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Andacht: „Ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen.“ (Hebr. 11,6)

Freitag 13. Juli 2012 von Robert Rahm


Robert Rahm

Andacht: „Ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen.“ (Hebr. 11,6)

Glaube ist eine Frucht des Heiligen Geistes. Wenn ein Mensch Jesus als seinen Erlöser erkannt und angenommen hat, so bekommt er Vergebung seiner Sünden und der Heilige Geist nimmt Raum in seinem Leben ein, wie es Gottes Wort sagt. Der junge Christ ist vom Heiligen Geist bewohnt.

Unser inwendiger Mensch ist wie ein Haus mit verschiedenen Zimmern. Bei der Bekehrung und Wiedergeburt zieht der Heilige Geist vielleicht vorerst in einem Raum ein, z.B. in der Stube. Je mehr ich dem Heiligen Geist Raum gebe, Gottes Wort lese und Gottes Wort umsetze und tue, desto mehr beginnt der Heilige Geist auch andere Räume zu füllen, die Küche, das Arbeitszimmer, das Büro mit dem Kassenschrank und mit dem Tresor, auch das Schlafzimmer und den Keller.

Mehr und mehr wird ein Mensch licht und immer neue Lebensbereiche werden mehr und mehr vom Heiligen Geist durchdrungen und der Christ wächst im Glauben. Der Glaube bleibt im Leben mit Gott etwas ganz Zentrales, weil wir noch nicht im Schauen leben, sondern eben im Glauben.

Ich möchte nur drei Punkte nennen, was wir als Christen glauben:

1. Der Christ glaubt, wie der Hebräerbrief sagt, dass das Universum durch Gottes Wort geschaffen worden ist. Wenn wir das kindlich glauben können, so bekommen wir eine viel tiefere Liebe zur Schöpfung, im Wissen, dass diese schöne Landschaft mit Bergen und Seen und aller Vegetation mit den schönen Blüten und reichen Früchten, unser himmlischer Vater aus Liebe zu uns geschaffen hat. Es ist ja auch ein Unterschied, ob ich in einem Restaurant einen Teller hingestellt bekomme oder ob ihn meine Frau mit viel Liebe garniert hat, um mich zu erfreuen. Ich habe es schon oft gehört, dass Menschen, die neu zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben, gesagt haben, dass sie erst jetzt die Schönheiten der Schöpfung richtig erkannt haben und geniessen können und ihre Seele immer wieder reich erquickt. So kommt durch den Glauben an unseren Schöpfer viel Freude ins Herz.

2. Wir müssen auch die Vergebung unserer Sünden im Glauben annehmen. Wenn die Bibel sagt, dass Jesus jedem die Sünde vergibt, der reuig ihn darum bittet, selbst wenn die Sünde gleich blutrot ist, sagt die Bibel, so muss er dies im Glauben auch annehmen. Gott hat die Zweifler nicht gern – ohne Glauben ist’s unmöglich Gott zu gefallen. Wer daran zweifelt, dass seine Sünden vergeben, ausgelöscht sind, der findet nicht zum Frieden. Wir sollen das im Glauben annehmen. Wir ehren Gott durch diesen festen Glauben.

So gibt es viele Christen, die keine richtige Heilsgewissheit haben, weil sie nicht recht glauben, dass ihre Sünden wirklich vergeben sind und dass sie mit dem Heiligen Geist erfüllt sind. In Römer 8 heisst es, dass der Geist Gottes unserem Geist zeigt, Zeugnis gibt, dass wir Gotteskinder sind. Das gibt uns eine Gewissheit und gibt uns Frieden. Wir müssen nicht zweifeln, dass wir Gotteskinder sind.

3. Auch bei den Verheissungen, die uns Jesus gegeben hat, braucht es Glauben, um die Bedingungen zu erfüllen. Im Missionsbefehl sagt Jesus: „Gehet hin… und er verheisst uns „… und ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“ Viele Christen lassen sich diesen Vers einrahmen und hängen ihn ins Schlafzimmer. Dort gehört er eigentlich nicht hin! Sie denken nicht daran, dass diese Zusage für die Zeugen Jesu gilt, die im Glauben hinausgehen. Beim Gehen spüren wir oft nicht, dass wir vom Heiligen Geist erfüllt sind, aber oft erleben wir es, dass Gott vorbereitete Situationen schenkt und er uns im Dienst dann bevollmächtigt und bestätigt. Das durfte ich schon oft erleben. Auch die Priester bei Josua mussten im Glauben mit ihren Füssen ins Wasser treten und erst dann teilte sich der Jordan. Ich möchte das folgende Beispiel erzählen.

Die IVCG (Internationale Vereinigung Christlicher Geschäftsleute) hat einmal eine Aktion durchgeführt, indem gläubige Führungsleute Top-Manager, die einen grossen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben, telefonisch angefragt haben, ob sie zu einem kurzen Interview bereit wären, zur Frage:

„Was bewegen sie Positives mit ihrem Leben in ihrer Gesellschaft?“

Ein IVCGler hat dann erzählt, dass er sich überwunden habe, einem Mann in höchster Stellung mit grossem Einfluss anzurufen. Erstaunlicherweise war dieser Manager sofort bereit und hat einen Termin abgemacht. Als sich dieser christliche Geschäftsmann dann zu diesem Interview aufgemacht hat, war er keineswegs der Meinung, er wäre vom Heiligen Geist erfüllt und hätte es in der Hand. Er zitterte vielmehr als er den Knopf im Lift für den 24. Stock drückte.

Die Sekretärin wies ihn in den Warteraum. Da holte ihn dieser Top-Manager in sein Büro und fragte: „Herr Dr. Sowieso, jetzt muss ich ihnen etwas erzählen: Eben hat mich ein junger Taxichauffeur vom Bahnhof zu meinem Büro geführt. Der erzählte mir auf dem Weg, dass er noch vor kurzer Zeit in der Drogenszene war und Jesus ihn frei gemacht habe und er ein normales sinnreiches Leben führen könne. Herr Sowieso: Gibt es so etwas?“

Da sagte uns der christliche Geschäftsmann: Jesus war schon im Büro, bevor ich im Büro war. Wir müssen im Glauben gehen und Jesus schenkt uns durch seinen Geist vorbereitete Situationen und offene Türen und dann erfüllt er uns mit seinem Geist um weise zu sprechen, nicht vorher.

Oder denken wir an das Wort: „Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen“ (Mt 6,33). Wenn wir zum Dienen bereit werden, so müssen wir den Glauben haben, dass es so ist, wie Jesus sagt: „So wird euch solches alles zufallen,“ so wird dich Gott versorgen. Wenn wir vom Umgang mit Geld nach biblischer Sicht sprechen, so erkennen wir, dass es bei jedem, ob er ein kleines, mittleres oder grosses Einkommen oder Vermögen hat, um die Frage geht: Reicht der Rest noch, wenn ich das gebe? Es braucht Glaube! Gott wird aber auch nach unserem Glauben handeln und antworten.

Dr. Kim, Leiter von Campus für Christus Südkorea hat uns an der Explo 74 dazu folgendes gesagt:

Der Glaube ist wie ein Muskel. Je mehr wir den Glaubensmuskel betätigen, desto stärker wird er. Wir beginnen oft mit kleinen Glaubensschritten und erleben es, dass Gott nach seiner Verheissung antwortet. Dann bekommen wir Mut, grössere Schritte im Glauben zu wagen und Gott segnet im Grösseren.

Er erzählte, wie er Gott bat, dass er zehn Freunde zum Glauben führen dürfe. Gott hat ihm diese Bitte bald erfüllt. Dann sagte er zu Jesus, dass er hundert Gemeindepräsidenten einladen und ihnen das Evangelium von Jesus Christus weitergeben möchte. Gott liess es ihm gelingen. Dann hatte er den Mut, tausend einzuladen und es kamen Tausend. An der Explo 74 bat er Gott, dass von den 60 000 koreanischen, politischen Gemeinden je zwei Personen die Explo 74 besuchen würden, um dann innerhalb von fünf Jahren ihre Gemeinde mit dem Evangelium von Jesus Christus bekannt zu machen. Es kamen nicht 120 000 sondern Gott schenkte ihnen rund 300 000 Koreaner, welche diesen Schulungskurs besuchten und darauf hin viele Südkoreaner von Mann zu Mann zum Glauben gefunden haben. Dann bemerkte er: Dabei hat sich nicht Gott verändert, sondern mein Glaube! Euch geschehe nach eurem Glauben, sagte Jesus.

Wir ehren Gott mit Glauben. Ohne Glaube ists unmöglich, Gott zu gefallen!

Robert Rahm, Hallau, Schweiz

 

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 13. Juli 2012 um 12:40 und abgelegt unter Predigten / Andachten.