Montag 22. Juni 2026 von Dr. Joachim Cochlovius
Wenn man sein Diamantenes Ehejubiläum hinter sich hat, gibt es viele frohmachende Erinnerungen, aber auch wehmütige Gedanken wegen mancher Fehler und Versäumnisse. Vor allem aber staunen meine Frau und ich darüber, wie wahr und lehrreich die biblische Sicht der Ehe ist. Wir haben die ersten fünf Jahre unserer Ehe ohne Bezug zur Bibel und ohne Glauben an Jesus gelebt und können nun schon seit mehr als 50 Jahren bestätigen, wie gut und heilsam die biblischen Einsichten und Wegweisungen zur Ehe sind. In diesem Beitrag geht es um das zentrale Bibelwort aus 1. Mose 2,24: „Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen, mit seiner Frau fest verbunden werden, und die beiden werden eins werden“. Wir lesen hier von zwei Voraussetzungen und einer Verheißung für gelingende Ehen. Die drei Stichworte sind „verlassen“, „verbunden werden“ und „eins werden“.
Viele Ehen tragen schwer an zwei Lasten: an ungeklärten Verhältnissen zu Eltern und Schwiegereltern und an der eigenen Unfähigkeit, die Ehe zu erneuern. Beide Problemfelder sind in unserem Bibelwort angesprochen, das man geradezu als einen therapeutischen Leitfaden für krank gewordene Ehen bezeichnen kann. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Gemeinde
Donnerstag 8. Januar 2026 von Dr. Joachim Cochlovius
Die Jahreslosung für 2026 lenkt den Blick auf Gottes schöpferisches und erneuerndes Handeln. Es tut uns gut, wenn wir diesen Blick finden, weg von den Tagesneuigkeiten, die morgen schon niemand mehr interessieren, hin zu dem dauerhaft Neuen, das Gott in die Welt setzt. Wir betrachten das erneuernde Handeln Gottes in vier Aspekten: 1.) Die Faszination des Neuen; 2.) Die Erneuerung der Schöpfung; 3.) Das Neuwerden des Menschen; 4.) Die neue Schöpfung. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten, Theologie
Sonntag 23. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius

Matth. 5,27-30 geht es um das Thema Ehebruch, in 5,31-32 und 19,1-9 um das Thema Ehescheidung. Matth. 5 gehört zur Bergpredigt, ist also Teil der Jüngerbelehrung. Matth. 19,1-9 schildert ein Streitgespräch zwischen Jesus und den Pharisäern. Die Pharisäer beriefen sich bei ihrer Scheidungspraxis auf ein Zugeständnis des Mose (5 Mose 24,1-4), das die Scheidung unter strengen Auflagen erlaubte. Dazu muss man Folgendes bedenken: Das Streitgespräch fand in Peräa statt, das zum Hoheitsgebiet des Königs Antipas gehörte. Dessen Eheschließung mit seiner Nichte Herodias, die er seinem Halbbruder Herodes Philippus ausgespannt hatte, war zu dieser Zeit ein großes Gesprächsthema. Jesus war auf dem Weg nach Jerusalem. Offensichtlich wollten die Pharisäer mit ihrer Frage nach der Ehescheidung Jesus zu einer Stellungnahme gegen König Antipas provozieren. Dann hätten sie leichtes Spiel gehabt, ihn beim König anzuschwärzen und seine Festnahme zu erwirken. Schon ihre Fragestellung zeigt ihre unlautere Gesinnung. Während es sich bei der Scheidungserlaubnis durch Mose um ein Zugeständnis an die „Herzenshärtigkeit“ des Volkes handelte, wie Jesus unterstreicht, sprechen sie von einer „Anordnung“ Moses. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik, Theologie
Donnerstag 20. November 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
Zum Leitartikel von Nikolas Busse „Europas Abstieg“ (F.A.Z., 30.10.2025): Den schleichenden Macht- und Einflussverlust der EU finde ich in diesem Artikel zutreffend diagnostiziert, und ich möchte mich dafür bedanken. Auch der Vorwurf einer „weltfremden Mentalität“, die der übrigen Welt die eigene Klima- und Asylpolitik aufzudrängen versucht, ist m.E. stichhaltig. Schon 2015 wurde ich in Australien mit Kopfschütteln auf die Migrationspolitik von Angela Merkel hin angesprochen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik
Mittwoch 8. Oktober 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
1.) Die Grundbestimmung der Frau ist ihr schöpfungsmäßig mitgegeben. Gott hat ihr neben der Gabe, Kinder zur Welt zu bringen, die Fähigkeit verliehen, ihrem Mann ganzheitlich zur Seite zu stehen, ihn zu ergänzen, zu korrigieren und zu ermutigen. 1 Mose 2,18 fasst diese umfassende Aufgabe und Verantwortung mit dem Begriff der „Hilfe“ zusammen. Das bedeutet vor allem: Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Theologie
Freitag 9. Mai 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
1.) Der Heilige Geist ist eine Person
Nach dem biblischen Zeugnis ist der Heilige Geist eine göttliche Person und lebt zusammen mit Gott dem Vater und Gott dem Sohn in unlösbarer Gemeinschaft. Obwohl einige biblische Hinweise die Vorstellung einer unpersönlichen Kraft nahe zu legen scheinen (z.B. Joh. 20,22: „er blies sie an“; Apg. 1,8 und 1. Kor. 2,4: „Kraft“; Eph. 5,18b: „lasst euch erfüllen“), trägt der Heilige Geist eindeutig personale Wesenszüge. Er lehrt und erinnert (Joh. 14,26), er spricht, er offenbart (Apg. 8,29; 10,15; 13,2; 16,6ff; 1.Kor. 2,10), er liebt (Röm. 15,30), er ist schöpferisch (1. Mose 1,2; Luk. 1,35; Röm. 8,11), er kann betrübt werden (Eph. 4,30). Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie
Donnerstag 10. April 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
Das fünfte Kreuzeswort Jesu ist das kürzeste und ist wie das vierte und die beiden nachfolgenden kurz vor seinem Tod gesprochen. Auch Matthäus und Markus berichten davon, dass jemand einen Schwamm mit Essig füllte und Jesus die trockenen Lippen feuchtete, aber nur Johannes überliefert das Wort „Mich dürstet“. Bedeutsam ist die Zeitangabe „Danach, als Jesus wusste, dass alles vollendet war, damit die Schrift erfüllt würde“, denn sie gibt einen Blick frei in die inneren Beweggründe, die den sterbenden Jesus zu diesem Ausruf bewogen und die über den rein leiblichen Durst hinausgehen. So kurz das Wort ist, so inhaltsreich ist es auch. Um es auszuloten, muss man die Reihenfolge der Kreuzesworte bedenken, den Schriftbezug untersuchen, den doppelten Sinn bedenken und die seelsorgerliche und missionarische Dimension in den Blick nehmen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie
Montag 10. März 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
1.) Der Ausgangspunkt dieser Betrachtung ist die sog. Sinaiverheißung an Israel (2 Mose 19,5 und 6). Sie gibt Gottes Ziel mit dem jüdischen Volk an. Die Juden sollen ein königliches und heiliges Priestervolk werden. Gott will durch dieses Volk die Menschheit priesterlich segnen und königlich führen. Es liegt auf der Hand, dass dieses Ziel heute noch nicht erreicht ist. Warum, sagt 2 Mose 19,5. Erst muss das Volk wirklichen Gehorsam gegenüber Gott lernen. Israel braucht eine nationale geistliche Erweckung, bevor Gott mit diesem Volk ans Ziel kommt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Israel, Kirchengeschichte, Theologie
Freitag 7. März 2025 von Dr. Joachim Cochlovius
Vielen Dank für Ihre Fragen. Sie haben eine Predigt über den Glaubensabfall im endgeschichtlichen Gefälle und über die Allversöhnung gehört und fragen, was man von diesen theologischen Positionen halten soll. Ich habe mir die Predigt angehört. Hier meine Antwort in Kürze. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Seelsorge / Lebenshilfe, Theologie
Dienstag 29. Oktober 2024 von Dr. Joachim Cochlovius
Das Thema ist voller Herausforderungen, aber auch voller Verheißungen. Die größte Aufgabe besteht darin, das Verhältnis zwischen Gott und dem Teufel biblisch zu klären. Viele leiden unter der ungeklärten Diskrepanz zwischen der geglaubten Allmacht Gottes und der erfahrenen List und Macht Satans. In zwei Teilen wollen wir versuchen, aus der Heiligen Schrift theologische Klarheit und seelsorgerliche Hilfe zu finden. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gemeinde, Israel, Kirche, Schöpfung / Evolution, Theologie