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Predigt ĂĽber Jer 29,1-14: Der Trostbrief in der Diplomatenpost

Samstag 15. Juni 2019 von Johann Hesse


Johann Hesse

Im Jahr 597 v. Chr. hatte der babylonische König Nebukadnezar Abertausende von Juden aus Jerusalem und dem Königreich Juda nach Babylon im heutigen Irak deportiert. Sie mussten die ĂĽber 1.000 Kilometer lange Strecke in FuĂźmärschen unter schwerster Bewachung zurĂĽcklegen. Völlig erschöpft mussten die Ăśberlebenden dieses Gewaltmarsches dann unter den Spott- und Jubelrufen der Babylonier durch die imposante – immerhin 16 Meter breite und 300 Meter lange – ProzessionsstraĂźe durch das mächtige Ischtar-Tor in die Stadt Babylon ziehen. In Babylon lebten damals rund 100.000 Menschen. In mehr als 40 Tempeln wurden Ischtar, Marduk, Schemosch und andere Götzen angebetet.

Versklavt an Babylon

Babylon war die Stadt des Feindes und die Stadt der Götzen. Die Juden waren die Verlierer. Die Babylonier lieĂźen den Juden zwar gewisse Freiheiten – der Bau von Häusern, das Anlegen von Gärten, EheschlieĂźung und FamiliengrĂĽndung waren möglich-, aber sie durften nicht zurĂĽck in ihre Heimat und sie mussten den Babyloniern als Sklaven dienen. Die Juden Babylons hatten Heimat und Freiheit verloren. Versklavt, entrechtet, verachtet, voller Trauer und Verzweiflung schufteten sie fĂĽr das babylonische Weltreich. Im berĂĽhmten „Gefangenenchor“ von Verdis Oper Nabucco wird die Sehnsucht der Juden nach der fernen Heimat besungen.

Alles sinnlos?

Brennende Fragen in den Herzen der Juden: Wie geht es weiter? Hat uns Gott verlassen? Warum lässt Gott so viel Leid zu? Warum haben die Feinde Gottes gesiegt? Gibt es noch eine Hoffnung? Wird unser Elend je ein Ende haben? Haben wir noch eine Zukunft? Gibt es noch etwas, wofür es sich zu leben lohnt? Hat unser Leben noch Sinn und Perspektive?

Der Trostbrief in der Diplomatenpost

Der Prophet Jeremia erhält in Jerusalem von Gott den Auftrag, den deportierten Juden im Exil einen Brief zu schreiben. Dieser Brief wurde einer hochrangigen Regierungs-Delegation mitgegeben, die von Jerusalem nach Babylon reiste. In der Diplomatenpost ein Brief von Gott. Der Wortlaut dieses Briefes ist bis auf den heutigen Tag erhalten und wir finden ihn in Jeremia 29,1-14.

Mit diesem Brief will ich euch heute eine vierfache Botschaft mit auf den Weg geben:

1. Der Auftrag – Sei ein Friedensbringer!

„So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen WeggefĂĽhrten, die ich von Jerusalem nach Babel habe wegfĂĽhren lassen: 5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre FrĂĽchte; 6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt fĂĽr eure Söhne Frauen und gebt eure Töchter Männern, dass sie Söhne und Töchter gebären; mehrt euch dort, dass ihr nicht weniger werdet. 7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegfĂĽhren lassen, und betet fĂĽr sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“ (Jeremia 29,4-7)

1.1       Gott sitzt im Regiment

Der Brief stellt erst einmal etwas richtig. Die Juden dachten, Nebukadnezzar habe sie aus Jerusalem weggeführt. Der Gott Israels sagt: „Nein, nicht Nebukadnezar, sondern ich habe euch aus Jerusalem wegführen lassen. Weil ihr meinen Bund gebrochen habt, habe ich euch die Babylonier geschickt. Nebukadnezar ist nur ein Werkzeug. Ich bin der souveräne Herr der Geschichte.“

Eine wichtige Lektion auch für uns: Was immer geschieht! Vergiss nie, dass Gott im Regiment sitzt! Selbst wenn schlimme Dinge geschehen, dann musst du wissen: Gott hat die Fäden der Weltgeschichte und deines Lebens ganz fest in der Hand.

Paul Gerhardt hat das so schön in seinem Lied „Befiehl du deine Wege“ zum Ausdruck gebracht“: „Auf, auf, gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht, lass fahren, was dein Herzen betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht Regente, der alles führen soll. Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl.“

 1.2       Betet für den Frieden

„Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegfĂĽhren lassen, und betet fĂĽr sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“ Hier steht im hebräischen Urtext dreimal der Begriff „Schalom“ – der allumfassende Friede. Also muss es eigentlich lauten: „Suche den „Schalom“ (Frieden) der Stadt. Bete fĂĽr sie zum Herrn, denn wenn sie „Schalom“ hat, dann wirst auch du „Schalom“ haben. „Schalom“ – das ist der allumfassende Friede, den es nur durch die Herrschaft Gottes und unter seinem heilsamen Segen kann. Ohne Gott und seinen Messias kann es keinen Schalom geben.

1.3       Das Gebet für die Feinde

Die Babylonier hatten den Nahen Osten nicht friedlich, sondern mit grausamer Militärmacht unterworfen. Die spätere Zerstörung Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. geschah mit äußerster Brutalität gegenüber den Bewohnern der Stadt. Die Stadt wurde ausgehungert und vollständig zerstört. Aus Sicht der Juden waren die Babylonier Todfeinde und unreine Götzenanbeter.

Und was sagt Gott den Juden? „Betet für Babylon. Betet für die Stadt, das Land und die Menschen. Betet für eure Feinde! Betet für die, die euch deportiert und versklavt haben. Betet für eure Unterdrücker. Betet für die, die euch versklavt haben und ausnutzen!“ Das war absolut revolutionär! Die von Jesus in der Bergpredigt geforderte Feindesliebe leuchtet hier bereits hell auf. So wie die Juden damals für ihre Todfeinde beten sollten, so sollen auch wir Christen für die beten und die segnen, die uns hassen und verfolgen.

1.4       Sei ein Friedensbringer

Du erhältst hier heute einen ganz klaren Auftrag: „Suche der Stadt Bestes, in der du lebst, und bete fĂĽr sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s euch auch wohl.“ Wo immer der Unfrieden, Streit, Neid, Eifersucht, Zorn, Missgunst, Egoismus und Feindschaft sich ausbreiten wollen, da schreite ein mit der mächtigsten Waffe ĂĽberhaupt: dem Gebet.

Deine Ehe ist in Gefahr: Bete, dass Gottes Schalom sich ausbreitet!
Die Ehe deiner Eltern versinkt im Streit: Bete, dass Gottes Schalom sich ausbreitet!
Das ist Mobbing in deiner Klasse oder am Arbeitsplatz! Bete, dass Gottes Schalom sich ausbreitet!
Du wirst wegen deines Glaubens angefeindet: Bete, dass Gottes Schalom sich ausbreitet!

Gott will den Frieden. Der Teufel ist Gottes Gegenspieler – er will unsere Beziehungen zerstören und er sät Feindschaft, um uns zu entzweien. Die effektivste Waffe gegen die Saat der Feindschaft ist das Gebet fĂĽr den Frieden Gottes und seines Messias.

Wenn meine Frau und ich merken, dass sich schlechte Gedanken in unseren Herzen und sich Streit in der Ehe und in unserer Familie breit machen, dann gehen wir ins Gebet. Und wir stellen immer wieder fest, dass der Friede wiederkommt und sich ausbreitet in unseren Herzen, in der Ehe und in der Familie. Je mehr Menschen in unseren Ehen, Familien, Schulen, Firmen und in der Gesellschaft fĂĽr den Frieden Gottes beten, desto mehr wird sich dieser Frieden ausbreiten.

„So ermahne ich nun, dass man vor allen Dingen tue Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, 2 für die Könige und für alle Obrigkeit, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3 Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, 4 welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als sein Zeugnis zur rechten Zeit.“ (1 Timotheus 2,1-6)

Dieser Friede kann nur durch Jesus Christus, den einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen, zu uns kommen. Darum mĂĽssen wir beten, dass die Menschen in Jesus Christus Gottes Wahrheit und seinen Schalom erkennen.

Deine Ehe, deine Familie, deine Schule, deine Gemeinde, dein berufliches Umfeld, dein Land braucht dein Gebet! Bete, dass der Schalom Gottes sich durch Jesus Christus ausbreitet und die Herzen erobert.

2. Die Warnung – Folge nicht den Lügenpropheten!

„Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen! 9 Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. 10 Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.“ (Jeremia 29,8-10)

Gott hatte angeordnet und durch Jeremia prophezeit, dass die Juden 70 Jahre lang im babylonischen Exil bleiben sollten. Die Botschaft der Lügenpropheten lautete: „In zwei Jahren ist Babylon am Ende. In zwei Jahren dürfen wir wieder zurück nach Jerusalem und Juda.“

Die Geschichte hat dem Propheten Jeremia Recht gegeben und die Lügen der falschen Propheten entlarvt. So wie Jeremia es angekündigt hatte, wurden Jerusalem und der Tempel zerstört. Im Jahr 586 v. Chr. folgte eine weitere große Deportation der Juden. Und erst ab dem Jahr 539 v. Chr., nachdem Babylon von den Persern erobert wurde, konnten die Juden aus dem Exil zurückkehren.

Aus diesem Grund muss Jeremia den Juden in Babylon mitteilen: „Baut Häuser, pflanzt Gärten, grĂĽndet Familien“ – Ihr seid nicht zwei Jahre, sondern 7 Jahrzehnte in Babylon. Genauso ist es auch gekommen.

2.2       Die Botschaft der Lügenpropheten

Auch heute treten diese Lügenpropheten auf. Sie sind meist in der Mehrzahl und sie sind überall vertreten: In den Medien, in der Politik und besonders gerne auch mit dem frommen Mäntelchen versehen in Kirchen und Gemeinden:

Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass es keinen Gott gibt.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass es kein Weltgericht gibt.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass es keinen Teufel gibt.
Die Lügenpropheten sagen dir, dass es weder Himmel noch Hölle gibt.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass Gott unsere SĂĽnden auch ohne den blutigen Opfertod Jesu vergeben wĂĽrde.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass Jesus nicht auferstanden ist.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass Jesus nicht wiederkommen wird.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass du die Wahrheit nicht erkennen kannst.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass es gar keine objektive Wahrheit gibt.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass es egal ist, was du glaubst.
Die LĂĽgenpropheten sagen dir, dass die Bibel ein Buch voller Mythen und Legenden ist.

Die zweite wichtige Botschaft dieser Predigt: Folge nicht den Lügenpropheten! „Lasst euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen!“

2.3       Gott erfüllt sein Wort in Gericht und Gnade

„Denn so spricht der HERR: Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, dass ich euch wieder an diesen Ort bringe.“

Gott hat sein Wort erfüllt. Israel durfte zurückkehren. Im Jahr 539 v. Chr. eroberte der Perserkönig Kyros Babylon. Die Perser erließen ein Edikt. Die Juden durften Jerusalem und den Tempel wiederaufbauen. Gott hat sein gnädiges Wort erfüllt. Darum lohnt es sich, den prophetischen Aussagen der Bibel zu vertrauen.

Israel musste lernen, dass Gott sein Volk richtet, aber dass er sich seinem Volk auch wieder gnädig zuwendet. Und auch wir müssen dies heute lernen.

 2.4       Gott wird diese Welt richten

Die Propheten der Bibel und Jesus der Sohn Gottes kĂĽndigen fĂĽr die Zukunft einen Tag des Gerichts an.

 „Auch ihr Silber und Gold wird sie nicht erretten können am Tage des Zorns des HERRN. Die ganze Erde soll durch das Feuer seines Grimmes verzehrt werden; denn er wird ein schreckliches Ende machen mit allen, die auf Erden wohnen.“ (Zefanja 1,18)

„Du aber, mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen, häufst dir selbst Zorn an für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes.“ (Röm 2,5)

Jesus sagt: „Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.“ (Mt 25,46)

 Die Lügenpropheten sagen dir, dass das alles nicht wahr sei. Ich sage dir heute: Folge ihnen nicht! Das Gericht kommt! Du stehst heute vor der Wahl zwischen Leben und Tod, Himmel oder Hölle, Weltgericht oder Freispruch. Das ist die Wahl, vor die Gott uns stellt. Das ist die Warnung, die Jesus und alle Propheten der Bibel ausgesprochen haben.

 3. Die Perspektive – Lebe mit Zukunft und Hoffnung!

 „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ (Jeremia 29,11)

 3.1       Gottes gnädiges Wort an Israel

Gott sagt hier zunächst über Israel, aber dann auch über uns: „So denke ich über dich! Ich habe Gedanken des Friedens (Schalom), der Vergebung und der Gnade! Ich gebe dir Zukunft und Hoffnung. Hier finden wir im Urtext das hebräische Wort „Hatikvah“ – die Hoffnung. So lautet der Name der Nationalhymne Israels.

Nach 70 Jahren kehrten die Juden aus Babylon nach Israel zurĂĽck, wie wir bereits gesehen hatten. Und im Jahr 1948 erlebte Israel das noch einmal – nach einem 2.000-jährigen Exil. Gott hat fĂĽr sein Volk immer Gedanken und Pläne der Zukunft und Hoffnung.

Das babylonische Weltreich ist untergegangen. Das Volk, seine Sprache, seine Kultur, seine Lebensweise, seine Götter – das alles ist nicht mehr da. Es sei denn du gehst ins Pergamonmuseum in Berlin. Und Israel? Seine Schrift, seine Sprache, seine Kultur, sein Volk, sein Gott – sie sind lebendiger denn je. Wenn du nach Babylon gehst, findest du viel Sand, Wüstentiere und archäologische Ausgrabungen. Wenn du nach Jerusalem kommst, findest du eine quicklebendige Stadt, auf den Straßen wird hebräisch gesprochen und auf dem Platz vor der Klagemauer wird die „Hatikvah“ angestimmt.

Als Friedrich d. Große General von Ziethen nach einem Beweis für die Existenz Gottes fragte, da sagte dieser: „Eure Majestät – die Juden“. Er hat Recht. Wenn du genau hinsiehst, wirst du in der Geschichte Israels die Spuren des lebendigen Gottes sehen. Von Israel geht eine Hoffnungs- und Zukunftsbotschaft aus an die Völker der Welt.

3.2       Gottes Gedanken über dich: Schau auf den gekreuzigten Christus!

Wenn du Gottes Gedanken über dich wissen willst, dann blicke auf das Kreuz, wo Jesus für dich litt und starb. Blicke in das blutüberströmte Angesicht Jesu. Gott will nicht, dass du in das Weltgericht und in die Hölle kommst. Gott will nicht, dass du in den Sünden umkommst. Darum nimmt er deine Sünde. Darum geht Jesus Christus in das Zorngericht für dich.

„Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.“ (Joh 1,29)

Gott will nicht dein Leid; er will nicht deinen Tod. Gott will nicht, dass du in die Hölle, sondern in den Himmel kommst. Das sind Gottes Gedanken ĂĽber dich: Er denkt an dich mit Gedanken der Liebe, der Gnade und der Vergebung – Gedanken der Versöhnung zwischen dir und Gott. Er will das Kaputte heilen; er will deinen Schalom in Ewigkeit.

3.3       Gottes Gedanken über dich: Schau auf den auferstandenen Christus!

Eben standen wir unter dem Kreuz. Jetzt gehen wir zu dem Grab. Es ist leer! Er ist nicht hier! Er ist auferstanden von den Toten! Jesus Christus lebt! In dem auferstandenen Christus ist Zukunft und Hoffnung! Hier in Jesus ist der Anfang einer neuen und unzerstörbaren Welt; einer Welt, in der Gottes Schalom in Ewigkeit herrscht und in der du einen Platz haben sollst. Hier in Jesus Christus sagt Gott: „Siehe, ich mache alles neu!“ Gott will deinem Leben eine ewige Zukunft und eine ewige Hoffnung geben. Gott will dich bei sich im Himmel haben.

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“  (Joh 5,24)

 3.3      Du hast Zukunft und Hoffnung!

Ich weiß nicht, mit welchen Gedanken du heute hierhergekommen bist. Verzweifelt? Enttäuscht? Traurig? Heimatlos? Versklavt an Gedanken, Süchte, Sorgen, Sünden? Wo ist der Sinn? Gibt es noch Hoffnung? Habe ich eine Zukunft? Meint Gott es überhaupt gut mit mir? Wohin mit all meinen Sorgen? Wohin mit meinen Fragen? Wie geht es weiter mit mir? Ich kenne deine Gedanken nicht. Aber ich kenne Gottes Gedanken über dich. Sie stehen hier in diesem wunderbaren Brief, der vor 2.600 Jahren von Jerusalem nach Babel geschickt wurde.

„Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“

4. Das Angebot! – Suche, dann wirst du finden!

„Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia 29,12-14)

Viele Juden in Babylon hatten zunächst keine Gottesbeziehung. Sie hatten den Gott Israels bereits in ihrer Heimat verlassen und waren Götzen hinterhergelaufen. Das Exil war ja Gottes Gericht für den Abfall von Gott und den Bruch der Bundesbeziehung. Doch Männer wie Hesekiel oder Daniel suchten Gott und fanden ihn. Immer mehr machten sich auf die Suche und folgten dem Versprechen, das hier in diesem Brief steht: „Wer mich sucht, der wird mich finden“. Gott lud sein Volk  zur Umkehr ein und viele folgten dieser Einladung.

Ich weiß nicht, wie es in deinem Herzen aussieht. Eines aber weiß ich: Dieses Angebot gilt auch dir. Gott lädt dich heute ein, heute umzukehren zu ihm. Er will mit dir in einer Beziehung leben. Wenn du ihn suchst, so wird er sich finden lassen.

 – egal, ob du schon lange Christ bist und schon lange mit ihm lebst…
– egal, ob deine Gottesbeziehung stark oder schwach ist…
– egal, ob du Gott noch gar nicht kennst und bisher nicht glauben konntest…

Gott lädt uns alle heute ein, ihn heute und täglich im Gebet zu suchen. Gott erfüllt dieses Versprechen immer dann, wenn wir zu Jesus kommen. Jesus lädt uns heute ein und sagt:

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mt 11,28-30)

Wer zu Jesus kommt, der findet Frieden, Zukunft, Hoffnung und ewiges Leben. Sein Angebot gilt: „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“

  1. Der Auftrag – Sei ein Friedensbringer!
  2. Die Warnung – Folge nicht den Lügenpropheten!
  3. Die Perspektive – Lebe mit Zukunft und Hoffnung!
  4. Das Angebot – Suche, dann wirst du finden!

 Amen.

Johann Hesse, Predigt in der Geschäftsstelle des Gemeindehilfsbundes in Walsrode und in der EFG Verden/Aller am 2. Juni 2019

Die Predigt kann hier angehört werden.

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Samstag 15. Juni 2019 um 7:00 und abgelegt unter Predigten / Andachten.