Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

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Salz und Licht

Dienstag 16. Februar 2021 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

In der Bergpredigt adelt Jesus seine Nachfolger mit zwei Ehrentiteln. Sie sind Salz der Erde und Licht der Welt (Mt 5,13-16). Und er warnt sie vor einer Lebensführung, die dieser Bestimmung nicht entspricht. In einer Zeit, in der die Salz- und Lichtkraft der Gemeinde Jesu merklich nachgelassen hat, zumindest in unserem Land, ist es wichtig, dass wir diese beiden Adelstitel „Salz“ und „Licht“ neu entdecken und beherzigen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe

Ideologie oder Glaube? Was brauchen lebensmüde Menschen?

Donnerstag 14. Januar 2021 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Seitdem das Bundesverfassungsgericht im Februar 2020 „ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben“ festgestellt hat, und zwar „in jeder Phase menschlicher Existenz“, reißt die Debatte über den sog. assistierten Suizid nicht mehr ab. Schon Jahre vorher hatten der frühere EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider und seine 2014 an Krebs erkrankte Frau Anne in publizierten Gesprächen das Thema in die Öffentlichkeit getragen. Erst vor wenigen Monaten hat sich Anne Schneider in einem Interview noch einmal für die selbstbestimmte Selbsttötung ausgesprochen. „Wenn ich am Ende eines erfüllten Lebens im Reinen mit mir und den mir nahen Menschen Medikamente nähme, um mein Sterben zu beschleunigen, könnte ich dies mit meinem Gottvertrauen vereinbaren“ (Evang. Zeitung 18.10.2020). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Lebensrecht, Medizinische Ethik, Seelsorge / Lebenshilfe

Über den Wert der Ehe von Mann und Frau

Dienstag 29. Dezember 2020 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

 1           Die Ehe – eine göttliche Stiftung und Wohltat

 1.1        Das Wesen Gottes – Liebe und Dreieinigkeit

Wer über die Ehe nachdenkt, muss über das Menschenbild nachdenken. Und wer über das Menschenbild nachdenkt, muss über das Gottesbild nachdenken. Wir Christen glauben an einen Dreieinigen Gott. Dies ist nicht nur eine dogmatische Aussage, sondern vor allem Ausdruck des tiefsten Wesens Gottes, seiner Liebe, denn seine Liebe ist es, die ihn in die Gemeinschaft führt. Das wichtigste Kennzeichen der echten göttlichen Liebe ist ihre absolute Uneigennützigkeit, ihr beständiger Wunsch, allen Kreaturen wohlzutun, insbesondere dem Menschen. Gott hat ein unstillbares Interesse, ja eine Leidenschaft, seine Liebe der Menschheit mitzuteilen. Diese seine Liebe bestimmt auch das innere Verhältnis der drei göttlichen Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist zueinander. Insbesondere das Verhältnis des Vaters zum Sohn, wie es sich einmalig eindrucksvoll ausdrückt in Hebr 1,1-5, und das Verhältnis des Sohnes zum Vater, wie es Hebr 5,7f. beschreibt, ist erhellend, wenn wir über das biblische Gottesbild nachdenken. Der Vater überträgt seinem Sohn das ganze Erbe, er erschafft den ganzen Kosmos durch ihn, er gibt ihm Anteil an seinem Charakter, und er bestätigt ihm seine liebende Vaterschaft an den Knotenpunkten seines irdischen Lebens. Der Sohn wiederum zeigt seine Liebe zum Vater darin, dass er in allem dessen Ehre sucht und unter Schmerzen Gehorsam unter Gottes Willen lernt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde, Gesellschaft / Politik

Das neue Gloria. Neue genderliturgische Experimente der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz

Freitag 18. Dezember 2020 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Es gibt eine „AG Geschlechtergerechte Sprache“ in der EKBO. Was diese Arbeitsgruppe jetzt als Vorschlag für einen sog. gendergerechten liturgischen Ablauf der Gottesdienste empfohlen hat, könnte man als feministische Spinnerei abtun, wenn er nicht so ernst gemeint wäre und wenn er nicht schon tatsächlich von manchen Gemeinden der Berlin-Brandenburgischen Kirche übernommen worden wäre, wie ich es neulich in einem Gottesdienst in Berlin-Friedrichshain erlebt habe. Man kann diese kirchenamtlichen Verhunzungen der Liturgie hier nachlesen. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Kirche, Theologie

Gott hebt seine Stiftungen nicht auf. Theologische Anmerkungen zum neuen Buch von Martin Grabe

Freitag 28. August 2020 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Der Verfasser des Buchs „Homosexualität und christlicher Glaube: ein Beziehungsdrama“ ist Ärztlicher Direktor der Klinik Hohe Mark und Chefarzt der dortigen Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik. Er blickt auf eine reiche Erfahrung im Umgang mit homoerotisch empfindenden Menschen. Insofern ist gerade das 3. Kapitel seines Buchs, wo er „Homosexualität aus therapeutischer Sicht“ darstellt, durchaus lesenswert. Hier spricht er auch seine therapeutische Grundüberzeugung aus, „dass die sexuelle Orientierung in der Regel in der Persönlichkeit eines Menschen verankert ist und nicht geändert werden kann“ (32f.). Dr. Grabe wagt sich aber auch an grundlegende theologische Fragen heran, vor allem an die biblische Ablehnung homosexueller Betätigung und an die „Schöpfungsordnung“, und er diskutiert im Blick auf sein Thema die Souveränität Gottes. Was er hier äußert, fordert deutlichen Widerspruch heraus. In den folgenden Anmerkungen will ich diesen Widerspruch in fünf Abschnitten formulieren. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Rezensionen, Sexualethik, Theologie

Handelt Gott in der Geschichte?

Donnerstag 21. November 2019 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Viele sehen im Mauerfall 1989 ein Eingreifen Gottes. Andere erklären sich dieses Ereignis mit wirtschaftlichen Gründen (DDR-Planwirtschaft), günstigen außenpolitischen Konstellationen (Gorbatschows Perestroika-Politik) und den nationalen Bedingtheiten (Zusammenhalt der Deutschen). Kann man angesichts dieser unterschiedlichen Deutemöglichkeiten eine „Theologie der Wende“ entwerfen? Darf man überhaupt ein direktes Eingreifen Gottes in den irdischen Geschichtsverlauf annehmen? Und wenn ja, an welchen Kriterien wäre das abzulesen? Im Folgenden gehe ich diesen Fragen nach. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirchengeschichte

Freude und Frieden (Predigt über Phil 4,1-8)

Sonntag 3. November 2019 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

In Röm 14,17 stehen zwei großartige Kennzeichen des lebendigen Christseins: Freude und Frieden. Vorher steht: nicht Essen und Trinken, also nicht das äußere Wohlergehen ist das Entscheidende im christlichen Glauben, sondern innere Werte. Die Realität ist leider oft so, dass uns gerade Freude und Frieden fehlen bzw. verdunkelt und überdeckt sind durch den Alltag und durch allerlei Trägheiten und Sünden. Wie kann sich das ändern? Der Philipperbrief gibt uns wertvolle Hinweise. Er gilt ja als der Freudenbrief schlechthin. Siebenmal berichtet der Apostel Paulus von seiner eigenen Freude, siebenmal fordert er zur Freude auf. Der Brief klingt im vierten Kapitel aus mit geradezu revolutionären Aufforderungen, die uns alle in eine Lebensmelodie führen können, in der Freude und Frieden die Haupttöne sind. 1.) „Steht fest im Herrn!“ – 2.) „Freut euch im Herrn!“ – 3.) „Eure Güte lasst allen zuteilwerden!“ – 4.) „Sorgt euch um nichts!“ – 5.) „Seid auf das Gute bedacht!“. Es lohnt sich, darüber im Einzelnen näher nachzudenken. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Kurze Betrachtungen zu den sieben Schöpfungstagen (7. Teil)

Dienstag 27. August 2019 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Der siebente Tag im biblischen Schöpfungsbericht ist alles andere als ein passiver Regenerationstag. Gott hat es nicht nötig sich zu erholen. Dass hier vom Ruhen Gottes die Rede ist, darf nicht dazu verleiten, an einen inaktiven müde gewordenen Gott zu denken. Gott ist Liebe, und lieben ist die aktivste Sache der Welt. Es fällt auf, dass bei der Schilderung des siebenten Tags weder vom Abend noch vom Morgen die Rede ist. Das kann man so verstehen, dass Gott mit dem Abschluss des Sechs-Tage-Werks eine neue Form seiner Liebe beginnt, indem er nun in eine segnende Beziehung zu seiner Schöpfung eintritt. Insofern steht die Welt und leben wir bis zur Wiederkunft Christi im Wirkungsfeld des siebenten Tages. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

Kurze Betrachtungen zu den sieben Schöpfungstagen (6. Teil)

Mittwoch 21. August 2019 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

So wie die Lebewesen des 5. Tages auf die Lebensbedingungen vom 2. Tag angewiesen sind (oberirdisches Wasser und Luft), so können die beiden am 6. Tag geschaffenen Gruppen, die Landtiere und die Menschen, nun das Festland bevölkern, das am 3. Tag aus dem Meer heraus gestaltet wird. Wieder merken wir, wie genial durchdacht die Reihenfolge der Schöpfungstage ist. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

Kurze Betrachtungen zu den sieben Schöpfungstagen (5. Teil)

Donnerstag 15. August 2019 von Dr. Joachim Cochlovius


Dr. Joachim Cochlovius

Der fünfte Schöpfungstag hat einige Besonderheiten, die ich zunächst hervorheben möchte. Während die Pflanzenwelt aus Erde gestaltet wird, werden nun die Wasser- und Lufttiere aus dem Nichts erschaffen, allein kraft des Wortes Gottes. Das Hebräische verwendet für ein solches Neuerschaffen das Verb bara. Die creatio ex nihilo, die Erschaffung aus dem Nichts löst immer wieder Verständnisprobleme aus. Das kann gar nicht anders sein, denn wir Menschen können uns einen solchen Vorgang nicht vorstellen. In Hebr 11,3 heißt es dementsprechend: „Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, so dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist“. Hier ist tatsächlich der Glaube gefragt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gemeinde, Predigten / Andachten, Schöpfung / Evolution