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Der Hass der Welt

Dienstag 2. Februar 2016 von Pfr. Hans-Otto Graser


Pfr. Hans-Otto Graser

„Wenn euch die Welt hasst, so wisst, dass sie mich vor euch gehasst hat.“ (Joh 15,18)

Was Jesus hier vom Hass der Welt sagt, bewahrheitet sich seit zweitausend Jahren. Ströme von MĂ€rtyrerblut sind im Laufe der Jahrhunderte geflossen und reißen bis heute nicht ab. Im Gegenteil, in immer mehr LĂ€ndern werden Christen verachtet, ausgegrenzt, verfolgt, gefoltert und umgebracht. Die Welt hasst sie, weil sie Jesus hasst. Diesen Jesus, der SĂŒnde beim Namen nennt, zur Buße und Umkehr mahnt, seinen Nachfolgern den Himmel verspricht und den Unbußfertigen die Hölle androht. Nein, mit diesem Jesus will die Welt nichts zu tun haben. Er ist ihr ein Dorn im Auge.

Und genauso seine Nachfolger, die keine Kompromisse mit der SĂŒnde machen und keinen Freundschaftsbund mit der Welt schließen. Aus Gottes Wort wissen sie, dass „Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott“ ist (Jak 4,4). Mit der Welt im Gleichschritt marschieren und konsequente Jesusnachfolge schließen sich demnach gegenseitig aus.

Viele, die sich Christen nennen, scheinen diese Wahrheit allerdings lĂ€ngst aus dem Blick verloren zu haben bzw. lehnen sie bewusst ab. Obwohl die Bibel die GlĂ€ubigen davor warnt, sich der Welt gleichzustellen (Rö 12,2), tun sie oft genau das Gegenteil. Sie passen sich so sehr der Welt an, dass man sie kaum noch von ihr unterscheiden kann. Dabei meinen sie, auf diese Weise Menschen fĂŒr Jesus zu gewinnen; fragt sich nur, fĂŒr welchen Jesus? Wohl kaum fĂŒr den, der seine Nachfolger zur Selbstverleugnung und zum Kreuztragen einlĂ€dt und vom Hass der Welt spricht. Es muss wohl ein anderer Jesus sein. Einer, der nicht vom breiten auf den schmalen Pfad ruft, sondern vielmehr die breite Straße mit denen teilt, die darauf bleiben wollen. Einer, der sich mit seiner ganzen Macht dafĂŒr einsetzt, dass die Seinen glĂŒcklich sind, Erfolg haben und bei guter Gesundheit ein hohes Alter erreichen. Einer, der unter keinen UmstĂ€nden will, dass seine Kinder um seines Namens willen leiden.

Gewiss, ein solcher Jesus ist attraktiv, und er hat auch viele AnhĂ€nger. Doch wer ihm folgt, ist ein VerfĂŒhrter, denn er folgt nicht dem Jesus der Bibel, sondern einem falschen Christus. Vor falschen Christussen aber warnt Jesus in seinen Endzeitreden nachdrĂŒcklich. Jesus spricht nicht nur vom Hass der Welt, dem seine Nachfolger ausgesetzt sind. Er spricht auch von gefĂ€hrlicher VerfĂŒhrung. Beides nimmt zu, je nĂ€her seine Wiederkunft rĂŒckt. Von denen aber, die sich weder vom einen noch vom andern ĂŒberwinden lassen, sondern vielmehr ĂŒberwinden, lesen wir in Offb 12,11: „Sie haben ihn ĂŒberwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt, bis hin zum Tod“.

Pfarrer i. R. Hans-Otto Graser, Wurmberg

Quelle: Aufbruch – Informationen des Gemeindehilfsbundes I/2016

Wir schicken Ihnen die aktuelle Ausgabe des „Aufbruchs“ gerne kostenlos zu. Bestellungen bitte an die GeschĂ€ftsstelle des Gemeindehilfsbundes, MĂŒhlenstr. 42, 29664 Walsrode, info@gemeindehilfsbund.de, 05161/911330. Hier können Sie den Aufbruch herunterladen.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 2. Februar 2016 um 13:20 und abgelegt unter Christentum weltweit, Predigten / Andachten.