Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Weltreligionen' Kategorie

Netanjahu, Hitler, der Mufti und der Holocaust

Donnerstag 29. Oktober 2015 von Israelnetz


Israelnetz

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat in einer Rede vor dem zionistischen Kongress in Jerusalem behauptet, der Mufti von Jerusalem, Hadsch el-Amin el-Husseini, habe Adolf Hitler auf die „Idee“ gebracht, die Juden auszurotten, und nicht nur zu deportieren. „Verbrenne sie“, soll Husseini gesagt haben. Erwartungsgemäß wurde Netanjahu wegen dieser Behauptung sehr scharf kritisiert, von Historikern wie Mosche Zimmerman, dem Oppositionsführer Jitzhak Herzog und palästinensischen Sprechern wie Saeb Erekat: Das sei Geschichtsklitterung. Auch der Sohn eines Historikers müsse sich an die Fakten halten. Netanjahu arbeite europäischen Rechtsradikalen in die Hände, indem er Hitler von Schuld freispreche und sie dem Mufti in die Schuhe schiebe. Der Hass auf die Palästinenser bringe Netanjahu um den Verstand, indem er die Palästinenser für den Holocaust verantwortlich mache. Oppositionschef Herzog forderte Netanjahu auf, sich zu korrigieren, und nicht „alte Geschichte“ mit heutiger Politik zu vermischen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen

Ein Wahrzeichen der Weltoffenheit und ein Fragezeichen, wie offen dort der Islam ist

Dienstag 27. Oktober 2015 von Dr. Friedmann Eißler


Dr. Friedmann Eißler

Für ein christliches Vorzeigeprojekt in der Mitte Berlins hat sich die Evangelische Kirche einen Partner ins Boot geholt, dessen Islamverständnis Zweifel weckt.

An einem Ursprungsort Berlins, auf dem Petriplatz in Berlin-Mitte, soll auf Initiative der Evangelischen Kirche für 43,5 Millionen Euro ein „neues Wahrzeichen der Weltoffenheit und Toleranz Berlins“ entstehen. Seit der Vorstellung des Konzepts 2009 ist das Projekt, das zuerst als interreligiöser Sakralbau, dann als „Bet- und Lehrhaus“, seit 2014 als „The House of One“ angekündigt wird, einigen Wandlungen unterlegen. Geblieben ist die Idee, dass Christen, Juden und Muslime einander gleichberechtigt und respektvoll begegnen und unter einem Dach beten. Geblieben ist auch die Frage, wer denn muslimischer Dialogpartner sein kann und sein wird. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Weltreligionen

Stellungnahme zum EKD-Grundlagentext „Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive“

Donnerstag 23. Juli 2015 von Jörgen Bauer


Jörgen Bauer

Was wäre von folgender Aussage zu halten? “Ich bin mit Leidenschaft Christ und gegen Religionsvermischung, Relativierung, Beliebigkeit und Anpassung, und die Kirche ist auch kein Markt der Möglichkeiten. Ich muss aber anerkennen, dass es auch andere Religionen gibt, die etwas für sich haben, weshalb der christliche Glaube insoweit nichts Besonderes ist.” Zu diesem Schluss kommt man, wenn man sich mit dem “EKD Grundlagentext Christlicher Glaube und religiöse Vielfalt in evangelischer Perspektive” befasst hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie, Weltreligionen

Der „islamisierte“ Abraham nach dem Koran

Montag 2. März 2015 von Pfr. Eberhard Troeger


Pfr. Eberhard Troeger

Vorbemerkung

Abraham spielt im Islam eine große Rolle als vorjüdischer Gottgläubiger und Gesandter Allahs. Der Koran spricht sehr oft von ihm. Auf religiöse Harmonie bedachte Christen meinen, dass Abraham für Juden, Christen und Muslime eine einigende Rolle spielen könnte. Die entscheidende Frage heißt jedoch, ob der „muslimische Abraham“ mit dem in der Bibel bezeugten Abraham identisch ist, oder ob der Koran von einem „anderen Abraham“ redet. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Weltreligionen

Vom Islam zum Christentum: „Ich habe Jesus im Koran entdeckt“

Freitag 20. Februar 2015 von Administrator


Ich bin 1946 in Algerien in einer Familie geboren, die sich seit Generationen ganz der Predigt des Islam widmet. Von meiner Familie war ich dazu bestimmt, Imam zu werden, und lernte den Koran von Kindesbeinen an auswendig. Ich absolvierte Islamstudien und besuchte feissig die Gräber meiner Vorfahren, die grosse Islamgelehrte gewesen waren. Und doch: Mit den Jahren wurde mein Glaube an den Islam und an Allah immer mehr erschüttert; und dann kam schliesslich der Tag, an dem ein grosses Ereignis meinem Leben eine neue Wende gab. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Weltreligionen

Nun sag‘, was weißt du über Religion?

Freitag 13. Februar 2015 von Dr. Sebastian Moll


Dr. Sebastian Moll

Mein Vater sagte immer, man solle das studieren, wovon alle abraten, denn in wenigen Jahren werden Leute aus genau diesen Fächern händeringend gesucht. Hätte er die derzeitige Renaissance der Religion noch miterleben dürfen, er würde sich bestätigt sehen. Eigentlich müsste sich mein ‚brotloses‘ Studium jetzt auszahlen, eigentlich müsste jetzt die Stunde der Theologen gekommen sein. Doch komischerweise werden Menschen meiner Zunft in die öffentliche Debatte kaum einbezogen. Woran mag das liegen? Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen

»Auge um Auge…« ein biblisch-jüdisches Racheprinzip?

Mittwoch 11. Februar 2015 von Feigenbaum e.V.


Feigenbaum e.V.

Viele Menschen erklären die Politik Israels gegen die Palästinenser mit typisch jüdischer Rachsucht – und sitzen damit einem christlich inspirierten Vorurteil auf. Denn eines der hartnäckigsten antijüdischen Vorurteile drückt sich in den Worten ‘Auge um Auge’ aus. Mit dieser angeblich aus der Thora stammenden Formel wird Juden bis heute vorgeworfen, Rache sei das Prinzip ihres Verständnisses von Gerechtigkeit, ihr Gott sei – im Unterschied zum ‘christlichen’ Gott – ein grausamer und rachsüchtiger Gott und Frieden mit dem Volk und Staat Israel sei deshalb niemals möglich.« Dieses sogenannte »alttestamentarische« (im Klartext: jüdische) Vergeltungsgesetz wird aus Unkenntnis meist falsch interpretiert und als antijüdisches Klischee missbraucht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Theologie, Weltreligionen

Wie verfolgte Christen den Islam erleben

Sonntag 8. Februar 2015 von Open Doors


Open Doors

Am 7. Januar hat Open Doors den Weltverfolgungsindex 2015 veröffentlicht, um auf die fehlende Religionsfreiheit von Millionen Christen weltweit aufmerksam zu machen. Namhafte Medien haben daraufhin die Rangliste der 50 Länder veröffentlicht, in denen Christen am stärksten verfolgt werden. 40 dieser 50 Länder haben muslimische Regierungen und sind vom Islam geprägt. Als Haupttriebkraft der zunehmenden Christenverfolgung gilt der islamische Extremismus, der weltweit und auch in der westlichen Gesellschaft immer deutlicher hervortritt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Weltreligionen

Nur Betroffenheitsrhetorik

Montag 26. Januar 2015 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Für die EU ist Religionsfreiheit keine Priorität. Die Anerkennung der Grundrechte unterscheidet zwischen mehr oder weniger wichtigen und schützenswerten Grundrechten. Angesichts fehlender Orientierung in Sachen Identität Europas gehen die meisten Politiker in Brüssel den wirklichen Fragen nach den Angriffen auf « Charlie Hebdo » aus dem Wege. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, die Fraktionsführer im EU-Parlament und der Erste Vizepräsident der EU-Kommission Frans Timmermans üben sich in Betroffenheitsrhetorik. Die EU hat keine Position im Umgang mit dem Islam. Die politisch Verantwortlichen reden feierlich am Thema vorbei. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen

Gewalt und Religion: Die Ambivalenz des Koran

Montag 12. Januar 2015 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Islam meint wörtlich „Unterwerfung“ unter den Willen Allahs. Diese Unterwerfung wird durchbuchstabiert im Koran, der in seiner Urform bei Allah selbst liegt und in seiner Buchform als unmittelbare, im göttlichen Arabisch formulierte Wiedergabe der Urform gilt. Koran meint zunächst das Vorlesen eines Textes, später die Gesamtheit der Offenbarung. Koranworte werden daher wesentlich unhistorisch aufgefaßt und sind trotz ihrer nicht seltenen Widersprüche nicht relativierbar. Um diese Widersprüche haben sich vier berühmte Rechtsschulen bis zum 12. Jahrhundert bemüht, doch sind deren fatwas selbst gewissermaßen klassisch-unveränderlich kanonisiert. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Weltreligionen