Gemeindenetzwerk

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Einladung zur Menschenrechtsaktion am 30.1.2013 in Berlin

Montag 28. Januar 2013 von Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)


Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV)

Ă„gypten: Koptenverfolgung beenden – Täter bestrafen!

Kundgebung in der Nähe des Bundeskanzleramts
Ecke Konrad-Adenauer-Str. / Otto-von-Bismarck-Allee
Mittwoch, den 30.01.2013, 12.00 Uhr

Unter dem Motto „Ägypten: Koptenverfolgung beenden – Täter bestrafen!“, rufen die in Deutschland lebenden Angehörigen der Religionsgemeinschaft der Kopten anlässlich des Deutschland-Besuchs des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi zu einer Kundgebung am Mittwoch, den 30. Januar, in Berlin auf. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt diese Initiative der koptischen Christen und ihrer muslimischen Freunde in Deutschland und ruft ihrerseits die Menschen in Berlin auf, sich an dieser Menschenrechtsaktion zu beteiligen.

Die Organisatorin des Aufrufes, die „Initiative der Freien Kopten in Deutschland“, appelliert in ihrem Aufruf an Menschenrechtsorganisationen, Politiker, Medienmitarbeiter und „all diejenigen, die für ein friedliches Zusammenleben und die freie Religionsausübung der Menschen stehen“, sie bei ihrer Kundgebung zu unterstützen. Gastredner ist Dr. Kamal Sido, Nahostreferent der GfbV.

Als größte christliche Religionsgemeinschaft im Nahen Osten stellen die Kopten bis zu 12,5 Prozent der 79 Millionen Staatsbürger Ägyptens. Politisch waren sie schon im Parlament des alten Regimes von Hosni Mubarak unterrepräsentiert. Vor allem in Oberägypten, aber auch in Kairo und in Alexandria werden sie oftmals mit Wissen und Billigung der lokalen Behörden Ziel von Terror und Schutzgelderpressungen radikaler Muslime. Kirchen sind immer wieder Angriffsziele von Extremisten.

Unter der neuen, islamistisch geprägten Regierung hat sich die Lage der Kopten bisher nicht gebessert. Die Christen fühlen sich nicht besser geschützt als vorher: Nach Übergriffen werden Täter nicht bestraft, die Anwälte der Opfer jedoch aktiv behindert. Auch ein Erlass aus dem Jahr 1934, der den Aufbau und die Modernisierung von Kirchen erschwert, wurde noch immer nicht zurückgenommen. Regierungsangaben zufolge gibt es in Ägypten mehr als 2.000 christliche Kirchen und 93.000 Moscheen. Die systematische Diskriminierung der Kopten durch ägyptische Behörden schürt die Gewalt gegen die religiöse Minderheit.

Dr. Kamal Sido ist telefonisch erreichbar unter Tel. 0173/673 39 80.

Gesellschaft für bedrohte Völker, Göttingen/Berlin, 28.1.2013 (www.gfbv.de)

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 28. Januar 2013 um 17:38 und abgelegt unter Christentum weltweit, Gesellschaft / Politik.