Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Artikel empfehlen Artikel empfehlen

Argumente gegen Stichtagsverlegung

Donnerstag 30. August 2007 von Aktion Lebensrecht fĂĽr Alle


Aktion Lebensrecht fĂĽr Alle

Argumente gegen Stichtagsverlegung

I. Ethische Argumente

• Humane embryonale Stammzellen werden durch Tötung menschlicher Embryonen gewonnen. Wer davon profitieren will, akzeptiert die Tötung menschlichen Lebens. Dies gilt in humanen Gesellschaften aber nur im Falle von Notwehr als zulässig.

• Embryonale Stammzelllinien sind längst nicht so stabil, wie zunächst angenommen wurde. Um die Kulturen stabil zu halten, müssen immer neue Embryonen getötet werden.

• Wenn Forscher tatsächlich eine funktionierende Therapie mit embryonalen Stammzellen entwickeln würden, müßten für die Anwendung dieser Therapie ständig neue Embryonen getötet werden.

II. Medizinische Argumente

contra embryonale

• Embryonale Stammzellen verhalten sich außerhalb des Embryos wie Tumorzellen. (1) Wissenschaftliche Studien zeigen, daß embryonaler Stammzellen ein extremes Tumorrisiko besitzen (2), daß auch kurzfristig erreichte therapeutische Erfolge zunichte macht. (3)

• Da aus embryonalen Stammzellen entwickelte Transplantate für den Empfänger körperfremd wären, müßte der Immunabstoßung durch Gabe von immunsuppressiven Medikamenten begegnet werden, was wiederum Risiken und Nebenwirkungen beinhalten würde, darunter ein erhöhtes Tumorrisiko.

pro adulte

• Adulte Stammzellen werden bereits seit vier Jahrzehnten in der Therapie von Blutkrankheiten wie Leukämie und Lymphomen sowie bei Anämien und Immundefekten verwendet. (4)  Dabei werden Patienten sowohl mit eigenen Stammzellen als auch mit den adulten Stammzellen passender Fremdspender behandelt. Im Jahr 2005 bekamen allein in Deutschland 2600 Patienten im Rahmen einer Stammzelltherapie eigene Stammzellen transplantiert (autologe Transplantation). 1800 Patienten erhielten Stammzellen von einem fremden Spender (allogene Transplantation). (5)

• Im Frühjahr 2007 meldeten Forscher der Universität Düsseldorf erstmals bei der Behandlung von Leberkrebs Erfolge mit adulten Stammzellen. Hintergrund: Schnell wuchernde Lebertumore können häufig nicht sofort herausoperiert werden, da die Leber bei diesem Eingriff zu stark dezimiert würde. Um die operationsfähig zu machen, griffen die behandelnden Ärzte zunächst auf ein gängiges Verfahren zurück und verminderten bei allen Patienten die Blutzufuhr zum erkrankten Gewebe. Sechs der 13 Patienten injizierten die Düsseldorfer Forscher dann zusätzlich adulte Stammzellen in die Leber, die sie zuvor aus dem körpereigenen Knochenmark der Patienten gewonnen hatten. Das Ergebnis: Bei den mit adulten Stammzellen behandelten Probanten wuchs die Leber doppelt so rasch wie in der Vergleichsgruppe; sie konnten durchschnittlich 18 Tage früher operiert werden. (6)

• In Innsbruck behandelt der Urologe Hannes Strasser auch Inkontinenz mit adulten Stammzellen. Von den mehr als 270 Patienten, die Strasser und seine Kollegen seit September 2002 therapierten, konnten 93 Prozent der Frauen und 73 Prozent der Männer geheilt werden. (7) Bei dem Verfahren wird den Patienten unter lokaler Betäubung zunächst Muskelgewebe aus dem Oberarm entnommen. Im Labor werden die darin enthaltenen Stammzellen isoliert und sechs bis sieben Wochen lang vermehrt. Ist die Zellzahl ausreichend, werden die Patienten in die Klinik gebeten. Unter Ultraschallansicht applizieren die Ärzte ihnen die aufbereiteten Stammzellen mit Hilfe eines speziell entwickelten Injektionsgerätes in den Schließmuskel und das Bindegewebe der Harnröhre. (8) Laut Strasser konnte die gesamte Therapie bei allen Patienten ohne Zwischenfälle durchgeführt werden. Auch im Nachhinein hätten sich bislang keine Komplikationen ergeben. (9) Die gute Verträglichkeit der Therapie führt der Urologe darauf zurück, daß der Einriff minimal-invasiv sei und nur körpereigene Zellen zum Einsatz kämen. Daher bestehe auch keine Altersbegrenzung. “Wir behandeln Patienten zwischen 35 und 85 Jahren“, sagt Strasser. (10) Daß auch andere das innovative Verfahren als Erfolg betrachten, zeigt die Tatsache, daß in Österreich die Krankenkassen bereits die Kosten für diese Therapie (derzeit rund 12 000 Euro) übernehmen, und mit dem “Münchner Klinikum rechts der Isar“ sowie Zentren in der Schweiz nun auch andere Krankenhäuser das Verfahren eingeführt haben. (11)

• Im Oktober 2006 überraschten Forscher aus Mannheim mit Erfolgen bei der Behandlung von Herzinfarkten mit adulten Stammzellen, die sie zuvor aus dem Knochenmark der Patienten gewonnen hatten. In Kooperation mit 16 weiteren Herzzentren hatten die Forscher der I. Medizinischen Universitätsklinik Mannheim in einer Studie untersucht, ob sich die Funktion des Herzens nach einem Herzinfarkt mit Hilfe einer Stammzelltherapie verbessern lasse. Die Studienergebnisse publizierten die Forscher anschließend im renommierten “New England Journal of Medicine“. (12) “Die Ergebnisse sind ermutigend“, erläutert Tim Süselbeck, Mitautor der Studie und Oberarzt an der Mannheimer Uniklinik. (13) Sein Fazit: “Die in dieser Form weltweit erste Studie zeigt, daß die Herzfunktion nach einem Infarkt durch eine Infusion von Stammzellen, die aus dem Knochenmark gewonnen wurden, verbessert werden konnte.“ (14) Damit biete die Stammzelltherapie Ärzten ganz neue Perspektiven. Denn die heute zur Verfügung stehenden Medikamente ermöglichten eigentlich nur eine Art Schadensbegrenzung. Bei der Therapie mit adulten Stammzellen bestehe dagegen die begründete Hoffnung auf eine mehr oder weniger ausgeprägte echte Regeneration der Herzfunktion. Hintergrund: Für diese Studie wurden bei 200 Patienten aus dem körpereigenen Knochenmark Stammzellen gewonnen. Nach drei bis sechs Tagen konnten ihnen die im Labor aufbereiteten Zellen über einen Herzkatheter appliziert werden. Innerhalb von vier Monaten wurde die Herzleistung durchschnittlich um 5,5 Prozent gesteigert. In der Kontrollgruppe, die auf herkömmliche Weise behandelt worden war, betrug die Steigerung lediglich drei Prozent. Am meisten profitierten laut der Studie Patienten von dem neuen Verfahren, die einen besonders schweren Infarkt erlitten hatten. Ein weiteres wichtiges Ergebnis: Die Therapie dürfe nicht zu früh durchgeführt werden. So zeigten die Stammzelltherapien dann keinen signifikanten Effekt, wenn die adulten Stammzellen den Patienten innerhalb von vier Tagen nach einem Herzinfarkt zugeführt wurden. Auf welche Weise die Stammzelltherapie in die Umbauprozesse des Herzens eingreift, sei noch weitgehend ungeklärt. Die gemachten Untersuchungen würden jedoch darauf hindeuten, daß sie die Durchblutung des Herzens verbessern, indem sie neue Blutgefäße bilden. Bei einem Herzinfarkt wird Herzmuskelgewebe infolge verminderter Blut- und damit Sauerstoffversorgung geschädigt. Die Ursache dafür ist ein Verschluß der Herzkranzgefäße. Insgesamt erleiden in Deutschland jährlich fast 300.000 Menschen einen Herzinfarkt. Die Zahl der tödlichen Herzinfarkte liegt bei etwa 85.000 pro Jahr. (15)

• Seit 1989 werden auch Stammzellen des Nabelschnurblutes zur Behandlung seltener Immunerkrankungen eingesetzt. Dies geschieht allerdings in manchen Ländern nur dann, wenn für die Patienten keine passenden Blut- oder Knochenmarkstammzellspender zur Verfügung stehen. Als Voraussetzung für eine passende Spende gilt, daß bestimmte gewebespezifische Faktoren bei Spender und Empfänger übereinstimmen müssen, da das Transplantat andernfalls vom Immunsystem des Empfängers als fremd erkannt und abgestoßen wird. Findet sich unter diesen Vorraussetzungen kein passender Spender für einen Patienten, dann verwenden auch in Deutschland Ärzte Stammzellen, die aus dem Nabelschnurblut des Patienten gewonnen werden. (16) In Deutschland wird Nabelschnurblut mittlerweile in fünf öffentlichen Banken an den Standorten München, Düsseldorf, Mannheim, Freiburg und Dresden aufbewahrt. Da für eine Transplantation eine minimale Zelldosis von 1,5 x 107 pro Kilogramm Körpergewicht erforderlich ist, werden bislang vor allem Kinder mit diesen Stammzellen behandelt. Beim Deutschen Register für Stammzelltransplantationen wurden von 1998 bis 2005 nur 43 Transplantationen mit Stammzellen aus Nabelschnurblut gemeldet. (17) Weltweit sind laut der medizinischen Fachzeitschrift “The Lancet“ seit 1989 jedoch bereits über 7.000 Transplantationen von Stammzellen durchgeführt worden, die aus Nabelschnurblut isoliert wurden. (18)

• Laut dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Bioethik der christdemokratisch-konservativen EVP-ED-Fraktion im Europäischen Parlament, Peter Liese (CDU), sind mit adulten Stammzellen bislang insgesamt 65 Erkrankungen bei Menschen “mit mehr oder weniger großem Erfolg“ behandelt worden. (19)

• Der Einsatz adulter Stammzellen wird derzeit außer bei der Behandlung von Herzinfarkten auch bei Therapien für Brustkrebs, rheumatoider Arthritis, multipler Sklerose, Morbus Crohn sowie Hornhautdefekten in klinischen Studien erprobt. (20)

• Auch die zu Beginn der Debatte um die Forschung mit embryonalen Stammzellen vorgebrachte Behauptung, adulte Stammzellen ließen sich nur in solche Gewebezellen umwandeln, in denen sie im Körper beheimatet seien, ist mittlerweile in Tierversuchen vielfach widerlegt worden. Im Februar 2005 gelang es Forschern der Rheinisch-Westfälischen Technischen Universität Aachen (RWTH), neurale Stammzellen so umzuprogrammieren, daß sich aus ihnen Blutzellen entwickelten. (21) Nur einen Monat später wurden diese Ergebnisse von Forschern aus den USA untermauert. Den Wissenschaftlern der Universität Stanford gelang es, adulte Stammzellen aus dem Hirngewebe von Mäusen mittels eines komplexen Chemiecocktails so zu verändern, daß sie nach der Injektion in die Leber von Mäusen dort mit steigender Glukose-Konzentration Insulin produzierten. Allerdings reichte die dabei produzierte Menge nicht aus, um Patienten, die an Typ-1-Diabetes leiden, bereits Hoffnungen auf Heilung machen zu können. (22)

• Als weiteres gravierendes Problem stellen BefĂĽrworter der embryonalen Stammzellforschung die Vermehrung von adulten Stammzellen dar. Während embryonale Stammzellen sich praktisch unbegrenzt vermehren könnten, treffe dies fĂĽr adulte Stammzellen nicht zu. Ein weiterer Irrtum: Im Juli 2005 wiesen Forscher des Children’s Hospital in Pittsburgh nach, daĂź adulte Stammzellen dieselbe Fähigkeit zur Multiplikation wie embryonale Stammzellen haben. (23) “In der Forschung ging man davon aus, daĂź postnatale Stammzellen schneller altern und viel frĂĽher sterben als embryonale Stammzellen. Doch unsere Forschungsergebnisse beweisen, daĂź dies nicht der Fall ist“, erklärte Studienleiter Johnny Huard, Direktor der Abteilung “Growth and Development“ des Kinderkrankenhauses. “Die ganze Welt verfolgt gespannt die Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzellforschung, in der Hoffnung, daĂź damit von Diabetes bis Parkinson alles heilbar wird“, so der Experte. Da es jedoch auch eine Vielzahl ethischer Bedenken im Umgang mit embryonalen Stammzellen gebe, komme es immer wieder zu aufflammenden Diskussionen. “Diese Bedenken können durch die Verwendung von adulten Stammzellen ausgeräumt werden“, so Huard. (24) Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der angesehenen Fachzeitschrift “Molecular Biology of the Cell“.

• Die adulte Stammzellforschung erlebt einen wahren Boom. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, daß sie in den zurückliegenden Jahren in immer neuen Organen nachgewiesen werden konnten. Während die Stammzellen im Blut und im Knochenmark schon länger bekannt waren, sind andere Quellen erst in den letzten Jahren entdeckt worden. “Insgesamt kennen wir zur Zeit etwa 20 Körperorgane, aus denen Stammzellen, die der Regeneration und dem Zellersatz bei Gewebedefekten dienen, teilweise mit großer Reinheit isoliert werden können“, erläuterte der Zellbiologe Volker Herzog auf einem unter der Überschrift “Heilmittel Embryo?“ veranstalteten Symposiums des “Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik“ (IMABE) in Innsbruck. (25) Laut Herzog besitzen adulte Stammzellen gegenüber den embryonalen Stammzellen “unerreichbare Vorzüge“: “Erstens“ entfalle, so der Wissenschaftler, “bei der Forschung mit adulten Stammzellen die Tötung von menschlichen Embryonen“. Zweitens gingen “nach bisheriger Kenntnis und jahrzehntelanger Erfahrung mit adulten menschlichen Stammzellen keine Teratome und Terakarzinome hervor“. Schließlich seien Abstoßungsreaktionen bei der Transplantation von körpereigenen Stammzellen “von vorneherein ausgeschlossen“. (26) Dagegen befinde sich “die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen“ im “Experimentalstadium“. Therapeutische Erfolge seien “höchst ungewiss“. Entsprechend seien die “propagierten Aussichten auf wirtschaftlichen Gewinn aus der Embryonennutzung auf absehbare Zeit hin offensichtlich unbegründet“. (27) Der Zellbiologe fordert daher, die “finanziellen und wissenschaftlichen Ressourcen auf die Erforschung adulter menschlicher Stammzellen stärker als bisher“ zu konzentrieren: “Diese Forschungsrichtung ist ethisch unbedenklich. Wissenschaftspolitiker sollten den Mut haben, langfristig in diese Forschungsrichtung zu investieren.“ (28)

Das “wichtigste Argument gegen die Nutzung menschlicher Embryonen“ sei jedoch, so Herzog, “die damit verbundene Tötung ungeborenen Lebens. Hier stoßen die für unsere Kultur fundamental wichtige Freiheit in der Wissenschaft und die Befriedigung der Neugier des Wissenschaftlers an ethische Grenzen. Wissenschaftler sollten deshalb auf die Forschung mit menschlichen Embryonen verzichten. Unsere Gesellschaft sollte darüber hinaus den Mut haben, vermeintlichen wirtschaftlichen Gewinnerwartungen aus der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen zu widerstehen“. (29)

Prof. Strauer: Die Stammzelltherapie ist sicherlich sehr geeignet, Wundnekrosen, Muskelatrophie und gangränöse Ulcera zu bessern, vielleicht gar zur Abheilung zu bringen.

Strauer publiziert soeben die erste Meta-Analyse zur Stammzelltherapie am Herzen –nach Herzinfarkt: “Die Daten beinhalten die erste Metanalyse der von uns inaugurierten Stammzelltherapie weltweit. Es zeigt sich, daß die Resultate signifikant sind und, das ist immer wieder zu beachten, erreicht werden können additiv oder zusätzlich (on Top) zur Ballon-Dilatation bzw. Stent-Implantation beim Herzinfarkt. Ich glaube, dies ist ein statistisch relevantes, abgesichertes und sehr hoffnungsvolles Resultat für jetzt und die Zukunft.

Sein Statement fĂĽr die Kampagne

Die adulte Stammzelltherapie mit autologen, mononukleären Knochenmarkszellen hat sich in der Klinik seit mehr als 6 Jahren zur Behandlung des akuten Herzinfarktes, der chronischen koronaren Herzerkrankung, der Herzinsuffizienz bei chronischen HerzmuskelentzĂĽndungen und auch der peripheren VerschluĂźkrankheit und dem diabetischem FuĂźsyndrom bewährt. Am Herzen konnten die Herzkraft, die Herzleistung und die Durchblutung um 8 – 30 % gebessert werden, die Belastbarkeit wird deutlich gesteigert, die Lebensqualität nimmt erheblich zu. Bei peripheren VerschluĂźkrankheiten (Raucherbein, Stoffwechselerkrankungen etc.) kommt es zu einer Zunahme der Gehstrecke um das Zwei- bis Dreifache. Stammzellen-assoziierte Nebenwirkungen sind bislang nicht aufgetreten. Die Therapie ist ethisch aus-nahmslos vertretbar und hilfreich. Therapieversager sind so gut wie nicht bekannt.

Entsprechend den derzeitigen Therapierichtlinien der Volkskrankheiten „koronare Herz-krankheit“ und „periphere VerschluĂźkrankheit“ bietet die adulte Stammzelltherapie ein segensreiches Verfahren zur Behandlung dieser schwerkranken und oft therapieresistenten Krankheiten. Dabei ist besonders hervorzuheben, daĂź die Therapieresultate additiv zu allen anderen TherapiemaĂźnahmen meĂźbar sind, d.h. „on top“ auftreten. Die Stammzelltherapie bei Herzerkrankungen ist bereits soweit, daĂź die Krankenkassen dafĂĽr ein eigenes Sonderentgelt eingerichtet haben, da evident ist, daĂź die Stammzelltherapie die Krankheitsintensität, die Krankheitsdauer und den Schweregrad der Erkrankungen wirksam zu verbessern vermag.”

III. Forschungspolitische Argumente

• Stammzellforschung ist teuer. Die finanziellen Mittel, die für die Forschungsförderung zur Verfügung gestellt werden können sind begrenzt. Dies erfordert die Setzung von klaren Schwerpunkten. Daher sollten die Mittel ausschließlich für Forschungen verwandt werden, mit denen bereits erste Erfolge erzielt werden konnten. Die Forschung mit embryonalen Stammzellen hat solche Erfolge nicht vorzuweisen.

• Deutschland gehört auf dem Gebiet der adulten Stammzellforschung zu den international führenden Nationen. Diese Stellung gilt es zu sichern und auszubauen. Eine Verzettelung gefährdet die im internationalen Wettbewerb bereits erworbene Position.

 Anmerkungen

1 so der mit embryonalen Stammzellen der Maus arbeitende Krebsforscher Prof. Lukas Kenner, vgl. Ethisch fährt am besten, Tagespost 26.05.2007, http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=32191 (Zugriff 09.08.2007)

2 siehe etwa: Erdo, F., C. Buhrle, et al. (2003). „Host-dependent tumorigenesis of embryonic stem cell transplantation in experimental stroke.“ J Cereb Blood Flow Metab 23(7): 780-5; Dihne, M., C. Bernreuther, et al. (2006). „Embryonic stem cell-derived neuronally committed precursor cells with reduced teratoma formation after transplantation into the lesioned adult mouse brain.“ Stem Cells 24(6): 1458-66

3 Fujikawa, T., S. H. Oh, et al. (2005). „Teratoma formation leads to failure of treatment for type I diabetes using embryonic stem cell-derived insulin-producing cells.“ Am J Pathol 166(6): 1781-91

4 vgl. “Stand der Forschung und Potenziale von embryonalen und adulten Stammzellen“, Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages WD 8 – 203/06 vom 17.01.2007. S. 5.

5 vgl. ebenda

6 vgl. FĂĽrst, GĂĽnther et al.: Portal Vein Embolization and Autologous CD 133+ Bone Marrow Stem Cells fĂĽr Liver Regeneration: Intitial Experience. Radiology (2007) Nr. 243 S. 171-179.

7 vgl. “Mit Zellen aus dem Arm lässt sich Belastungsinkontinenz überwinden“. Ärzte Zeitung v. 11.9.2006.

8 Strasser, Hannes: Adulte Stammzellen: Eine berechtigte Hoffnung? In: Imago Hominis, Bd. 12, Heft 2 S. 95 – 98.

9 ebenda S. 97f.

10 vgl. wie Anm. 4.

11 vgl. wie Anm. 1 S. 6.

12 vgl. Schächinger, Volker et al.: Intracoronary Bone Marrow-Derived Progenitor Cells in Acute Myocardial Infarction. New England Journal of Medicine (2006) Vol. 355, Nr. 12. S. 1210 – 1221.

13 vgl. Pressemitteilung des Universitätsklinikums Mannheim v. 24.10.2006.

14 ebenda

15 ebenda

16 vgl. wie Anm. 1 S.8.

17ebenda S. 8f.

18 vgl. “Umbilical cord blood banking Richard Branson’s way“ (Editorial). The Lancet (2007) Vol. 369, Issue 9560. S. 437.

19 vgl. Pressemitteilung des Internationalen Kolpingwerks v. 15.2.2007.

20 vgl. wie Anm. 1. S. 6ff.

21 vgl. Lochner, Matthias: Die Zukunft gehört adulten Stammzellen. In: Lebensforum (2005) Nr. 75. S. 16 – 20. Hier S. 18.

22 ebenda. S.18f.

23 Deasy, Bridget M. et al.: Long-Term Self-Renewal of Postnatal Muscle-derived Stem Cells. Molecular Biology of the Cell. (2005) Vol. 16, S. 3323–3333.

24 Pressemitteilung des Children’s Hospital of Pittsburgh v. 23.7.2005.

25 vgl. Herzog, Volker: Forschung am Puls des Lebens. Der Wissenschaftler zwischen Neugier und ethischer Selbstbeschränkung. In: Imago Hominis. Bd. 12, Heft 2. S. 83-93. Hier S. 91.

26 ebenda

27 ebenda S. 92.

28 ebenda

29 Ebenda

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Artikel empfehlen Artikel empfehlen

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 30. August 2007 um 18:43 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Medizinische Ethik.