Freitag 21. September 2012 von Prof. Dr. Manfred Spieker
5.432.350 – Zur Problematik der Abtreibungsstatistik
Seit der Neuregelung der Abtreibungsstatistik 1996 meldet das Statistische Bundesamt vierteljährlich die ihm gemeldeten Abtreibungen – seit 2001 mit leicht fallenden Zahlen. Dies wird in der Regel dahingehend interpretiert, der Lebensschutz ungeborener Kinder habe sich verbessert und die Reform des Abtreibungsstrafrechts 1995 habe sich bewährt. Waren im ersten Jahr nach der Neuregelung 130.899 Abtreibungen gemeldet worden, so waren es 2011 108.867. Das ist ein Rückgang von rund 17 Prozent. Nimmt man nicht das Jahr 1996, sondern das Jahr 2001 mit der Höchstzahl der gemeldeten Abtreibungen (134.694) zum Ausgangspunkt der rückläufigen Entwicklung, fällt der Rückgang bis 2011 mit rund 20 Prozent noch deutlicher aus. Der Rückgang der Abtreibungszahlen wird aber relativiert, wenn man ihn mit der Entwicklung der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter von 15 bis 45 vergleicht. Diese Zahl ging von 17,663 Millionen 1996 auf 15,676 Millionen 2010, also um rund zwei Millionen, zurück. Was ignoriert die Abtreibungsstatistik des Statistischen Bundesamtes? Dieser Frage nachzugehen wäre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Abtreibungsstrafrecht vom 28. Mai 1993 eine Pflicht, weil das Gericht den Gesetzgeber damals verpflichtete, den Erfolg der Reform, die ungeborene Kinder besser schützen wollte, zu verifizieren. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik
Dienstag 18. September 2012 von agens e.V Mann und Frau miteinander.
Eckhard Kuhla
Harald Eia, mit einem MA in Soziologie und Norwegens bekanntester Komiker, kam nach seinem Studium zu der Erkenntnis, dass die Gendertheorie – nach der Mann und Frau gleich seien und alle Unterschiede ihre Ursache ausnahmslos in gesellschaftlichen Prägungen hätten, und nicht mit den klassischen Wissenschaften wie Biologie, Anthropologie etc. übereinstimmen. Sein Kommentar: „Ich fühlte mich von meinen Universitätslehrern betrogen“. Eia’s Idee war es, das „Gender Paradox“ in Norwegen zu hinterfragen. Dieses Paradox besteht in einem Widerspruch zwischen jahrzehntelanger „gendersensibler“ Erziehung zur Gleichheit (hier der Genderplan des Europäischen Rats von 2011) und den nach wie vor unterschiedlichen männlichen und weiblichen klassischen Berufswahl. Dieser Unterschied war bezeichnenderweise seit langem größer als in vergleichbaren Ländern. Das Thema wurde mehr und mehr zu einem Tabu in der norwegischen Öffentlichkeit. Das wollte Harald Eia u.a. durchbrechen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Sexualethik
Montag 17. September 2012 von Birgit Kelle
Stellungnahme zum Fragenkatalog der öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag zum Thema „Einführung eines Betreuungsgeldes“ am 14. September 2012
1.) Der Gesetzesentwurf zum Betreuungsgeld verstößt gegen keinerlei verfassungsrechtliche Vorgaben, ganz im Gegenteil, die jetzige Situation, dass einseitig vom Staat nur die Betreuung von Kindern in der Krippe subventioniert wird, ist in meinen Augen verfassungsrechtlich nicht haltbar, da alle Betreuungsmodelle gleichwertig gefördert werden sollten. Die Einführung eines Betreuungsgeldes würde somit erst diesen derzeit ungerechten Zustand beseitigen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik
Freitag 14. September 2012 von Prof. Dr. Ulrich Eibach
Beihilfe zur Selbsttötung? – Eine ethische und seelsorgerliche Beurteilung1
I. Zum geistig-kulturellen Hintergrund der Diskussion
Seit einigen Jahren wird im Medizin- und Betreuungsrecht immer mehr die Selbstbestimmung der kranken Menschen betont. Hintergrund sind die Fortschritte der Medizin, die es zweifelhaft werden lassen, ob all das, was die Medizin machen kann, wirklich den Wünschen der Menschen entspricht. Am bedeutsamsten dürfte je doch die Individualisierung und Säkularisierung der Lebens- und Wertvorstellungen sein. Im Zuge dieses Wertewandels wurde die Autonomie zum vorherrschenden moralischen und rechtlichen Leitbegriff. Beides gemeinsam führte zur Krise des bis dahin in den Heil- und Pflegeberufen leitenden Ethos der Fürsorge. Es gerät so unter den Verdacht eines „paternalistischen“ Behandelns als Objekt mehr oder weniger wohlmeinender Fürsorge. Nicht mehr das Wohlergehen der Patienten und der Schutz ihres Lebens, sondern allein ihr Wille soll oberste Leitlinie ärztlichen und pflegerischen Handelns und auch der Betreuung sein2. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik
Donnerstag 13. September 2012 von Ruth Heil
Wenn ein Kind zur Welt kommt, hat es drei Grundbedürfnisse: Wärme, Nähe und Nahrung. Interessanterweise hat Gott in seiner Weisheit all das an der Mutter „anwachsen“ lassen. Denn die Brust gibt sowohl Wärme als auch Nahrung und Nähe – eine Fortführung der Geborgenheit und Versorgung im Mutterschoß. Gott läßt das Kind zur Welt kommen und führt es in seine neue Umgebung ein, indem manches Vertraute bleibt. Das Neugeborene, sei es weiblich oder männlich, muß an die Brust, um Nahrung, Nähe und Wärme zu empfangen. Dabei entwickelt sich über das Stillen eine innige Verbindung von Mutter und Kind. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Seelsorge / Lebenshilfe
Dienstag 11. September 2012 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.
Hilflose Genderisten: Bei der Berufswahl versiegt der Mainstream
Wählen junge Frauen die „falschen“ Berufe? Industrielobbyisten, Arbeitsmarkt- und Gleichstellungspolitiker(innen) sind davon überzeugt: Mädchen entscheiden sich viel zu selten für Berufe wie Mechatroniker, Fachinformatiker oder Ingenieurin. Schon lange versuchen sie durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, zahlreiche Initiativen und Programme mehr Frauen für mathematisch-naturwissenschaftliche Studiengänge und technische Berufe zu gewinnen (1). Die Industrie will ihr Personalreservoir vergrößern; für sie ist es ein Erfolg, wenn die absolute Zahl der Ingenieurinnen ansteigt. Eben dies ist in den letzten Jahren geschehen: Angesichts guter Berufsaussichten haben mehr Frauen als je zuvor begonnen, Ingenieurs-wissenschaften zu studieren. Zugleich haben aber auch mehr Männer ein solches Studium aufgenommen. So sind nach wie vor im Maschinenbau mehr als 80 Prozent und in der Elektrotechnik fast 90 Prozent der Studierenden Männer (2). Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik
Freitag 7. September 2012 von Junge Freiheit
MÜLHEIM. Der emeritierte Beiruter Erzbischof Flavien Joseph Melki hat während seines Deutschlandbesuchs am Sonntag vor einer Islamisierung Europas gewarnt. Durch Polygamie, die hohe Geburtenquote und die finanzielle Unterstützung der Golfstaaten drohe der Islam innerhalb der nächsten 50 bis 100 Jahre Europa zu erobern, sagte der syrisch-katholische Geistliche in Mühlheim nach einem Bericht der WAZ-Mediengruppe. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Christentum weltweit, Weltreligionen
Dienstag 4. September 2012 von Medrum
Wie die Rheinische Post berichtete, tritt der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider, für eine aktive Sterbehilfe in bestimmten Fällen ein (Rheinische Post: „Präses Schneider für begrenzte Sterbehilfe“). Den ganzen Beitrag lesen.
Kategorie: Kirche, Medizinische Ethik
Freitag 31. August 2012 von Christian Solidarity International
Hassbedingte Verbrechen gegen Christen
In Europa wächst das Bewusstsein, dass auch Christen in unseren Regionen zunehmend von Intoleranz und Diskriminierung bedroht werden. Die OSZE arbeitet daran, die Probleme gezielt anzugehen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Christentum weltweit
Donnerstag 30. August 2012 von Juristen-Vereinigung Lebensrecht (JVL)
Juristen fordern Verbot des Bluttests auf Trisomie 21
In einem Schreiben an die Freiburger Regierungspräsidentin Schäfer hat der Vorsitzende der Juristen-Vereinigung Lebensrecht e. V. (JVL) in Köln Bernward Büchner erneut ein Verbot des von der Konstanzer Firma „Livecodexx“ entwickelten Bluttests gefordert. „Ich teile die Auffassung des Bonner Rechtswissenschaftlers Professor Gärditz, dass ein solches Verbot nach Paragraf 26 des Medizinproduktegesetzes sehr wohl möglich ist“, so Büchner, ehemals Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht in Freiburg. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Lebensrecht, Medizinische Ethik