Gemeindenetzwerk

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Osterbotschaft 2012

Dienstag 10. April 2012 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Janis Vanags, Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands

Christus ist auferstanden! Wenn wir uns mit diesen Worten gegenseitig grüßen, dann sagen wir damit: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“ Wie erlebe ich es, dass Jesus lebendig ist? Was für Empfindungen erweckt das in mir? Wenn wir einen Menschen haben, der uns sehr nahe steht, dann ist es für unsere Seelenruhe wohl gut, wenn wir wissen, dass er lebt. Doch wenn er uns wirklich teuer ist, dann genügt es damit nicht.  Wir möchten gerne wissen, wo er ist. Wir möchten wissen, was er macht und wie es ihm geht. Es ist wunderbar, wenn wir von ihm Briefe erhalten und sie ihm auch selbst beantworten können. Doch diese Beziehung erreicht erst dann ihre wirkliche Erfüllung, wenn der geliebte Mensch neben mir sitzt und wir den anderen an unserem Leben teilhaben lassen können. Dann wird die Tatsache, dass er lebt, in uns noch lebendiger. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Botschaft des Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands zum Christfest 2011

Freitag 30. Dezember 2011 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Botschaft des Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands Jānis Vanags zum Christfest des Jahres 2011

Jeder Tag kommt zu uns mit neuen Botschaften, die eigentlich gar nicht neu sind. Wir sind es gewohnt, dass wir am Morgen, wenn wir im Hörfunk die Nachrichten vernehmen oder eine Zeitung aufschlagen, über die Unsicherheit des Stoffes im Inhalt hinweghören oder hinweglesen. Was wird uns der heutige Tag bringen? Was wird nach einem Monat oder nach einem Jahr geschehen? Wird es uns nicht ebenso wie Joseph und Maria gehen, deren Zeit gekommen war, ein Kind zu gebären weit weg von zu Hause und ohne eine Herberge? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Predigten / Andachten

Predigt von Erzbischof Jānis Vanags zum Gedächtnis der Proklamation der Republik Lettland

Freitag 25. November 2011 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Predigt des Erzbischofs der Evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands Jānis Vanags, gehalten im ökumenischen Gottesdienst im Dom zu Riga am 93. Jahrestag zum Gedächtnis der Proklamation der Republik Lettland am 18. November 2011.

Am 18. November, unserem Staatsfeiertag, in einer lichten Zeit im dunklen Herbst, hängen wir unsere Landesfahne aus, stecken rot-weiß-rote Bänder an die Wände und schmücken das Okkupationsmuseum mit dem Plakat „Ich liebe Lettland!“ Was denken wir uns eigentlich dabei? Ich liebe das Land Lettland? Ich liebe den Staat Lettland? Gelegentlich betonen Menschen diesen Unterschied zwischen dem Land und den Staat, den wir lieben. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gesellschaft / Politik

Botschaft zum Pfingstfest 2011

Montag 20. Juni 2011 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Botschaft von Janis Vanags, Erzbischof der evang.-luth. Kirche Lettlands, zum Pfingstfest 2011

In seinen Abschiedsreden sprach unser Herr zu seinen Jüngern: „ Ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe.“ Wenn wir diese Worte hören, dann könnten wir an der Stelle der Jünger ausrufen: „Lieber Jesus, wie ist das möglich, dass ich mich als Sieger erweise, wenn du von mir weggehst?!“ Wir haben doch gelernt, dass es für uns am wichtigsten sei, dass Jesus bei uns ist! Wie kann es für uns gut sein, dass du von uns weggehst? Und Jesus erklärt es uns – denn, wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden, den Heiligen Geist. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über das Gleichnis vom Sämann

Mittwoch 25. Mai 2011 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Predigt über Luk. 8,4-15 (Das Gleichnis vom Sämann)

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus. Amen. Der Text dieser Predigt steht im Evangelium nach Lukas, Kap. 8,4-15. Und es begab sich danach, dass er durch die Städte und Dörfer zog und predigte und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes, und die Zwölf waren mit ihm. Als aber eine große Menge beieinander war und sie aus den Städten zu ihm eilten, redete er in einem Gleichnis: Es ging ein Sämann aus, zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges auf den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. Und einiges fiel auf den Fels, und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. Und einiges fiel mitten unter die Dornen;  und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. Und einiges fiel auf gutes Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Als er das gesagt hatte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine Jünger, was das Gleichnis bedeute. Er aber sprach: Euch ist’s gegeben, die Gleichnisse des Reiches Gottes zu verstehen, den anderen aber in Gleichnissen, damit sie es nicht sehen, auch wenn sie es sehen, und nicht verstehen, auch wenn sie es hören. Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber auf dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Doch sie haben keine Wurzel; eine Zeitlang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht. Die aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalte in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Botschaft zum Osterfest 2011

Samstag 23. April 2011 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Jānis Vanags, Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands

Zu Ostern grüßen wir einander mit dem Wunsch „Fröhliche Ostern!“ Ostern ist wirklich das fröhlichste Fest, das wir uns vorstellen können. Über den Anlass zur Freude sagt die Botschaft der Engel etwas aus, die wir in jedem Jahr von neuem vernehmen: „Wenn Ihr Jesus sucht, dann sucht den Lebendigen nicht bei den Toten. Ihr findet ihn nicht mehr im Grabe. Er ist auferstanden!“ Wenn wir das hören, dann gedenken wir daran, dass Jesus für uns sein Kreuz getragen hat, gestorben und auferstanden ist! Wenn Dir Dein Herz sagt, dass du lebst, damit Du am  Ende einfach stirbst und verwest, dann benötigst Du die Osterbotschaft mehr als alles andere. Für uns wurde Jesus mit der Sünde behaftet und hat unsere Strafe auf sich genommen. Am Kreuz ist er unseren Tod gestorben, damit wir im Glauben an Ihn die Vergebung der Sünden und das ewige Leben erhalten. Denn Gott hat die Welt geliebt, auf dass jeder, der an den auferstandenen Christus glaubt, das ewige Leben hätte. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Lernen wir es, uns selbst zu schenken!

Samstag 1. Januar 2011 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Botschaft von Janis Vanags, Erzbischof der lettischen lutherischen Kirche Lettlands, vom 24.12.2010

 „Friede sei mit Euch und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus!  Die Gnade sei mit allen, die lieb haben unseren Herrn Jesus Christus, in Unvergänglichkeit!“  Mit diesen Worten grüßt der Apostel Paulus die Gläubigen in der Stadt Ephesus (Epheser 6,23-24). Wirklich, Friede, Liebe und Gnade sind Worte, die zum Christfest auszusprechen ebenso angebracht sind wie der  Gedanke an die  Unvergänglichkeit. Doch das Christfest berichtet davon, dass der Sohn Gottes die Herrlichkeit verlassen hatte, um in die Welt zu kommen und einer von uns zu werden, damit die Menschen Friede und Liebe mit Glauben hätten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

„Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

Montag 29. November 2010 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Predigt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch.“   

Predigt von Erzbischof Vanags im ökumenischen Gottesdienst zum 92 jährigen Gedächtnis der Ausrufung der Republik Lettland im Dom zu Riga am 18. November 2010.

„Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten kann;  man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“(Lukas 17, 20-21).

Am 18. November, dem Tag der Ausrufung der Republik Lettland, feiern wir unseren Staatsfeiertag.  Und so nennen wir ihn auch: „Staatsfeiertag,“  Aber weshalb feiern wir eigentlich den Staatsfeiertag?  Ist der Staat nicht eine ganz natürliche und unvermeidliche Realität?  Jeder Mensch wird in einem Staat geboren, lebt und stirbt dort. Gibt es bei einem Staat überhaupt etwas zu feiern? Viele Menschen feiern nicht den Staat, sondern leiden unter ihm und bekämpfen ihn sogar. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Predigten / Andachten

Glückwunschadresse von Erzbischof Janis Vanags

Samstag 14. August 2010 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Glückwunschansprache von Erzbischof Vanags an den neuen römisch katholischen Erzbischof und Metropoliten von Lettland im Dom zu Riga am 8. August 2010

 Sehr verehrter Erzbischof Zbigņevs, lieber Bruder in Christus!

Heute hat Gott mir und unserer lutherischen Kirche die ungewöhnliche und sehr bedeutende Möglichkeit geschenkt, Gastgeber bei einem Geschehen zu sein, daß sowohl für Sie persönlich  als auch für die ganze Römisch- katholische Kirche in Lettland und in der ganzen Welt eminent wichtig ist. Dass Ihre Bischofsweihe hier geschah, im Dom, der Kathedrale der lutherischen Kirche, ließ uns die Nähe unserer beiden Kirchen zueinander so unmissverständlich empfinden, dass das Freude und Aufregung auslöste, aber niemanden gleichgültig ließ. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit

Erzbischof Janis Vanags, Botschaft zum Pfingstfest 2010

Dienstag 1. Juni 2010 von Erzbischof Janis Vanags


Erzbischof Janis Vanags

Botschaft des Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands zum Pfingstfest 2010

Vor seinem Tod am Kreuz hinterließ unser Herr Jesus Christus ein Testament. Seine Seele befahl er Gott an. Seinen Körper hinterließ er Joseph von Arimathäa zur Bestattung in dessen Grabe. Seine Mutter vertraute er dem Apostel Johannes an. Die Soldaten kamen in den Besitz seiner Gewänder. Aber was vermachte Christus seinen Jüngern, die alles verlassen hatten, um ihm nachzufolgen? „Den Tröster, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht.  Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.“ (Joh. 14,17) Einer der Jünger fragt ihn überrascht: „Herr, was bedeutet es, daß du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?“ Aus seiner Frage spricht ehrfurchtvolles Erstaunen – die Propheten haben ihn erwartet, Könige wollten ihn sehen, aber du, Herr willst dich nur uns offenbaren, und nicht ihnen, der Welt? Ist das Auserwählt-Sein Deiner Jünger wirklich so groß? Tatsächlich ist von den hohen Kirchenfesten der Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes vor allem das Fest der Jünger. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten