Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Autor Archiv

Wie sich ein Staat Kirchen unterwerfen kann und warum Staat und Kirche unabhängig voneinander bleiben müssen

Dienstag 17. Mai 2022 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

Es geht mir in diesem kurzen Beitrag nicht darum, Staatsverdrossenheit oder Abwendung von Gesellschaft und Politik das Wort zu reden. Im Gegenteil, Christen sollten sich gerade in öffentliche Angelegenheiten einbringen, wozu es in der Bibel ja einige Modellfiguren gibt. Es geht mir auch nicht darum, mit einem allgemeinen Mißtrauen allem zu begegnen, was uns von der Obrigkeit präsentiert oder verordnet wird. Wir glauben ja, daß Christus der Herr der Welt ist, und daß der Teufel nur so viel Macht hat, wie Gott es ihm läßt (Hiob 1). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gesellschaft / Politik

Predigt über Jesaja 26,7–21: Im Gericht Gottes Wirken erkennen

Freitag 6. Mai 2022 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

„Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade. Wir warten auf dich, Herr, auch auf dem Weg deiner Gerichte; des Herzens Begehren steht nach deinem Namen und deinem Lobpreis. Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit. 10 Aber wenn dem Gottlosen Gnade widerfährt, so lernt er doch nicht Gerechtigkeit, sondern tut nur übel im Lande, wo das Recht gilt, und sieht des Herrn Herrlichkeit nicht. 11 Herr, deine Hand ist erhoben, doch sie sehen es nicht. Aber sie sollen sehen den Eifer um dein Volk und zuschanden werden. Mit dem Feuer, mit dem du deine Feinde verzehrst, wirst du sie verzehren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Von Angesicht zu Angesicht – Aspekte des Maskentragens

Montag 10. Januar 2022 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

„Jetzt hat es ein Gesicht!“ rief meine Klarinettenlehrerin einst, als mein Vorspiel endlich ihr Gefallen fand. Wenn etwas ein Gesicht hat – ein Standpunkt, eine Figur, eine Musik usw. –, dann ist es unterscheidbar, individuell und persönlich. Nur mit Gesicht entsteht ein Charakter. Gesichtslos ist seelenlos, unpersönlich („08/15“): eine Schaufensterpuppe, eine Schublade. Im vorliegenden Artikel werden 1. medizinische, 2. psychosoziale, 3. theologisch-kirchliche und 4. politische Aspekte des Maskentragens besprochen. Am Ende erfolgen 5. ein paar praktische Ratschläge für Gemeindeleitungen und -glieder. (Klicken Sie zum Herunterladen des aktuellen PDF-Artikels hier.) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gesellschaft / Politik

Zur Beurteilung menschlicher Obrigkeit in biblischer Sicht

Freitag 15. Oktober 2021 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

1.      Was uns bei diesem Thema erwartet

zur Themaformulierung (Vortrag als Video: hier):

(1) „Biblisch“: Ich wollte nach meinen Vorträgen in Krelingen über „Kirche, Corona und Staat“ und in der Schweiz „Wie sich der Staat Kirchen unterwerfen kann“, und jetzt nach dem Buch „Kein König außer dem Kaiser?“ noch einmal bewußt biblisch ansetzen.
(2) „Menschlich“: Es ist nicht so leicht, beim Stichwort „Obrigkeit“ nicht je auch an den je eigenen Staat zu denken. Ich habe das Adjektiv „menschlich“ vor „Obrigkeit“ eingesetzt, damit wir nicht, jedenfalls nicht nur an unsere hiesigen Oberen denken, sondern versuchen, das Grundsätzliche zu verstehen und die Prinzipien im Blick zu behalten.
(3) „Beurteilung“: Klingt es nicht anmaßend, davon zu reden, jemanden oder eine Institution zu beurteilen? Dürfen wir überhaupt so sprechen?

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Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

„Aufwachen vom Schlaf“- eine biblische Besinnung

Montag 19. Juli 2021 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

11 Und das tut, weil ihr die Zeit erkennt, nämlich daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, denn unser Heil ist jetzt näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden. 12 Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. So laßt uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts. 13 Laßt uns ehrbar leben wie am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Hader und Eifersucht; 14 sondern zieht an den Herrn Jesus Christus und sorgt für den Leib nicht so, daß ihr den Begierden verfallt. (Röm 13,11-14)

(V. 14 bei Menge: „sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an, und seid dem Fleisch (= dem Leibe) nicht so zu Diensten, daß böse Begierden dadurch erregt werden!“) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

„Ihr nehmt solche, die in der Gemeinde nichts gelten, und setzt sie zu Richtern. Euch zur Schande muß ich das sagen“ (1. Kor 6,4–5). Luthers Lehre von den zwei Regierweisen Gottes und das Verhältnis von Kirche und Staat heute

Dienstag 15. Juni 2021 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

Die Entdeckung der Glaubensgerechtigkeit allein aus Gnaden steht in der Mitte von Luthers theologischen Denkens und Verkündigens. Als Mitte seiner Ethik gilt seine Lehre von den zwei Regierweisen Gottes, die jedem anhand seines Standes bzw. Standortes Orientierung für sein Handeln in der Welt gibt.[1] Wenn wir heute Luther mit der Frage nach dem Verhältnis von Kirche und Obrigkeit lesen, entsteht aus meiner Sicht der Eindruck einer bleibenden Aktualität. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Kirchengeschichte, Theologie

Predigt aus Markus 2,13–17: Die Berufung des Levi – Warum die Gnade nur der versteht, der Gott als den Dreieinigen erkennt

Freitag 4. Juni 2021 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

Hören Sie hier die Audio-Aufzeichnung der Predigt.

13 Und er ging wieder hinaus an den See; und alles Volk kam zu ihm, und er lehrte sie. 14 Und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach. 15 Und es begab sich, daß er zu Tisch saß in seinem Hause, da setzten sich viele Zöllner und Sünder zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern; denn es waren viele, die ihm nachfolgten. 16 Und als die Schriftgelehrten unter den Pharisäern sahen, daß er mit den Sündern und Zöllnern aß, sprachen sie zu seinen Jüngern: Ißt er mit den Zöllnern und Sündern? 17 Als das Jesus hörte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Kirche, Corona und Staat: Man muß Gott mehr vertrauen als den Menschen

Donnerstag 27. Mai 2021 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

Sehen Sie hier die Videoaufzeichnung des Vortrages.

1. Die „Oberen“ in der Bibel

„Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und nicht sich verlassen auf Fürsten“ (Ps 118,9). „Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen. Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne“ (Ps 146,3; vgl. Jes 31,3).

Fürsten sind Menschen. Ihre Pläne sind vergänglich wie von allen Normalsterblichen. Auch Fürsten sind auf Hilfe angewiesen. Sie sind sterblich und werden vor demselben Richter stehen wie alle Menschen. Das mag selbstverständlich klingen. Es war aber die biblische Offenbarung, die uns zu diesem Realismus geholfen hat. Ein realistischer, und d.h. immer auch: ein kritischer Blick auf die Obrigkeiten ist nämlich überhaupt nicht selbstverständlich. Und je mehr die Kenntnis der biblischen Offenbarung verloren geht, desto vertrauensseliger sind viele Menschen gegenüber der Obrigkeit. Je stärker das Christentum in Europa zurückweicht, desto stärker wird der Staat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

Predigt über 1. Kön 11,1–13: Salomo und seine vielen Frauen – Spieler und Spielzeuge?

Freitag 7. Mai 2021 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen: die Tochter des Pharao und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hetitische – aus solchen Völkern, von denen der Herr den Israeliten gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiss eure Herzen ihren Göttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit Liebe. Und er hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen verleiteten sein Herz. Und als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, sodass sein Herz nicht ungeteilt bei dem Herrn, seinem Gott, war wie das Herz seines Vaters David. So diente Salomo der Astarte, der Göttin der Sidonier, und dem Milkom, dem gräulichen Götzen der Ammoniter. Und Salomo tat, was dem Herrn mißfiel, und folgte nicht völlig dem Herrn wie sein Vater David. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Krise der Sprache – Krise des Menschen?

Mittwoch 13. Mai 2020 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

In den letzten Jahren drücken immer mehr Menschen ihr Unbehagen über die Lage der Sprache, über die Qualität des Schreibens und Sprechens aus. Schriftsteller, Literaturwissenschaftler, Journalisten und andere finden im Eindruck zusammen: Es stimmt etwas nicht. Krise der Sprache, Krise des Menschen?

Bücher und Artikel weisen immer wieder auf Probleme hin, beispielsweise: Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie