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Berliner ErklÀrung zum Schutz des menschlichen Lebens

Montag 25. Oktober 2010 von Bundesverband Lebensrecht e.V.


Bundesverband Lebensrecht e.V.

Berliner ErklÀrung zum Schutz des menschlichen Lebens

Angesichts wachsender GefÀhrdung des ungeborenen menschlichen Lebens in Deutschland und Europa appelliert der Bundesverband Lebensrecht an Politik und Gesellschaft, das Recht auf Leben als oberstes Menschenrecht und elementare Grundlage unserer rechtsstaatlichen Ordnung wieder zu entdecken:

Jeder Mensch, ob geboren oder ungeboren, hat das Recht auf Leben und Achtung seiner WĂŒrde.

Jeder Mensch ist gleich wertvoll, unabhÀngig vom Stand seiner Entwicklung,von Eigenschaften und UmstÀnden.

Die Schutzpflicht des Staates gilt jedem einzelnen Menschenleben. Es darf keine Zuteilung der MenschenwĂŒrde und des Lebensrechtes nach Belieben geben.

Deshalb fordern wir:

 1. Ein gesetzliches Verbot der PrÀimplantationsdiagnostik, damit der tödlichen Selektion potenziell behinderter Menschen Einhalt geboten wird.

 2. Das schwere Unrecht der Tötung ungeborener Kinder nachhaltig durch neue Schutzkonzepte zu beenden.

3. Die geltenden Abtreibungsgesetze und ihre Praxis einer grĂŒndlichen und umfassenden PrĂŒfung und Korrektur zu unterziehen. Mit dem flĂŒchtigen Blick auf die offizielle Abtreibungsstatistik wird der Bundesgesetzgeber seiner Beobachtungs- und Korrekturpflicht nicht gerecht.

4. Die Finanzierung der Abtreibung durch den Staat zu unterlassen. In Deutschland werden die Kosten fĂŒr ĂŒber 90 Prozent aller „beratenen“ Abtreibungen in Höhe von jĂ€hrlich mehr als 40 Millionen Euro aus den Haushalten der LĂ€nder bestritten.

5. Statt Hilfe zum Töten mĂŒssen Schwangere und Familien wirksame und nachhaltige Hilfe zum Leben mit ihren Kindern erfahren. Das bisher fĂŒr die Finanzierung von Abtreibungen verwendete Geld wĂŒrde hier zukunftswirksam eingesetzt.

6. Das Leiden von Frauen, MÀnnern und Familien unter den Folgen einer Abtreibung darf nicht lÀnger verdrÀngt und verharmlost werden.

7. Dem erneuten Aufkommen von Sterbehilfe/Euthanasie muss Einhalt geboten werden. Das Selbstbestimmungsrecht eines Menschen kann eine aktive „Sterbehilfe“ niemals rechtfertigen. FĂŒr den Verzicht auf Ă€rztliche Behandlung wie fĂŒr ihren Abbruch kann nur der wirkliche, nicht auch der mutmaßliche Wille eines Patienten ausschlaggebend sein. Andernfalls wird der Fremdbestimmung TĂŒr und Tor geöffnet.

Wir rufen alle Menschen dazu auf, mit uns fĂŒr eine Kultur des Lebens in Deutschland und Europa einzutreten und sich der Missachtung des Rechts auf Leben bei Ungeborenen und Kranken und alten Menschen eindeutig entgegenzustellen.

Bundesverband Lebensrecht e. V. (BVL) · Fehrbelliner Straße 99 · 10119 Berlin
Telefon (030) 644 940 39 · Fax (030) 440 588 67 · berlin@bv-lebensrecht.de

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 25. Oktober 2010 um 15:02 und abgelegt unter Lebensrecht.