Freitag 15. August 2025 von Bekenntniskreis Baden
Als Christen und Demokraten protestieren wir entschieden gegen den immer weiter um sich greifenden Antijudaismus und Antisemitismus in unserem Land und weltweit. Wir wollen nicht schweigen und darin schuldig werden.
Man kann berechtigte und konstruktive Kritik üben an der Vorgehensweise der israelischen Regierung um Ministerpräsident Benjamin Netanjahu – aber man sollte dabei nicht vergessen, dass das Ziel der Terrororganisation der Hamas, der iranischen Regierung, der Hizbollah im Libanon und der Huthi-Rebellen im Jemen darin besteht, den Staat Israel zu diffamieren, zu boykottieren, zu dämonisieren, zu delegitimieren und schließlich auszulöschen. Man versetze sich in die Lage der dortigen Regierung, der Israelis, der Juden überall auf der Erde. Wie müsste die deutsche Regierung reagieren? – Zur bisherigen Praxis der Bundesrepublik Deutschland, stets für das Existenzrecht des Staates Israel einzutreten und dieses als Staatsräson zu verstehen, besteht keine Alternative. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Israel, Kirche
Mittwoch 13. August 2025 von Holger Lahayne
„Der Krieg muss nach Russland getragen werden. Russische Militäreinrichtungen und Hauptquartiere müssen zerstört werden. Wir müssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsstände.“ So äußerte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter im Februar 2024 in einem Interview mit DW. Der erste Satz zog schnell weite Kreise und landete in vielen Überschriften der Presse. Kiesewetter, der Reserveoffizier, zeigte sich einmal wieder als politischer Falke. Seine markigen Worte überraschen bis heute kaum noch jemanden. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche
Montag 11. August 2025 von Georg Walter
Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen. (Galater 1,6-7)
Vom 20. bis 23. Juni 2024 fand in der Olympiahalle München die „Eins sein Konferenz UNUM24“ statt. Auf der Rednerliste von UNUM24 standen der Landesbischof der Evangelisch Lutherischen Landeskirche Sachsens, Tobias Bilz; der katholischen Theologe und Gründer des Gebetshauses Augsburg, Dr. Johannes Hartl; der katholische Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers sowie der US-amerikanische Charismatiker Bill Johnson, dessen Teilnahme an der Konferenz Kritik auslöste. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Theologie
Freitag 8. August 2025 von Jörgen Bauer
Auch von den Oberen glaubten viele an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie sich nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden. Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott. (Joh 12,42 und 43)
Dürfen wir die Oberen wegen ihrer Feigheit verurteilen? Sie haben sich falsch verhalten, aber verhält sich die überwiegende Mehrheit der Menschen bis heute nicht ganz genauso? Die damaligen Oberen, die zu den Mächtigen und Einflussreichen gehörten und denen man sicher nicht so leicht an den Karren fahren konnte, hatten Angst, aus der Synagoge ausgestoßen zu werden, wenn sie sich zu Jesus bekennen. Aus der Synagoge ausgestoßen zu werden, kam damals einer wirtschaftlichen Vernichtung gleich, so als wenn man heute aus einer berufsständischen Organisation (Kammer) ausgeschlossen wird, der man angehören muss, um überhaupt tätig sein zu dürfen. Wenn man durch ein Bekenntnis existenziell massiv bedroht ist, ist es verstehbar, wenn sich jemand bedeckt hält, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Sonntag 3. August 2025 von Charles Haddon Spurgeon (1834-1892)
„Bis die Flut kam und sie alle dahinraffte … “ (Matthäus 24,39)
Wir sagen gewöhnlich, dass es ,,keine Regel ohne Ausnahme“ gibt, doch die Regel, dass es keine Regel ohne Ausnahme gibt, ist selbst eine Ausnahme; denn die Regeln Gottes sind Ausnahmen. Die Regel, dass Gott die Gottlosen strafen wird, ist ohne eine Ausnahme; die Regel, dass alle, die Christus nicht angehören; umkommen werden, ist eine Regel ohne Ausnahme; und die Regel, dass alle, die Christus angenommen haben, errettet sind, ist auch ohne Ausnahme. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Freitag 1. August 2025 von Jochen Klein
Der Atheismus will Gedanken darauf reduzieren, dass sie bedeutungslose Schaltvorgänge an Synapsen im Gehirn seien. Das untergräbt die Grundfesten jener Rationalität, die notwendig ist, um Argumente zu erstellen, zu verstehen oder zu glauben. Wenn wir das Transzendente und Absolute abschaffen, werden wir in Relativität und Subjektivität getrieben. So sagte schon der englische Schriftsteller G.K. Chesterton (1874–1936): „Wenn die Menschen nicht mehr an Gott glauben, werden sie nicht an ‚nichts‘ glauben, sondern allem glauben.“ – Und darum soll es in diesem Text gehen. Es wird versucht, einige relativistische Tendenzen und deren Auswirkungen bewusst zu machen. Dabei soll dezidiert nicht bestritten werden, dass Teilaspekte dieser Gedankengebäude durchaus auch richtige Aspekte beinhalten. Die Prinzipien fußen aber oft auf einer falschen, da widerbiblischen Grundlage und können so in ihrem Gesamtkonzept nicht angemessen sein. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Sprache, Theologie
Dienstag 29. Juli 2025 von Dr. Jonathan Schneeweiß
Wenn Jubiläen gefeiert werden, dann geschieht das aus zwei Gründen. Es wird sich zurückerinnert an ein erfreuliches Ereignis, aber es wird zugleich aktualisiert. Dieses Jahr feiert die Kirche 1700 Jahre Konzil von Nizäa. Sie denkt also zurück an das erste Konzil ökumenischer Tragweite. Aber dieses Erinnern ist kein Selbstzweck, sondern sie fragt zugleich nach den Erträgen für ihre eigene Gegenwart. Andernfalls bleibt Nizäa eine geschichtliche Größe und wir können nicht anders als uns wundern, warum im frühen 4. Jahrhundert die ganze Kirche im römischen Reich so heftig um die Person Jesus von Nazareth stritt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Kirche, Kirchengeschichte, Theologie
Sonntag 27. Juli 2025 von Jörgen Bauer
„Es steht gräulich und grässlich im Lande. 31 Die Propheten weissagen Lüge, und die Priester lehren auf eigene Faust, und mein Volk hat’s gern so. Aber was werdet ihr tun, wenn’s damit ein Ende hat?“ (Jeremia 5,30-31)
Der Prophet Jeremia musste im Auftrag Gottes harsche Kritik am Verhalten der geistlichen und auch weltlichen Führer und am Verhalten des gesamten Volkes üben und gleichzeitig das Gericht Gottes ankündigen, was ihn in große Bedrängnis brachte. Im gesamten Buch des Propheten Jeremia geht es hauptsächlich um diese Thematik. Die damaligen falschen Propheten gaben sich opportun und „volksnah“ und sagten genau das, was die Regierenden und das Volk gerne hören wollten. Und die Priester lagen auf derselben Linie. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Predigten / Andachten
Donnerstag 24. Juli 2025 von Crossbearers
„Als die Philister sich [in Lehi] zu einer Schar sammelten, war dort ein Ackerstück voll Linsen; und als das Volk vor den Philistern die Flucht ergriff, da trat [Schamma] mitten auf das Ackerstück und verteidigte es und schlug die Philister, und der Herr bewirkte eine große Rettung.“ (Samuel 23,11–12)
Austreten oder Auftreten? Das ist keine einfache Frage. Sie sollte nicht anhand eines einzelnen Bibelverses beantwortet werden. Es war fromm von Lot, vor der Zerstörung Sodoms zu fliehen, allerdings war es auch gerecht von Schamma, das Ackerstück mit seiner ganzen Kraft zu verteidigen und die Invasoren zu besiegen. Beides waren Rettungstaten des Herrn. Wenn Lot aus Loyalität zu Sodom geblieben wäre, hätte er sich aus Fanatismus verirrt. Wenn Schamma mit dem Rest geflohen wäre, wäre er aus Feigheit verfallen. Wie immer brauchen wir die Einsicht, die kommt, wenn wir „wachen und beten, damit wir nicht in Versuchung kommen“. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Kirche, Theologie
Dienstag 22. Juli 2025 von Administrator
Matthias Becker, Ehe, Familie und Agamie. Die Begründung von Lebensformen angesichts gesellschaftlicher Pluralität im Neuen Testament und heute, Tübingen: Mohr Siebeck, 2024 (x + 239 Seiten).
Das kleine Buch des Heidelberger Neutestamentlers hat schon vor seinem Erscheinen für einige Aufregung gesorgt, weil hier einer der ›zünftigen‹ Universitätstheologen in Sachen Ehe und Familie alle auf Synoden und Pfarrkonventen bis zum Überdruss wiederholten Argumente zugunsten eines fortschrittlicheren Eheverständnisses als historisch und exegetisch unbegründet aufweist. Becker stellt die Sachverhalte in einer Weise dar, die allen Behauptungen, Paulus bzw. die neutestamentlichen Autoren würden mit ihrer Argumentation hinter den gegenwärtigen Differenzierungen sexueller Vielfalt und ihrer prägenden Kraft zurückbleiben, den Boden entziehen. Aber er bleibt dabei nicht stehen, sondern skizziert „als Christ und Theologe“, was das für die Gestalt von Ehe, Sexualität und Familie für Christenmenschen bedeuten kann (bzw. sollte), sofern für sie – wozu sich der Vf. selbst ausdrücklich bekennt – „Respekt vor dem Neuen Testament und seiner kanonischen Autorität als Heilige Schrift die argumentative Grundlage“ (VI) bildet. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Gender, Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie