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Das Eva-Prinzip – Teil II

Dienstag 15. September 2009 von Eva Herman


Eva Herman

Das Eva-Prinzip – Teil II

3. Weibliche Eigenschaften

Die weiblichen Eigenschaften, auf die ich mit wachsendem Berufserfolg ebenso zunehmend verzichtete, lange ĂŒbrigens, ohne es zu bemerken, sind fĂŒr unsere Gesellschaft enorm wichtig. Sie beinhalten nicht, die harte und hĂ€ufig auch oberflĂ€chliche Gangart durchzuziehen, sondern vielmehr sind sie auf ganz anderen Ebenen zu Hause. Ihr Grundelixier besteht aus Liebe und Selbstlosigkeit, Tugenden, die zur heutigen, modernen Welt kaum zu passen scheinen. Lassen Sie mich einige nennen: Es sind die erforderlichen  Eigenschaften, um auf andere Menschen einzugehen, ihnen zu helfen, sie zu fördern, zu trösten und zu verbinden, ihnen zuzuhören, sensibel und empathisch sein zu können und ihre geistige Entwicklung zu fördern, und vieles, vieles mehr.

Diese zur Wesensart der Frau gehörenden Grundgaben bekommen wir automatisch von der Natur mit, die eine mehr davon und die andere weniger. Frauen sind enger mit dem Himmel verbunden, sie dienen als BrĂŒcke zwischen Oben und Unten, sie sind es nun einmal, die die Welt im Innersten zusammenhalten können, die ein Heim gemĂŒtlich gestalten, die Kinder bekommen und diesen in den ersten Jahren ja sehr nahe sein und ihre BedĂŒrfnisse erkennen und erfĂŒllen sollten,   im Idealfall natĂŒrlich, also schöpfungsgemĂ€ĂŸ.

Diese genannten Eigenschaften benötigt jede Frau, um ihre Kinder zu verstehen, sie richtig leiten und fĂŒhren zu können. Doch nicht nur fĂŒr die Kinder und  Familien alleine, sondern auch fĂŒr das menschliche Miteinander generell sind diese „weichen“ FĂ€higkeiten bedeutend und Ă€ußerst wichtig. Sie sind die Seelensubstanz der Gesellschaft . Wenn wir Frauen diese FĂ€higkeiten nun abgeben, um sie durch mĂ€nnliche zu ersetzen, dann bedeutet das auf allen Ebenen nachhaltige VerĂ€nderung! Diese ist bereits ĂŒberall deutlich spĂŒrbar, KĂ€lte und Herzlosigkeit, ausgeprĂ€gter Egoismus und fordernde Selbstverwirklichungsziele nehmen dramatisch zu.

Die Online-Partneragentur „Parship“ veröffentlichte vor einiger Zeit eine hochinteressante Studie, fĂŒr die sie mit einem DĂŒsseldorfer Marktforschungsinstitut 1000 Singles interviewt hatte. In der Untersuchung ging es um die Frage der Kompromissbereitschaft. Das Ergebnis: Bei nahezu allen Partnerschaftsbelangen zeigten sich die MĂ€nner wesentlich kompromissbereiter als die Frauen. Nur 36 Prozent der Frauen waren bereit, eine Verbindung mit einem Mann einzugehen, der noch nie eine feste Beziehung hatte, wĂ€hrend 63 Prozent der MĂ€nner im umgekehrten Fall keine Probleme damit hatten. Deutlich weniger Frauen als MĂ€nner wollten ĂŒbrigens den Kinderwunsch des Partners akzeptieren oder dem Partner mehr Raum geben als dem Freundeskreis.

Der amerikanische Bestseller-Autor John Eldridge beschreibt in seinem Buch „Der ungezĂ€hmte Mann“ die Sicht der MĂ€nner: „Wir MĂ€nner brauchen eine Erlaubnis, das sein zu dĂŒrfen, was wir sind: MĂ€nner. Wir brauchen die Erlaubnis, nach dem Maßstab unseres Herzens zu leben und nicht nur eine Liste von Erwartungen und Verpflichtungen abzuarbeiten – denn genau das hat so viele von uns mĂŒde und antriebslos gemacht.“

Alarmzeichen, die uns Frauen zu denken geben mĂŒssen, bei fast 52 Prozent Ehescheidungen, die meist durch das Unzufriedenwerden der Ehefrauen entstehen. Daraus könnte man auch schließen, dass Frauen weit wĂ€hlerischer sind, was ja begrĂŒĂŸenswert wĂ€re. Doch viel nĂ€her liegt ein anderer Schluss: Dass sie erheblich skeptischer geworden sind und genaue, möglicherweise auch unrealistische Vorstellungen von einer Beziehung und den dazugehörenden MĂ€nnern haben. Liegt es daran, dass wir die Unterschiedlichkeit der Geschlechter nicht mehr wahrnehmen, geschweige denn akzeptieren wollen? Das Kölner Marktforschungsinstitut „Rheingold“ schreibt denn auch den Frauen eine „enorme Erwartungshaltung“ zu.

Keine Kompromisse! Oder so wenige wie möglich! Das erinnert mich an den Ausspruch einer frĂŒheren, sehr erfolgreichen Fernsehkollegin: Sie bleibe lieber einsam, als ZugestĂ€ndnisse an einen Mann zu machen. Muss man sich nicht wundern, wenn diese Frauen vielleicht ein Leben lang vergeblich auf den Traumpartner warten, den sie sich in Gedanken zusammengebastelt haben?

Die wahrhaft unheilvolle Konsequenz des Feminismus ist die Frontstellung, in die sich viele Frauen oft unbewusst begeben haben. Der Mann erscheint als Feind, der erst einmal beweisen muss, ob er nicht doch zum Freund werden könnte. Überall scheint UnterdrĂŒckung zu lauern, Unterwerfung, Sklaverei. Jeder, der in einer festen Beziehung lebt, weiß, dass ohne Verhandlungsbereitschaft und Kompromissbereitschaft keine langjĂ€hrige Beziehung möglich ist. Wer immer nur aufrechnet, wer darauf lauert, welches Unrecht sich als NĂ€chstes ereignen könnte, ist von Misstrauen gesteuert. Keine gute Basis.

Auch mir ging es so: Mit wachsender Karriere, mit steigendem Selbstbewusstsein wurde ich kompromissloser. Drei Scheidungen sprechen ihre eigene Sprache. Erst als ich schwanger wurde, begann sich mein Weltbild zu verĂ€ndern. Immer klarer wurde mir vor Augen gefĂŒhrt, dass ich nicht der Mittelpunkt war, fĂŒr den ich mich gehalten hatte. Mein Blickfeld erweiterte sich, Empfindungen, weibliche Empfindungen wie Empathie und EinfĂŒhlungsvermögen gewannen zunehmend an Raum. Und allmĂ€hlich begann sich die Vorstellung meiner vermeintlichen Überlegenheit und Allmacht den BedĂŒrfnissen anderer Menschen anzupassen, ein Prozess, den ich staunend registrierte. Die aufmerksamere Sicht einer werdenden Mutter ist die gut durchdachte Einrichtung der Natur, der Schöpfung, um sie auf das kĂŒnftige Dasein als Mutter vorzubereiten.

Meine Damen und Herren, den Menschen im Land geht es nicht besonders gut. Wir haben mit der Ordnung der Dinge gebrochen und zerbrechen nun selbst daran. Das Große und Ganze, der Sinn des Lebens, gerĂ€t aus dem Blick.

Jesus sagte: „Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht. Denn solcher ist das Reich Gottes.“ Wer Kinder mit festen Werten erzieht, zu denen die eigene Kultur und Tradition gehört und der feste Glaube an Gott, der lĂ€sst die Kinder zu IHM kommen.

„Und wehret ihnen nicht.“

Auch die begeisterten BefĂŒrworter von Abtreibung und anderer merkwĂŒrdiger moderner VerhĂŒtungsmethoden sollten sich diesen Bibelsatz immer wieder durchlesen, denn er gehört zu unserem menschlichen Verhaltenskodex wie auch die zehn Gebote und das Vaterunser. „Und wehret ihnen nicht.“ Wir wehren ihnen zurzeit mit allen modernen Gender-Mitteln, und inzwischen gehen sie uns aus, die Kinder. Unsere LebenskrĂ€fte versiegen.

4. Das Fehlen der Heimat

Unsere Gesellschaft befindet sich bereits in einer Krise, der wir entschiedener denn je entgegentreten mĂŒssen. Und bei einem meiner VortrĂ€ge meinte ein junger Mann neulich nachdenklich: „Ich glaube, uns ist die menschliche Heimat verloren gegangen.“ Das ist ein Satz, in dem mehr steckt, als man es zunĂ€chst erkennen kann. Wir sind tatsĂ€chlich entwurzelt worden, und unsere Probleme werden stĂ€ndig grĂ¶ĂŸer, weil wir jene BeziehungslĂŒcke nicht mehr schließen können. Wenig spĂ€ter schrieb mir im selben Sinn ein katholischer Geistlicher folgende Gedanken:

„Aus meiner Sicht existieren fĂŒnf Nöte des modernen Menschen, die unser Zusammenleben und den Gemeinschaftssinn nachhaltig unmöglich machen:

Ich kann ĂŒberall hinfahren – und habe doch kein Zuhause.

Ich verfĂŒge ĂŒber zahlreiche Kontaktmöglichkeiten – und doch liebt mich niemand wirklich.

Der Zugang zu fast allem Wissen steht mir offen – und doch weiß ich das Wichtigste nicht.

So viele Berufs- und Lebensstile bieten sich mir an – und doch finde ich nicht meinen Weg.

So viele Dinge kann ich genießen – und doch bleibt mein Herz leer.

Die Menschen heute offenbaren eine umfassende Heimat- und Wurzellosigkeit. Heimatlos ist der Mensch in Bezug auf feste Orte, heimatlos ist er in Bezug auf feste und treue Beziehungen, heimatlos ist er in Bezug auf bleibende Werte und persönliche Orientierung, ein Vagabund in seinen GenĂŒssen und Ausschweifungen. So zeigt sich die derzeitige europĂ€isierte und globalisierte Welt, in der alles gilt und möglich ist, der aber zutiefst die Heimat fehlt.“

Woran liegt das? Wie konnte es dazu kommen? FĂŒr jeden Menschen gilt ganz zu Beginn seines Lebens: Die erste Heimat ist seine Mutter. Sie bietet NĂ€he, Liebe und WĂ€rme. Sie fĂŒhrt die erste Kommunikation, begrĂŒndet ein frĂŒhestes Miteinander mit dem Neugeborenen. Die Mutter ist sein Spiegel, die BestĂ€tigung, seine Lebensberechtigung. Sie ist der verlĂ€ssliche Beweis der Wirklichkeit.

Oft frage ich mich, wo das VerstĂ€ndnis, die Liebe, die FĂŒrsorge fĂŒr unsere Kleinsten geblieben ist. MĂŒsste nicht jede Mutter aufgrund ihrer biologischen Bestimmung spĂŒren und erkennen, dass die SĂ€uglinge und kleinen Kinder am Anfang all unsere Aufmerksamkeit dringend brauchen? Woher kommt es, dass diese Empfindungen hĂ€ufig einfach verschĂŒttet werden können und manchmal so schwer, manchmal gar nicht mehr zu aktivieren sind? Wie weit haben wir uns entfernt vom Leben, von der Liebe und dem natĂŒrlichen Miteinander?

Und warum ist es ĂŒberhaupt so schwer, ĂŒber das MĂŒtterliche zu sprechen? Es gehört, wie die Weiblichkeit, ohne Zweifel zum Dasein der Frau. Nicht jeder Frau – das ist wichtig zu sagen, denn nicht jede Frau muss Mutter werden, um glĂŒcklich zu sein. Trotzdem trĂ€gt sie MĂŒtterliches in sich, was ihrem ĂŒbrigen Umfeld doch in jedem Fall zugute kommt.

Aber alle diese zusammenhÀngenden Eigenschaften werden in der heutigen Gesellschaft hÀufig wie lÀstige AnhÀngsel behandelt, die nicht passen zum derzeitigen Karriere- und Erfolgsansehen.

Als ich den Brief eines Priesters aus SĂŒddeutschland erhielt und seine berĂŒhrenden Zeilen las, musste ich ihm zustimmen. Eine leise, alte Melodie erklang beim Lesen, lĂ€ngst vergessen geglaubt. Die beeindruckende Klarheit der Wahrheit liegt in ihr. Der Priester schrieb: „Meine Eltern sind schon gestorben. Ich versuchte herauszufinden, was mir an meiner Mutter am liebsten und wichtigsten war. Ich kam schnell darauf: Es war der einfache Umstand, dass sie immer da war. Wenn ich heimkam vom Kindergarten oder von der Schule, sie war einfach da. Noch fĂŒr mich als Erwachsenem, der sich schon lange vom Elternhaus gelöst hatte, war es unglaublich gut und wichtig, wenn ich zuhause anrief, die Gewissheit zu haben: Meine Mutter meldet sich mit der mir so vertrauten Stimme. Es ist unermesslich gut, in dieser Welt eine Person zu haben, die immer da ist. Das gibt Ruhe, Sicherheit und Vertrauen. Der Tod meiner geliebten Mutter war mir ein tiefer Schmerz.“

Immer da sein, stets erreichbar, egal, welches Problem ein Kind hat. Sehen Sie sich einmal in Ihrem eigenen Umfeld um. Kennen Sie Familien, in denen die Mutter zu Hause geblieben ist, um sich um die Kinder zu kĂŒmmern? Diese Spezies wird immer seltener, und die Entscheidung fĂŒr eine Familie mit Kindern wird den jungen Frauen gewaltig erschwert, denn unsere Systeme sind anders ausgerichtet und machen dies kaum noch möglich.

FrĂŒher dachte ich selbst völlig anders. Es war mir unbegreiflich, dass Frauen sich bewusst und vorsĂ€tzlich dazu entscheiden konnten, fĂŒr „ihre Lieben daheim“ zu sorgen, wĂ€hrend vielleicht ein spannender Beruf auf sie gewartet hĂ€tte. Wie schade um sie, ĂŒberlegte ich oft, was hĂ€tte aus ihnen alles werden können. Worte, die ich heute bereue, denn diese Einstellung hat mir eine grĂ¶ĂŸere Familie, wie ich sie mir immer gewĂŒnscht habe, versagt. Erst mit Mitte dreißig, als meine biologische Uhr zu ticken begann, wurde ich wach. Und schaffte mit allerletzter Kraft noch ein Kind. Einen wunderbaren Jungen, der heute elf Jahre alt ist, und durch den ich jeden Tag soviel lernen darf.

Meine Damen und Herren, ich bekenne mich schuldig! Denn auch ich war lange auf dem falschen Weg der VerfĂŒhrung. VerfĂŒhrung nach Macht, Eitelkeit und Selbstverwirklichung, nach Egoismus und Hedonismus. Die Schwangerschaft schließlich meines einzigen Kindes (ich wollte mindestens drei) und dessen Geburt verĂ€nderten mich mit einem Schlag: PrioritĂ€ten verschoben sich, meine Ziele wurden neu gesteckt. Ich machte mich auf einen neuen Weg, der mich u.a. hierher fĂŒhrte, und den ich weitergehen werde bis zum Ende, egal, wer was dazu sagt.

Im ersten Brief an Timotheus, Kapitel 2, Vers 14-15 kann man meine Geschichte lesen, die Millionen Geschichten gleicht anderer Frauen auf der ganzen Welt gleicht: „Und es war die Frau, nicht Adam, die durch den Satan getĂ€uscht wurde und sich verfĂŒhren ließ. Doch auch die Frau wird gerettet werden, wenn sie Kinder zur Welt bringt und ihre Aufgabe als Mutter annimmt, und vor allem, wenn sie bestĂ€ndig im Glauben und in der Liebe lebt, anstĂ€ndig und verlĂ€sslich vor Gott.“

Es kann eine große Gnade sein, meine Damen und Herren, wenn eine Frau schwanger wird. Wenn sie dadurch verĂ€ndert wird, weicher gemacht, nachgiebiger, sensibler, uneigennĂŒtziger, ja, selbstloser wird.

5. Was können wir tun?

Es ist nicht fĂŒnf vor zwölf – die Weltenuhr holt gerade zum letzten Schlag aus! Gerade noch Zeit genug, um uns zu fragen: Wer sind wir? Wohin wollen wir? Was ist der Sinn unseres Seins? Wir bewegen uns, meine Damen und Herren, mit Riesenschritten mitten hinein in eine hochgefĂ€hrliche Dekadenz. Wir werden zu einer Gesellschaft, die sich selbst verhindert! Die sich nicht mehr fortsetzt! Kein „Nachhaltigkeitsprinzip“, wie wir es immerhin auf alle aussterbenden Tierarten anwenden!

Das Waldsterben ist fĂŒr uns wichtiger geworden als wir selbst:

Wir haben Kerzen aufgestellt fĂŒr sterbende BĂ€ume, haben uns an BrĂŒcken gekettet, weil Affenarten und Schneeeulen weniger werden. Doch unser eigenes Sterben, uns selbst, ignorieren wir!

Der Untergang des Abendlandes – eine Vision? Nein! Wir befinden uns inmitten genau derselben Entwicklung wie einst das alte Rom, das antike Griechenland, das alte Ägypten. Alles einst hoch entwickelte Kulturen, die ebenso wie wir genĂŒgend Intelligenz und Weitblick besaßen, rechtzeitig erkennen zu können, wie gefĂ€hrlich das Leben nach dem Lustprinzip und das Streben nach Materialismus alleine ist. Es gibt sie schon lange nicht mehr, und alle sahen sich selbst beim Untergehen zu. Es kommt auch auf uns zu, — wir sind bereits mittendrin


Wer glaubt, dass von der Regierung, den Parteien, oder von der EU Lösungen kommen, der irrt sich, meine Damen und Herren!

Eine Ministerin, die zustĂ€ndig ist fĂŒr Familie, Jugend, Frauen und Senioren, kann und will nicht allen gerecht werden! Wer fĂŒr Gender ist, muss gegen Kinder sein. Wer FrauenerwerbstĂ€tigkeit als oberstes Ziel setzt, muss die Familien vernachlĂ€ssigen! Wir brauchen ein richtiges Familienministerium! Welches sich auch nur um Familienbelange kĂŒmmert!

Wir brauchen eine humane, eine menschliche Gesellschaft! Mann und Frau sollen auch Mann und Frau bleiben dĂŒrfen! Und nicht durch gender zu neuen, unheimlichen, gefĂŒhlskalten Wesen mutieren! Wir brauchen WĂ€rme und Liebe. Und Kinder! Doppelt so viele Kinder, wie wir eigentlich bekommen!

Wir leben in einer Gesellschaft, die nicht alleine finanziell verarmt, sondern vor allem menschlich! Wer soll spĂ€ter die vielen Alten betreuen und pflegen, wenn kaum noch Nachwuchs da ist? Wir werden ĂŒber völlig neue Sterbehilfekonzepte nachdenken mĂŒssen. Das Prinzip HumanitĂ€t, meine Damen und Herren, wird genĂ€hrt durch Kinder, was sonst? Schauen Sie sich unsere Zukunftsprognosen an: Wirtschaftlich waren wir bis vor kurzem auf Wachstum eingestellt, hatten positive Aussichten. Jetzt haben wir die Umkehrung dessen, vor allem aber gesellschaftlich, menschlich: Wir sind eine Gesellschaft der Schrumpfung geworden, wir sind Schrumpfgermanen!

Schöpfungsprinzip Nummer eins: Wachstum! Eine Pflanze möchte wachsen. Ein Baum möchte wachsen, ein Kind möchte wachsen. Und wir? Wir hören uns von den Politikern jetzt auf einmal an, dass wir die Chancen der Schrumpfung wahrnehmen mĂŒssen!

Wollen wir weiterleben? Oder nicht? In zwei, drei Generationen haben wir fĂŒr solche Fragen keinen Handlungsspielraum mehr!

Das, was wir lange Zeit in Deutschland nicht beantwortet haben, das muss jetzt beantwortet werden: Wir brauchen Perspektiven und Visionen, die Zukunft haben, nicht Schrumpfung! Wir werden zur Altenrepublik! Wir dĂŒrfen den Notstand nicht verwalten, Wir brauchen Humankapital! Wir brauchen Kinder! Wir mĂŒssen den Hebel umlegen, mĂŒssen eine Gesellschaft des Lebens und nicht des Sterbens werden.

Was kann uns helfen? Nur noch eins: Eigeninitiative! Das, was wir am allerdringendsten brauchen, ist eine politische Kraft, die sich ausschließlich der Frage widmet: Wie stĂ€rken wir die Familie? Schließen Sie sich der Initiative www.familyfair.de an!

Melden Sie sich zu Wort! Warum tun Sie es nicht? Die Schweigespirale funktioniert nur deswegen, weil diejenigen, die schweigen, glauben, in der Minderheit zu sein. Dies ist aber nachweislich falsch! Sie sind in der Mehrheit. Familien sind in der Mehrheit. Noch ist die Macht einzelner Medienmacher und Politiker groß. Aber wenn Sie nicht mehr schweigen, wird sich das schnell Ă€ndern! Schreiben Sie an Ihre Bundestagsabgeordneten. Schreiben Sie an die Familienministerin. Schreiben Sie an die Kanzlerin. Jeden Tag. Bombardieren Sie sie, zeigen Sie Ihren Unmut. Glauben Sie mir, wenn die in Protestpost ersticken, werden sie umdenken. Denn es geht um deren Überleben, Sie sind die WĂ€hler! Sie haben die Macht.

Geht raus aus Eurer Minderheit! Meldet Euch! Versteht Euch als Multiplikatoren! Uns wird vorgeschrieben, wir hÀtten in einer singulÀren Welt zu leben! Wir wollen das nicht! Unsere Kinder wollen das nicht! Wir wollen keine Gesellschaft der versiegenden LebenssÀfte sein. Wir wollen leben!

Wie heißt es in der Apostelgeschichte? Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Zugegeben, manchmal ein schwieriger Weg, vor allem in diesem politisch-medialen Wirr-Warr heutzutage. Doch ist dieser Weg die einzige Chance, Achtsamkeit, NĂ€chstenliebe, EinfĂŒhlungsvermögen und Verantwortung zum Gebot unseres Handelns zu machen. Das ist es, was uns am Ende auch selbst glĂŒcklich macht. Und es ist das einzig Wichtige, was wir unseren Kindern mitgeben mĂŒssen.

Eva Herman, Evangelischer Orientierungstag, Siegen-HammerhĂŒtte, 13.09.09

Die Evangelischen Orientierungstage in Herborn (12.9.09) und Siegen (13.9.09) wurden veranstaltet vom Evangelischen Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein, vom Evangelischen Gemeinschaftsverband Herborn und vom Gemeindehilfsbund.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 15. September 2009 um 9:56 und abgelegt unter Demographie, Ehe u. Familie.