Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Medizinische Ethik' Kategorie

Belgischer Gesundheitsmanager: Alle älteren Menschen sollen Anspruch auf „Sterbehilfe“ haben.

Dienstag 7. Mai 2024 von IMABE


IMABE

Bis 2050 soll sich die Zahl der über 80-Jährigen in Belgien auf 1,2 Millionen Menschen verdoppeln. Demgegenüber stehen Personalknappheit sowie steigende Kosten im Gesundheitssystem. Für den Gesundheitsmanager Luc van Gorp ein Problem, das durch Euthanasie gelöst werden könnte. Luc Van Gorp ist Vorsitzender der größten belgischen Gesundheitskasse „Christelijke Mutualiteiten“. Er schlägt angesichts der demographischen Entwicklung vor, dass „lebenssatte“, jedoch ansonsten gesunde Menschen auch die Möglichkeit haben sollten, auf Wunsch getötet zu werden. Ziel sei nicht ein möglichst langes, sondern vor allem ein qualitativ hochwertiges Leben, so Van Grop (Belgian News Agency, 8.4.2024). „Sterbehilfe“ ist in Belgien bereits seit 2002 erlaubt, allerdings nur bei Vorliegen einer unheilbaren Krankheit, einer medizinisch aussichtlosen Lage und bei unerträglichem Leiden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Medizinische Ethik, Seelsorge / Lebenshilfe

Stellungnahme zum Selbstbestimmungsgesetz

Donnerstag 2. Mai 2024 von CDK e.V. (Christen im Dienst an Kranken e.V.)


CDK e.V. (Christen im Dienst an Kranken e.V.)

Wer bestimmt, wer ich bin – Ideologie, Gefühle oder Normen?

Am 12. April wurde das „Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG)“[1], besser bekannt als das „Selbstbestimmungsgesetz“ vom deutschen Bundestag verabschiedet.[2] Es soll am 1. November 2024 in Kraft treten.[3] Nun ist es gem. § 5 Abs. 1 SBGG in Verbindung mit § 2 SBGG einmal jährlich möglich, die Eintragung seines Geschlechts oder des Vornamens per Selbsterklärung beim Standesamt (§ 2 Absatz 1, § 4 SBGG) ändern zu lassen. Dabei darf man zwischen männlich, weiblich, divers oder völligem Fehlen eines Geschlechtseintrags wählen (§ 2 Absatz 1 SBGG in Verbindung mit § 22 Absatz 3 Personenstandsgesetz (PStG). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik, Sexualethik

ChristenStehenAuf – 10. Rundbrief vom 1. Februar 2024

Montag 5. Februar 2024 von Administrator


Aktuelle Lage

Mitte Dezember hatte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) auf X zugegeben, dass die Corona-Impfung nicht schützt. Dennoch erwiderte das Bundesgesundheitsministerium auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Wolfgang Kubicki, das Ziel von 2G sei es „insbesondere gewesen, Kontakte zu reduzieren, Neuansteckungen zu verhindern und vulnerable Personen zu schützen“. Wolfgang Kubicki nannte die Antwort des Bundesgesundheitsministeriums eine „Unverschämtheit“. Schließlich habe der Bundesgesundheitsminister selbst längst eingestanden, „dass die Impfung nicht vor Ansteckung schützt“. Auch eine Überlastung habe es nie gegeben. Kubicki sieht allerdings eine andere Motivation hinter diesem massiven Grundrechtseingriff und verweist dabei auf eine Aussage von RKI-Chef Lothar Wieler vom November 2021. Dieser sagte damals, die Maßnahme solle von der Impfung überzeugen, indem die nicht Geimpften sich dann entscheiden müssten, „ob sie vom öffentlichen Leben ausgeschlossen bleiben wollen“. Kubicki: „Es ging darum, den sozialen Druck zu erhöhen“. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gesellschaft / Politik, Kirche, Medizinische Ethik

Pressemeldung: Unterstützung der Bundesärztekammer für ein Verbot der Beratung vor Abtreibungszentren basiert auf falschen Annahmen

Montag 8. Januar 2024 von Ärzte für das Leben e.V.


Ärzte für das Leben e.V.

Die Bundesärztekammer unterstützt vor dem Hintergrund der aktuellen Pläne der Ampel-Koalition ein Verbot der Beratung vor Abtreibungszentren. Ärzte für das Leben e.V. zeigen sich enttäuscht darüber, dass Bundesärztekammer und KBV ein diffamierendes Framing von Menschen, die gegen die Abtreibung friedlich und respektvoll protestieren, übernimmt, und lehnen dieses Verbot entschieden ab. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik, Pressemeldungen

Wie tot ist Hirntod? Eine medizinisch-theologische Bewertung der Hirntodkonzeption

Mittwoch 13. Dezember 2023 von Dr. med. Matthias Klaus


Dr. med. Matthias Klaus

Von der ersten Stunde an wurde von medizinischer, theologischer und philosophischer Seite aus massive Kritik an der Hirntodkonzeption geübt. Allen voran war es der Philosoph Hans Jonas, der die Ungereimtheiten des Hirntods benannte. Vor wenigen Jahren geriet das Thema Hirntod und Organspende erneut in die öffentliche Diskussion, weil der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn eine doppelte Widerspruchslösung einführen wollte – was ihm jedoch nicht gelang. Die Frage nach der Grenze von Leben und Tod ist seit den Möglichkeiten moderner Intensivmedizin komplexer und herausfordernder geworden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

IMABE-Interview mit Mag. Susanne Kummer: „Körperkult und Körperverachtung zeigen, dass das Leibverständnis verrutscht ist“

Mittwoch 28. Juni 2023 von IMABE


IMABE

Gender und Transgender sind Begriffe, die inzwischen ihren Weg von der Sprachwissenschaft in die Realität gefunden haben. Es entsteht der Eindruck, dass man heute seine Identität vor allem über den Körper konstruieren muss, erklärt Ethikerin Susanne Kummer im IMABE-Interview. Viele junge Menschen kommen mit den Folgen nicht klar, wenn kein gesprächsbereites Gegenüber zur Verfügung steht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Interview, Medizinische Ethik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik

Geschlechtsdysphorien bei Kindern und Jugendlichen – medizinische und psychologische Aspekte

Mittwoch 19. April 2023 von Dr. med. Christl R. Vonholdt


Dr. med. Christl R. Vonholdt

I.   Niemand ist im falschen Körper geboren

Häufigkeit

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die eine Transgender-Behandlung suchen, hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. In der Tavistock Gender Clinic in London beispielsweise waren es im Jahr 2009 noch 51 Kinder und Jugendliche; im Jahr 2022 waren es schon 3585.[1] Auch die Zahl der ratsuchenden Kinder unter 10 Jahren hat deutlich zugenommen.[2] Die größte Gruppe sind derzeit Mädchen. Sie machen auch international etwa 85% der betroffenen Kinder aus, die meisten sind zwischen 12 und 17 Jahren.[3] Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik, Sexualethik

Rezension: Bernd Ahrbeck und Marion Felder (Hg.): »Geboren im falschen Körper. Genderdysphorie bei Kindern und Jugendlichen«

Donnerstag 6. April 2023 von Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe


Pfr. Dr. Hans-Gerd Krabbe

Lobbygruppen aus dem LSBTTIQ-Spektrum heraus fordern dazu auf, Transgender und Queer als neue gesellschaftliche Normalität uneingeschränkt zu akzeptieren — propagieren ›fluide Geschlechtlichkeit‹ und ebenso Umwandlungen des Geschlechts als Wunschoption — erklären die Dekonstruktion der heterosexuellen Geschlechtlichkeit als Akt der Befreiung (vgl. Ahrbeck & Felder, 19f.): »Endlich das binäre Zwangskorsett aufbrechen, in das patriarchale Gewalt jahrtausendelang die gesamte Realität zu pressen versuchte« (Türcke, 164). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Buchempfehlungen, Medizinische Ethik, Sexualethik

Der Verrat am naturwissenschaftlichen Denken

Freitag 17. Februar 2023 von Dr. med. Karin Hirschi


Dr. med. Karin Hirschi

Wir leben in einer Zeit, in der Meinungen mehr gelten als Fakten. Meinungen werden als „wissenschaftlich erwiesen“ etikettiert und so der Diskussion entzogen. Dies ist gleich doppelt unwissenschaftlich, denn die Naturwissenschaft lebt davon, dass man gewonnene Erkenntnisse immer wieder in Frage stellt, und wissenschaftlich erwiesen können nur Fakten sein, nicht Meinungen. So geschieht Verrat am naturwissenschaftlichen Denken. Mit „naturwissenschaftlichem Denken“ meine ich ein wirklichkeitsnahes Denken mit der Bereitschaft, sich den Tatsachen zu stellen und nicht Wunschbildern der Wirklichkeit nachzuhängen. Wird die Wirklichkeit ausgeblendet oder verdreht, hat dies immer schwerwiegende Konsequenzen, sei es in Gesellschaft, Politik, Medizin oder anderswo. Tatsachen richten sich nicht nach uns, sondern wir müssen uns nach ihnen richten, und wer es nicht tut, den wird irgendwann die Wirklichkeit schmerzlich einholen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik

Von Mais, Mäusen und Menschen

Montag 12. September 2022 von Dr. rer. nat. Magda Montenegro


Im 20. Jahrhundert wurde die Doppelhelix-Struktur der DNA entdeckt, die Zuordnung der Aminosäuren zu bestimmten Kombinationen von „DNA-Buchstaben“ aufgeklärt, und dann war alles klar. In unserer typisch menschlichen Überheblichkeit glaubten wir jetzt genau zu wissen, wie das Erbgut funktioniere, dass nur 3 % davon tatsächlich Gene seien und die restlichen 97 % funktionslos, eben Überbleibsel der Evolution, Junk-DNA: eine Überzeugung, die nicht zum Erforschen der 97 % ermutigt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik