als deinen Erlöser, dann bist du ewig gerettet! Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Schöpfung / Evolution, Theologie

„Hier ist nicht Mann noch Frau“ (Gal 3,28) – Lehrt Paulus die Aufhebung der Geschlechter?

Montag 16. März 2026 von Johann Hesse


Johann Hesse

In den Sommerferien des vergangenen Jahres besuchten wir als Familie in Hermannsburg eine Ausstellung über Pastor Louis Harms und die Geschichte der Hermannsburger Mission. Wir freuten uns über das Leitmotto von Louis Harms aus Johannes 17,3: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Doch wir mussten feststellen, dass die Verkündigung des rettenden Evangeliums von Jesus Christus schon längst nicht mehr im Zentrum der Missionsarbeit des Evangelisch-Lutherischen Missionswerk (ELM) steht. Heute unterstützt die Mission die Nachhaltigkeitsziele der UN und fördert die LGBTQ*-Agenda, um die Akzeptanz für Menschen „mit einer nicht-heterosexuellen Identität“ in den Zielländern zu erhöhen. Dafür meinen die Verantwortlichen der Ausstellung, auch eine biblische Begründung liefern zu können: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus“ (Gal 3,28). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Sexualethik, Theologie

Wesen und Würde der Frau – Ein Abbild davon, wie Gottes Liebe zur Erlösung führt

Donnerstag 12. März 2026 von Pastor Dr. Stefan Felber


Pastor Dr. Stefan Felber

Wie dringend eine Besinnung auf unser Thema ist, zeigt eine US-Umfrage: Die Hälfte der jungen Erwachsenen ist der Meinung, das tatsächliche Geschlecht eines Menschen könnte anders sein als ihm bei der Geburt zugeschrieben wird. Und Deutschland: Sven Lehmann, Queer-Beauftragter (!) der Ampel-Koalition (bis Frühjahr 2025), meinte, am Penis könne ein Arzt keinen Mann mehr erkennen, und die Gebärmutter mache noch lange keine Frau zu einer solchen. Für diesen Beauftragten war es bereits unerlaubt zu behaupten, es gebe nur zwei Geschlechter. Die Frage nach dem Geschlecht ist präsenter als je zuvor. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Verzweifeln oder Vertrauen?

Dienstag 24. Februar 2026 von Pfr. Martin Michaelis


Pfr. Martin Michaelis

«Derjenige, welcher Gott vertraut, ist unerschrocken und sicher wie ein Löwe, und verachtet alles im Vertrauen auf sein gutes Gewissen.» (Martin Luther, Auslegung zu Psalm 7,15) «Wird uns nun das Vertrauen auf Gott ausgeredet, so sind wir verloren; behalten wir aber dasselbe, so unterliegt der Satan.» (Martin Luther, Auslegung zu Jesaja 10,10.11) Gerade lese ich, wie viele Deutschland verlassen wollen. Es sind erschreckende Zahlen: 37 Prozent der Befragten überlegen ernsthaft, zu gehen, 58 Prozent fürchten um ihre persönliche Zukunft. Begreift jemand den Ernst der Lage? Ein Land im Zerfall, denn nahezu alle Institutionen, die auf Vertrauen angewiesen sind, haben dieses verspielt. Oder besser: verzockt. Parteien, die sich bei Wahlversprechen regelmäßig versprochen zu haben scheinen, Regierungen, die ihren althergebrachten Pflichten, für Sicherheit zu sorgen, nicht nachkommen, eine Polizei, die das Demonstrationsrecht nicht vor Angriffen schützte, sondern die Demonstranten angriff, Gerichte, die nicht mehr die Schwachen vor den Übergriffen der Mächtigen bewahren, sondern deren Lügen vor der Wahrheit, Medien, die diejenigen mit Rufmord verfolgen, weil sie das tun, was sie selber tun müssten, nämlich sagen, was ist, Ärzte, die nicht mehr zuerst der Gesundheit der Patienten verpflichtet sind, sondern spritzen, was befohlen wird, weil es Geld bringt und zukünftig Verluste verhindert. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

Die Erschaffung der Frau

Freitag 20. Februar 2026 von Pastor Dr. Stefan Felber


Pastor Dr. Stefan Felber

Bibelarbeit zu 1. Mose 2,15–25 

15 Und Gott der Herr nahm den Menschen [hebr.: Adam] und setzte ihn in den Garten Eden, daß er ihn bebaute und bewahrte. 16 Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, 17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm ißt, mußt du des Todes sterben. 18 Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe [oder: eine Gehilfin] machen, die ihm entspricht. 19 Gott der Herr hatte aus Erde alle Tiere auf dem Felde und alle Vögel unter dem Himmel gemacht. Die brachte er zu dem Menschen, daß er sähe, wie er [nämlich Adam] sie nennte; denn wie der Mensch jedes Tier nennen würde, so sollte es heißen. 20 Und der Mensch gab einem jeden Vieh und Vogel unter dem Himmel und Tier auf dem Felde seinen Namen; aber für den Menschen wurde keine Hilfe [oder: Gehilfin] gefunden, die ihm entsprach. 21 Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und er schlief ein. Und er [Gott] nahm ein Stück von seiner Seite und schloß die Stelle mit Fleisch. 22 Und Gott der Herr baute eine Frau [hebr. ischah] aus dem Seitenstück, das er von dem Menschen genommen hatte, und brachte sie zu ihm. 23 Da sprach der Mensch: Die ist nun Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch; man wird sie Männin [ischah] nennen, weil sie vom Manne genommen ist. 24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau [ischah] anhangen, und sie werden sein ein Fleisch. 25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und schämten sich nicht. (1. Mose 2,15–25) (Luther 2017 mit Modifikationen SF) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie

Die Entwicklung des Charakters, der mit unseren Überzeugungen einhergehen muss

Montag 16. Februar 2026 von Revd. Joshua Tomalin


Revd. Joshua Tomalin

Als ich erwog, was für ein Thema ich heute behandeln sollte, fiel mir die Wahl zunächst schwer. Es gibt so viele gute, hilfreiche und aufbauende Themen, die ich ansprechen könnte. Die Bedeutung der Heiligen Schrift, ihr Stellenwert in unseren Gemeinden als inspiriertes und unfehlbares Wort Gottes und die Fehler, die unsere Gemeinden begangen haben, indem sie sich davon entfernt haben. Ich könnte über unsere Überzeugung sprechen, dass das Heil allein durch Christus erlangt wird. Ich könnte darüber sprechen, wie unsere Kulturen uns dazu verleiten, das Weltliche anzunehmen, und die Wahrheit aus vielen Quellen zu beziehen. Es ist wichtig, dass wir in unseren Überzeugungen gestärkt und ermutigt werden, und ich könnte die nächsten zwanzig Minuten darüber sprechen, und ich bin sicher, jeder hier würde sehr zufrieden nach Hause gehen. Doch als ich darüber nachgedacht habe, was es bedeutet, in einer Kirche, die sich manchmal von ihren biblischen Wurzeln abzuwenden scheint, standhaft zu bleiben, als ich über den Dienst in meinem eigenen Umfeld nachgedacht habe, als ich über das Privileg nachgedacht habe, viele von Ihnen kennenzulernen – da ist mir klar geworden, dass unsere Überzeugungen, so wichtig sie auch sind, nicht genug sind. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie