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Wo in Deutschland Christen verfolgt werden

Donnerstag 31. Juli 2014 von Hilfsaktion MĂ€rtyrerkirche e.V.


Hilfsaktion MĂ€rtyrerkirche e.V.

In deutschen FlĂŒchtlingsheimen werden Christen hĂ€ufig gemobbt, gequĂ€lt oder geschlagen. Von Islamisten, die ebenfalls Asyl suchen. Das zeigen gemeinsame Recherchen von report MĂŒnchen und der ZEIT.

Da ist zum Beispiel der Fall eines katholischen Kurden aus Syrien, der nach Bayern geflohen ist und irrtĂŒmlich dachte, das Leben in der Hölle sei nun zu Ende. Doch es kam anders, denn in seiner sĂŒddeutschen FlĂŒchtlingsunterkunft wohnten zahlreiche radikale Islamisten aus Tschetschenien. „Es begann mit den Kindern“, erzĂ€hlt der Katholik, „die Kinder der Tschetschenen beschimpften unsere Kinder als ‚Kuffar‘, als UnglĂ€ubige: Es folgten PrĂŒgeleien, Drohungen, AngstzustĂ€nde. Ein anderer christlicher Kurde aus dieser Unterkunft sagt: „Wir sind nach Deutschland gekommen, um solche Leute nicht mehr sehen zu mĂŒssen. Jetzt wohnen wir mit ihnen zusammen.“

Das bayerische FlĂŒchtlingsheim ist lĂ€ngst kein Einzelfall. Pater Gaby Geagea aus Frankfurt, Geistlicher der maronitischen Kirche, deren Angehörige vor allem aus Syrien und dem Libanon stammen, sagt, es gebe in den FlĂŒchtlingseinrichtungen „eine deutliche Feindseligkeit gegenĂŒber Christen“. Und ein ehrenamtlicher Helfer aus der FlĂŒchtlingsarbeit, der anonym bleiben möchte, um seine Klienten nicht zu gefĂ€hrden, sagt: „Am schlimmsten ergeht es Ex-Muslimen, die zum Christentum konvertiert sind. Die werden regelmĂ€ĂŸig geschlagen.“

Simon Jacob, Vorsitzender Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland, zeigt sich bestĂŒrzt angesichts solcher Geschichten:“Es war fĂŒr mich persönlich bestĂŒrzend, weil ich niemals gedacht hĂ€tte, niemals, dass man in einem freien Land wie Deutschland Angst haben muss.“

Er fordert, dass FlĂŒchtlinge in Zukunft getrennt nach ihren jeweiligen Religionen untergebracht wĂŒrden. Auch der CSU-Politiker und BundestagsvizeprĂ€sident Johannes Singhammer plĂ€diert fĂŒr eine gemeinsame Unterbringung christlicher FlĂŒchtlinge: „Ich glaube, man sollte auch klar sagen: Wir wollen diese Art von Mobbing nicht. Wer hierher kommt und ein Fluchtrecht, ein Asylrecht in Anspruch nimmt, darf so was nicht machen“.

Quelle: Hilfsaktion MĂ€rtyrerkirche e.V. (www.verfolgte-christen.de)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 31. Juli 2014 um 8:30 und abgelegt unter Christentum weltweit, Gesellschaft / Politik.