Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Wohin geht die Reise? – Zukunft der Kirchen und des Christseins

Donnerstag 4. Juli 2024 von Hartmut Steeb


Hartmut Steeb

99 Seiten umfasst die Studie „Wie hältst du’s mit der Kirche?“ zur Bedeutung der Kirche in der Gesellschaft, die im letzten Jahr auch als Broschüre auf den Markt kam. Und nicht wenige Zeitungsartikel haben die Fragen aufgenommen, wie es um die Zukunft der Kirchen steht. Jene, die in einer der evangelischen Landeskirchen zuhause sind, bekommen die Strukturdiskussionen mit: Bisher noch eigenständige Kirchengemeinden mit eigenem Pfarrer werden zur Zusammenarbeit mit anderen gedrängt, nicht selten kann man vielleicht sogar schon sagen, genötigt. Die Aussicht, nicht mehr einen Pfarrer allein für die eigene Gemeinde zu haben, ist nicht vergnügungssteuerpflichtig und macht – durchaus auch nach Gemütslage – traurig, enttäuscht, ärgerlich, jedenfalls nicht viel Freude.

In den katholischen Kirchen ist schon länger der Priestermangel ein großes Problem. Aber nun erreicht der Pfarrer- und Pastorenmangel auch die evangelischen Landeskirchen und auch die Freikirchen und die landeskirchlichen Gemeinschaften. Die Theologischen Fakultäten an den Universitäten, aber auch die freikirchlichen Ausbildungsstätten und andere theologische Fachschulen haben geradezu eine Schwindsucht an den Studentenzahlen und Bewerbern. Natürlich gilt immer: Ausnahmen bestätigen immer die Regel.

Wohin geht die Reise? Was wird aus den Kirchen, die ja nicht nur Versammlungen von Christen sind? Kirchen und kirchliches Leben haben Jahrhunderte auch die Gesellschaft mitgestaltet, mit geprägt. Sie haben auch in unserem Land und mindestens in der sogenannten westlichen Welt auch das Wertegerüst geliefert, auf dem sich das Miteinander aufbaute. Ich hörte kürzlich wieder einmal den noch immer führenden Linken-Politiker Gregor Gysi sagen (ich zitiere sinngemäß nicht wörtlich): „Ich bin nicht gläubig. Aber stellen Sie sich mal unsere Gesellschaft ohne 10 Gebote und ohne Bergpredigt vor! Das geht doch gar nicht. Woher sollen denn unsere Werte kommen?“ Und das hatte ja kräftige Auswirkungen. Die Kirchen und die Christen haben sich aufgrund des biblischen Menschenbildes in besonderer Weise für die Menschen und damit auch für die Gestaltung des sozialen Miteinanders eingesetzt. Die Christen haben eigentlich keinen Grund sich zu verstecken. Vieles von dem, was wir haben, geht auf christliche Initiativen zurück: Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Witwen- und Waisenversorgung, Kinderheime bis hin zu Gewerkschaften und dem Roten Kreuz – gegründet von Henry Dunant, der ja auch den CVJM-Weltbund 1855 in Paris mit begründet hat. Er war – heute würde man sagen – ein Evangelikaler. Schon 1846 war er bei der Gründung der Evangelischen Allianz in London mit dabei. Er war Schriftführer in der Schweizer Evangelischen Allianz. Leider weiß man beim Roten Kreuz gar nichts von der christlichen Motivation des Gründers, so scheint mir. Und er ist ja nur einer von Tausenden, die pionierhaft neues begonnen haben. Heute vor zwei Wochen gedachten wir der Marke „75 Jahre Grundgesetz“. Die 19 Artikel Grundrechte, Menschenrechte, auch die allgemeine Deklaration der Menschenrechte mit ihren 30 Artikeln vom 10. Dezember 1948 haben ihre Grundlage im biblisch-christlichen Menschenbild. Und bis hin in die die Städte und Dörfer prägen noch immer die Kirchen das Dorf- und Stadtbild. Selbst städtebaulich waren Kirchen prägend. Welche Auswirkungen wird es haben, wenn Kirchen ihren prägenden Einfluss verloren haben werden?

Deutschland ist nicht der Mittelpunkt der Welt, obwohl uns das schon mit den großen Weltkarten und in den Atlanten nebenbei eingeflößt wurde. Da ist doch Europa in der Mitte Deutschland mittendrin. Mir ist das so richtig erst deutlich geworden, als ich zum ersten Mal in Neuseeland war und ich sah, dass dort die Weltkarten ganz anders ausgerichtet sind. Dort liegen Neuseeland und Australien mittig und wir sind ganz weit am westlichen Rand gelegen. Also: der Mittelpunkt der Welt, und dass wir etwas Besonderes wären, können Sie gerne vergessen. Das ist mehr Träumerei als Realität. Aber doch denke ich, dass etwas besonders ist bei uns im Blick auf die Kirchen:

Die deutsche Kirchenstruktur ist einzigartig.

Jahrhundertelang waren die großen Kirchen in Deutschland Staatskirchen. Nach dem 30jährigen Krieg bestimmten die Landesherren religiöse Ausrichtung eines Landes. Erst 270 Jahre später, nach dem 1. Weltkrieg, vor 105 Jahren, wurde das Staatskirchentum aber abgeschafft. Die Weimarer Reichsverfassung formuliert in Artikel 137 lapidar: „Es besteht keine Staatskirche“. Aber die bisherigen Landeskirchen und die katholischen Bistümer traten – ich nenne das mal so – in eine „privilegierte Partnerschaft“ ein, nicht mehr länger als staatliche Organisationen, wohl aber in Anerkennung ihrer besonderen Leistungen mit „guten Pfründen“ ausgestattet:

Die Kirchen in Deutschland sind Körperschaften öffentlichen Rechts, haben die Freiheit der Selbstverwaltung, die Zusage der Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Recht der ungestörten Religionsausübung – auch in staatlichen Einrichtungen, wie der Bundeswehr, in Kranken-häusern, Gefängnissen usw. Außerdem gibt es überwiegend konfessionellen Religionsunterricht in den Schulen, das Recht Kirchensteuern zu erheben und den staatlichen Kirchensteuereinzug und diverse Staatsleistungen.

So haben sich aus den Staatskirchen die sogenannten Volkskirchen herausgebildet. Freilich haben sich die Verhältnisse in den letzten 75 Jahren grundlegend verändert. Während man im Jahr 1950 noch davon ausgehen konnte, dass fast die ganze Bevölkerung einer der beiden großen christlichen Kirchen angehörte, hat sich das drastisch verändert.

Jetzt gehören nicht einmal mehr die Hälfte der Bevölkerung einer er beiden groĂźen christlichen Kirche. Zusammen mit den Orthodoxen und den freikirchlichen organisierten schafft man es gerade noch etwas ĂĽber die 50%-Marke. Ich sage das mal fĂĽr die Evangelische Kirche in Deutschland, also den Zusammenschluss der Evangelischen Landeskirchen. Nach der unerwarteten Wiedervereinigung unserer beiden deutschen Länder, also zwischen 1990 und 2023 verlor die Evangelische Kirche in Deutschland fast 11 Million Mitglieder, ein Mitgliederschwund von rund 37 Prozent. Aber das ging nicht kontinuierlich – das wären pro Jahr 0,84 % – sondern nahm im Zeitlauf immer stärker zu. In den letzten 20 Jahren, von 2003 bis 2023, verlor sie 28,2 %, also im Schnitt 1,4%. In den letzten 10 Jahren 20%, also im Schnitt 2%. Im letzten abgeschlossen Jahr, 2023, verlor die Evangelische Kirche 3% ihrer Mitglieder. Das ist ein interessantes Phänomen: Je weniger da sind, desto weniger werden gehalten, dabei zu bleiben.

Wohin geht die Reise? Eine Projektion der Kirchenmitgliedschaftszahlen wurde von den großen Kirchen lange Zeit nicht vorgenommen. Ein Forschungsprojekt an der Universität Freiburg erstellte 2019 erstmals eine koordinierte Mitglieder- und Kirchensteuervorausberechnung für die evangelische und die römisch-katholische Kirche in Deutschland. Hier wurde ein Rückgang der Mitgliederzahlen dieser beiden Kirchen von fast 50 % bis zum Jahr 2060 prognostiziert.[Insgesamt soll es laut dieser Prognose bis dahin zu einem Rückgang auf 22,7 statt 44,8 Millionen Christen kommen. Freilich, wenn die Dynamik der letzten Jahre anhält, dann könnte das schon 2040 der Fall sein. Naturgemäß sind Prognosen immer unsicher, vor allem, wenn sie in eine relativ ferne Zukunft gerichtet sind. Und ich will es auch der Vollständigkeit halber sagen: Die Erhebung religionsstatistischer Zahlen ist auch mit besonderen Schwierigkeiten behaftet, da eine behördliche Registrierung der Religionszugehörigkeit nicht vorgesehen ist und daher jede Angabe freiwillig ist, gerade auch jenseits der Kirchen, die staatlich Kirchensteuereinnahmen einziehen lassen (das tun nur die evangelischen und katholischen Kirchen und die jüdischen Synagogengemeinden).

Über Jahrzehnte stand ja die Katholische Kirche immer stärker in der öffentlichen Kritik wie die Evangelische. Interessant ist deshalb schon, dass der Schwund in der Katholischen Kirche nach der Wiedervereinigung nicht ganz so groß war, wie bei der Evangelischen – statt 11 Millionen „nur“ 8,1 Millionen (Schwund 2023 angenommen wie 2022, liegt noch nicht exakt vor) – statt 37% „nur“ 29 %. Freilich: Die Zahlen nehmen in der Katholischen Kirche noch mehr zu als in der Evangelischen. (Erst) seit 2021 hat die Katholische Kirche in den Austrittszahlen die Evangelische überholt. Auch hier hat die Evangelische Kirche ihre „Spitzenposition“ abgegeben. Ein seltsamer ökumenischer Wettlauf. Ich hoffe, Sie hören den ironischen Unterton.

Zusammenfassend: Wenn das so eintritt, dann werden in dann 90 Jahren – zwischen 1950 und 2040 – 2/3 der Mitglieder ausgetreten sein; ein Drittel bleibt noch. Das ist ein interessantes Phänomen: Je weniger da sind, desto weniger werden gehalten, da zu bleiben. Die beiden GroĂźkirchen verzeichnen einen ständig zunehmenden RĂĽckgang an Mitgliedern. Das ist keine Ermutigung. Auch wenn es groĂźe Studien gibt, ich habe die von 2019 und die von 2023 schon erwähnt, mich wundert doch, dass in den Kirchenleitungen nicht viel mehr Krisenalarm herrscht. Jeder Unternehmer wĂĽrde wohl seine FĂĽhrungsmannschaft auswechseln. In Aktiengesellschaften wĂĽrden Köpfe rollen. DemgegenĂĽber geht es in den Kirchen immer noch sehr gemĂĽtlich zu. Eines ist klar: WĂĽrden sich ähnliche Entwicklungen in Firmen ereignen, wäre da Krisenmanagement angesagt. In den Kirchen scheint man sich dagegen eher die Frage zu stellen: Wie lange wird die Finanzierung trotzdem noch stehen und reichen? Und das erstaunliche war: Wegen des langen Wirtschaftswachstums der vergangenen Jahrzehnte ging es trotz Abnahme der Kirchenmitgliedszahlen einkommensmäßig nach oben. So viel Kirchensteuer wie 2022 wurde noch nie eingenommen. Die beiden Kirchen zusammen ca. 13 Milliarden. Erst 2023 trafen der konjunkturelle Abschwung und die zunehmenden Kirchenaustrittszahlen so aufeinander, dass ca. 5% weniger Kirchensteuereinnahmen als im Vorjahr geflossen sind. Wie es weitergeht, weiĂź ich natĂĽrlich auch nicht. Jetzt geht es konsequenterweise auch an StellenkĂĽrzungen in allen Bereichen.

Auf der anderen Seite wissen wir, dass will ich gerne jetzt auch sagen: Die Mitgliedschaft noch nichts wirklich Verlässliches über ernsthaftes Christsein aussagt. Das schon geflügelte Wort „Wer in einer Garage geboren wird, ist deshalb noch kein Auto“, zeigt es an. Aber auch unter denen, die Mitglieder bleiben, wächst der Prozentsatz der Distanzierten. Eigentlich müsste durch die Austritte der Indifferenten der relative Anteil der noch verbliebenen Kirchenmitglieder, z.B. am Gottesdienstbesuch, zunehmen. Aber es ist leider umgekehrt. Das erscheint mir noch sehr viel dramatischer: Es gibt also eine innere Aushöhlung auch bei denen, die (noch) bleiben. Auch unter denen, die noch da bleiben, wird verbindliches Leben als Christen, jedenfalls, wenn man es z.B. am Gottesdienstbesuch deutlich macht, immer geringer.

Nun gibt es neue Versuche, die Bedeutung des Gottesdienstbesuchs als bisher sehr relevantes Faktum zur Kirchenbindung selbst zu relativieren, weil es ja neben dem Sonntagsgottesdienstbesuch noch so viele andere mögliche kirchliche Angebote gäbe, die bisher nicht ausreichend in der Statistik berücksichtigt würden. Ist das ein neues Beruhigungsmittel, um der Tiefe der Krise nicht ins Auge schauen zu müssen? Wenn die statistischen Zahlen zu deutlich sprechen, ändern wir die Erhebung?

Manch wissen, dass ich ĂĽber 60% meines Berufslebens in der Verantwortung fĂĽr die Evangelische Allianz stand. Es mag verwundern, wenn ein Allianzmann jetzt von den GroĂźkirchen, den Noch-Volkskirchen, spricht. Ich tue das nicht, weil ich selbst der wĂĽrttembergischen Evangelischen Landeskirche angehöre, sondern weil es leider so ist, dass soziologisch gesehen, die Mitglieder der sogenannten Freikirchen keine soziologisch relevante Größe darstellen. Das ist das groĂźe Dilemma: Die Freikirchen wachsen insgesamt gesehen auch nicht. Manche stagnieren oder nehmen ab – wenn auch nicht so dramatisch wie die Volkskirchen – andere legen dafĂĽr ein wenig zu. Insgesamt gesehen profitieren sie aber fast gar nicht, jedenfalls nicht messbar, von den jährlich Hunderttausenden von Austritten aus den groĂźen Kirchen. Ja, es gibt da und dort in Deutschland beeindruckende Gemeinden, die wachsen, Leuchtturmgemeinden. Die gibt es auch! Aber bei genauerem Hinsehen muss man leider sagen: Sehr viel davon ist leider nur „Transferwachstum“, man könnte es auch unschöner ausdrĂĽcken: Es sind „Umbettungen“.
Mit etwas ĂĽber 1 Million Mitglieder sind die orthodoxen Kirchen ĂĽbrigens relativ stabil.

Was sind die Ursachen dafĂĽr, dass die Kirchen immer weniger Zulauf haben. Ich nenne zwei Hauptfelder und fange mit dem kleineren an:

  • Erstaunlicherweise ist nämlich nur etwa ein Drittel des Schwundes durch den sogenannten „demografischen Wandel“ bestimmt, also durch die „UnterjĂĽngung“. Ich nenne da jetzt mal nur noch die Evangelische Kirche: 200.000 im Jahr 2023 (140.000 Taufen, 340.000 Sterbefälle) – aber 380.000 Austritte. Dabei wird der – gesellschaftlich, aber eben auch kirchlich spĂĽrbare demografische Wandel als mehr oder weniger unausweichlich hingestellt. Aber der demographische Wandel ist eben gerade kein Naturereignis! Im Gegenteil: der ist sehr, sehr unnatĂĽrlich. Während man sich bei den klimatischen Veränderungen durchaus zu Recht noch fragen kann oder darĂĽber streiten kann, was davon unabänderbar und was durch Menschen herbeigefĂĽhrt und beeinflusst ist und folgerichtig dann auch wirklich beeinflussbar wäre; trotz der unsicheren Sachlage werden aber Billionen teure Programme aufgefahren, um dagegen anzukämpfen. Und wir schrecken nicht zurĂĽck, dafĂĽr auch einen GroĂźteil unseres Wohlstandes aufzugeben – bei der auf den Kopf stehenden Alterspyramide mit der immer mehr fehlenden jungen Generation ist klar: Das ist eindeutig und fast nur durch Menschen herbeigefĂĽhrt, bewusst, gewollt oder durch Nicht-Wissen-Wollen in einer oberflächlichen Einstellung menschlich verursacht. Ja, es gibt auch furchtbare Naturkatastrophen. Jeder einzelne dadurch gestorbene und sterbende Mensch ist hart. NatĂĽrlich darf man nicht Tote gegen Tote aufrechnen. Aber lassen Sie mich auch sagen: Statistisch spielen diese Katastrophen fast keine Rolle. Jährlich sind es weltweit ca. 50.000 Menschen, also ca. 0,08 % der geschätzt 60 Millionen Sterbefälle weltweit. Und darum kann man auch sagen: Nein, der „demografische Wandel“, besser ausgedrĂĽckt, die demografische Katastrophe, muss nicht als unabänderlich hingenommen werden. Wenn man im Hinblick auf die Sexualität nicht massiv eingriffe und die Frucht der Sexualität, nämlich Kinder, massiv verhinderte, gäbe es hier Normalität, NatĂĽrlichkeit und Nachhaltigkeit. Und wenn sich die Menschen dabei an die Gottesordnung hielten, nämlich die Stiftung Ehe als Voraussetzung fĂĽr glĂĽcklich gelebte Sexualität und als Heimathafen fĂĽr glĂĽcklich und gesund aufwachsende Kinder und Jugendliche zu begreifen, dann wĂĽrde das alles in gutem Rahmen geschehen. Ich sage darum drastisch: Wenn sich die Gesellschaft, aber eben auch die Kirchen, neu orientieren wĂĽrden und all die MĂĽhe, die in die Projekte „Ehe fĂĽr Alle“, Gleichstellung der Geschlechter, Gender-Mainstreaming, Segnung und gar Trauung gleichgeschlechtlicher Paare gesteckt wurden, jetzt endlich wieder darauf gerichtet wĂĽrde, die wirklichen biblischen Botschaften zu verbreiten, dann wĂĽrden sich grandiose Ă„nderungen einstellen.

Christen müssten die Ehe als Stiftung Gottes der verbindlichen Lebens- und Treuegemeinschaft zwischen einer Frau und einem Mann laut und klar und ständig wiederkehrend lehren und verkündigen und das erste biblische Wort an die Menschen: „Seid fruchtbar und mehret euch“, predigen und ernstnehmen. Warum wird darüber so wenig geredet, gepredigt, gelehrt und auch öffentlich gesprochen? Wann haben Sie zum letzten Mal eine Predigt zu diesem Grundschöpfungsauftrag der Menschen gehört?

Darum noch ein Zitat:

„In der Zeit, in der wir leben, ist in … (ich lasse das Land bewusst weg) … die Zahl der Kinder, überhaupt der Bevölkerung, in einem Maße zurückgegangen, dass die Städte verödet sind und das Land brachliegt, obwohl wir weder unter Kriegen von längerer Dauer noch unter Seuchen zu leiden hatten … weil die Menschen der Überheblichkeit, der Habgier und dem Leichtsinn verfallen sind, weder mehr heiraten noch, wenn sie es tun, die Kinder, die ihnen geboren werden, großziehen wollen, sondern meist nur eins oder zwei, damit sie im Luxus aufwachsen und ungeteilt den Reichtum ihrer Eltern erben, nur deshalb hat das Übel schnell und unvermerkt um sich gegriffen.“

Das Zitat könnte von heute sein. Tatsächlich stammt es vom griechischen Geschichtsschreiber Polybios aus dem 2. Jahrhundert vor Christus. Schon im Buch Prediger (1,9) heißt es: „Es geschieht nichts Neues unter der Sonne.“ Immer wieder geschieht das Gleiche.

  • Und dennoch: Der größere Anteil des RĂĽckgangs hängt daran, dass die Zahl der Kirchenaustritte die Zahl der Kircheneintritte erheblich ĂĽbersteigt 2022: EKD 380.000 Austritte, Katholische Kirche 523.000 Austritte.

Es ist offensichtlich: Die Christen, die Kirchen, erreichen in Deutschland mit ihrer Botschaft offenbar die Kirchenfernen nicht, auch nicht ihre Kirchenmitglieder. Die Mitglieder laufen in Scharen davon.

Wo stehen wir? Am Ende des christlichen Abendlandes? Stecken wir fest in einem säkularen Zeitalter?

Es gibt ein ständiges Bemühen, die Gottesorientierung aus dem öffentlichen Leben fern zu halten, zu verbannen. Was bleibt, ist oft eine private Religiosität, die keine Kraft zum Guten hat, sondern nur bedient und kanalisiert, was dem sie vertretenden Individuum sowieso einleuchtet, also so ein „Wohl-Tu-Evangelium“. Wir reißen damit die Wurzeln aus, die uns Wachstum, Erkenntnis, Menschlichkeit, Rechtsstaat, Wirtschaftswachstum gegeben haben.

Deutschland ist nicht der Mittelpunkt der Welt. Und darum ist es notwendig, richtig und wichtig, über unseren Tellerrand hinaus in die Welt zu schauen. Weltweit sieht es nämlich anders aus. In Deutschland befindet sich das Christentum in der Krise. Doch weltweit vollzieht sich ein Wachstum der Christen und der Gemeinde Jesu. Selbst N-TV berichtete z.B. zu Weihnachten, es gäbe erstmals in der Geschichte mehr als 2,6 Milliarden Christen auf der Welt. Während in Deutschland die Kirchenaustritte zahlreich blieben, vollziehe sich in globalem Maßstab eine überraschende Hinwendung zum Christentum. Zurzeit wachse das Christentum mit einer Jahresrate von 1,18 Prozent im Jahr, also jährlich um etwa 30 Millionen die Christen werden, das wären täglich etwa 82.000 Menschen mehr. Man muss allerdings wissen: Noch schneller wüchsen momentan allerdings die Glaubensgruppen des Islam (1,87 Prozent). Die Zahl der Muslime habe in diesem Jahr erstmals die Marke von 2 Milliarden überschritten. Die drittgrößte Glaubensgruppe, die Hindus, wachsen etwa so schnell wie die Christen, nämlich um 1,2 %, und umfassen auch schon mehr als 1 Milliarde.

Also: Das Wachstum des Christentums vollzieht sich am stärksten, nicht bei uns, nicht im Westen, sondern auf der Südhalbkugel. Vor hundert Jahren lebten in Europa doppelt so viele Christen wie im Rest der Welt zusammengezählt. Inzwischen leben sowohl in Lateinamerika (611 Millionen) wie auch in Afrika (718 Millionen) mehr Christen als in Europa (566 Millionen), in Asien leben erstmals mehr als 400 Millionen Christen.

Ich finde es sehr wichtig: Das ist auch ermutigend. Die Gemeinde Jesu wächst. Wir sind nicht auf dem untergehenden Schiff sondern gehören zu einer ständigen wachsenden Bewegung. Das kann uns schon auch mal trösten, wenn wir nach Deutschland reinschauen. Aber wir dürfen vor allem eines nicht aus den Augen verlieren: Es ist uns kein zahlenmäßiges Wachstum verheißen. Die Größenverhältnisse sagen auch nichts aus über die Qualität. Mehrheiten sind nicht der Ausdruck von Wahrheit. Wir müssen nicht Ausschau halten, wie wir Mehrheiten gewinnen sondern darauf achten, dass wir selbst und unsere Kirchen und unsere Gemeinde in der Spur Jesu bleiben, selbst wenn uns das dazu führen würde, dass wir selbst immer mehr in die Minderheit kommen würden. Ich würde so gerne sagen, dass die Gemeinden, in denen das Wort Gottes rein und klar verkündigt wird, den Negativtrend aufhalten könnten in der Kirche und dass die selbst groß wachsen würde. Ich verwies schon auf das Phänomen des Transferwachstums bzw. der Umbettungen. Es ist nicht nachweisbar. Ich kann auch nicht in das Herz der Menschen schauen. Ich kann auch nur die statistischen Zahlen betrachten, bei aller Vorläufigkeit. Man kann freilich immer von – mindestens – zwei Seiten vom Pferd fallen. Es kann auch nicht unsere Sicht sein, dass wir uns halt pessimistisch zurückziehen und uns mit unserer Situation abfinden. Es gibt gerade auch im sogenannten frommen Bereich eine Verklärung der „kleinen Zahl“, so als ob schon die kleine Zahl, die Abwendung der Welt, ein Zeichen für mehr Heiligkeit und Frömmigkeit und Gottwohlgefälligkeit wäre. Also, dass die Leute uns nicht zujubeln sei auch schon ein Zeichen, dass wir selbst richtig liegen. Das kann so einfach auch nicht sagen. Weder Anpassung an den Zeitgeist, auch um mehr Anerkennung zu bekommen, wird uns helfen – ich habe den Eindruck, dass die großen Kirchen da im Augenblick ihre großen Fehler machen, dass sie denken, sie müssten der Gesellschaft hinterher laufen. Manchmal laufen sie in der liberalen Entwicklung in der Gesellschaft sogar voraus und meinen, man müsste alles wegnehmen, was da an guten ethischen Grundsätzen angefeindet wird und leider auch immer mehr die Freikirchen, sicherlich unbewusst, diesen Weg gehen und dabei immer mehr Frust erzeugen – aber noch der Rückzug aus dieser Welt, kann der Weg sein.

Was ist dann der Weg für die Gemeinde Jesu in unserer Zeit? Es kann doch nur so sein, dass wir uns für unser persönliches Leben, aber auch für den Weg der Kirchen an den Grundordnungen geistlichen Lebens orientieren, die uns in der Bibel gegeben sind. Ich nenne

1. Priorisierung des Gebets

Ich sehne mich danach, dass die Gemeinde Jesu wie in der ersten Gemeinde zuerst wieder eine Gebetsgemeinschaft wird. Schon zwischen Himmelfahrt und Pfingsten heiĂźt es von den JĂĽngern Jesu: „Diese war stets einmĂĽtig beieinander im Gebet“. Wir können natĂĽrlich auch mit unserem Gebet Gott zu nichts zwingen. Aber die nötige ersehnte Erweckung wird nicht ohne die Erweckung zum Gebet kommen. Wann werden von allen Veranstaltungen der Christen fĂĽr Christen die Gebetsstunden die ĂśberfĂĽllten sein – wenn doch das Gebet das Wichtigste ist – und welchen Stellenwert hat das Gebet bei uns in unserem Glaubensleben? Bei mir, und bei Ihnen!

Heute gehören viele Zeitgenossen zu den Punktesammlern. Es gibt „Pay back“, aber auch bei den Tankstellen, Fluggesellschaften, Hotelketten usw. stehen Rabattsammelsysteme hoch im Kurs. Es ist wie früher. Mancher wird sich noch erinnern. Die Rabattmarkenhefte vom Konsum. Irgendwie sammeln die Leute gerne. Was sie da wirklich bekommen, ist aber im Regelfall nicht viel. 3%? Aber was ist das schon? Wie wäre es, wenn wir 3% unserer Zeit dafür einsetzen würden, um Ruhe zum Gebet und für Gottes Wort zu haben? 3 % ist doch nicht viel. Auf den Tag gesehen sind das gerade einmal 43,2 Minuten. Was wäre, wenn wir uns diese Schulstunde, eine Dreiviertelstunde, täglich diese Ruhe gönnen würden, zum Wasser hin unsere Wurzeln ausstreckten? Es kommt nicht auf Quantität an, natürlich nicht, und doch frage ich: Wäre es nicht gut, die 3 %- Regel wahrzunehmen – wenigstens? Von Martin Luther wird ja berichtet, dass er gesagt habe: Ich habe heute sehr viel zu tun. Ich muss erst drei Stunden beten. Mit 43,2 Minuten wären wir da ja auch noch weit entfernt! Jedenfalls werde ich nicht müde, das Gebet als wesentlichen Teil unseres Glaubens und Lebens zu sehen. Der frühere Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zu zitieren mit diesem herrlich nüchternen Wort: „Das Gebet ersetzt keine Tat, aber das Gebet ist eine Tat, die durch nichts anderes ersetzt werden kann.“

2. Priorisierung der Mission

Der Ur-Auftrag an die Christen lautet: „Gehet hin und machet zu JĂĽngern alle Völker“ (Matthäus 28,19). Nehmen wir diesen Missionsauftrag eigentlich noch ernst und die damit verbundenen VerheiĂźungen wahr, oder – das frage ich gerade auch die Frommen im Land – haben wir unser Land im Grunde des Herzens bereits aufgegeben?

Erweckungen können wir nicht machen und natürlich nicht erzwingen. Aber warum sollten wir nicht von Gott erwarten, erbitten, erflehen, dass er unter uns noch einmal Großes tut? So wie in der Reformation Gott selbst der Handelnde war und neu das biblische Evangelium hineinströmen ließ, so kann er doch auch heute eine neue Erweckung schenken, die zu einer Reformation in den Kirchen und Gemeinden führt und dadurch auch zu neuer missionarischer Stoßkraft in unser Volk hinein. Unsere Gottesdienste sollen nicht nur der Sammlung sondern der Sendung dienen: Hinausgehen mit dem Evangelium in unsere Stadt, in unsere Dörfer, in die ganze Welt. Kirchen sind Missionsstationen, von denen aus die Sendung in die Welt geschieht. Denn Ohne Mission ist die Kirche keine Kirche. Wir müssen das Evangelium sagen. Evangelium ist Bringschuld. Ich bin davon überzeugt, dass wir in unseren Kirchen und Gemeinden eine Totalinventur brauchen. Müssen wir das an die Gemeinde gerichtete Programm weiterhin so stark gewichten, dass kaum Zeit bleibt für die Evangelisation und Mission draußen? Braucht es nicht ein 50 : 50 – Verhältnis im Einsatz von Zeit, Kraft, Geld, Mitarbeitern, um zu einer Ausgewogenheit von Sammlung und Sendung zu kommen? Und mit Blick auf die Kirchen und Gemeinden sage ich: Wenn eine Firma in der Krise ist, dann muss sie sich neu auf ihre Kernkompetenz konzentrieren. Wo ist sie besser, wo kann sie etwas anbieten, was andere nicht anbieten können. So viel habe ich jedenfalls von Wirtschaft verstanden, obwohl ich eigentlich Verwaltungsbeamter bin. Müsste das nicht auch in den Kirchen geschehen. Ich würde die Kirchen ermutigen, viele der Sondereinrichtungen aufzugeben. Die Kirche muss sich nicht um den Klimaschutz kümmern, um den Umweltschutz, um die Energiefragen. Sie braucht keinen Friedensbeauftragten. Die ganzen Mittelinstanzen können vermindert werden. Kirche muss wieder das tun, was andere nicht können: Menschen zum Glauben zu rufen, im Glauben zu lehren.

3. Priorisierung der Lehre, klare Orientierung am Wort Gottes, dass JĂĽnger werden.

Das Lebenselixier geistlichen Lebens ist das Wort Gottes, das uns im Alten und Neuen Testament gegeben ist. Sich mit Gottes Wort zu beschäftigen, es zu lesen, zu studieren – vielleicht auch wieder Worte Gottes auswendig zu lernen, gehorsam seinem Wort folgen, das schafft ständig neuen Zufluss aus der Erkenntnis Gottes.

Und darum müssen wir wieder klaren Grund legen in der Lehre. Wir müssen wissen, was wir glauben, damit wir zum Zeugnis in dieser Welt fähig sind. Darum brauchen wir Bibelstunden, Bibelstudien und ein Festhalten an den guten alten Glaubensgrundsätzen. Ich denke, wir sollten es immer wieder viel mehr durchbuchstabieren: Das Apostolische Glaubensbekenntnis, das Nizänische Glaubensbekenntnis der frühen Christenheit. Das ist Substanz unseres Glaubens. Das müssen wir immer wieder für uns neu buchstabieren. Das brauchen wir. Wenn ich die Bibel richtig verstehe, dann war die Ur-Versuchung der Menschen „Ja, sollte Gott gesagt haben?“ Und das ist bis heute die Ur-Versuchung bis hinein in die Kirchen. Ist das wirklich Gottes Wort was wir da haben? Und heute wird das noch mal übersteigert, wenn man sehen kann, dass der Wortlaut eigentlich schon klar ist. Dann fragt man „Sollte Gott es wirklich so gemeint haben, wie es da steht?“

4. Wir gehören zur weltweiten Gemeinde Jesu

Ich hatte das eben schon erwähnt: Wir sind keine sterbende sondern eine wachsende Bewegung, wenn auch nicht bei uns sichtbar und spürbar. Aber wir gehören doch zusammen. Obwohl uns das wahrscheinlich nicht besonders schmeckt: Wir dürfen, können und müssen von der weltweiten Gemeinde Jesu lernen, wie sie ihren Glauben lebt. Sie haben wenig Geld und setzen trotzdem den Zehnten ein. Sie arbeiten daran, dass sie Missionare aussenden können. Wir müssen von der weltweiten Gemeinde Jesu lernen, wie sie lebt. Und dabei ist mir auch besonders wichtig: Die Gemeinde Jesu wird verfolgt. Manche verklären ja auch diese Situation, weil sie das Wort des alten Kirchenvaters Tertullian für richtig halten: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Kirche“. Das ist auch nicht falsch. Wenn das so ist, dann ist das auch nicht vergnügungssteuerpflichtig. Aber wir sollten uns davor hüten, es zu verklären. Denn es stimmt eben auch nicht generell und immer, obwohl es da und dort sehr beeindruckende Zeugnisse davon gibt. Aber es gibt auch das Andere: Die Verfolgung kann sehr wohl die Gemeinde nahezu zerstören: Denken Sie an die Länder in Nordafrika oder in der Türkei. Ja, sie kann offenbar nicht alles plattmachen, aber sehr, sehr viel. Ich habe von meinem Freund Johann Candelin gelernt, einem schwedischen Theologen, der lange der Beauftragte der Evangelischen Allianz für Religionsfreiheit war. Der sagte: Ja, Tertullian hat schon Wahres ausgesprochen. Aber das umgekehrte ist auch wahr: Die Gemeinde wächst nicht nur da, wo sie verfolgt wird, vielmehr: Die Gemeinde Jesu wird dort verfolgt, wo sie wächst. Dort wo die Gemeinde Jesu treu dem Willen Jesu ergeben ist, in der Lehre Jesu bleibt, wo sie sich einsetzt, wo sie missioniert, da eckt sie an. So lange die Gemeinde Jesu ein fröhliches Wohlfühlchristentum lebt, ein Sofachristentum lebt, ist es kein Problem. Heute muss ich ja über die Kirche niemand aufregen. Klar, es gibt viele Versäumnisse. Die kann man auch aufdecken. Aber wenn wir mit dem Evangelium wirklich den Menschen nahekommen, sie auch herausfordern, dann kann es schwierig werden. Der sächsische Evangelist Theo Lehmann, der ja gerade 90 Jahre alt geworden ist, hat einmal gesagt: „Wenn sich nach der Predigt niemand bekehrt und niemand beschwert, dann war die Predigt verkehrt!“ Das heißt, wenn wir das Evangelium sagen, dann wird auch die Bedrängung und Verfolgung zunehmen.

Anfang des Jahres ist der neue Weltverfolgungsindex aufgelegt worden. Man geht davon aus, dass 260 Millionen Christen weltweit bedrängt und verfolgt werden. Würden wir unser Christsein auch leben, wenn Verfolgung kommt. Verfolgung ist also der Normalfall. Wir sind in Deutschland im Ausnahmemodus. Wir haben Freiheit und wir sollten diese Freiheit nutzen. Auch wenn es sein kann, dass wir gerade vielleicht auch deshalb so friedlich als Christen leben können, weil wir so schlummernd sind, so angepasst, so harmlos?

Die Rede von der „Treue im Kleinen“ ist uns sicher geläufig. Sie ist sehr wichtig im Leben, auch im Glaubensleben. Wir sollen treu mit dem Umgehen, was uns anvertraut ist. Aber es gibt auch eine Treue im Großen. „Wem viel anvertraut ist, von dem wird man viel fordern“ (Lukas 12,48). Uns ist in Deutschland sehr viel anvertraut. Wir haben Frieden, Freiheit, Wohlstand, know how, wie wohl keine Generation vor uns. Wie gehen wir um in der Freiheit? Was machen wir damit? Haben wir selbst in der Freiheit schon Sorge vor dem Anecken? Wem Freiheit gegeben ist, der muss die Freiheit auch nutzen. Als Christen dürfen wir außerdem nicht vergessen, dass wir Gott, nicht Menschen verantwortlich sind.

Es ist schön, wenn man Zustimmung bekommt. Aber Mehrheit ist kein Maßstab für die Wahrheit. „Lass dich nicht von Menschen leiten. Menschen sind wie Laub im Wind. Jesus schafft Persönlichkeiten, die das Salz der Erde sind.“

Hartmut Steeb, Vortrag Konferenz „Durchblick im Zeitgeschehen“, Langensteinbacher Höhe am 6.6.2024

Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 4. Juli 2024 um 12:51 und abgelegt unter Christentum weltweit, Gemeinde, Kirche.