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Außerwissenschaftliche Vorannahmen: Denkvoraussetzungen von Wissenschaftlern und Theologen

Freitag 6. MĂ€rz 2020 von Dr. Markus Till


Dr. Markus Till

„Was war der grĂ¶ĂŸte Fehler Ihres Lebens?“, fragte der Journalist. Der alte Kunstkritiker lachte. „Als ich einmal unser Kind im Kindergarten abholte, baten mich die Betreuerinnen, einen Blick auf die gesammelten Kunstwerke des Kindergartens zu werfen. Leider fiel mir nicht auf, dass zwischen den Kinderbildern ein abstraktes Werk eines bekannten KĂŒnstlers hing. Das brachte mir noch fĂŒr lange Zeit ein spöttisches Grinsen ein – und lehrte mich viel darĂŒber, wie leicht man durch Vorurteile etwas Wunderbares ĂŒbersehen kann.“

Vorannahmen wirken wie eine Brille. Sie beeinflussen unsere Sichtweise. Sie tauchen die Wirklichkeit in ein bestimmtes Licht. Das kann erhellend sein. Das kann uns aber auch auf eine völlig falsche FĂ€hrte fĂŒhren – so wie bei diesem Kunstkritiker. FehleinschĂ€tzungen aufgrund falscher Vorerwartungen ereignen sich stĂ€ndig in unserem Alltag. Sie kommen aber auch in der Wissenschaft vor, und zwar in sehr viel stĂ€rkerem Maße, als es oft vermittelt wird. Tendenziell wird heute oft der Eindruck erweckt: Anders als die Religion ist die Wissenschaft objektiv. Wir können uns darauf verlassen, dass sie uns ein verlĂ€sslich richtiges Bild von der Welt und von der Wirklichkeit zeichnet, das bewiesen werden kann und in jeder Hinsicht vernĂŒnftig ist. Aber inwieweit stimmt das? Gibt es nicht auch in der Wissenschaft das PhĂ€nomen, dass Sichtweisen und Darstellungen von außerwissen­schaftlichen Vorannahmen geprĂ€gt werden? Welche Folgen hat das fĂŒr unser Weltbild? Und was mĂŒssen wir tun, um uns selbst und unseren Mitmenschen die Chance zu geben, sich auf einer realistischen Faktenbasis ein eigenes Bild von der Wirklichkeit zu machen? Wie können wir den Einfluss von außerwissen­schaftlichen Vorannahmen erkennen, kritisch bewerten und dadurch echte Fakten von ideologisch gefĂ€rbten Interpretationen unterscheiden? TatsĂ€chlich ist das oft gar nicht so einfach.

Außerwissenschaftliche Vorannahmen verstecken sich oft hinter den darauf aufgebauten DenkgebĂ€uden!

Außerwissenschaftliche Vorannahmen kommen selten auf dem PrĂ€sentierteller daher. Sie bleiben oft verborgen hinter einer Fassade von klugen, schlĂŒssigen und völlig richtigen Argumentationsketten. Die GedankengebĂ€ude, die auf außerwissenschaftlichen Denkvoraussetzungen aufgebaut werden, können Ă€ußerst beeindruckend sein und deshalb viele Menschen beeinflussen. Das Problem ist nur: Wenn die Denkvoraussetzung falsch ist, dann ist auch das ganze hochintelligente GedankengebĂ€ude falsch.

Falsche außerwissenschaftliche Vorannahmen können gewaltige Konsequenzen haben!

Falsche außerwissenschaftliche Vorannahmen können ganze Nationen auf eine falsche FĂ€hrte fĂŒhren – mit katastrophalen Folgen. Ganze Gesellschaften wurden zum Beispiel auf der Idee aufgebaut, dass der Mensch kein Problem mit bösen, ungerechten Gedanken und Grundhaltungen hat, sondern dass er tief im Herzen eigentlich ein guter Mensch ist, der nur Erlösung von bösen und ungerechten UmstĂ€nden braucht, damit dieser gute Kern zum Vorschein kommt. Daraus entstand die Idee: Wenn wir allen alles wegnehmen und dann ganz gerecht alles an alle verteilen, sodass allen alles gleichermaßen gehört und es keine Ungerechtigkeit mehr gibt, dann werden alle Menschen zufrieden sein und sich gerne fĂŒr die Allgemeinheit engagieren. Diese Idee hat aber nicht nur nicht funktioniert. Sie hat gewaltiges Leid mit Millionen von Toten ĂŒber viele Gesellschaften gebracht und sie tut das bis heute. Erstaunlich ist, wie sehr diese Idee trotz der durchgĂ€ngig negativen Erfahrungen in der Geschichte bis heute immer wieder in Mode kommt.

Im nationalsozialistischen Reich wurden andere Vorannahmen ins Spiel gebracht: Die Rassenideologie hat die Vorstellung vermittelt, dass es stĂ€rkere und schwĂ€chere menschliche Rassen gĂ€be und dass es fĂŒr die Weiterentwicklung der Menschheit geradezu die Pflicht der besseren, höher entwickelten Rasse sei, sich durchzusetzen und die unterentwickelten Rassen zu verdrĂ€ngen. Vor dem Hintergrund der aufkommenden Evolutionstheorie konnte der Eindruck vermittelt werden, dass dieser Gedankengang auch sachlich, ja geradezu wissenschaftlich begrĂŒndet werden könnte. Wer heute nachforscht und sieht, wie stark solche Ideen sogar in intellektuellen und akademischen Kreisen verfingen, der kann nur staunen und erschrecken, mit welcher Kraft Vorrannahmen ganze Gesellschaften im Extremfall zu absurden und grauenvollen Schlussfolgerungen bringen können.

Es geht also um enorm viel, wenn wir ĂŒber die Denkvoraussetzungen nachdenken, die unsere Gesellschaft prĂ€gen. Und es ist von enormer Bedeutung, dass wir uns diese Grundannahmen und ihren Einfluss auf unser Denken bewusst machen.

Vier weltanschauliche Grundannahmen

Im Folgenden werden vier verschiedene weltanschauliche Grundannahmen als außerwissenschaftliche Denkvoraussetzungen zum VerstĂ€ndnis der Welt vorgestellt, die heute weit verbreitet sind und weltweit prĂ€gende Kraft entwickelt haben. Diese vier weltanschaulichen Grundannahmen unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre unterschiedlichen Antworten auf drei verschiedene Grundfragen. Die erste Frage lautet:

Gibt es etwas ÜbernatĂŒrliches jenseits der physischen Welt?

Die Frage nach der Transzendenz ist fĂŒr unser Weltbild ganz grundlegend und entscheidend. Wenn wir diese Frage mit „nein“ beantworten, dann mĂŒndet unser Denken im sogenannten „Naturalismus“. Diese Weltanschauung behauptet: Es gibt keinen Gott und keine ĂŒbernatĂŒrlichen PhĂ€nomene. Alle VorgĂ€nge lassen sich auf naturgesetzlich festgelegte Ursache-Wirkungs-Beziehungen zurĂŒckfĂŒhren.

Wenn wir die Frage nach dem ÜbernatĂŒrlichen aber mit „ja“ beantworten, kommen wir zu einer zweiten Grundfrage:

Greift das ÜbernatĂŒrliche direkt in die natĂŒrlichen VorgĂ€nge dieser Welt ein?

Wenn wir diese Frage mit „nein“ beantworten, dann glauben wir zwar, dass es etwas ÜbernatĂŒrliches gibt. Aber unser Denken bewegt sich trotzdem im Rahmen eines „schwachen oder methodischen Naturalismus“, der in etwa besagt: Es gibt einen Gott bzw. eine ĂŒbernatĂŒrliche RealitĂ€t, die aber nur auf geheimnisvolle Weise ins Weltgeschehen eingreift, ohne dabei die Naturgesetze zu verletzen.

Wenn wir hingegen die Frage nach dem Eingreifen des ÜbernatĂŒrlichen mit „ja“ beantworten, stellt sich die dritte grundsĂ€tzliche Frage:

Ist das ÜbernatĂŒrliche von der physischen Welt getrennt?

Wenn wir diese Frage mit „nein“ beantworten, dann gelangen wir zu einer Weltanschauung, die man als „Pantheismus“ bezeichnen kann und die in etwa besagt: Es gibt einen Gott bzw. eine ĂŒbernatĂŒrliche RealitĂ€t, die aber von der natĂŒrlichen Welt nicht wesensmĂ€ĂŸig getrennt, sondern untrennbar mit ihr verwoben ist.

Wenn wir die Frage nach der Trennung des ÜbernatĂŒrlichen von der physischen Welt hingegen mit „ja“ beantworten, kommen wir auf die Spur einer Weltanschauung, die wir in diesem Artikel als „biblischen Supernaturalismus“[1] bezeichnen werden. Diese Weltanschauung sagt: Es gibt einen Schöpfergott und eine ĂŒbernatĂŒrliche RealitĂ€t. Diese ist wesensmĂ€ĂŸig vom Geschaffenen verschieden. Sie greift zwar bei der Weltentstehung, sonst aber nur punktuell in NaturvorgĂ€nge ein.

Die Frage ist nun: Was kann uns die heutige Wissenschaft zu diesen drei Grundfragen und den vier weltanschaulichen Grundannahmen sagen? Oft wird heute der Eindruck erweckt, dass die Naturwissenschaft diese Fragen geklÀrt habe. Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir uns genauer mit den Möglichkeiten und Grenzen naturwissenschaftlicher Forschung befassen.

Möglichkeiten und Grenzen der Naturwissenschaft

Die grundsĂ€tzliche Frage ist: Sind die Werkzeuge der Wissenschaft denn ĂŒberhaupt geeignet, um auf die oben genannten drei Grundfragen Antworten geben zu können? DafĂŒr mĂŒssen wir uns genauer anschauen, mit welchen Methoden die Naturwissenschaft die Wirklichkeit erfasst. Sie benutzt dafĂŒr im Wesentlichen zwei Werkzeuge:

  1. Beobachtung: Im Lauf der Zeit hat die Wissenschaft immer ausgeklĂŒgeltere Instrumente und Methoden entwickelt, um auch fernste Welten des Kosmos und die winzig kleinen Elemente in unserem Mikrokosmos exakter beobachten zu können.
  2. Experiment: In der Wissenschaft werden ĂŒberschaubar große Systeme mit möglichst kontrollierbaren Bedingungen und wenig Variablen geschaffen. Darin kann dann möglichst exakt getestet werden, wie sich die Wirklichkeit verhĂ€lt.

Ein zentral wichtiges Element in der Wissenschaft ist die Wiederholbarkeit oder Reproduzierbarkeit. Ein Experiment ist erst dann aussagekrĂ€ftig, wenn es ĂŒberall auf der Welt nachgestellt werden kann und wenn alle Wissenschaftler unter den gleichen Bedingungen die gleichen Beobachtungen machen.

Gerade die Reproduzierbarkeit ist aber ein großes Problem bei der Frage nach dem ÜbernatĂŒrlichen. Selbst wenn in EinzelfĂ€llen etwas ÜbernatĂŒrliches stattfindet, könnte das niemals reproduzierbar in einem Experiment nachgestellt und wiederholt werden. Das ÜbernatĂŒrliche zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es sich systematischen Regeln und Gesetzen entzieht. Die naturwissenschaftliche Methode ist deshalb prinzipiell ungeeignet, um ĂŒbernatĂŒrliche VorgĂ€nge systematisch erfassen zu können.

Das bedeutet aber nicht, dass es etwas ÜbernatĂŒrliches prinzipiell nicht geben kann. Das bedeutet nur, dass die naturwissenschaftliche Methodik nicht aussagekrĂ€ftig ist zu dieser allerersten und wichtigsten Grundfrage! Das heißt aber auch: Wenn wir uns entscheiden, unser Denken und unsere Forschung auf einer dieser Weltanschauungen aufzubauen, dann ist das eine außerwissenschaftliche Vorannahme.

Insgesamt gilt somit: Bei den vier weltanschaulichen Grundannahmen handelt es sich um außerwissenschaftliche Denkvoraussetzungen, die naturwissenschaftlich weder bewiesen noch widerlegt werden können. Wer die Ablehnung des ÜbernatĂŒrlichen mit Naturwissenschaft begrĂŒndet, der verhĂ€lt sich wie ein Fischer, dessen Netze eine Netzweite von 5 cm haben und der auf Basis seines Fangs behauptet: Es existieren nur Fische, die grĂ¶ĂŸer als 5 cm sind! Wenn die Untersuchungsmethode nur einen Teil der Wirklichkeit erfasst, darf daraus niemals auf die gesamte Wirklichkeit geschlossen werden.

Warum die Wissenschaft trotzdem Position bezieht

Obwohl naturwissenschaftliche Methoden die Frage nach dem ÜbernatĂŒrlichen gar nicht beantworten können, hat die Wissenschaft trotzdem eine starke Meinung zu den oben dargestellten Grundfragen und Grundannahmen entwickelt. Denn auch wenn das ÜbernatĂŒrliche naturwissenschaftlich weder bewiesen noch ausgeschlossen werden kann, kann man natĂŒrlich trotzdem die Frage stellen: Welche der vier Grundannahmen bewĂ€hrt sich in der Praxis? Auf welcher Basis kann man fruchtbar wissenschaftlich arbeiten und forschen?

Auf der Suche nach natĂŒrlichen Ursachen

Seit jeher hatten Menschen NaturphĂ€nomene vor Augen, die sie zunĂ€chst einmal nicht verstanden haben und bei denen sie daher auch nicht wussten: Gibt es dafĂŒr eine natĂŒrliche ErklĂ€rung? Steckt etwas ÜbernatĂŒrliches dahinter?

Um das herauszufinden, haben wir Menschen nur eine Möglichkeit: Wir mĂŒssen nach einer natĂŒrlichen ErklĂ€rung suchen! Sobald eine natĂŒrliche ErklĂ€rung gefunden wird, können wir definitiv sagen: Eine ErklĂ€rung mit natĂŒrlichen Mechanismen reicht bei diesem NaturphĂ€nomen aus! Wenn sich bestimmte ErklĂ€rungslĂŒcken aber dauerhaft nicht schließen oder wenn diese LĂŒcken bei bestimmten Fragen im Lauf der Zeit sogar immer grĂ¶ĂŸer werden, dann mĂŒsste sich eigentlich die Frage stellen: Existiert vielleicht kein natĂŒrlicher Mechanismus? Steckt vielleicht etwas ÜbernatĂŒrliches, etwas Göttliches dahinter? Dann mĂŒssten wir uns fĂŒr ein supernaturalistisches Denkmodell öffnen.

In der Praxis passiert das aber nicht! Und dafĂŒr gibt es auch nachvollziehbare GrĂŒnde. In der Geschichte des Denkens und Forschens wurden zwei wichtige Beobachtungen gemacht, die unser heutiges Denken stark geprĂ€gt haben:

1.   Nichtnaturalistische Modelle erweisen sich als „Wissenschaftskiller“

Lange Zeit hatten die Menschen keine ErklĂ€rung dafĂŒr, warum es Lichtpunkte (Sterne) am Himmel gibt und warum der Himmel sich verdunkeln kann und es plötzlich blitzt und donnert. Deswegen haben sie sich auf ĂŒbernatĂŒrliche ErklĂ€rungen eingelassen. So wurde vermutet: Hinter den Sternen stecken Götter. Wenn es blitzt, dann sind es die Götter, die zornig sind und unter krachendem Getöse Blitze auf die Erde werfen. Solche ErklĂ€rungsmuster kann man in vielen alten Legenden und Mythen nachlesen.[2]

Das Problem an dieser Sichtweise ist: Es hĂ€lt uns von der wissenschaftlichen Suche nach natĂŒrlichen ErklĂ€rungen ab! Wer glaubt, dass in einem Gewitter Götter am Werk sind, der forscht nicht mehr nach einer natĂŒrlichen Ursache. Das ist ein wichtiger Grund, warum sich die Wissenschaft und der technische Fortschritt in pantheistischen Kulturen und Denkweisen oft schwertut. Deshalb sagen die meisten Naturwissenschaftler heute zu Recht: Wir dĂŒrfen auf keinen Fall vorschnell von PhĂ€nomenen, die wir nicht erklĂ€ren können, auf ĂŒbernatĂŒrliche Ursachen schließen! Das wĂŒrde die Wissenschaft blockieren. Es lohnt sich, hartnĂ€ckig nach natĂŒrlichen Ursachen zu suchen.

2.   Forschung auf Basis des „Ursache-Wirkungs-Prinzips“ hat gewaltige Erfolge erzielt!

Die Entscheidung, grundsĂ€tzlich immer eine natĂŒrliche Ursache zu vermuten, hat eine gewaltige Erfolgsgeschichte ausgelöst. Elektrisches Licht, Radio, viele DurchbrĂŒche in der Medizin: All das hat zu Recht riesigen Eindruck auf die Menschen gemacht. Jeder hat gemerkt: Dieses Prinzip bewĂ€hrt sich! Es lohnt sich, hinter den NaturphĂ€nomenen keine Geisterwelt zu vermuten, sondern von ganz rational erklĂ€rbaren Mechanismen auszugehen. Den Theologen Rudolf Bultmann hat das zu dem bekannten Ausspruch veranlasst: „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in KrankheitsfĂ€llen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben.“[3]

Die allgemeine Beobachtung war also: Die LĂŒcken schließen sich! Wir entdecken immer mehr natĂŒrliche ErklĂ€rungen fĂŒr die NaturphĂ€nomene. Deshalb brauchen wir immer weniger spekulieren, ob da vielleicht irgendein Gott am Werk ist. Diese Sachlage hat auch den Theologen Dietrich Bonhoeffer umgetrieben, als er schrieb: „Es ist mir wieder ganz deutlich geworden, dass man Gott nicht als LĂŒckenbĂŒĂŸer unserer unvollkommenen Erkenntnis figurieren lassen darf; wenn nĂ€mlich dann – was sachlich zwangslĂ€ufig ist – sich die Grenzen der Erkenntnis immer weiter herausschieben, wird mit ihnen auch Gott immer weiter weggeschoben und befindet sich demgemĂ€ĂŸ auf einem fortgesetzten RĂŒckzug.“[4]

Gott als LĂŒckenbĂŒĂŸer, dem mit fortschreitender wissenschaftlicher Erkenntnis immer mehr der Boden unter den FĂŒĂŸen weggezogen wird: Dieses Szenario wurde zu einem Schreckgespenst in der Theologie. Und deshalb hat man auch unter Theologen immer öfter gesagt: Das ist der falsche Weg. Man darf nicht aus ErklĂ€rungslĂŒcken auf Gott schließen! Der richtige Weg ist: Wenn es ErklĂ€rungslĂŒcken gibt, dann ist das kein Hinweis auf Gott, sondern nur darauf, dass wir noch nicht genĂŒgend geforscht haben.

ErklĂ€rungslĂŒcken sind demnach also kein Anlass, von der Naturwissenschaft in die Theologie ĂŒberzugehen, sondern sich wieder an die naturwissenschaftliche Arbeit zu machen, um noch grĂŒndlicher, noch intensiver zu forschen, bis eines Tages die natĂŒrliche ErklĂ€rung gefunden wird. Wenn nur genĂŒgend Zeit, genĂŒgend Ressourcen und genĂŒgend kluge Köpfe zur VerfĂŒgung stehen, dann werden die natĂŒrlichen ErklĂ€rungen irgendwann gefunden werden.

Die naturwissenschaftliche SelbstbeschrĂ€nkung auf natĂŒrliche Ursachen

Aus diesen GrĂŒnden hat sich die Naturwissenschaft fĂŒr eine SelbstbeschrĂ€nkung entschieden: Sie geht grundsĂ€tzlich davon aus, dass bei den beobachteten NaturphĂ€nomenen ausschließlich natĂŒrliche VorgĂ€nge ablaufen. Die Betrachtung der Welt ist somit kein Weg mehr, um in ihr in irgendeiner Weise Gott zu finden.

Daraus ergibt sich eine Situation, in der nur noch zwei der vier eingangs vorgestellten Denkmodelle als wissenschaftlich gelten dĂŒrfen: Der Naturalismus oder der schwache, methodische Naturalismus, der zwar damit rechnet, dass es einen Gott oder etwas Ähnliches gibt, der aber zugleich davon ausgeht, dass dieser Gott nicht direkt innerhalb von Raum und Zeit in das Weltgeschehen eingreift. Die supernaturalistischen Modelle sind somit in der wissenschaftlichen Welt heutzutage weitestgehend vom Tisch.

Wichtig ist aber zu verstehen: Die Durchsetzung des naturalistisch geprÀgten Wissenschaftsbegriffs resultiert nicht etwa daraus, dass der Supernaturalismus wissenschaftlich widerlegt wÀre. Die Vorherrschaft naturalistischer Denkmodelle resultiert vielmehr auf dem Eindruck, dass naturalistisch geprÀgte Forschung erfolgreich ist sowie auf dem Wunsch, den weiteren Fortschritt in den Wissenschaften und in der technischen Entwicklung auf keinen Fall behindern zu wollen. Die Frage ist allerdings:

Inwieweit treffen die Argumente gegen den Supernaturalismus zu?

Entscheidend wichtig zur Beantwortung dieser Frage ist eine notwendige Differenzierung: Unzweifelhaft richtig ist, dass sich pantheistische Vorstellungen tatsĂ€chlich als ein „Wissenschaftskiller“ erwiesen haben. Wer hinter heute beobachtbaren NaturphĂ€nomenen ĂŒbernatĂŒrliche KrĂ€fte vermutet, verliert tatsĂ€chlich den naturwissenschaftlichen Antrieb. Die oben genannten GrĂŒnde, die zur SelbstbeschrĂ€nkung auf naturalistische Sichtweisen gefĂŒhrt haben, greifen also tatsĂ€chlich, um pantheistische Vorstellungen und Denkmodelle zurĂŒckzuweisen.

Die Frage ist jedoch: Gelten diese Argumente auch fĂŒr den biblischen Supernaturalismus?

Ist der biblische Supernaturalismus tatsĂ€chlich ein „Wissenschaftskiller“?

Erinnern wir uns: Der biblische Supernaturalismus trennt strikt zwischen Schöpfer und Schöpfung. Wir können uns das besonders eindrĂŒcklich anhand der Betrachtung der Sterne verdeutlichen: Der biblische Schöpfungsbericht kennt – anders als alle anderen damaligen Schöpfungsmythen – keine Götter und keine ĂŒbernatĂŒrlichen KrĂ€fte hinter den Sternen. Er sagt vielmehr: Die Sterne sind ganz einfach „Lichter“, die den Menschen zur Orientierung dienen sollen![5]

Auch sonst wird die Natur in der Bibel gĂ€nzlich entgöttlicht. Folgerichtig ist das ganze Alte Testament voll von Anweisungen, auf keinen Fall die Schöpfung anzubeten, sondern Gott allein, von dem wir uns kein geschöpfliches Bild machen sollen.[6] Die BrĂŒder Hansjörg und Wolfgang Hemminger haben deshalb zu Recht notiert:

„Die Schöpfungsgeschichte bringt eine vollstĂ€ndige Entgöttlichung und Entzauberung der Welt, so vollstĂ€ndig, wie sie außerhalb des Judentums auch nicht annĂ€hernd erreicht wurde 
 Jeder Zeitgenosse, der an sein Horoskop glaubt, fĂ€llt in ein Denken zurĂŒck, das in 1. Mose 1 bereits ĂŒberwunden ist.“ [7]

Ein Blick in die Wissenschaftsgeschichte zeigt: Es war genau diese Sichtweise einer von Gott wohlgeordneten, aber von ihm gĂ€nzlich getrennten Schöpfung, die die Pioniere der Naturwissenschaft angetrieben haben. So lesen wir z. B. bei Isaac Newton: „Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plan eines allwissenden und allmĂ€chtigen Wesens zustande gekommen sein.“[8] Dieser Wissenschaftspionier war ein tief glĂ€ubiger Christ. Er hat sich gerade nicht gegen das Schöpfungsdenken gewandt, ganz im Gegenteil: Das Schöpfungsdenken war die Basis seiner Forschungsarbeit! Newton war nicht der einzige, der so dachte. Ähnliche Überlegungen lassen sich bei vielen bekannten Wissenschaftspionieren finden, wie z. B. bei Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler, Galileo Galilei oder Blaise Pascal. Ein Blick auf einen Zeitstrahl zeigt: Diese glĂ€ubigen Naturwissenschaftler haben die Erfolgsgeschichte der Wissenschaft gestartet, schon lange bevor das Denken der AufklĂ€rung aufkam.

Prof. Peter Gerdsen schreibt deshalb zu Recht: „Auch ist festzustellen, dass die Entwicklung der Naturwissenschaft die Dynamik und Schwungkraft, die sie auszeichnet, bereits erhielt, als die Philosophie der AufklĂ€rung von ihrem Höhepunkt in Form der Philosophie Kants noch weit entfernt war.“ [9] Das weit verbreitete Narrativ, dass die Erfolgswelle der Naturwissenschaft eine Frucht der AufklĂ€rung gewesen sei, stimmt also nicht. Das bestĂ€tigt auch der englische Literat C. S. Lewis, wenn er schreibt: Diese Leute wurden nicht Wissenschaftler, weil sie alles ÜbernatĂŒrliche ablehnten sondern „die Menschen wurden Wissenschaftler, weil sie Gesetze in der Natur erwarteten, und sie erwarteten Gesetze in der Natur, weil sie an einen Gesetzgeber glaubten.“[10] Und Carl Friedrich von WeizsĂ€cker ergĂ€nzt: Die moderne Wissenschaft ist „ein Geschenk, ich hĂ€tte auch sagen dĂŒrfen, ein Kind des Christentums.“ [11]

Ist der biblische Supernaturalismus also ein „Wissenschaftskiller“? Nein, keinesfalls! Tatsache ist viel mehr:

  • Dass wir die Natur wohlgeordnet und mathematisch fassbar vorfinden, ist in einem naturalistischen Denkmodell gar nicht zu erwarten und darĂŒber hinaus kaum erklĂ€rbar!
  • Der Glaube an einen Schöpfergott war in Wahrheit ein „WissenschaftsgebĂ€rer“, weil er die Wissenschaftspioniere erwarten ließ, dass in der Natur Regelhaftigkeit und Ordnung vorgefunden wird, die der Mensch ergrĂŒnden und erforschen kann!

Was wir in der Welt vorfinden, passt also viel besser zum biblischen Supernaturalismus als zu einem naturalistischen Weltbild. Der massive Erfolg der Naturwissenschaften lĂ€sst sich deshalb sehr gut auf die Denkgrundlagen des biblischen Supernaturalismus zurĂŒckfĂŒhren.

Ist Wissenschaft auf Basis des biblischen Supernaturalismus weniger erfolgreich?

Dabei mĂŒssen wir bedenken: Auch der biblische Supernaturalismus erwartet Erfolg bei Anwendung des Ursache-Wirkungsprinzips in der Erforschung der NaturvorgĂ€nge. Denn er trennt zwischen Schöpfer und Schöpfung. Bei der Untersuchung des Geschaffenen geht er davon aus, dass in aller Regel alles mit natĂŒrlichen und nicht mit ĂŒbernatĂŒrlichen Dingen vor sich geht.

Nur bei der Erforschung der Weltentstehung erwartet er etwas anderes. Hier erwartet er Anzeichen von absichtsvoller Planung und von Zielgerichtetheit statt absichts- und zielloser Ursache-Wirkungsketten als Ursache fĂŒr die Entstehung. Die zentrale Frage lautet deshalb: War denn die BeschrĂ€nkung auf absichtslose Ursache-Wirkungsketten bei der Erforschung der Weltentstehung tatsĂ€chlich erfolgreicher? Diese Fragestellung kann im Fachunterricht aus verschiedensten Blickwinkeln thematisiert werden. Entscheidend ist jedoch eine grundlegende Differenzierung:

Der grundlegende Unterschied zwischen der Erforschung des Geschaffenen und der Erforschung der Weltentstehung

Der grundsĂ€tzliche Unterschied zwischen der Erforschung des Geschaffenen und der Erforschung der Weltentstehung wird leider oft ĂŒbersehen. FĂŒr die Beurteilung der Fruchtbarkeit des Denkmodells des biblischen Supernaturalismus ist diese Unterscheidung jedoch grundlegend wichtig: Bei der Erforschung des Geschaffenen fragt die Wissenschaft nach dem „Wie“. Wie funktioniert es, was ich da sehe? Bei der Frage nach der Weltentstehung geht es aber um die Frage: Woher kommt es? Wie ist das entstanden?

Ein Beispiel: Der Translationsprozess der Zelle

Der grundlegende Unterschied zwischen der Frage nach dem „Wie“ und dem „Woher“ kann zum Beispiel sehr anschaulich anhand des Translationsprozesses in lebenden Zellen verdeutlicht werden. Bei der Erforschung dieses Prozesses hat die Naturwissenschaft in den letzten Jahrzehnten gewaltige Fortschritte bei der Frage nach dem „Wie“ erzielt. Translation bedeutet: Übersetzung! Im Translationsprozess wird die biologische Information, die auf der DNA gespeichert ist, in biologisches Material (genauer gesagt in ein „Protein“) â€žĂŒbersetzt“.

FĂŒr diesen Prozess wird zunĂ€chst von einem Abschnitt der DNA eine Kopie in Form einer RNA-Kette erzeugt. Auf der RNA ist also genau wie auf der DNA biologische Information codiert gespeichert. Aber wie kann diese biologische Information in ein Protein ĂŒbersetzt werden?

In den letzten Jahrzehnten wurde deutlich: Die Maschinerie, die diesen Translationsprozess leistet, ist atemberaubend komplex. Entdeckt wurde eine ausgeklĂŒgelt arbeitende molekulare Maschine, das sogenannte „Ribosom“. Dieses hat die FĂ€higkeit, die RNA-Kette zu binden und sie in Verbindung mit den sogenannten „Transport-RNA-MolekĂŒlen“ zu bringen. Diese können auf der einen Seite an die RNA-Kette andocken. Auf der anderen Seite tragen sie eine von 20 möglichen sogenannten „AminosĂ€uren“, und zwar immer genau die AminosĂ€ure, die durch den Code der RNA vorgegeben wird. Die AminosĂ€uren werden vom Ribosom zu einer wachsenden Kette zusammengefĂŒgt. Die Reihenfolge der AminosĂ€uren entscheidet wiederum darĂŒber, wie sich die Kette nach ihrer Bildung faltet und welche Funktion somit das entstehende Protein ĂŒbernehmen kann (ein Protein ist letztlich nichts anderes als eine gefaltete Kette aus AminosĂ€uren).

Dieser ausgetĂŒftelte Translationsmechanismus ist ein beeindruckendes Beispiel dafĂŒr, wie weit uns die Forschung nach dem „Wie“ gebracht hat. Aber wie hat sich die Situation entwickelt bei der Frage: Woher kommt dieser komplexe und ausgeklĂŒgelte Apparat? Wie ist das entstanden? Dazu stellen sich heute gewaltige Fragen:

  1. Wie entstanden die großen und sehr komplexen MakromolekĂŒle der Zelle (DNA, RNA, Proteine, Fette, Zucker)?
  2. Woher kommt die Information der DNA? Dazu muss man wissen: DNA ist ein InformationstrĂ€ger mit einem unregelmĂ€ĂŸigen, nach grammatischen Gesetzen angeordneten zielgerichtet funktionierenden Code! Nach allem, was wir heute wissen, kann ein derartiger Code nur von einem intelligenten Geist programmiert werden.
  3. Wie entstanden solche komplexen zellulÀren molekularen Maschinen?
  4. Das allergrĂ¶ĂŸte RĂ€tsel ist das Henne-Ei-Problem: Gab es zuerst die Information oder zuerst den Übersetzungsapparat? Das Problem ist: Das eine macht ohne das andere keinen Sinn. Man kann mit dem Übersetzungsapparat nichts anfangen, solange die Information nicht da ist. Und man kann mit der Information nichts anfangen, solange es den Übersetzungsapparat nicht gibt. Beides fĂŒr sich genommen ist komplex und kann nach allem, was wir wissen, nicht durch blinde und absichtslose Prozesse von selbst entstehen. Erst recht kann nicht beides parallel entstehen. Oder doch?

Bei dieser Frage wird hĂ€ufig auf das Miller/Urey-Experiment verwiesen, das im Jahr 1952 mit dem Nobelpreis belohnt wurde. Bis heute findet man dieses Experiment in vielen SchulbĂŒchern, wenn es um die Frage nach der Entstehung des Lebens geht. Die Anordnung in diesem Experiment soll eine AtmosphĂ€re simulieren, wie sie auf einer angenommenen Urerde einst existiert haben könnte. Man nahm an, dass es Orte mit heißen Quellen gab, wo Wasser verdampfte sowie Orte, an denen Gase wieder kondensieren und sich als FlĂŒssigkeit sammeln konnten. Zudem ging man vom Einwirken von Blitzen aus. 

In diesem Versuchsaufbau entstand mit der Zeit ein schwarzes, öliges Gemisch. Als Sensation wurde damals die Tatsache gehandelt, dass dieses Gemisch auch einige AminosĂ€uren enthielt, also die Grundsubstanzen von Proteinen. Die Schlussfolgerung war: Auf einer angenommenen Urerde könnten von selbst ohne Einwirkung von Ă€ußerer Intelligenz AminosĂ€uren entstanden sein. Das weckte die Hoffnung, dass dies nur ein erster Schritt sein wĂŒrde hin zur KlĂ€rung der Frage, wie Leben ohne ĂŒbernatĂŒrliche Einwirkungen von außen durch rein natĂŒrliche Mechanismen entstanden sein könnte.

Dazu muss man sich aber klar machen: Der Unterschied zwischen einer AminosĂ€ure und einer lebens- und fortpflanzungsfĂ€higen Zelle ist noch wesentlich grĂ¶ĂŸer als der Unterschied zwischen einem Backstein und dem Petersdom. Bis zur ErklĂ€rung der Entstehung des Lebens war also immer noch ein gigantischer Weg zurĂŒckzulegen. Die Frage ist: Wie ist es nach 1952 weiter gegangen?

Zu dieser Frage Ă€ußerte sich im Jahr 2019 Prof. James M. Tour, einer der weltweit fĂŒhrenden Forscher im Bereich der BiomolekĂŒlsynthese, wie folgt: „Was geschah in den zwei Dritteln eines Jahrhunderts seit Miller / Urey in anderen Wissenschaftsfeldern? Wir sind ins Weltall geflogen. Wir haben Satellitenkommunikation, Internet und Mikrochips. In den gleichen 66 Jahren sind wir immer noch genau da, wo Miller und Urey waren.“ [12]

Prof. Tour sagt also: Bei der Frage nach dem „Wie“ sind wir seit 1952 in vielen Feldern extrem weitergekommen! Aber bei der Frage nach dem „Woher“ des Lebens herrscht absoluter Stillstand. Bis heute haben wir noch nicht einmal verstanden, wie das Leben wirklich funktioniert, geschweige denn, dass wir in der Lage wĂ€ren, Leben in unseren Labors kĂŒnstlich nachzubauen. Im Gegenteil deuten alle Experimente darauf hin: Komplexe, biologisch wirksame MakromolekĂŒle und lange MolekĂŒlketten entstehen nicht von selbst. Viel eher zerfallen sie, als dass sie sich bilden. Und vollkommen unvorstellbar ist die selbstĂ€ndige Bildung von komplexen molekularen Maschinen, wie wir sie reihenweise in unseren Zellen beobachten und ohne die auch das einfachste denkbare Leben nicht möglich wĂ€re.

Das Feld der Lebensentstehung ist nicht der einzige Bereich mit diesem Trend. Überall in der Ursprungsforschung ist zu beobachten: Beim „Wie“ nimmt das Wissen, beim „Woher“ nehmen die Fragen zu:

Im Feld der Genetik hat der US-amerikanische Biochemiker Michael Behe 2019 ein Buch veröffentlicht[13], in dem er darlegt, wie rasant sich die Erkenntnisse in der Molekularbiologie gerade in den letzten beiden Jahrzehnten weiterentwickelt haben. Aber in Bezug auf die Frage nach der Evolution zeigt sich aus seiner Sicht immer klarer, dass die klassischen darwinschen Evolutionsmechanismen, also Mutation und Selektion, bei der Frage nach der Entstehung komplexer biologischer Systeme nicht weiterhelfen. Ja, mehr noch: Er zeigt, dass die darwinschen Mechanismen die Entstehung neuer biologischer Systeme sogar aktiv behindern! Mit anderen Worten: Wir erleben einen rasanten Fortschritt bei der EntschlĂŒsselung der biologischen Systeme. Aber wir erleben einen RĂŒckschritt bei der Frage, wie diese Systeme mit natĂŒrlichen Mechanismen entstehen konnten.

Das gleiche Bild scheint sich zunehmend in der PalĂ€ontologie herauszuschĂ€len. Seit langem steht das Problem im Raum, dass die im Rahmen einer Evolutionstheorie erwarteten Übergangsformen weitgehend fehlen. Die Hoffnung war, dass bei zukĂŒnftigen Fossilfunden die Übergangsformen noch gefunden werden. Die Frage ist: Hat sich diese Hoffnung bestĂ€tigt? Der PalĂ€ontologe Dr. GĂŒnter Bechly hat dazu jĂŒngst berichtet[14], dass wir inzwischen eine Situation haben, in der wir wissen können, dass der Fossilbericht ein gutes, aussagekrĂ€ftiges Bild der Vergangenheit liefert. Und wie sieht dieses Bild aus? Wir finden immer wieder explosionsartig eine FĂŒlle neuer biologischer BauplĂ€ne, die plötzlich auftauchen und dann ĂŒber lange Zeit vergleichsweise unverĂ€ndert bleiben. Aber wir finden keine belastbaren Hinweise auf eine schrittweise Höherentwicklung ĂŒber die Grenzen von Familien hinaus. Sein Fazit ist: Der Fossilbericht widerspricht fundamental den Erwartungen und Vorhersagen, die die naturalistische Evolutionstheorie aufgestellt hat.

Ganz Ă€hnlich sieht es auch im Feld der Mathematik, Chemie und Physik aus. Hierzu hat Dr. Markus Widenmayer zusammen mit Kollegen 2019 das Buch „Das geplante Universum“ veröffentlicht[15]. Darin wird aufgezeigt: Die mathematisch elegant beschreibbaren physikalischen und chemischen Eigenschaften des Universums sind exakt so eingestellt, dass Leben möglich ist. Wir können mit gutem Grund von einer Feinabstimmung des Universums sprechen. Und die große Frage ist: Woher kommt diese Feinabstimmung? Wer hat die Naturkonstanten so fein aufeinander abgestimmt? Die ErklĂ€rungsnot ist so groß, dass inzwischen mit fantastischen Annahmen operiert wird. Eine Idee ist zum Beispiel, dass es in Wahrheit nicht nur ein Universum gibt, sondern ein Multiversum, also unzĂ€hlige Universen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Ausgerechnet bei unserem Universum sei der extrem unwahrscheinliche Zufall eingetreten, dass alles haargenau so passt, dass Leben existieren kann. Aber selbst bei diesem fantastischen Modell ergeben sich grundsĂ€tzliche Fragen: Woher kĂ€me dieser Universumsgenerator, der permanent neue Universen produziert und dabei die Bedingungen stĂ€ndig variiert? Und man darf durchaus die Frage stellen: Sind solche fantastischen und nicht widerlegbaren GedankengebĂ€ude denn tatsĂ€chlich wissenschaftlicher als die schlichte Annahme eines Schöpfers?

Eines der grĂ¶ĂŸten RĂ€tsel ist und bleibt der menschliche Geist. Wie konnte unpersönliche, dumme, planlose Materie einen menschlichen Geist hervorbringen, der denkt, plant, fĂŒhlt, der seiner selbst bewusst ist und ĂŒber sich und ĂŒber Gott nachdenkt? Auch bei dieser grundlegenden Frage ist die Forschung nicht weitergekommen. Vor wenigen Jahren brachte der bekannte atheistische Philosoph Thomas Nagel das Buch „Geist und Kosmos“ heraus[16]. Darin macht er deutlich: Der Naturalismus ist unfĂ€hig, Bewusstsein, Vernunft und Wertvorstellungen auf physikalische oder chemische Prozesse zu reduzieren. Er geht deshalb davon aus, dass „die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist“ (so der Untertitel seines Buches).

Aus diesem kleinen Überblick ĂŒber die verschiedenen Forschungsfelder ergibt sich ein deutliches Gesamtbild:

Überall gibt es rasante Fortschritte bei der Frage „Wie funktioniert es?“. Aber bei der Frage „Woher kommt es?“ gibt es grundlegende, wachsende ungelöste Probleme im naturalistischen Modell:

  1. Wie kam es zur Feinabstimmung des Universums und seiner Elemente?
  2. Wie entstanden das Leben und die komplexen molekularen Maschinen?
  3. Woher kommt die auf der DNA gespeicherte Information?
  4. Wie entstand die Vielfalt der komplexen biologischen BauplÀne?
  5. Woher kommt der Geist und das Selbst-Bewusstsein?

Diese und noch mehr derartige Fragen zeigen: Es geht bei der Frage nach dem „Woher“ lĂ€ngst nicht mehr nur um „LĂŒcken“, die noch offen sind. Nein, es geht um die grundlegenden Fragen zur Entstehung der heutigen RealitĂ€t, und zwar in allen Bereichen. Der rasante Erkenntnisgewinn hat keine natĂŒrlichen Entstehungsmechanismen zutage gefördert, sondern im Gegenteil immer mehr Hinweise auf absichtsvolles Design, dessen Entstehung nicht natĂŒrlich erklĂ€rbar ist.

Was sagt dieser Trend aus ĂŒber die vier weltanschaulichen Grundannahmen?

Im starken sowie im schwachen Naturalismus wird erwartet, dass immer mehr natĂŒrliche ErklĂ€rungen gefunden werden – sowohl bei der Frage nach dem „Wie“ als auch bei der Frage nach dem „Woher“. Denn auch der schwache Naturalismus rĂ€umt vielleicht die Option eines ĂŒbernatĂŒrlichen Anfangs ein (z.B. vor dem Urknall), der aber definitiv lange vor der Entstehung des Lebens auf der Erde anzusetzen ist. Aber nach diesem Anfang rechnet er nicht mehr mit ĂŒbernatĂŒrlichen Eingriffen von außen.

Im Pantheismus wird erwartet, dass die natĂŒrlichen ErklĂ€rungen weder beim „Wie“ noch bei der Frage nach dem „Woher“ auf dem Vormarsch sind, weil ja ĂŒberall mit göttlichen KrĂ€ften gerechnet wird, die die Reproduzierbarkeit durcheinanderbringen.

Aber beim biblischen Supernaturalismus wird genau das erwartet, was wir heute immer deutlicher vorfinden: Bei der Erforschung des Geschaffenen tauchen immer mehr natĂŒrliche ErklĂ€rungen auf. Das wird im biblischen Supernaturalismus erwartet, weil es sich um Geschaffenes handelt, das nach natĂŒrlichen Gesetzen funktioniert. Aber bei der Frage nach dem „Woher“ wird in diesem Denkmodell nicht die Entdeckung von immer mehr natĂŒrlichen Entstehungsmechanismen erwartet, sondern eine Zunahme von Hinweisen auf einen Designer. Denn gemĂ€ĂŸ der Aussage der Bibel ist die Welt das Produkt eines weisen, intelligenten Designers, eines Schöpfers.[17] Genau das zeigen auch die wissenschaftlichen Trends:

Wer von den vorgefundenen Fakten auf einen Schöpfer schließt, tut das also nicht aufgrund von Dingen, die wir nicht wissen (also auf der Basis von LĂŒcken), sondern aufgrund von Dingen, die wir wissen: Zielorientiert angeordnete und zu komplexen Systemen absichtsvoll zusammengefĂŒgte Teile sowie verschlĂŒsselte codierte Informationen sind immer ein Resultat der TĂ€tigkeit eines absichtsvoll handelnden Geistes. Das wissen wir nicht nur intuitiv aus unserem Alltag, das bestĂ€tigt sich auch stĂ€ndig empirisch in der wissenschaftlichen Forschung und wird zudem durch den zweiten thermodynamischen Hauptsatz gestĂŒtzt.[18]

Noch nie wussten wir so viel ĂŒber die unglaubliche KomplexitĂ€t und Feinabstimmung der Natur wie heute. Es wirkt deshalb inzwischen wie ein eigenartiges Paradoxon, dass wir trotz dieses Wissenszuwachses heute annehmen, dass eine Gießkanne grundsĂ€tzlich das Werk von Designern und Ingenieuren ist, ein Schmetterling aber das Ergebnis von plan- und ziellosen Ursache-Wirkungsketten.

Vor dem Hintergrund der heutigen naturwissenschaftlichen Entwicklungen mĂŒssten wir eigentlich mehr denn je konstatieren, dass Paulus absolut recht hatte mit seiner Aussage: „Seit Erschaffung der Welt haben die Menschen die Erde und den Himmel und alles gesehen, was Gott erschaffen hat, und können daran ihn, den unsichtbaren Gott, in seiner ewigen Macht und seinem göttlichen Wesen klar erkennen.“ (Römer 1,20a). Daher dĂŒrfen sich auch moderne, aufgeklĂ€rte Menschen selbstbewusst zum biblischen Supernaturalismus bekennen, denn dieser ist weder wissenschafts- noch technikfeindlich, sondern er wird im Gegenteil von aktuellen naturwissenschaftlichen Trends klar gestĂŒtzt.

Der biblische Supernaturalismus: Nach wie vor „verboten“ in der akademischen Welt

Trotz dieser Situation ist es bis heute so, dass der biblische Supernaturalismus bleibt in weiten Teilen der akademischen Welt „verboten“, weil er dem vorherrschenden rationalistisch geprĂ€gten Wissenschaftsbegriff widerspricht. Praktisch erleben musste das zum Beispiel der bereits erwĂ€hnte PalĂ€ontologe Dr. GĂŒnter Bechly. Bechly war noch bis vor wenigen Jahren beim Naturkundemuseum in Stuttgart beschĂ€ftigt. Im Jahr 2009 war er Kurator der weltweit beachteten Evolutionsausstellung in Stuttgart anlĂ€sslich des 150. „Geburtstags“ von Darwins Buch „Über den Ursprung der Arten“. Er war damals noch Atheist und nahm sich vor, den Glauben an die Entstehung der Natur durch einen intelligenten Designer in der Ausstellung möglichst lĂ€cherlich zu machen. Er bestellte deshalb einige BĂŒcher, die die These eines intelligenten Designers vertreten, und legte sie auf die eine Seite einer Waage. Auf die andere Seite der Waage legte er Darwins Buch „Über den Ursprung der Arten“. NatĂŒrlich neigte sich in seiner Installation die Waage auf der Seite von Darwins Buch. Damit wollte Bechly zeigen: Alle diese BĂŒcher ĂŒber den intelligenten Designer sind Leichtgewichte. Als belastbares Schwergewicht hat sich allein Darwins Buch erwiesen, das uns bis heute den richtigen Weg weist.

Aber Bechly machte einen „Fehler“: Er nahm die BĂŒcher ĂŒber das intelligente Design in die Hand und begann, darin zu lesen. Die Inhalte ĂŒberraschten ihn völlig. Denn er fand darin nicht den erwarteten religiös-funda­menta­listischen „DĂŒnnpfiff“, sondern vielmehr starke Argumente, auf die er keine Antwort wusste und auf die er auch von Kollegen keine Antwort bekam. Aber Bechly blieb hartnĂ€ckig. Er begann, seine Fragen auf einer eigenen Homepage zu veröffentlichen. Das blieb nicht ohne Konsequenzen. Man strich ihm zuerst die Forschungsmittel. Schließlich hat sich das Museum von ihm getrennt.[19] Es ist also bis heute so: In Bezug auf den Supernaturalismus gibt es ein Denkverbot in unserer akademischen wissenschaftlichen Welt. Wer dieses Denkverbot ĂŒbertritt, wird nicht selten ausgeschlossen. Entsprechend Ă€ußert auch z. B. der Theologe Patrick Becker[20]: „Weil das duale Denken[21] inzwischen nicht mehr viele Freundinnen und Freunde findet, darum hat auch diese Intelligent-Design-Richtung zumindest in Europa eher einen Außenseitercharakter.“ Drastischer noch formuliert der Theologe Prof. Siegfried Zimmer: „Man kann intelligent-design-mĂ€ĂŸig Gottes Schaffen nicht analysieren. 
 Aus der Analyse der Welt kann man erkennen: Das hat ein Schöpfer gemacht. 
 So einfach ist es nicht. 
 Die lieben Christlein legen es sich so hĂŒbsch naiv zurecht.“ [22]

Wer also aus der KomplexitĂ€t der Welt auf einen intelligenten Designer schließt, muss sich hier als „naives Christlein“ bezeichnen lassen. Diese Grundskepsis und sogar Verachtung gegenĂŒber der Annahme einer ĂŒbernatĂŒrlich wirkenden Kraft innerhalb von Raum und Zeit gilt erstaunlicherweise sogar in der Theologie. So schreibt Prof. Tapio Puolimatka: „Wenn Theologen zum Ausgangspunkt ihrer Forschung nehmen wĂŒrden, dass Gott gesprochen habe und dass man Gottes Sprechen erkennen und verstehen könne, dann wĂŒrden sie in einen Konflikt mit der breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit geraten.“ [23]

Naturalismus und biblischer Supernaturalismus: Gemeinsamkeiten und ein wichtiger Unterschied

Ein Vergleich zwischen dem Naturalismus und dem biblischen Supernaturalismus zeigt somit wichtige Übereinstimmungen: Beide Denkmodelle gehen davon aus, dass NaturphĂ€nomene in aller Regel eine natĂŒrliche Ursache haben. Deshalb sind fĂŒr beide Denkmodelle die Instrumente der Beobachtung und der experimentellen Wiederholbarkeit sinnvolle wissenschaftliche Methoden zur Erforschung der Welt. Das heißt auch: Bei der Frage nach dem „Wie“ betreiben bibelglĂ€ubige Christen und Naturalisten die gleiche Art von erfolgreicher Wissenschaft.

Worin sich diese Denkmodelle aber nicht einig sind, ist die Frage: Können göttliche Eingriffe in Raum und Zeit möglicherweise die beste ErklĂ€rung bei Fragen nach dem „Woher“ sein? Und sind punktuelle, singulĂ€re göttliche Eingriffe ins Weltgeschehen denkbar, z. B. bei der Auferstehung Jesu, bei biblischer Prophetie oder bei sonstigen Wundern?

Die Frage, welches Denkmodell der Wahrheit entspricht, kann die Wissenschaft nicht abschließend beantworten. Hier muss es deshalb Denkfreiheit geben fĂŒr konkurrierende Modelle. Hier braucht es offenen Wettbewerb und respektvollen Dialog. In diesem Wettbewerb brauchen sich Christen, die der Bibel vertrauen, in keiner Weise zu schĂ€men. Denn die biblischen Grundannahmen sowie das biblische Welt- und Menschenbild haben sich nach allem, was wir heute wissen, in beeindruckender Weise bestĂ€tigt.

Warum dieses Thema so wichtig ist: Die Wahrheit wird euch frei machen

Auf einem zentralen GebĂ€ude der UniversitĂ€t Freiburg haben die Erbauer auf der Fassade einen Bibelvers eingeprĂ€gt, der eine Aussage Jesu wiedergibt: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“

Diese Inschrift zeigt drei Dinge:

  1. Die Suche nach der Wahrheit war schon immer ein Antrieb der Wissenschaft. Heute gibt es aber die Gefahr, das Konzept der Wahrheit zu verlieren. In der Postmoderne wurde vielfach ein alternatives Denkmodell kultiviert: Es gĂ€be ĂŒberhaupt keine objektive Wahrheit sondern nur subjektive Wahrheiten. Das Problem daran ist: Wenn die Wahrheit stirbt, stirbt auch die Wissenschaft.
  2. Ganz offensichtlich haben die damaligen Leiter der UniversitĂ€t noch gewusst: Die Wissenschaft kann zwar die Schöpfung erforschen. Sie kann die Gedanken Gottes in der Schöpfung nach-denken. Aber fĂŒr die letzten Fragen sind wir Menschen auf andere Wahrheitsquellen angewiesen. Auf die letzten Fragen finden wir nur Antworten, wenn dieser Jesus, der gesagt hat „Ich bin die Wahrheit“, sie uns offenbart.
  3. Die damaligen Leiter haben offenbar geahnt, dass es Konsequenzen hat, wenn Gesellschaften wahren oder falschen DenkansĂ€tzen folgen. Die Entscheidung fĂŒr die richtigen Denkvoraussetzungen ist nicht eine Frage des Geschmacks sondern von Freiheit oder Knechtschaft.

Die Auseinandersetzung um die außerwissenschaftlichen Vorannahmen ist deshalb viel mehr als Denkakrobatik. In dieser Auseinandersetzung geht es um ungeheuer viel. Es ist deshalb von grĂ¶ĂŸter Bedeutung, dass Christen verstehen, dass es in jeder Hinsicht vernĂŒnftig und gut begrĂŒndet ist, der Bibel zu vertrauen, dass sie uns eine solide Grundlage gibt fĂŒr unser Denken, fĂŒr unser Forschen, fĂŒr unsere Ethik und fĂŒr unser gesellschaftliches Zusammenleben. Es lohnt sich, dafĂŒr gemeinsam offen einzustehen.

Quelle: Dr. Markus Till, Aufatmen in Gottes Gegenwart (http://blog.aigg.de)

[1] Der Supernaturalismus wird oft auch als „Supranaturalismus“ bezeichnet.

[2] Zusammengefasst in Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Astralgottheit und  https://de.wikipedia.org/wiki/Donner#Mythologie

[3] Rudolf Bultmann: Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen VerkĂŒndigung, in: Hans W. Bartsch (Hg.): Kerygma und Mythos, Bd. 1 (Theologische Forschung, Bd. 1), Hamburg 41960, S. 15–48, hier: S. 18.

[4] Brief vom 29. Mai 1944, Widerstand und Ergebung: Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, zit. n.

Berta Moritz: Schöpfung und Evolution, reloaded, 3.3.2016, http://www.kath.net/news/54251

[5] 1. Mose 1,14: „Und Gott sprach: Am Himmel sollen Lichter entstehen, um den Tag von der Nacht zu unterscheiden.“

[6] Z. B. 2. Mose 20,4: „Du sollst dir kein Götterbild machen.“

[7] Hans-Jörg und Wolfgang Hemminger: Jenseits der Weltbilder. Naturwissenschaft, Evolution, Schöpfung. Quell-Verlag Stuttgart 1991, S. 145f.

[8] Ernst Frankenberger: Gottbekenntnisse großer Naturforscher, Johannes-Verlag Einsiedeln 1994; S. 8

[9] Peter Gerdsen: Das Christentum in seiner Bedeutung fĂŒr die moderne Wissenschaft, Professorenforum-Journal 2004, Vol. 5, No. 3, S. 46

[10] Clive S. Lewis, C.S. (1960) Miracles. Collins, Fontana; zitiert von Uwe Zerbst: Die Bibel vor der Wahrheitsfrage, online unter www.academia.edu/31864040/Die_Bibel_vor_der_Wahrheitsfrage, S. 142

[11] Carl F.v. WeizsÀcker: Die Tragweite der Wissenschaft, Band. I: Schöpfung und Weltentstehung.

Die Geschichte zweier Begriffe, 4. Aufl., Hirtzel-Verlag Stuttgart 1973, S. 179-180

[12] James M. Tour: The Origin of Life Has Not Been Explained, online unter www.youtube.com/watch?v=r4sP1E1Jd_Y&t=683s, ab 10:50

[13] Michael J. Behe: Darwin Devolves, HarperOne New York, 2019

[14] GĂŒnter Bechly: Wissenschaft ohne Scheuklappen – EinwĂ€nde gegen Darwins Evolutionstheorie, Vortrag vom 7.5.2018 beim Evangelischen Arbeitskreis der CDU Stuttgart, online unter https://www.youtube.com/playlist?list=PLwBfDPNE4CobU4KVWs2hPdFtHYIIhBUg9

[15] Markus Widenmayer (Hrsg.): Das geplante Universum, SCM HĂ€nssler Holzgerlingen 2019

[16] Thomas Nagel: Geist und Kosmos: Warum die materialistische neodarwinistische Konzeption der Natur so gut wie sicher falsch ist, Suhrkamp Berlin 2016

[17] „Am Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.“ (1. Mose 1,1)

[18] Der zweite thermodynamische Hauptsatz besagt unter anderem, dass in einem geschlossenen System die Entropie (die man umgangssprachlich als ein Maß der Unordnung beschreiben kann) nicht abnimmt, sondern in der Regel zunimmt.

[19] Das berichtet GĂŒnter Bechly im Video „Zweifel an Darwin“, online unter https://www.youtube.com/watch?v=LWVIzw0mTOw&t=5s

[20] Patrick Becker: Wo bleibt der Sinn? Zu den Einseitigkeiten naturwissenschaftlicher Weltdeutung, Vortrag vom 20.5.2018 in Weimar, online in der Worthaus-Mediathek unter: https://worthaus.org/worthausmedien/wo-bleibt-der-sinn-zu-den-einseitigkeiten-naturwissenschaftlicher-weltdeutung-8-3-1/

[21] „Dual“ im Sinne einer Wechselwirkung zwischen dem NatĂŒrlichen und dem ÜbernatĂŒrlichen

[22] Siegfried Zimmer: Die erste SchöpfungserzĂ€hlung (1. Mose 1,1-2,4a) – Teil 2, Vortrag vom 21.5.2018 in Weimar, online in der Worthaus-Mediathek unter: https://worthaus.org/worthausmedien/die-erste-schoepfungserzaehlung-1-mose-11-24a-teil-2-8-4-2/

[23] Tapio Puolimatka: Glaube, Wissenschaft und die Bibel, Ruhland Verlag Bad Soden 2018, S. 28

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 6. MĂ€rz 2020 um 13:30 und abgelegt unter Allgemein.