Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für 2020

Aufruf zum Gebet in ernster Lage

Mittwoch 18. März 2020 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

Wir erleben in diesen Wochen etwas Außergewöhnliches. Ein kleines unsichtbares Virus bringt die ganze Welt ins Wanken. Medizin und Wissenschaft haben noch kein Gegenmittel zur Hand. Die Möglichkeiten der Politik sind begrenzt. Ängste greifen um sich: vor Ansteckung und Tod, vor Isolation und Einsamkeit, vor Versorgungsengpässen, vor negativen wirtschaftlichen Folgen und gesellschaftlichen Konflikten. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

„Christus aber ist da, damit wir nicht allein sind“ – Martin Luther über die Pest in Wittenberg (1527)

Montag 16. März 2020 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Die Pest hat hier zwar angefangen, aber sie ist recht gnädig. Die Furcht und die Flucht der Leute…davor ist jedoch erstaunlich, so daß ich eine solche Ungeheuerlichkeit des Satans vorher noch nicht gesehen habe. So sehr erschreckt (er die Leute), ja er freut sich, die Herzen so verzagt zu machen, natürlich damit er diese einzigartige Universität zerstreue und verderbe, welche er nicht ohne Ursache vor allen anderen haßt. Jedoch sind während der ganzen Zeit der Pest bis auf diesen Tag nicht mehr als 18 Todesfälle gewesen einschließlich derer, die innerhalb der Stadt waren, Mädchen und Kinder und alles mitgezählt. In der Fischervorstadt…hat sie heftiger gewütet, in unserem Stadtteil…ist noch kein Todesfall, obwohl alle Toten da begraben werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Kirche, Kirchengeschichte, Seelsorge / Lebenshilfe

Corona und Gemeindeleben: Wie soll es weitergehen?

Montag 16. März 2020 von Administrator


Viele Jahrhunderte lang war die Reaktion der Christen und Kirchen im Abendland auf Katastrophen, Seuchen etc. eine Intensivierung des geistlichen Lebens: Bittgottesdienste, Bußprozessionen u.a. Die gegenwärtige Tendenz, das gottesdienstliche Leben herunterzufahren, ja stillzulegen, könnte historisch ein Novum darstellen: Wir ziehen uns ins Private zurück und warten, bis die Gefahr vorbei ist. Ob dies einem biblischen Christentum entspricht, ist zumindest hinterfragbar. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gesellschaft / Politik, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

„Es gibt kein Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ – Stellungnahme von Bischof Hans-Jörg Voigt (SELK)

Samstag 14. März 2020 von Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche


Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche

Es gibt kein Recht auf selbstbestimmtes Sterben – Sterben und Geborenwerden stehen nicht in menschlicher Hand – um der Würde des Menschen willen

Stellungnahme des leitenden Geistlichen der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), Bischof Hans-Jörg Voigt D.D. (Hannover), zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 26. Februar 2020 zu einem „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“

1. Vorbemerkung:

Das Bundesverfassungsgericht ist das höchste Verfassungsorgan der Bundesrepublik Deutschland und verdient allerhöchsten Respekt. Das Wohl unseres Staates, dessen Dienstleistungen, Vorzüge und dessen Schutz wir als Bürgerinnen, Bürger und Christenmenschen jeden Tag genießen, hängt auch von diesem Respekt ab, denn staatliche Autoritäten sind nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift und der lutherischen Bekenntnisse Gott gegeben und gewollt. Umso schwerer fällt es mir, das gestrige Urteil grundsätzlich zu kritisieren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie

Die Logik der Suizidbeihilfe – Blinde Flecken im Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu § 217 StGB

Donnerstag 12. März 2020 von Prof. Dr. Manfred Spieker


Prof. Dr. Manfred Spieker

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil vom 26. Februar 2020 das vom Bundestag 2015 beschlossene Verbot der „geschäftsmäßigen“ Suizidbeihilfe aufgehoben und § 217 StGB für verfassungswidrig erklärt. Es hat aus dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht in Artikel 2, Absatz 2, und der Gewährleistung der Menschenwürde in Artikel 1, Absatz 1 GG, ein „Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ abgeleitet. Dieses Recht schließe, so das Gericht, die Freiheit ein, die von Sterbehilfevereinen angebotene Hilfe zum Suizid in Anspruch zu nehmen. Dem Gesetzgeber sei es zwar nicht verwehrt, die Suizidbeihilfe zu „regulieren“, aber er dürfe durch solche Regulierungen nicht das Recht auf Selbsttötung obsolet machen. Dieses Recht dürfe deshalb auch nicht von materiellen Kriterien wie dem Vorliegen einer unheilbaren Erkrankung abhängig gemacht werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

Weißt du, wieviel Sternlein stehen? – Gegen die neue „Rechtschreibung“ und das, was hinter ihr steckt

Montag 9. März 2020 von Pfr. Dr. Tobias Eißler


Pfr. Dr. Tobias Eißler

Das Fortbildungsheft der württembergischen Landeskirche 2020 ist nicht mehr für Pfarrer bestimmt. Nein. Sondern für Pfarrer*innen. Das Anschreiben der Prälatur richtet sich nicht mehr an Pfarrerinnen und Kollegen. Nein. Sondern an Pfarrer*innen. Die Ausschreibung einer Stelle für eine Erzieherin im evangelischen Kindergarten richtet sich nicht mehr an mögliche Interessentinnen. Nein. Sondern an Personen männlichen, weiblichen oder diversen Geschlechts (m-w-d). Gemäß einer Empfehlung der Kirchenverwaltung. Dieser „Neusprech“ bzw. „Neuschreib“ von orwellscher Qualität taucht nicht nur vermehrt in der württembergischen Landeskirche auf, sondern in allen Kirchen der westlichen Welt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche

Andacht über 2. Tim. 2,5 „Wie kämpfen Christen recht?“

Sonntag 8. März 2020 von Elias Schrenk (1831-1913)


Elias Schrenk (1831-1913)

Und wenn jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht. (2. Timotheus 2,5)

Das Geheimnis der Kraft des Apostels Paulus als Streiter Jesu Christi lag in seiner völligen Hingabe an den Herrn. Der Punkt, der seine Stärke war, ist heute der meisten Christen Schwäche. Wir alle sollen kämpfen für den Herrn und seine Sache; aber wie sehr fehlt es an persönlicher Entschiedenheit für den Herrn. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Außerwissenschaftliche Vorannahmen: Denkvoraussetzungen von Wissenschaftlern und Theologen

Freitag 6. März 2020 von Dr. Markus Till


Dr. Markus Till

„Was war der größte Fehler Ihres Lebens?“, fragte der Journalist. Der alte Kunstkritiker lachte. „Als ich einmal unser Kind im Kindergarten abholte, baten mich die Betreuerinnen, einen Blick auf die gesammelten Kunstwerke des Kindergartens zu werfen. Leider fiel mir nicht auf, dass zwischen den Kinderbildern ein abstraktes Werk eines bekannten Künstlers hing. Das brachte mir noch für lange Zeit ein spöttisches Grinsen ein – und lehrte mich viel darüber, wie leicht man durch Vorurteile etwas Wunderbares übersehen kann.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

In die Verzweiflung gestoßen

Donnerstag 5. März 2020 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

1959 formulierte Bill Bright die „Vier geistlichen Gesetze“ (The Four Spiritual Laws). Schon seit 1952, kurz nach der Gründung von „Campus Crusade for Christ“ durch Bright, hatten die Mitarbeiter des Werks in evangelistischen Gesprächen eine etwa zwanzigminütige Zusammenfassung des Evangeliums genutzt. Um dies noch prägnanter und leichter weitergeben zu können, reduzierte Bright den Kerninhalt weiter auf vier kurze Aussagen. 1965 wurden die „Vier geistlichen Gesetze“ erstmals gedruckt (mit der Einstiegsfrage „Have You Heard of  the Four Spiritual Laws?“ als Titel) und erreichten bis heute eine Auflage von Zig Millionen. Vor einigen Jahren überarbeitete der Schweizer Zweig „Campus für Christus“ die Gesetze und brachte „The Four“ heraus – eine Art zeitgemäßes Update, das sich inhaltlich von Brights altem Text aber kaum unterscheidet. (Bei „Campus“ in Deutschland sind die Brightschen Gesetze unter „Gott persönlich kennenlernen“ zu finden.) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Brauchen Nordkoreaner wirklich so dringend die Bibel?

Dienstag 3. März 2020 von Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V.


Hilfsaktion Märtyrerkirche e.V.

Jeden Tag verhungern in Nordkorea Menschen. Ihre Regierung lässt sie absichtlich verhungern, weil sie sich „verdächtig“ oder „aufrührerisch“ verhalten haben. „Aufruhr“ – dazu gehört jede Form christlicher Aktivität. Gerade während der Regenzeit leiden viele in Nordkorea besonders, weil sie weder Regenjacken noch Gummistiefel besitzen. Einige von ihnen leiden an sogenanntem „Fußbrand“: Das Gewebe an den Füssen stirbt nach und nach ab, weil es zu lange kaltem Wasser ausgesetzt war. Frauen auf dem Lande haben meist keinen Zugang zu Hygieneartikeln. Sie müssen stattdessen Stoff benutzen. Im Winter riskieren diese Frauen Erfrierungen, wenn sie den Stoff draußen im kalten Wasser waschen müssen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit