Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

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Leiterwechsel beim Gemeindehilfsbund

Dienstag 12. Juli 2022 von Gemeindehilfsbund


Gemeindehilfsbund

Mit einem Festgottesdienst in der Evang.-luth. Kirche St. Johannes der TĂ€ufer in DĂŒshorn bei Walsrode wurde am 9. Juli der Leiterwechsel beim Gemeindehilfsbund vollzogen. Pastor Dr. Joachim Cochlovius, der dem Gemeindehilfsbund seit 1996 hauptamtlich vorstand, wurde verabschiedet und von seinen Aufgaben entpflichtet. Pastor Dr. Stefan Felber, der seit zwanzig Jahren Altes Testament am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) bei Basel lehrte, wurde als neuer Leiter in sein Amt eingefĂŒhrt und zusammen mit seiner Ehefrau Ulrike Felber fĂŒr die neue Aufgabe gesegnet.


FĂŒnf Perspektiven fĂŒr die Arbeit des Gemeindehilfsbundes

In seiner Antrittspredigt ĂŒber die ersten 11 Verse des zweiten Petrusbriefes formulierte Stefan Felber fĂŒnf Perspektiven zum Amtsantritt und die kĂŒnftige Arbeit des Gemeindehilfsbundes:

1.) Er teile „den gleichen teuren Glauben“ und wisse sich der „gleichen geistlichen Haltung verpflichtet wie die bisherigen Mitarbeiter“. 2.) In seiner kĂŒnftigen Arbeit werde die „Auslegung des Wortes Gottes das Zentrum aller Arbeitsbereiche bilden“. 3.) Der Gemeindehilfsbund werde wie bisher Evangelisation, Apologetik und Seelsorge anbieten und unterstĂŒtzen. WĂ€hrend Ehepaar Cochlovius stark in der Eheseelsorge engagiert ist, bringe das Nachfolgeehepaar inhaltliche Schwerpunkte auf dem pĂ€dagogischen Gebiet mit. 4.) Der Gemeindehilfsbund werde wie bisher „vor allem Christen stĂ€rken, die durch falsche Lehre in Glaubenszweifel oder an den Rand gedrĂ€ngt werden“. Die PrioritĂ€t liege weiterhin in den Landeskirchen, aber landeskirchliche Gemeinschaften und Freikirchen brauchten verstĂ€rkt theologische und seelsorgerliche Hilfe. 5.) Stefan Felber wies darauf hin, dass der Staat sich zunehmend in kirchenpolitische Fragen einmische, was den Charakter der innerkirchlichen Debatten grundlegend verĂ€ndere: „Alle, die am bisherigen Glauben festhalten und dies auch kundtun, mĂŒssen jetzt nicht nur damit rechnen, kirchliche Ämter zu verlieren, sondern auch damit, gerichtlich belangt zu werden.“ Auch an dieser Stelle werde der Gemeindehilfsbund Hilfe und Ermutigung anbieten.

RĂŒckblick auf 30 Jahre Gemeindehilfsbund

Im Zentrum des Nachmittagsprogramms stand der RĂŒckblick mit Bildern auf 30 Jahre Gemeindehilfsbund. Pastor Dr. Joachim Cochlovius erinnerte an Pastor Heinrich Kemner, der den Gemeindehilfsbund am 31.10.1992 gegrĂŒndet hatte. Das Weihegebet, das Kemner damals sprach, wurde als Video gezeigt. Der Bund solle „Anstoß zu einer ewigen Bewegung“ werden. GrĂŒndungsanlass waren damals die Rosenheimer ErklĂ€rung (April 1991), mit der die VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber das ungeborene Leben in die Hand der Frau gelegt wurde, landeskirchliche Stellungnahmen zur HomosexualitĂ€t (1991 und 1992) und das Vordringen der Feministischen Theologie (Berufung von Maria Jepsen zur Bischöfin April 1992). Cochlovius zeigte sich davon ĂŒberzeugt, dass sich dieser Segen in den folgenden drei Jahrzehnten sichtbar entfaltet habe. Der kleine Verein wuchs von 300 auf mittlerweile fast 1.000 Mitglieder und Freunde an. Immer neue Arbeitsgebiete und Aufgabenfelder habe Gott aufgetan, z.B. 2003 die GrĂŒndung des Gemeindenetzwerkes, seit 2005 die intensive Zusammenarbeit mit dem Fernsehsender Bibel TV, die Herausgabe der Zeitschrift „Aufbruch“ seit 2011 und die GrĂŒndungen von zwei Zweigstellen im SĂŒdwesten (Barbelroth/Pfalz) und im Nordosten Deutschlands (FĂŒrstenwerder/Uckermark). Im vergangenen Jahr habe der Gemeindehilfsbund die GrĂŒndung einer Vereinsgemeinde in der SĂŒdpfalz angestoßen, nach den Worten von Cochlovius ein besonderes Hoffnungszeichen.

Der zweite Vorsitzende des Bruderrates des Gemeindehilfsbundes, Diakon Wolfhart Neumann, dankte dem scheidenden Leiter und seiner Ehefrau Lieselotte Cochlovius fĂŒr den jahrzehntelangen Dienst. Es wurden Grußworte entrichtet, u.a. vom Rektor des Theologischen Seminars St. Chrischona Dr. Benedikt Walker, dem Pastor der Ortsgemeinde Pastor Bernd Piorunek, von Susanne Reddig (Bibel TV), Pastor Dietrich Klinke (Geschwisterkreis des Gemeindehilfsbundes) und dem Leiter des Geistlichen RĂŒstzentrums Krelingen, Pastor Ralf Richter. Musikalisch gestaltet wurde der Tag von den Liedermachern Wolfgang Tost (Neukirchen bei Chemnitz), Astrid Borower (Hannover-Langenhagen) und den Organisten Alfons von Tegelen (Bad Fallingbostel) und Michael Stachowski (Hannover-Langenhagen).

Johann Hesse, 11.7.2022

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 12. Juli 2022 um 9:42 und abgelegt unter Allgemein, Gemeinde, Kirche.