Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Archiv für die 'Kirche' Kategorie

Zivilreligion oder Nachfolge Jesu Christi?

Montag 7. Januar 2019 von Pfr. Karl Baral


Pfr. Karl Baral

Jedem wachen Zeitgenossen wird es erstaunlich sein, in wie kurzer Zeit sich die ethischen Werte und Anschauungen in Kirche, Staat und Gesellschaft geändert haben. So wird etwa der Schutz des menschlichen Lebens immer mehr abgebaut; auch die Ehe und Familie, wie sie die deutsche Verfassung, das Grundgesetz, nicht erfunden, sondern als naturrechtlich vorgegeben anerkannt und geschützt haben, neu definiert. Wer sich für diese Werte einsetzt, der merkt, dass ihm ein Geist der Intoleranz ins Gesicht bläst. Die Meinungsäußerung ist nicht mehr so frei wie vor einigen Jahren für den, der nicht die Mainstream-Meinung vertritt. Auch totalitäres Denken, das nicht mehr so viel weiß von der Würde der Person und ihren Rechten, greift um sich. In staatlichen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen ist es in der Praxis nicht mehr so selbstverständlich, dass keine ideologische Indoktrination geschieht. Leider ist die Evangelische Kirche in Deutschland kein Bollwerk dagegen, sondern teilweise sogar Schrittmacher, wie zum Beispiel auch ihre Äußerungen zum veränderten Begriff von Ehe und Familie zeigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

Wer die Jungfrauengeburt bestreitet, betet zum Geschöpf statt zum Schöpfer

Freitag 21. Dezember 2018 von Pfr. Thomas Capelle


Pfr. Thomas Capelle

Niemand ist genötigt, dem biblischen Zeugnis von der Jungfrauengeburt zu glauben. Wer jedoch als bekennender Christ die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria bestreitet und vielmehr glauben will, dass Jesus von Josef durch Beischlaf mit Maria gezeugt wurde, muss wissen, dass er in Jesus das Geschöpf statt den Schöpfer ehrt, selbst wenn er meint, Jesus sei der Christus. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Moralapostolat – die zivilreligiöse Pervertierung Evangelischer Kirchen

Mittwoch 19. Dezember 2018 von Dr. Dieter Müller


Dr. Dieter Müller

Wir begegnen einer zunehmenden Transformation protestantischer Landeskirchen in zivilreligiös agierende Institutionen, die das befreiende Evangelium Jesu Christi in das Gesetz eines gesellschaftlich brauchbaren Moralapostolats pervertieren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Die Kirchen schrumpfen, Kirchensteuern sichern sie, nur zu Weihnachten sind sie voll

Montag 17. Dezember 2018 von Detlef Löhde


Detlef Löhde

Ja, zum Heiligen Abend werden die Kirchen wieder voll sein, zum 1. Weihnachtstag dann schon wieder weniger. Für manche ist der 24. Dezember der traditionelle Besuch einer romantischen Märchenvorstellung. Die Frage ist, ob der Besucheransturm am 24.12. von den Kirchen genutzt wird, den Menschen das pure rettende Evangelium zu verkündigen und ihnen nicht nur eine romantische Stunde zu bieten. Die Kirche verkündigt kein Märchen, sondern die geschichtliche Tatsache und Einladung, dass Gott seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um den Menschen Versöhnung und Frieden mit Gott und die Erlösung von Sünde und ewigem Tod zu bringen (Joh. 3, 16). Das soll auch an jedem Sonntag im Mittelpunkt stehen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Papas beste Freunde?

Donnerstag 29. November 2018 von Holger Lahayne


Holger Lahayne

Der Martin Luther der 95 Thesen von 1517 hatte noch kein Problem mit dem Amt des Papstes in Rom. Der Mönch und Professor aus Wittenberg hoffte anfangs ja sogar, dass der Papst selbst die Mißstände im Ablasswesen beseitigen würde. Die ablehnende Haltung seiner Kirche brachte Luther aber bald zum Umdenken. Schon 1519 zielte der Reformator auch auf den Kern der römischen Kirche, nämlich auf die Überzeugung, der Apostel Petrus und seine Nachfolger, die Päpste, seien der Fels, auf dem die Kirche Christi stehe. „Der Glaube nämlich ist der Fels, von dem Petrus seinen Namen hat“, so Luther in den Erläuterungen zu seiner 13. These über die Gewalt des Papstes. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Im Gespräch: Pfr. Dr. Theo Lehmann

Dienstag 13. November 2018 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

Den Lesern des „Aufbruchs“ ist der Autor der Glosse auf der letzten Seite schon seit 2011 ein Begriff. Herzlichen Dank für diese erfrischenden Texte! Wie kriegt man das hin, betrübliche Sachverhalte so zu servieren, dass sie genießbar werden?

Luther soll mal gesagt haben, er brauche zum Predigen immer eine gewisse Wut. Er hat aber keine Wutpredigten gehalten, sondern sein Zorn auf zahlreiche Gegner und Irrlehrer diente ihm als würzender Antrieb seiner Wortverkündigung. Er brauchte etwas, woran er sich reiben konnte, und davon gab es mehr als genug. So ähnlich geht es mir bei den Glossen. Ich lag mal krank im Bett, hatte für nichts mehr Kraft und Interesse. Eines Tages meldete ich mich zurück und schrieb dem Redakteur, ich würde bereits an der nächsten Glosse herumformulieren. Das war also mein Thermometer: Ich rege mich schon wieder über irgendetwas auf. Der Theo hat wieder Wut, also geht’s ihm wieder gut. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche

Aufruf an evangelische Christen

Mittwoch 7. November 2018 von Netzwerk Bibel und Bekenntnis


Netzwerk Bibel und Bekenntnis

Jesus Christus spricht: „Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.“ (Matthäus 24,35) Auf diese Zusage vertrauen wir und wollen dem dreieinigen Gott allein die Ehre geben. Zugleich belasten uns schwere Fehlentscheidungen von Synoden und Kirchenleitungen der evangelischen Kirchen in den letzten Jahren und veranlassen uns erneut, an alle Christen, insbesondere an Gemeindeleitungen, Pfarrer, Pastoren, Verantwortliche in christlichen Werken und Verbänden zu appellieren. In den evangelischen Kirchen werden die Grundlagen des Glaubens zunehmend demontiert. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche

Von der Fröhlichkeit des widerständigen Geistes in Christo

Donnerstag 1. November 2018 von Dr. Klaus-Rüdiger Mai


Dr. Klaus-Rüdiger Mai

Der andere Erfurter Mönch, nicht Martin Luther sondern Meister Eckhart, predigte: „Die Leute sagen oft zu mir: „Bittet für mich!“ Dann denke ich: „Warum geht ihr aus? Warum bleibt ihr nicht in euch selbst und greift in euer eigenes Gut? Ihr tragt doch alle Wahrheit wesenhaft in euch.“ Kann man Gott und den Menschen besser denken als in diesem Satz, dass der Mensch die Wahrheit, die Gott ist, als Wesen schon deshalb in sich trägt, weil er Gottes Kind ist? Dass er in der Wahrheit leben muss, heißt das keineswegs, aber er besitzt die Chance dazu. Er kann den Teil seines Wesens verkümmern oder erblühen lassen. Niemand vermag ihn zu zwingen, aber so, wie es niemand erzwingen kann, kann es auch keiner verhindern, so wie es am Menschen selbst liegt, das Geschenk des Glaubens anzunehmen. Nur im Glauben besteht vollkommene Freiheit. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Predigten / Andachten

Die abgesagte Reformation

Mittwoch 31. Oktober 2018 von Dr. Klaus-Rüdiger Mai


Dr. Klaus-Rüdiger Mai

Zum 500. Reformationsjubiläum letztes Jahr erweckte der Apparat der evangelischen Kirche den Eindruck, dass er sich der Reformation, vor allem Martin Luthers (1483–1546) schämte. Dabei verband sich mit der Reformationsdekade die Hoffnung auf eine Vergewisserung im Glauben und eben nicht auf eine Selbstbespiegelung in wohlfeiler Hypermoral. So war ausgerechnet der Glaube der große Verlierer des Kirchentags in Berlin 2017. Der Journalist Ferdinand Knauss fragte in seiner Kolumne in der Wirtschaftswoche: „Ist es ein purer Zufall, dass es in keiner dieser Veranstaltungen um Seelsorge, die Bibel, Jesus, Gottvater oder sonst ein religiöses Thema geht?“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche

Gespaltenes Denken – Beobachtungen zu einer Anfrage an das Studienzentrum der EKD für Genderfragen

Donnerstag 25. Oktober 2018 von Johann Hesse


Johann Hesse

Im Herbst 2016 erschien ein hochinteressanter Forschungsbericht aus den Vereinigten Staaten aus der wissenschaftlichen Reihe „The New Atlantis“. Er trägt den Titel: „Sexuality and Gender – Findings from the Biological, Psychological and Social Sciences“, The New Atlantis, Special Report, Fall 2016. Die beiden Psychologen und Universitätsprofessoren Lawrence S. Mayer und Paul R. McHugh kommen darin zu dem Ergebnis, dass auf Basis biologischer, psychologischer und sozialwissenschaftlicher Studien derzeit nicht von einer genetisch oder hormonell bestimmten bisexuellen oder homosexuellen Orientierung gesprochen werden kann. Weiterhin kommen sie zu dem Schluss, dass Menschen nicht zwingend auf eine bi- oder homosexuelle Orientierung hin festgelegt sind. Eine Veränderung der sexuellen Orientierung sei möglich und werde auch so von Menschen erlebt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik