Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

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Martin Luther auf dem Reichstag in Worms am 18. April 1521

Sonntag 18. April 2021 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Erhabenster Herr und Kaiser, durchlauchtigste Fürsten, gnädigste Herren! Zu der mir gestern Nachmittag festgesetzten Zeit erscheine ich gehorsam und bitte um der Barmherzigkeit Gottes willen, Eure Majestät und Eure Herrschaften wollen geruhen, diese Sache der – wie ich hoffe -Gerechtigkeit und Wahrheit gnädig anzuhören, und es mir gütig nachsehen, wenn ich aus meiner Unerfahrenheit jemandem den gebührenden Titel nicht gebe oder auf irgendeine Weise gegen höfischen Brauch und Verhalten verstoße. Auf die erste jener zwei von mir gestern durch Eure geheiligte Majestät vorgelegten Fragen – ob ich die verlesenen, unter meinem Namen verbreiteten Schriften als die meinigen anerkenne und ob ich sie weiter vertreten oder widerrufen wolle – habe ich sofort die klare Antwort gegeben, bei der ich auch bleibe und in Ewigkeit bleiben werde. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Christentum weltweit, Gemeinde, Kirche, Kirchengeschichte

Predigt zum Sonntag Exaudi über Joh 15,26-16,4

Samstag 23. Mai 2020 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Wenn aber der Tröster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen. Solches habe ich zur euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tötet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran. Und solches werden sie euch darum tun, daß sie weder meinen Vater, noch mich erkennen. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran gedenket, daß ich’s euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch.“ (Johannesevangelium 15,26-16,4) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Osterpredigt über Matth. 28,1-10

Sonntag 12. April 2020 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab zu besehen. Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein von der Tür und setzte sich darauf. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid weiß wie der Schnee. Die Hüter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wären sie tot. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Fürchtet euch nicht; ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten suchet. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt am Palmsonntag über Johannes 12,12-19

Sonntag 5. April 2020 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Als am nächsten Tag die große Menge, die aufs Fest gekommen war, hörte, dass Jesus nach Jerusalem käme, nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus ihm entgegen und riefen: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, der König von Israel! Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht: »Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen.« Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte. Das Volk aber, das bei ihm war, als er Lazarus aus dem Grabe rief und von den Toten auferweckte, rühmte die Tat. Darum ging ihm auch die Menge entgegen, weil sie hörte, er habe dieses Zeichen getan. Die Pharisäer aber sprachen untereinander: Ihr seht, dass ihr nichts ausrichtet; siehe, alle Welt läuft ihm nach. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

„Christus aber ist da, damit wir nicht allein sind“ – Martin Luther über die Pest in Wittenberg (1527)

Montag 16. März 2020 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Die Pest hat hier zwar angefangen, aber sie ist recht gnädig. Die Furcht und die Flucht der Leute…davor ist jedoch erstaunlich, so daß ich eine solche Ungeheuerlichkeit des Satans vorher noch nicht gesehen habe. So sehr erschreckt (er die Leute), ja er freut sich, die Herzen so verzagt zu machen, natürlich damit er diese einzigartige Universität zerstreue und verderbe, welche er nicht ohne Ursache vor allen anderen haßt. Jedoch sind während der ganzen Zeit der Pest bis auf diesen Tag nicht mehr als 18 Todesfälle gewesen einschließlich derer, die innerhalb der Stadt waren, Mädchen und Kinder und alles mitgezählt. In der Fischervorstadt…hat sie heftiger gewütet, in unserem Stadtteil…ist noch kein Todesfall, obwohl alle Toten da begraben werden. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein, Kirche, Kirchengeschichte, Seelsorge / Lebenshilfe

Adventspredigt über Mt 21,1-9

Sonntag 9. Dezember 2018 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Da sie nun nahe an Jerusalem kamen, nach Bethphage an den Ölberg, sandte Jesus seiner Jünger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führet sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Alsbald wird er sie euch lassen. Das geschah aber, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: »Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.« Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber, das ihm voranging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohne Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ (Mt 21,1-9) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Martin Luther, Predigt zum Neujahrstag über Luk 2,21

Montag 1. Januar 2018 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

„Und da acht Tage um waren, dass das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in Mutterleibe empfangen ward.“ (Luk 2,21)

Am heutigen Fest hat man besonders von zwei Stücken zu predigen. Das erste, von der Beschneidung. Das andere, von dem Namen Jesu, von welchem der Evangelist das besonders meldet, wie er vom Engel genannt sei, ehe denn das Kind in Mutterleib empfangen ist. Darum muss an solchem Namen sehr viel gelegen sein. Wir wollen zuerst von der Beschneidung sagen, einen Unterschied machen, nicht wegen des Werkes, sondern der Person wegen, davon man heute predigt, wie sie beschnitten sei. Nun ist aber zwischen der Beschneidung Christi und der anderen Juden so ein großer Unterschied, soweit Himmel und Erde verschieden sind. Ursache, die Personen sind ganz und gar ungleich und unterschieden, wie ihr nachher hören werdet. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt zum Sonntag nach Weihnachten über Luk 15

Samstag 30. Dezember 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Dieses ist ein sehr schönes Evangelium, in welchen wir sehen, was der richtige Weg, der gewisse Weg zum ewigen Leben ist. Es scheint aber, dass man dieses Evangelium auf diesen heiligen Tag der Dreieinigkeit billigt, dass so fein der Unterschied der Personen angezeigt ist, in dem höchsten und größten Werk das Gott mit uns armen Menschen handelt, dass er uns von Sünden frei, die recht und selig macht. Denn hier steht vom Vater, dass er die Welt geliebt und ihr seinen eingeborenen Sohn geschenkt hat. Das sind die zwei unterschiedlichen Personen, Vater und Sohn, eine jegliche mit ihren besonderen Werk. Der Vater liebt die Welt und schenkt ihr den Sohn; der Sohn lässt sich der Welt schenken, und, wie Christus hier sagt, lässt er sich wie die Schlange in der Wüste am Kreuz erhöhen, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Zu solchem Werk kommt danach die dritte Person, der Heilige Geist, welcher durch das Wasser der seligen Taufe den Glauben im Herzen anzündet, wohl uns also eine Wiedergeburt zum Reiche Gottes schenkt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Martin Luther, Weihnachtspredigt über Luk 2,10-12 „Siehe, ich verkündige euch große Freude“

Montag 25. Dezember 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Wir haben zuvor die Geschichte gehört, wie Jesus Christus, Gottes Sohn, in diese Welt geboren ist und was wir daraus lernen sollen. Als nun solches zu Bethlehem geschehen, meldet der Evangelist, wie ein Engel vom Himmel zu einigen Hirten, die nahe dabei auf dem Felde bei ihren Herden waren, mit einem herrlichen, großen Licht kommen und von solcher Geburt den Hirten mit diesen Worten gepredigt habe: „Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige euch eine große Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt David. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt, und in einer Krippe liegen.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Lukas 7,11-17 am 16. Sonntag nach Trinitatis

Sonntag 8. Oktober 2017 von Martin Luther (1483-1546)


Martin Luther (1483-1546)

Und es begab sich danach, daß er in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viel mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, da trug man einen Toten heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter; und sie war eine Witwe, und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: Weine nicht. Und trat hinzu und rührte den Sarg an, und die Träger standen. Und er sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe auf. Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegende Länder. (Lukas 7,11-17) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten