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Vier kirchliche Mitarbeiter in Slavjansk nach Pfingsten von Separatisten ermordet

Dienstag 15. Juli 2014 von Martin-Bucer-Seminar


Martin-Bucer-Seminar

Antichristliche Ausschreitungen wÀhrend der Zeit der prorussischen Aktivisten

(Bonn, 14.07.2014) Wie erst jetzt bekannt wurde, wurden vier Mitarbeiter einer Pfingstgemeinde im ostukrainischen Slavjansk bereits einen Tag nach ihrer EntfĂŒhrung am Pfingstsonntag ermordet. Dies bestĂ€tigte gestern Abend Vladimir Solovjov, Pastor der Gemeinde „Neues Leben“ in Slavjansk. Er musste selbst nach entsprechenden Drohungen vor den Separatisten fliehen und ist nach der RĂŒckeroberung der Stadt durch die ukrainische Armee vor wenigen Tagen zurĂŒckgekehrt.

Bei den Opfern handelt es sich um Ruvim und Albert Pavenko, die Söhne von Pastor Alexander Pavenko, sowie die Diakone Viktor Bradarskiy und Vladimir Velitschko. Sie gehörten zur Pfingstgemeinde „VerklĂ€rung Christi“ und hinterlassen teilweise Frauen und 11 Kinder. Sie wurden direkt nach dem Pfingstgottesdienst entfĂŒhrt und trotz Lösegeldzahlung von 50.000 US-Dollar nicht freigelassen, sondern am Montag, den 09. Juni ermordet. Nach Angaben von Gemeindemitgliedern wurden sie zuvor geschlagen und gefoltert. Ebenso wurde die Möbelfabrik und die metallverarbeitende Firma der Familie Pavenko, die zusammen ĂŒber 400 Menschen Lohn und Brot gegeben haben, niedergebrannt. Mitarbeiter, die die Flammen löschen wollten, wurden von den Separatisten beschossen.

Auch die Fleischfabrik von Igor Schitkov, Sohn eines Diakons der Gemeinde „Neues Leben“, die am Stadtrand von Slavjansk im Ortsteil Simjonovka gelegen ist, wurde bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Zuvor hatte man auf die Mauern gesprĂŒht: „Wir wollen hier keine protestantischen Sektierer“, wie Pastor Frank Huck, GeschĂ€ftsfĂŒhrer des Gemeinde und Missionswerkes ARCHE in Hamburg mitteilte. Frank Huck koordiniert die aktuelle Nothilfe fĂŒr die Gemeinden in Slavjansk, Kramatorsk und kleineren ostukrainischen Ortschaften, zu denen die ARCHE langjĂ€hrige enge Beziehungen pflegt.

Pastor Michael Ostanin von der ARCHE-Gemeinde in Dnepropetrovsk kĂŒmmert sich mit seiner Gemeinde seit Wochen um viele FlĂŒchtlinge aus den Gemeinden von Slavjansk und Kramatorsk, die auch aktuell noch dort ausharren, weil es in ihrer Heimat kaum Strom und Wasser gibt. Vor wenigen Tagen brachten sie einen ersten Hilfskonvoi mit Baumaterial auf den Weg nach Slavjansk, um zerstörte GebĂ€ude wiederaufbauen zu helfen, so z.B. das Haus von Sergej Vainagiy aus der Gemeinde „VerklĂ€rung Christi“, das durch eine Rakete zerstört wurde. Michael Ostanin ist aktuell auf dem Weg nach Slavjansk, um sich vor Ort nach der Lage zu erkundigen und zu helfen.

Etliche andere kirchliche GebĂ€ude waren in der Zeit der Separatisten in Beschlag genommen worden, so z.B. auch das Gemeindezentrum der „Gemeinde Gottes“, deren Bischof Alexej Demidowitsch ebenfalls verhaftet worden war, aber nach sieben Stunden Folter wieder freigelassen wurde. Mittlerweile sind aber nach Informationen aus Slavjansk alle GebĂ€ude wieder an die Gemeinden zurĂŒckgegeben worden. Dazu gehören auch die HĂ€user der Bibelschule, die von der ARCHE aus Hamburg seit vielen Jahren unterstĂŒtzt wird.

Quelle: Bonner Querschnitte, Nr. 21/2014 (Ausgabe 307)

www.bucer.de

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 15. Juli 2014 um 12:22 und abgelegt unter Christentum weltweit.