Gemeindenetzwerk

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Zum Reformationsfest

Donnerstag 31. Oktober 2019 von Pfr. Hans Heidenreich


Pfr. Hans Heidenreich

Es gibt sie: Menschen, die mutig Verantwortung ĂŒbernehmen. Letzte Woche in Magdeburg. Es fehlten nur drei Steine im Kopfsteinpflaster. Aber darunter war ein riesiger ausgespĂŒlter Hohlraum. Zwei SchĂŒler stellten sich davor und warnten die Autofahrer und telefonierten gleichzeitig die Feuerwehr herbei. Martin Luther war solch ein mutiger Mann: Was ihr da tut in der Kirche, das ist hohl. Es trĂ€gt nicht im Leben. An ihm haben sich die Geister geschieden. Entweder „Ich mache so weiter, wie ich es gewohnt bin“. Oder „Ich bin froh, dass ich das erkannt habe, wie leer mein Leben war. Nun habe ich Christus. Nie wieder wĂŒrde ich ihn hergeben“. Luther stellte sich mitten in den Weg und behauptete: Dieser Weg fĂŒhrt in den Abgrund. Ändere sofort deinen Kurs, in der damaligen Sprache ‚Tut Buße‘ (Erste These vom 31.10.1517).

Die zwei SchĂŒler und Martin Luther waren Weg-Versperrer. Nehmen wir die Perspektive Gottes: „Furchtbar, was die Menschen sich antun. Ich muss etwas tun. Die Sintflut hat nichts genutzt, die Menschen sind hoffnungslos verdorben. Ich muss zu ihnen als einer von ihnen kommen. Vielleicht hören sie auf mich und rennen nicht noch weiter in den Abgrund.“

Und was tun die Menschen? Sie ĂŒberfahren diesen Menschen, der sie vor dem Abgrund warnen will. Sein Name: Jesus Christus. Sein Tod: am Kreuz. Warum lĂ€sst Gott das zu? Die Menschen brauchen jemand, der ihre Schuld stellvertretend auf sich nimmt. Das ist die einzige Rettung. Wer das nicht annimmt, landet genau da, wovor Christus ihn warnen wollte.

„Bitte nicht weiterfahren!“ Re-formation bedeutet „ZurĂŒckformung“ zu den UrsprĂŒngen, zu Christus. Ist Christus nicht drin in den Predigten, dann ist es keine christliche Kirche. So einfach ist das.

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 31. Oktober 2019 um 18:48 und abgelegt unter Kirche, Predigten / Andachten.