Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Medizinische Ethik' Kategorie

US-Studie: Assistierter Suizid wird als „kostengünstige“ Option angeboten

Mittwoch 13. November 2019 von IMABE


IMABE

Eine aktuelle Studie des US-amerikanischen National Council on Disability (NCD) hat die Auswirkungen der Gesetze zum assistierten Suizid in den USA auf Menschen mit Behinderungen untersucht. Das Ergebnis ist beunruhigend: Die häufigsten Gründe, warum Menschen mit Behinderung Beihilfe zum Suizid beantragen, sind nicht Schmerzen, sondern stehen in direktem Zusammenhang mit unzureichender Unterstützung und Dienstleistung zur Bewältigung ihres Alltags. Die Legalisierung des assistierten Suizids führe offenbar dazu, dass Ärzte die „kostengünstigste Option“ anbieten würden – nämlich Beihilfe zum Suizid – anstelle von medizinischen Behandlungen oder Unterstützungen zur Lebensverbesserung, kritisiert angesichts der Studien-Ergebnisse der NCD-Vorsitzende Neil Romano (online, 9.10.2019). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik

Leihmutterschaft: Behinderte Kinder werden von Bestelleltern in Ukraine zurückgelassen

Mittwoch 30. Oktober 2019 von IMABE


IMABE

In der Ukraine, einem der ärmsten Länder Europas, blüht das Geschäft mit Leihmutterschaft. Vor allem Armut treibt Frauen dazu, sich von Agenturen anheuern zu lassen. Nun berichtet die australische Journalistin Samantha Hawley, die bereits 2014 den Fall Gammy (vgl. IMABE 09/2014) aufdeckte, in ihrer Dokumentation Damaged babies and broken hearts über die groben Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Leihmutterschaft in der Ukraine (vgl. ABC, online, 20.8.2019). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

„Transkinder“ – ein wachsender Trend in der westlichen Welt

Montag 12. August 2019 von Christa Meves


Christa Meves

Hierzulande gibt es Spezialkliniken, die sich (außer mit Erwachsenen) auch mit den sogenannten „Transkindern“ beschäftigen. Das sind Minderjährige, die mit ihrem angeborenen Geschlecht unzufrieden sind und die das – meist in das Gegengeschlecht – verändern wollen. In der Klinik Münster z. B. hat sich die Zahl der Ratsuchenden von 70 im Jahr 2014 auf etwa 180 im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt (1). Doch das erweist sich nicht nur als ein neuer problematischer Fachbereich bei uns (besonders auch durch die erforderlichen Gutachten), sondern zeigt in allen westlichen Ländern eine bedrängende Entwicklung durch ähnliche Zahlen. In Großbritannien etwa begaben sich 2010 erst 94 Minderjährige in die Londoner Spezialklinik. Im vergangenen Jahr hatte sich die Zahl auf 2519 Fälle angehäuft (2). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Medizinische Ethik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Gebärmutter-Transplantation: Ein Kind bekommen – um jeden Preis?

Montag 8. Juli 2019 von IMABE


IMABE

Erstmals kamen in Deutschland zwei Kinder zur Welt, deren Mütter eine Gebärmutter transplantiert bekommen hatten. Die jeweiligen Großmütter waren die Spenderinnen. Umstritten ist, ob ein unerfüllter Kinderwunsch derart schwere Eingriffe rechtfertigt. Für die Spenderinnen bedeutet die Entfernung des Organs eine mehrstündige Operation, für die Empfängerinnen heißt eine Transplantation, dass die jungen Frauen konstant Immunsuppressiva einnehmen müssen, damit es zu keiner Abstoßungsreaktion kommt. Welche gesundheitliche Langzeitfolgen dies für die Kinder bedeutet, ist nicht klar. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik

Pressemitteilung: Minister Spahn droht mit Ausstieg aus der Freiwilligkeit der Organspendebereitschaft

Donnerstag 6. September 2018 von Christdemokraten für das Leben


Christdemokraten für das Leben

„Direkt nach der Sommerpause hat der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn unerwartet zügig seinen Referenten-Gesetzentwurf zur Verbesserung der Organspende (GZSO) vorgelegt. Damit folgt er weitestgehend inhaltlich der in der Koalitionsvereinbarung bereits angekündigten Förderungsabsicht von Transplantationen, geht aber sofort darüber hinaus. Auch wenn die drohende Einführung der „Widerspruchslösung“ explizit weder im Gesetzentwurf noch im Koalitionsvertrag steht, soll sie nun eingebracht und fraktionsübergreifend als „Gewissensentscheidung“ möglichst im breiten Konsens durchgewunken werden. Dies wäre ein fundamentaler und gefährlicher Richtungswechsel, den die Christdemokraten für das Leben (CDL) entschlossen ablehnen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik

Mit 101.200 Schwangerschaftsabbrüchen neuer Höchststand erreicht

Mittwoch 2. Mai 2018 von IMABE


IMABE

Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche stieg in Deutschland im Jahr 2017 auf 101.200 Abtreibungen, das ist um 2,5 Prozent mehr als im Vorjahr (98.721). Laut Statistischem Bundesamt waren knapp drei Viertel der Frauen (72 Prozent) zwischen 18 und 34 Jahre alt. Rund 39 Prozent der Frauen hatten vor dem Schwangerschaftsabbruch noch keine Lebendgeburt, rund ein Viertel waren bereits Mütter eines Kindes, rund 25 Prozent hatten zwei Kinder. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik

Euthanasiegesetz: Normen für eine Kultur des Todes?

Montag 26. Juni 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe will noch in diesem Jahr über die mehr als ein Dutzend Verfassungsbeschwerden entscheiden, die gegen das am 6. November 2015 vom Deutschen Bundestag verabschiedete „Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ (Bundestagsdrucksache 18/5373)[1] angestrengt wurden. Gegen das umstrittene Gesetz, für das in der entscheidenden Abstimmung 360 der 602 anwesenden Bundestagsabgeordneten votierten – 233 stimmten dagegen, neun enthielten sich – und das sich gegen drei weitere konkurrierende Gesetzentwürfe durchsetzte,[2]liegen mehrere Verfassungsbeschwerden von sogenannten Sterbehilfevereinen, Palliativmedizinern und tödlich Erkrankten vor, die das Gesetz für zu restriktiv halten. Nach Ansicht des aus Ärzten bestehenden Arbeitsbündnisses „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“, das sich ebenfalls an das Bundesverfassungsgericht wandte, ist das Gesetz hingegen nicht streng genug. Zudem sei es unvereinbar mit der hippokratischen Ethik.[3] Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

Schweden: Keine Gewissensfreiheit für medizinisches Personal

Dienstag 16. Mai 2017 von IMABE


IMABE

Medizinisches Personal ist in Schweden gezwungen, an Schwangerschaftsabbrüchen mitzuwirken, auch gegen das eigene Gewissen. Wer sich weigert und sich dabei auf die Gewissensfreiheit beruft, kann vom Krankenhaus entlassen oder erst gar nicht angestellt werden. Das entschied kürzlich das schwedische Arbeitsgericht, berichtet Foxnews (online, 24.4.2017). Anlass war der Fall der schwedischen Hebamme Ellinor Grimmark. Sie hatte sich aus Gewissensgründen geweigert, an Abtreibungen mitzuwirken und wurde entlassen. Trotz ihrer fachlichen Kompetenz wurde eine Anstellung als Hebamme von drei weiteren schwedischen Krankenhäusern abgelehnt. Laut Krankenhausmanagement hätte sie akzeptieren müssen, dass die Teilnahme an Abtreibungen Teil ihrer Arbeit sei. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik

Petition: Aufruf an den Bundestag

Freitag 17. Februar 2017 von idea e.V.


idea e.V.

Massenphänomen Abtreibung: Die hohe Zahl muss wirksam reduziert werden!

In Deutschland ist in Vergessenheit geraten, dass Abtreibungen rechtswidrig sind! Der Embryo im Mutterleib hat ein von der Mutter unabhängiges Recht auf Leben. Regelmäßig wird gegen dieses Grundrecht verstoßen: denn jährlich werden über 100.000 Kinder im Mutterleib getötet – obwohl eine Abtreibung rechtswidrig ist und gemäß dem Bundesverfassungsgericht „für die ganze Dauer der Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen werden“ muss. Diese Tatsache ist kaum noch bekannt oder wird nicht ernst genommen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Demographie, Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

Die Tötung ungeborener Kinder darf nicht noch mehr zum Normalfall in Deutschland werden

Montag 13. Februar 2017 von Deutsche Evangelische Allianz


Deutsche Evangelische Allianz

Die Vorgänge um das entschlossene Nein von Chefarzt Thomas Börner in Dannenberg zu Abtreibungen müssen zu einem Weckruf werden

Bei etwa 100.000 registrierten Abtreibungen in Deutschland pro Jahr ist mehr als offensichtlich, dass es bei Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland nicht mehr um außergewöhnlich begründete Notsituationen geht, sondern ein unkontrolliertes Massenphänomen eingetreten ist. Die Vorgänge um das entschlossene Nein von Chefarzt Thomas Börner in Dannenberg zu Abtreibungen müssen zu einem Weckruf führen und die längst überfällige Überprüfung einläuten, die das Bundesverfassungsgericht in seinem berühmten Urteil vom Mai 1993 gefordert hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik