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Das Wort vom Kreuz

Dienstag 14. September 2010 von Prädikant Wolfgang Wilke


Prädikant Wolfgang Wilke

Prädikant Wolfgang Wilke
Predigt: Das Wort vom Kreuz (1.Kor. 1,18-25)

‚ÄěDas Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen, uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.‚Äú

Diese klaren Worte schreibt der Apostel Paulus an die von ihm ge¬≠gr√ľndete Gemeinde in Korinth. Er stellt dort eine gef√§hrliche Ver√§nderung in der Verk√ľndigung der biblischen Botschaft fest. Zu¬≠nehmend werden dort die Verk√ľndiger der Botschaft vom Kreuz Christi gering geachtet. Stattdessen beginnt man sich dem Einflu√ü von M√§nnern zu √∂ffnen, die ihre pers√∂nliche Weisheit anstelle der Kreuzesbotschaft bringen.

Eine √§hnliche Situation haben wir in unserer evangelischen Kirche in Deutschland. Seit Jahren dringt ¬†liberales theologisches Gedanken¬≠gut in die evangelischen Gemeinden ein und sorgt dort f√ľr erhebliche Verunsicherung.

In den letzten Jahren können wir feststellen, daß das Kreuz Christi, das Gott als Rettungs- und Siegeszeichen in dieser Welt aufgerichtet hat, Vielen ein Dorn im Auge ist und deshalb in zunehmendem Maße und auf unterschiedliche Weise angegriffen und geleugnet wird.

Es begann mit Klagen gegen Kreuze in Schulräumen und öffentli­chen Amtszimmern. Die gefährlichste Attacke kommt jetzt aber aus­gerechnet aus den Reihen der Theologen.

Da h√∂rt man in Rundfunk-Andachten und Publikationen √Ąu√üerungen wie:

‚ÄěGott braucht kein S√ľhnopfer‚Ķ‚Äú[1], ‚ÄěEin Gott, der Menschenopfer m√∂chte, ist grausam. Mein Gott ist so nicht.‚Äú

Oder: ‚ÄěDer Tod Jesu war eigentlich sinnlos aber die ersten Christen versuchten mit Bildern und Formeln diesem Tod dann doch einen Sinn zu geben‚Ķ So deutete man den Tod Jesu als eine Art Opfe¬≠rung.‚Äú[2] Oder: ‚ÄěIch glaube an die Vergebung der S√ľnden, aber ich glaube nicht, da√ü Jesus f√ľr unsere S√ľnden gestorben ist.‚Äú

Ein Dozent am Theolog. Seminar der Goethe-Universität in Frankfurt äußerte vor Studenten: “Kein Pfarrer, der Theologie studiert hat, kann an so einer ‚archaischen Opfervorstellung’ festhalten.“

Es ist wirklich erschreckend, da√ü immer mehr protestantische Theo¬≠logen den S√ľhnetod Jesu ablehnen und behaupten, das sei nicht nur unverst√§ndlich, sondern widerspr√§che zudem der zentralen Bot¬≠schaft von der unbedingten Liebe Gottes.‚Äú[3]¬†¬†

Selbst die oberste Kirchenleitung, z.B. der Pr√§ses der Evang. Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, oder der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber sprechen sich offiziell gegen den S√ľhnetod Jesu aus. Das sei mit der Liebe Gottes nicht vereinbar.

Solche Aussagen basieren m. E. auf einem unbiblischen Gottesbild und auf falschen Vorstellungen davon, was die Bibel S√ľnde nennt und was Liebe.

Dabei berichtet die Bibel von der ersten bis zur letzten Seite von der absoluten, nicht zu √ľberbietenden Liebe Gottes zu Seinen Menschen und von Seinem Plan, sie zu retten, koste es, was es wolle.

Das fing schon bei der Sch√∂pfung an. Wie wunderbar hat Gott den Planeten Erde als Wohnort f√ľr die Menschen ausgestattet. Dann hat ER ihn in den Garten Eden gesetzt und ihm die Verwaltung √ľber die Erde √ľbertragen. Volle Freiheit und Entfaltungsm√∂glichkeit hat Gott dem Menschen gegeben. Die einzige Einschr√§nkung:

‚ÄěVon allen B√§umen im Garten darfst du essen, nur nicht von dem Baum, der dich Gut und B√∂se erkennen l√§sst. Sobald du davon i√üt, musst du sterben.‚Äú[4]

Das war also die Grenze, die der Mensch nicht √ľberschreiten durfte und woran sich sein Gehorsam, Gott seinem Sch√∂pfer gegen√ľber, erweisen sollte.

‚ÄěDu wirst des Todes sterben‚Äú ist nicht die Androhung einer von Gott willk√ľrlich festgesetzten Strafe, sondern es ist die warnende Ank√ľn¬≠digung der unausbleiblichen Folge der S√ľnde,[5] denn, so schreibt Paulus: ‚Äú‚Ķder Tod ist der S√ľnde Sold.‚Äú[6]¬†

Was dann kam, wissen wir alle. Das erste Menschenpaar wurde von der Schlange zum Ungehorsam Gott gegen√ľber verf√ľhrt und a√ü von der verbotenen Frucht.¬† Das war eine Rebellion, ein teuflisch gemei¬≠ner Aufruhr gegen die Person des lebendigen und heiligen Gottes, der sie so wunderbar geschaffen und mit allem so liebevoll ausgestattet und versorgt und ihnen eine so gro√üe Freiheit gew√§hrt hatte.

In diesem Augenblick der Auflehnung ereignete sich die größte Katastrophe der Weltgeschichte. Sie riß den Menschen und die ge­samte Schöpfung in einen Strudel von Tod und Verderben. Das Vertrauensverhältnis zu Gott war zerstört, da der Mensch einer anderen Autorität, der Schlange, und dem dahinter sich verbergen­den Widersachers, dem Teufel, mehr vertraute als Gott. Dadurch hatte ein Herrschaftswechsel stattgefunden und die ganze Schöpfung kam in die Gewalt und unter die Herrschaft des Teufels. 

Gleichzeitig ver√§nderte diese S√ľnde das Herz und das Wesen des Menschen unumkehrbar und auch f√ľr alle nachfolgenden Generatio¬≠nen so grundlegend, da√ü Gott nur wenig sp√§ter zu dem Urteil kommt:

‚ÄěDas Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist b√∂se von Jugend an.‚Äú[7]

Doch bereits hier, noch vor der Vertreibung aus dem Paradies, und aus der N√§he und der sichtbaren Gemeinschaft mit Gott, zeigt sich die unendliche Liebe Gottes zu Seinen Menschen. In noch verh√ľllter Form k√ľndigt Gott ihnen einen Retter an, der sie aus der Verskla¬≠vung und Todverfallenheit erl√∂sen wird.

Zu der Schlange sagte ER: ‚ÄěIch will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Verse stechen.‚Äú[8]¬†

Doch, wie soll eine Rettung der Menschen aus der Macht der S√ľnde und der Versklavung unter die Macht des Teufels geschehen? Auf der einen Seite steht das unwiderrufliche Todesurteil Gottes √ľber die Menschen und auf der anderen Seite die unbedingte Liebe Gottes zu Seinen Menschen, die ER nicht dem ewigen Tod, d.h. der ewigen Gottesferne, preisgeben will.

Als L√∂sung sieht der Rettungsplan Gottes ein stellvertretendes S√ľh¬≠neopfer vor. Im Laufe der Heilsgeschichte offenbart Gott Seinen Plan St√ľck f√ľr St√ľck und macht die Menschen langsam damit vertraut. ER macht unmissverst√§ndlich klar, da√ü es ohne Blutvergie√üen keine Vergebung der S√ľnde geben kann. Gott sagt: ‚Äě…im Blut ist das Leben, und ich habe angeordnet, da√ü es auf dem Altar dargebracht wird, um euch von eurer Schuld zu befreien. Weil im Blut das Leben ist, darum werdet ihr durch das Blut mit mir vers√∂hnt.‚Äú[9] Und im Hebr√§erbrief lesen wir: ‚ÄúOhne Blutvergie√üen geschieht keine Verge¬≠bung.‚Äú[10] D.h. S√ľnde hat unausweichlich den Tod zur Folge[11]. Zur Vers√∂hnung ist also das Opfer eines anderen Lebens erforderlich, das durfte damals z.B. ein fehlerloses Tier sein. Das war ein gn√§di¬≠ger Aufschub der Urteilsvollstreckung an dem S√ľnder. Das reichte im Alten Bund aber nur f√ľr eine irdisch-zeitliche Bedeckung der Schuld, so da√ü einer sein B√ľrgerrecht in der irdischen Gemeinde Gottes behielt und weiterleben durfte. Um die in die Ewigkeit rei¬≠chenden Folgen der S√ľnde, den ewigen Tod, aufzuheben, reichte das (Tier-) Opfer aber nicht aus.

Das zentrale Heilsereignis im AT ist der Auszug der Kinder Israels aus √Ągypten und damit verbunden die Einsetzung des Passahmahles. In der Nacht vor dem Auszug sollten die Israeliten das Passah-Lamm schlachten und dessen Blut an die T√ľrpfosten ihrer H√§user streichen. Gott k√ľndigte an, da√ü ER einen Todesengel aussenden werde, um alle Erstgeburt in √Ągypten zu t√∂ten und ER versprach, an allen H√§usern gn√§dig verschonend vorbeizugehen, an denen ER das Blut des Passahlammes erblicken w√ľrde. So geschah es. Und in dieser Nacht rettete Gott die Erstgeburt der Kinder Israels vom Tod und f√ľhrte Sein Volk aus der √§gyptischen Sklaverei in die Freiheit.

Seither wissen die Israeliten um die befreiende und lebensrettende Bedeutung des Passahlammes.

Dieses Ereignis und der nachfolgende Opferritus im  AT waren aber alles nur die deutlichen Hinweise (Vorschattungen) auf das noch kommende, echte Passahlamm, Jesus Christus, den Sohn Gottes.

Als dann die Zeit erf√ľllt war, sandte Gott in Seiner gro√üen Liebe Seinen Sohn in die Welt, um die Menschen aus ihrer Todverfallen¬≠heit zu retten.

Aber, wie sollte das geschehen? Auf der einen Seite stehen Gottes Gerechtigkeit und sein ewig g√ľltiges Wort, da√ü S√ľnde nur durch den Tod des S√ľnders ges√ľhnt werden kann. Auf der anderen Seite stehen Gottes unabdingbare Liebe und Erbarmen zu den Menschen, die ER nicht dem Gericht zum ewigen Tod, der ewigen Gottesferne, preisgeben will.

L√§√üt Gott Gerechtigkeit walten, dann mu√ü ER die Menschen auf ewig versto√üen. L√§√üt ER Liebe und Barmherzigkeit wallten, dann wird ER sich selbst untreu, bricht Sein Wort mit der verh√§ngten Todesstrafe f√ľr S√ľnder und verletzt dadurch Seine absolute Gerech¬≠tigkeit und Heiligkeit.¬†

Gott w√§hlt den Weg des stellvertretenden S√ľhneopfers, wodurch sowohl Seiner Gerechtigkeit als auch Seiner Liebe und Barmherzig¬≠keit Gen√ľge getan wird. Das Problem ist nur, wo ist solch ein Stell¬≠vertreter zu finden, der f√ľr die S√ľnden der Menschen eintreten k√∂nnte? Tiere kommen nicht in Frage, f√ľr die S√ľnde der Menschen kann nur ein Mensch stellvertretend sterben. Aber Paulus schreibt klipp und klar, da√ü kein einziger Mensch auf dieser Erde ohne S√ľnde ist, so da√ü jeder nur f√ľr seine eigene S√ľnde sterben kann (und mu√ü). Eine ausweglose Situation also!

Hier findet die Liebe Gottes einen Weg, der all unser menschliches Denken √ľbersteigt. In Jesus Christus erniedrigt sich der lebendige Gott selbst und wird Mensch. Da ER ohne jede eigene S√ľnde ist, √ľbernimmt ER, der Sch√∂pfer des Himmels und der Erde, selbst die S√ľndenlast der gesamten Menschheit von Adam bis zum Ende und stirbt am Kreuz von Golgatha, an unserer Stelle, unseren Tod als Folge unserer S√ľnde.

Es gibt nur eine Stelle, an der wir Gott so tief in Sein Herz schauen k√∂nnen: am Kreuz von Golgatha. Hier zeigt ER uns s√ľndigen Men¬≠schen, Seine ganze Liebe. Es ist eine Liebe, die nicht alles ver¬≠harmlost und in billiger Gnade alles vergibt. Nein, es ist die unbe¬≠greifliche Liebe, die sich als S√ľhne f√ľr S√ľnder in Jesus Christus selbst opfert, damit alle, die an IHN glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.‚Äú[12]

So wird auch die Aussage Jesu verst√§ndlich: ‚ÄěIch bin der (einzige) Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich.‚Äú[13]

Nur Jesus ganz alleine kann uns retten! Denn ER hat Sein eigenes s√ľndloses Leben f√ľr uns geopfert. Durch Seinen stellvertretenden S√ľhnetod am Kreuz von Golgatha hat ER

  • S√ľnde, Tod und Teufel besiegt,
  • uns aus der Herrschaft und Sklaverei der Finsternis befreit
  • uns den Weg ins Vaterhaus ge√∂ffnet und
  • uns ewiges Leben in Seiner Gemeinschaft verhei√üen.

Kann es ein gr√∂√üeres Geschenk geben? Dieses Rettungsangebot in Jesus Christus gilt f√ľr jeden von uns, wenn wir das wollen und uns vor IHM beugen, IHM unsere Schuld bekennen und Seinen stellvertretenden S√ľhnetod f√ľr uns ganz pers√∂nlich in Anspruch nehmen.

In dem Augenblick, in dem wir das tun, sind wir frei von aller S√ľnde, frei vom Gericht Gottes, werden durch Gottes Geist neu geboren und zu Gottes Kindern.¬†¬†

Auf eine solche abgrundtiefe Liebe kann man doch nur mit großer Dankbarkeit und Gegenliebe antworten.

Ich habe das selbst so erlebt. Als ich 14 Jahre alt war, hat Jesus mich durch Seine gro√üe Liebe tief ins Herz getroffen. Da√ü ER auch f√ľr mich dort am Kreuz von Golgatha hing, die absolute Gottesferne erleben mu√üte und den bitteren Tod an meiner Stelle auf sich nahm, das hat mich v√∂llig √ľberwunden. Diesem HERRN, der mir solche Liebe erweist, wollte ich geh√∂ren und will es voller Dankbarkeit f√ľr alle Zeiten.

Ich kann gar nicht verstehen, wie Menschen die Liebe Gottes zu¬≠r√ľckweisen und an dem S√ľhnetod Jesu Ansto√ü nehmen k√∂nnen! Liegt es an einem falschen Gottesbild, an der Verharmlosung der S√ľnde oder an einer falschen Vorstellung von Liebe? Oder liegt es daran, da√ü das Wort vom Kreuz aufdeckt, wie rettungslos verloren die Menschen ohne Jesus vor Gott sind, ja da√ü es ihn zum verlore¬≠nen S√ľnder macht, der errettet werden mu√ü? Das Kreuz von Golgatha entlarvt ja alle menschlichen Selbsterl√∂sungsversuche als Holzwege. Es macht in ungeschminkter N√ľchternheit klar, da√ü ein Leben an Jesus vorbei, menschlich gesehen, zwar durchaus erfolg¬≠reich sein kann, am Anspruch Gottes gemessen, aber scheitern mu√ü.

Doch leider sind die Menschen oft zu stolz, sich einzugestehen, daß sie so schlecht und verdorben sind, daß ein solches grausames Blutopfer unbedingt notwendig ist.

Aber das ist genau die Stelle, die sowohl damals wie heute f√ľr viele zum √Ąrgernis, ja zum Skandal wird, wie Paulus schreibt. Die Juden damals hatten sich in ihrer Theologie eingerichtet und hatten genaue Vorstellungen davon, wie Gott die Menschen retten und wie der wahre Messias aussehen sollte. F√ľr sie war es eine unvorstellbare Gottesl√§sterung, da√ü ausgerechnet dieser Jesus, der am Kreuz von Golgatha wie ein Verbrecher hingerichtet wurde, der Messias, der von Gott verhei√üene und gesandte Retter sein sollte. Hei√üt es doch in der Bibel: ‚ÄěVerflucht ist, wer am Holze h√§ngt.‚Äú[14] Und ein Verfluch¬≠ter kann doch nach frommer j√ľdischer Ansicht niemals der Retter der Welt sein.

Die Griechen machten sich √ľber Gott und die G√∂tter viele edle Ge¬≠danken und philosophierten, wie ihre Seele aus der Gebundenheit des Leibes in die h√∂heren Sph√§ren der rein geistigen Welt erl√∂st werden k√∂nnte. F√ľr sie war es blanker Unfug, zu glauben, da√ü Jesus, dieser Gekreuzigte, auch f√ľr sie der Retter sein sollte.

Ein Unbekannter hat damals seine Gedanken in Form eines r√∂mi¬≠schen Spottkreuzes irgendwo in Stein geritzt. Es zeigt einen Mann mit Eselskopf an einem Kreuz, der ¬†von einem anderen Mann ange¬≠betet wird. Die Inschrift sagt: ‚ÄěAlexamenos betet seinen Gott an.‚Äú Das sagt alles dar√ľber aus, was viele zur damaligen Zeit √ľber die Botschaft vom Kreuz dachten ‚Äď unm√∂glich, Unsinn, ein Skandal.¬†

Die modernen Menschen von heute reagieren nicht viel anders. Auch sie haben ihre ganz spezielle Vorstellung davon, wie Gott han­deln soll und was dem Menschen von heute nach ihrer Meinung noch vermittelbar und zumutbar sei. Sie wollen schlauer sein als Gott, wollen IHM vorschreiben, wie ER uns zu erlösen hat!

All das hat nicht dazu gef√ľhrt, da√ü die Menschen Gott erkannten und sich Seiner rettenden Herrschaft unterstellten. Deshalb hat Gott die Weisheit der Welt und alle klugen Gedankengeb√§ude der Menschen als unsinnig entlarvt und verworfen. ER w√§hlte stattdessen am Kreuz von Golgatha den Weg der absoluten Schwachheit, der Selbst¬≠erniedrigung und der stellvertretenden Selbstaufopferung. Was f√ľr viele wie eine Niederlage, ein Scheitern Jesu mit Seinem Auftrag aussieht, hat Gott in den gr√∂√üten Sieg verwandelt!

Wenn es eine andere M√∂glichkeit gegeben h√§tte, die Menschen zu retten, h√§tte sich Gott nicht Seinen Sohn vom Herzen gerissen und f√ľr uns in den Tod gegeben!

F√ľr die, die das nicht glauben und deshalb verloren gehen, ist und bleibt die Botschaft vom Kreuz eine Torheit, ein Skandal.

F√ľr alle aber, die sich Jesus anvertrauen und Seinen stellvertreten¬≠den S√ľhnetod, als f√ľr sie pers√∂nlich geschehen, in Anspruch neh¬≠men, ist es die rettende, alles ver√§ndernde, Leben schaffende Gotteskraft. So kommt Gott mit Seinen Menschen zum Ziel.

So ist das Kreuz Christi ein Zeichen, das die Menschheit zur Entscheidung ruft: zur Rettung oder zum ewigen Verderben.

Hat die rettende Liebe Gottes, die sich im stellvertretenden S√ľhnetod Jesu Christi am Kreuz von Golgatha erweist, auch Dein Herz schon erreicht und √ľberwunden??

Noch ist Gnadenzeit, noch stehen die Tore zum himmlischen Vaterhaus weit offen. Entscheide dich f√ľr Jesus, der dich bis zur Selbstaufopferung liebt und auch dich ganz pers√∂nlich in Seiner Ewigkeit dabei haben will.¬† ¬†

Amen.  

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem HERRN.

Amen.                                                                                                


[1] Nikolaus Schneider, Präses der Evang. Kirche im Rheinland

[2] Burkhard M√ľller, ehem. Superintendent in Bonn in der Morgenandacht im WDR am 14.2.2009.

[3] Ev. Akademie Loccum 1.-.3.10.2008

[4] 1.Mose 2,16 GN

[5] Theodor Haarbeck, Biblische Glaubenslehre, 11.Auflage, 1956, S. 66

[6] Römer 6,23

[7] 1. Mose 8,21

[8] 1.Mose 3,15

[9] 3.Mose 17,11 Hfa

[10] Hebräer 9,22

[11] vgl. Römer 6,23

[12] Joh 3,16b

[13] Joh 14,6

[14] Galater 3,13; 5. Mose 21,23

Wolfgang Wilke gehört zum Bruderrat des Gemeindehilfsbundes

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 14. September 2010 um 9:23 und abgelegt unter Predigten / Andachten.