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Auswirkungen der Gender-Ideologie

Sonntag 23. August 2009 von Rosemarie Stresemann


Rosemarie Stresemann

Auswirkungen der Gender-Ideologie

Vor einiger Zeit kam ich mit einem Mann an einer Imbissbude ins Gespr√§ch √ľber Opernmusik, die er sich gerade lautstark anh√∂rte. Dabei erz√§hlte er mir etwas √ľber seine Schwiegermutter, die solche Musik gar nicht m√∂gen w√ľrde und dann redete er immer von „meinem Br√§utigam“, der seine Vorlieben teilen w√ľrde. Nach dem Gespr√§ch fragte ich erst einmal meine Freundin, ob ich das richtig verstanden hatte mit „dem Br√§utigam“ und dann fiel uns beiden auf, dass dieser Mann wohl in einer homosexuellen Lebenspartnerschaft leben w√ľrde. Durch dieses Erlebnis wurde mir bewusst, auf welchem Weg durch Sprache ein neues Denken in unsere Gesellschaft hinein gebracht wird: Es geschieht durch die Umdeutung von Begriffen. Die W√∂rter: Ehe, heiraten, Familie, Geschlecht und Ehepartner, haben l√§ngst ihre Eindeutigkeit verloren. Im Stern antwortete bei einem Zukunftsinterview ein Teenager: „Wenn ich bis 28 keinen Mann geheiratet habe, heirate ich meine Freundin.“ Es gibt keine klaren Aussagen mehr, keine klare Definition mehr f√ľr Ehe und Familie – alles ist m√∂glich. Unbemerkt von den meisten B√ľrgern wird so √ľber neue Begriffe oder die Umdeutung vorhandener Begriffe eine neue Ideologie (Denk- und Wertvorstellung) in die Gesellschaft hineingebracht, die letztendlich das Bild Gottes, das sich in der Unterschiedlichkeit von Mann und Frau widerspiegelt, zerst√∂rt. Mann und Frau soll es als Unterscheidung gar nicht mehr geben. Viele Schritte sind auf diesem Weg schon gegangen worden, die darauf abzielen, die biblischen Vorstellungen von Mann und Frau, Ehe und Familie v√∂llig zu zerst√∂ren.

Stufe eins: Der Begriff Gender

Das Englische unterscheidet sprachlich zwischen „sex“, dem biologischen Geschlecht (Geschlechtsmerkmale & k√∂rperliche Funktionen) und „gender“ [Aussprache: dschender], dem sozialen Geschlecht. Mit Gender (Siehe auch Politische Seite Dez 2007/Jan 2008 Gender-Mainstreaming –¬† was ist das?) sind die gesellschaftlichen Geschlechterrollen gemeint, die Vorstellungen und Erwartungen, wie Frauen und M√§nner sind bzw. sein sollten. Der Begriff umfasst jedoch nicht nur die zwei Kategorien, sondern eine Vielfalt von Geschlechtern (Transgender). Geschlechterrollen k√∂nnen sich im Lauf der Zeit √§ndern und innerhalb und zwischen den Kulturen unterschiedlich sein (http://www.lustaufgender.ch/index.php?page=10.10). Gender – dies ist ein sehr schillernder, unklarer Begriff, der im Anfang von Feministinnen gebraucht wurde, um mit dieser Trennung von biologischer Anatomie und Rolle ihre Forderungen nach Ver√§nderung zu unterst√ľtzen. Aber genau diese Unklarheit ist gewollt, damit unter diesem Begriff weit reichende gesellschaftliche Ver√§nderungen m√∂glich w√ľrden. Es gibt inzwischen an vielen Universit√§ten so genannte „Gender“ Studienangebote. Auch in der Politik hat dieser Begriff Einzug gehalten. Anfangs ging es noch darum, Forderungen nach einer Gleichstellung der Frau mit dem Mann durchzusetzen.

Es gibt inzwischen in allen Beh√∂rden Gender-Beauftragte, die alle Ma√ünahmen darauf pr√ľfen sollen, ob Frauen benachteiligt werden. Auch wenn alle den gleichen Begriff verwenden, ist damit noch nicht gesagt, dass alle den gleichen Inhalt meinen. Die feine Unterscheidung zwischen „sex“ und „gender“ hat jedoch weit reichende Konsequenzen. Sie erm√∂glicht n√§mlich die Wahl, was ich „geschlechtlich“ sein m√∂chte, ganz egal, ob ich das biologisch bin oder nicht. Mann und Frau sind nach einer radikalen Gender-Theorie nicht mehr der Wille Gottes in ihren Unterschieden, sondern die Unterschiede sind einfach eine soziale Konstruktion, die durch die Verwendung des Begriffs „gender“ √ľberwunden werden kann. Eine Bandleaderin, die als lesbische Frau mit einer Transsexuellen zusammenlebt, dr√ľckte die Botschaft der Gender-Ideologen in einem Zeitungsinterview folgenderma√üen aus: „Es geht nicht darum, sich auf √§u√üerliche Unterschiede zu konzentrieren, sondern dein eigenes Geschlecht zu entwerfen.“ (Beth Ditto in Berliner Zeitung vom 20./21. Mai 2009 Seite 31)

Stufe zwei: Veränderung des Rechts

Die Gesetze erm√§chtigen den Staat, das Geschlecht einer Person festzulegen. Deswegen ist das Ziel der Gender-Ideologen, das Recht des Staates, eine bestimmte Definition bez√ľglich Geschlecht, Geschlechtsidentit√§t und sexueller Orientierung durchzusetzen, abzuschaffen. Jeder soll die M√∂glichkeit haben, sein „gender“ selbst zu konstruieren (Zeitschrift der Offensive Junger Christen (OJC) Salzkorn Nr. 24, S. 243). Der Begriff „gender“ kommt nun der Homosexuellenbewegung entgegen als willkommene M√∂glichkeit, ihre eigenen Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung durchzusetzen. Homosexuelle f√ľhren daf√ľr noch neue Begriffe ein:

Homophobie

Am 18.1.2006 wurde im EU Parlament ein Antrag angenommen, der den Titel hatte: Entschlie√üung des Europ√§ischen Parlaments zur Homophobie in Europa. Dort wird Homophobie definiert als: „Auf Vorurteilen basierende irrationale Furcht vor und Abneigung gegen Homosexualit√§t und Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transsexuelle, √§hnlich wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus oder Sexismus“. Die Gleichstellung von Homophobie mit Antisemitismus und Rassismus wird inzwischen auch von Politikern in unserem eigenen Land (z.B. Volker Beck) vorgenommenen. Das ist eine Ungeheuerlichkeit, wenn man sich einmal ansieht, was dieses Wort bedeutet und wo es her kommt. Es wurde 1966 von einem amerikanischen homosexuellen Psychotherapeuten erfunden, um eine Begr√ľndung f√ľr ein ablehnendes Verhalten von heterosexuellen M√§nnern gegen√ľber Homosexuellen zu konstruieren. In der psychologischen Sprache sind Phobien krankhafte, zwanghafte und v√∂llig √ľberzogene √Ąngste. Die sich in B√ľrgerrechtsbewegungen organisierenden Lesben und Schwulen haben den Begriff Homophobie sehr schnell √ľbernommen, um damit jegliche Ablehnung homosexuellen Verhaltens, aus welchem Grund auch immer, zu bezeichnen. Das bedeutet im Klartext: Jeder B√ľrger, der aus welchen Gr√ľnden auch immer, Homosexualit√§t ablehnt, hat eine Homophobie. Homosexuelle sehen sich gegen√ľber Heterosexuellen in der Opferrolle. Deswegen stellen sie die Ablehnung ihrer Lebensweise mit Rassismus und Antisemitismus gleich. Die T√§ter, gegen die es gesetzliche Ma√ünahmen einzuleiten gilt, sind all jene, die Homosexualit√§t nicht akzeptieren. Homosexualit√§t ist auf diese Weise kein ethisch bewertbares Verhalten mehr, sondern durch Gleichstellung der Homophobie mit Rassismus und Antisemitismus wird Homosexualit√§t als ein unver√§nderbares Merkmal eines Menschen deklariert. Nach dieser „Logik“ ist also jede √Ąu√üerung oder Handlung, durch die diese L√ľge der Unver√§nderbarkeit in Frage gestellt w√ľrde, eine Diskriminierung. Im Artikel 13 des Vertrages √ľber die Europ√§ische Union wurde nach erfolgreicher Lobbyarbeit der Homo-, Bi- und Transsexuellenbewegung das Prinzip der Antidiskriminierung auf die sexuelle Orientierung angewandt.

Heterosexismus

Das n√§chste neue Wort „Heterosexismus“ wurde bald erfunden. Es dient wie der Begriff Homophobie dazu, die Homosexuellen als Opfer zu beschreiben. Sie sind Opfer einer Denk- und Wertvorstellung der Heterosexuellen – also einer Ideologie. Da diese Wertvorstellung den Homosexuellen nicht den gleichen Rechtsraum gew√§hrt wie den Heterosexuellen, werden sie also ihrer Meinung nach unterdr√ľckt. Eine andere Wertvorstellung und eine andere Denkweise gegen√ľber Homosexualit√§t ist also eine unterdr√ľckende und gef√§hrliche Ideologie. Das ist der „Heterosexismus“ und er wird ebenso gleichgestellt mit Rassismus und Antisemitismus.

Fazit: Es gibt inzwischen eine neue Ideologie, deren Denk- und Wertvorstellung die v√∂llige Abl√∂sung des Menschen aus seinen sch√∂pfungsm√§√üigen und gottgegebenen biologischen Bedingungen bezweckt. Sie hat nicht nur unter den Homosexuellen Anh√§nger gefunden, sondern verbreitet sich besonders √ľber die Gender-Studieng√§nge und politischen Instanzen. In der Logik dieses Denkgeb√§udes wird jeder ethische Gedanke bez√ľglich gelebter Sexualit√§t verworfen und als Diskriminierung betrachtet. Ungleiches wird als gleich erkl√§rt und Strafandrohungen in der EU durchgesetzt, um jeglichen Widerspruch zu unterdr√ľcken.

Das Werkzeug: Antidiskriminierungsgesetze

In der Entschlie√üung des Europ√§ischen Parlaments zu „Homophobie in Europa“ von 2006 hei√üt es: „Mit Hinweis auf Art. 13 des Vertrages √ľber die Gr√ľndung der Europ√§ischen Gemeinschaft wird der Gemeinschaft die M√∂glichkeit einger√§umt, Normen zur Bek√§mpfung von Diskriminierungen, u.a. aus Gr√ľnden der sexuellen Ausrichtung, zu beschlie√üen und den Grundsatz der Gleichheit zu f√∂rdern.“

Es wird in dieser Entschließung von allen Ländern, die der EU angehören, gefordert, dass sie

  • die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Familien gew√§hrleisten,
  • Homophobie ausmerzen,
  • den Kampf gegen Homophobie durch Bildungsma√ünahmen, wie Kampagnen gegen Homophobie in Schulen, Universit√§ten und die Medien, sowie durch administrative, juristische und Legislativma√ünahmen verst√§rken,
  • Rechtsvorschriften verabschieden, die der Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partner in den Bereichen Erbrecht, Eigentumsregelung, Mietrecht, Ruhegehalt, Steuern, soziale Sicherheit usw. ein Ende setzen.

In England sieht das Gesetz eine Haftstrafe f√ľr Leute vor, die eine „Atmosph√§re oder ein Klima“ erzeugen, das Hass aufgrund von sexueller Ausrichtung f√∂rdert. √Ąhnliche Gesetze gibt es bereits in Kanada und Frankreich. Was erzeugt aber nun ein Klima von Hass? Wenn es nach der Interpretation der Homosexuellenverb√§nde geht, dann geh√∂rt das Aussprechen biblischer Aussagen √ľber Homosexualit√§t dazu.

Homosexuellenideologen behaupten, es sei unm√∂glich, die homosexuelle Neigung zu ver√§ndern. Ihre Meinung aber darf nicht in Frage gestellt werden. Auf der einen Seite vertreten sie das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung im Sinne der Gender-Ideologie – auf der anderen Seite verweigern sie aber das Recht f√ľr einen Homosexuellen, sich Richtung Heterosexualit√§t zu ver√§ndern. Weder d√ľrfen Angebote in dieser Richtung gemacht werden, noch irgendwelche seelsorgerlichen Hilfen angeboten werden. Wir stehen kurz davor, dass es dieser Lobby gelingt, per Gesetz verbieten zu lassen, dass Menschen sich in dieser Richtung √∂ffentlich √§u√üern. Die Antidiskriminierungsrichtlinien der EU bilden die Grundlage daf√ľr, den rechtlichen Rahmen f√ľr Homosexuelle immer weiter auszudehnen und f√ľr Christen zu beschneiden. Wer etwas anderes zu denken wagt, als es in den Rahmen der Homosexuellenideologie hinein passt, diskriminiert. Damit kann man jede andere Meinungs√§u√üerung kriminalisieren.

Gleichzeitig f√§llt niemandem die Unlogik dieser Denkweise auf. Auf der einen Seite wird das Geschlecht als eine Konstruktion angesehen und daf√ľr gek√§mpft, dass alles als beliebig leb- und ver√§nderbar angesehen wird – auf der anderen Seite wird aber eine selbstgew√§hlte Ver√§nderung hin zur Heterosexualit√§t ausgeschlossen und vehement bek√§mpft. Ein Widerspruch in der Argumentation!

Rechtsangriff auf die Ehe

Die in Deutschland durch das Grundgesetz staatlich besonders gesch√ľtzte Ehe ist in den Augen der Homosexuellen eine besondere Form des Heterosexismus und wird von ihnen scharf bek√§mpft. Tats√§chlich ist es den Homosexuellen schon gelungen, das Monopol der heterosexuellen Ehe als die alleinige Rechtsform f√ľr Lebenspartnerschaften aufzubrechen. Dem Ziel, eine v√∂llige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe durchzusetzen, sind die Homosexuellen in Europa schon sehr nahe gekommen. Am 14. 1. 2009 wurde im Europ√§ischen Parlament eine Entschlie√üung zur Lage der Grundrechte in der EU mit gro√üer Mehrheit angenommen, die unter anderem auf eine Gleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften mit der Ehe abzielen. Dort hei√üt es im Punkt 77: Das Europ√§ische Parlament fordert die Mitgliedstaaten, die dies noch nicht getan haben, auf, den Grundsatz der Gleichheit anzuwenden und gesetzgeberisch t√§tig zu werden, um Diskriminierung von Paaren aus Gr√ľnden der sexuellen Orientierung der Partner zu beseitigen. Das bedeutet im Klartext: Falls diese Entschlie√üung in EU-Recht umgesetzt wird, darf die Ehe vom Gesetzgeber nicht mehr von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften unterschieden werden. Ehe und Familie w√ľrden damit ihren besonderen Status verlieren, der in Deutschland z.Zt. grundgesetzlich gesch√ľtzt wird.

Und zum 60. Geburtstag der Verk√ľndigung des Grundgesetzes forderte nun Justizministerin Zypries (SPD) am 22. 5. 2009, die sogenannten „Homo-Ehen“ unter den Schutz des Grundgesetzes zu stellen. Ihre Begr√ľndung: „Weil Lebenspartner nicht weniger Respekt und rechtliche Anerkennung verdienen als Ehepartner, sollte hier das Grundgesetz erg√§nzt und neben der Ehe auch die eingetragenen Partnerschaft gesch√ľtzt werden.“ Frau Zypries erweist sich damit als Sprachrohr des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), der seit einiger Zeit vehement eine √Ąnderung des Grundgesetzes fordert.

Berlin als Vorreiter

Durch die Umsetzung der EU-Richtlinie 2000/78/EG im Beamtenrecht hat Berlin bereits eine Vorreiterrolle in Bezug auf die Förderung der Gleichstellung von eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe eingenommen. Diese Rolle soll jetzt weiter ausgebaut werden. Die Mittel, die dabei eingesetzt werden, geben Hinweise darauf, was wir bald in der ganzen Bundesrepublik erfahren werden.

Am 2. April wurde im Berliner Abgeordnetenhaus von allen Parteien (!!) ein Antrag der Antrag der SPD-Fraktion und der Fraktion DIE LINKE angenommen mit dem Titel: „Initiative Berlin tritt ein f√ľr Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Schon im Namen des Programms wird deutlich, um was es geht: Nicht mehr Toleranz ist das Ziel, sondern Akzeptanz. Berlin hat mit dieser Initiative ein ausgefeiltes Programm erarbeitet, wie diese Akzeptanz auch in der Bev√∂lkerung durchgesetzt werden soll. In dieser Initiative wird ausdr√ľcklich Folgendes beschlossen (die Unterstreichungen sind meine Hinzuf√ľgungen): „Berlin wird sich auch zuk√ľnftig im Bundesrat und in √∂ffentlichen Debatten deutlich vernehmbar daf√ľr einsetzen, dass [‚Ķ], die Gleichstellung tats√§chlich vollzogen und Diskriminierungen wirksam entgegengetreten wird. In gleicher Weise wird Berlin aktiv, wenn es darum geht, andere Belange von LSBTTI zu vertreten, etwa bei der Modernisierung des Personenstands- und Namensrechts. Die Rehabilitierung und Entsch√§digung der nach ¬ß 175 StGB verurteilten Menschen in beiden deutschen Staaten ist l√§ngst √ľberf√§llig. Der progressive Weg in die Zukunft kann nur dann nachhaltige Wirkungen auf das gesellschaftliche Klima zeitigen, wenn auch mit den dunklen Seiten der Vergangenheit und ihren bleibenden Wirkungen in der Gegenwart aufger√§umt wird.“ Bedauernd wird vermerkt: „Im Bundesma√üstab sieht die bisherige Bilanz deutlich anders aus. Der Bundesgesetzgeber hat sich – anders als andere EU-Mitgliedstaaten – nicht zu einem Konzept der Institutsausweitung der Ehe entschlossen, sondern ein neues Institut geschaffen. Nach und nach wird jetzt in m√ľhsamen Einzelschritten der Weg der Angleichung gegangen, gegen nach wie vor beachtliche Widerst√§nde vor allem des konservativen gesellschaftlichen und politischen Spektrums. Auch die europ√§ischen Ma√ünahmen zur Antidiskriminierung werden in Deutschland verz√∂gert, verhindert und unterlaufen.“ (Initiative S. 18). Wie soll das Ziel einer Akzeptanz nun erreicht werden?

1. Durch Umerziehung

Schl√ľssel f√ľr jegliche Durchsetzung einer Ideologie ist immer Bildung und Erziehung, insbesondere die Jugendarbeit. Wer die K√∂pfe der n√§chsten Generation erreicht, hat eine bleibende Saat ges√§t. Damit auch nichts dabei ausgelassen wird, werden nun verpflichtende Weiterbildungen f√ľr die „Berliner Lehrkr√§fte, P√§dagoginnen und P√§dagogen sowie (Schul-)Psychologinnen und -psychologen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher, in der Landesverwaltung und bei freien Tr√§gern in ad√§quater Form zu den Themen Diversity und „Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ (a.a.O. S.2) angeordnet. F√ľr Jugendhilfe und Schule sollen verantwortliche Schl√ľsselpersonen geschult werden. Die Ausbildung soll von freien Einrichtungen der Lesben- und Schwulenorganisationen durchgef√ľhrt werden. In der Initiative wird das verschleiernd so ausgedr√ľckt: „Dies muss in Kooperation mit den qualifizierten Einrichtungen freier Tr√§ger geschehen, die √ľber Erfahrungen und nachgewiesene Expertise in diesem Bereich verf√ľgen und die hierf√ľr gest√§rkt werden m√ľssen.“ (a.a.O. S.2). St√§rkung bedeutet, dass im Haushalt mehr Finanzen daf√ľr eingestellt werden! Alle B√ľrger m√ľssen also noch daf√ľr mit ihren Steuern bezahlen, dass sie und ihre Kinder umerzogen werden sollen! In der p√§dagogischen Ausbildung an den Universit√§ten soll „Umgang mit sexueller Vielfalt“ verbindliches Thema werden. Ma√ünahmen sollen ergriffen werden, damit das Thema nicht l√§nger „randst√§ndig“ bleibt. F√ľr Kontrolle wird bei diesem und den folgenden Themen vielf√§ltig gesorgt: Dem Senat ist schon zum Ende 2009 √ľber die Umsetzung und den Erfolg der Ma√ünahmen zu berichten, desgleichen dann im Jahr darauf. Jede Ma√ünahme wird unter Evaluationszwang gestellt, denn man will ja sicher gehen, dass diese Initiative erfolgreich ist.

Alle p√§dagogischen Einrichtungen sollen mit „zielgruppenspezifischem Informationsmaterial“ zum Thema „sexuelle Vielfalt“ versorgt werden (nat√ľrlich auch aus Steuergeldern). An den Schulen muss ein Ansprechpartner mit „entsprechender Qualifikation“ zur Verf√ľgung stehen, dessen Aufgabe auch in der √úberwachung der Kollegen/innen besteht Es hei√üt n√§mlich w√∂rtlich: „Sie soll auch darauf achten, dass AV 27 im Rahmen der Schulpraxis Beachtung findet.“ AV 27 ist eine weit reichende Vorschrift, wie an der Schule der Umgang mit sexueller Vielfalt zu lehren ist. Da die Lehrer/innen diese bis jetzt weitgehend ignoriert haben, muss nun Druck und Kontrolle aufgebaut werden! Es soll au√üerdem gepr√ľft werden, „inwieweit der Umgang mit sexueller Vielfalt zum verbindlichen Gegenstand des Schulprofils gemacht werden kann.“ Bei der Schulinspektion soll dann die Schulaufsicht darauf achten, ob diese Umsetzung auch gelungen ist.

2. Durch finanziellen Druck

Wenn mit √∂ffentlichen Mitteln Projekte finanziell unterst√ľtzt werden, ist darauf hinzuwirken, dass die Projekte [‚Ķ], die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Fokus ihrer Arbeit qualifiziert und nachweisbar verfolgen. Dies gilt nicht nur f√ľr „klassische“ Jugend-, Bildungs- und Sportprojekte‚Ķ Im Rahmen der F√∂rderung von Jugendarbeit muss ein besonderer Fokus auf die geschlechterreflektierende Arbeit vor allem mit Jungen gelegt werden. Es sind Standards zu entwickeln, auf die die Empf√§ngerinnen und Empf√§nger von √∂ffentlichen F√∂rdermitteln im Rahmen der Mittelvergabe verpflichtet werden. Es ist ein Qualit√§tsmanagement zu entwickeln, welches es erm√∂glicht, die Einhaltung und Ber√ľcksichtigung der Ziele der Akzeptanzf√∂rderung sexueller Vielfalt zu kontrollieren (a.a.O. S. 5). Damit w√§re die Grundlage gelegt, christlichen Einrichtungen √∂ffentliche Unterst√ľtzung zu entziehen, denn noch einmal: die F√∂rderung von Akzeptanz ist nicht zu vergleichen mit der F√∂rderung von Toleranz.

3. Durch Ausnutzung aller Möglichkeiten der Beeinflussung

Von den √∂ffentlichen Vertreterinnen und Vertretern des Landes Berlin wird erwartet, dass sie in der √Ėffentlichkeit „deutliche Zeichen“ f√ľr das Erfordernis von Akzeptanz der sexuellen Vielfalt setzen: „Der Senat von Berlin und das Abgeordnetenhaus sind in der Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen, indem sie diese Botschaft bei jeder geeigneten Gelegenheit im st√§dtischen bis hin zum internationalen Rahmen nachdr√ľcklich √∂ffentlich vertreten.“ Der Senat von Berlin soll f√ľr die „Entwicklung einer gemeinsamen gesamtst√§dtischen Akzeptanzkampagne“ werben. Dabei soll das gemeinsame Bekenntnis zu einer Wertsch√§tzung von Vielfalt √∂ffentlichkeitswirksam zum Ausdruck gebracht werden.“ Berlin hat schon seit l√§ngerer Zeit eine Landesstelle f√ľr Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) eingerichtet, das unter anderem die „F√∂rderung der Akzeptanz gleichgeschlechtlicher Lebensweisen und den Abbau von Vorurteilen“ zur Aufgabe hat. Aber obwohl durch diese Landesstelle schon sehr viele Projekte und Initiativen gef√∂rdert werden, um das Klima in den Bezirken zu Gunsten sexueller Vielfalt zu ver√§ndern, wird dennoch beklagt, dass diese noch nicht den gew√ľnschten Erfolg gehabt haben. „Angesichts des Ausma√ües der Ablehnung“ werden daher alle Anstrengungen verst√§rkt. Obwohl man zugibt: „Akzeptanz l√§sst sich nicht anordnen“ – wird sie dennoch angeordnet und versucht, mit Druck zu erzwingen.

4. Durch öffentliche Abstrafung bei Nichtakzeptanz

Die Verwaltung Berlins soll daf√ľr sensibilisiert werden, „jegliche Form der Diskriminierung und Ausgrenzung, der Nichtakzeptanz sexueller Vielfalt, in √∂ffentlich erkennbarer Weise zu √§chten“. Welche moderne Form von Pranger daf√ľr gefunden wird, bleibt der Fantasie des Lesers √ľberlassen. Im √∂ffentlichen Dienst soll auch √ľberlegt werden, ob man einen besonderen Einstellungskorridor f√ľr die Menschen aus der Gruppe der sogenannten LSBTTI einrichtet = Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgenders und Intersexuelle.

Fazit: Akzeptanz ist nicht das gleiche wie Toleranz. Toleranz ist eine grundlegende Haltung gegen√ľber Menschen, die andere Ansichten haben. Deswegen muss man aber ihre Ansichten noch lange nicht akzeptieren (auf Deutsch: annehmen). So kann mit „Toleranz“ eine Haltung beschrieben werden, dass zwar eine Person bzw. Personengruppe nicht mit einer bestimmten Meinung √ľbereinstimmt, diese aber dennoch duldet. Nach der Gender-Ideologie muss Homosexualit√§t akzeptiert werden. Toleranz reicht nicht und ist kein erw√ľnschtes Ziel. Jede Ideologie, sei es der Kommunismus oder der Nationalsozialismus, versucht immer ihr Denken der n√§chsten Generation aufzupressen. Je j√ľnger ein Mensch ist, desto weniger kann er sich dagegen wehren. Die demokratische Staatsform sollte eigentlich den B√ľrger davor bewahren, unter ideologischem Zwang leben zu m√ľssen. Nach der Erfahrung des Faschismus hat der Parlamentarische Rat vor 60 Jahren daher ein Grundgesetz ausgearbeitet, das den B√ľrger davor sch√ľtzen sollte, noch einmal Opfer einer totalit√§ren Ideologie zu werden und in einem Staat leben zu m√ľssen, der ihm gewaltsam vorschreibt, wie er zu denken habe. Zur Zeit erleben wir nun aber, dass die Gender-Ideologen den demokratischen Staat gebrauchen und mit Staatsmitteln versuchen, ihre totalit√§ren Ziele durchzubringen. Grundlegende Rechte, wie z.B. Artikel 4 GG,1 „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religi√∂sen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich“, sowie die Meinungsfreiheit (Art. 5 GG,1) und die Freiheit der Wissenschaft, Forschung und Lehre (Art. 5 GG,2) werden von den Gender-Ideologen Andersdenkenden nicht mehr zugestanden. Dagegen erhebt sich nun Widerstand.

Kampf um die Freiheit der Meinungsäußerung

Der Kampf um die Freiheit der Meinungs√§u√üerung ist seit dem letzten Jahr voll entbrannt. Es begann im Herbst 2007: Die Grazer Universit√§tsklinik f√ľr Psychiatrie hielt einen Kongress zum Thema „Religiosit√§t in Psychiatrie und Psychotherapie“ ab. Dort sollte es unter vielen anderen Workshops auch zwei Angebote von Markus Hoffmann geben, dem Leiter des christlichen Vereins W√ľstenstrom. Er wollte √ľber Erfahrungen in der Begleitung von Menschen berichten, die unter ich-dystoner Sexualorientierung leiden. Dazu geh√∂ren alle Menschen, die mit ihrer sexuellen Orientierung oder Pr√§ferenz nicht klar kommen. Er wollte daneben sein Seelsorgeprogramm „Aufbruch Leben“ vorstellen, welche das Ziel verfolgt, die Identit√§t von Frau- und Mannsein zu f√∂rdern. Die Arbeit des Vereins W√ľstenstrom richtet sich unter anderem auch an Menschen, die f√ľr sich pers√∂nlich einen Ausweg aus gelebter Homosexualit√§t suchen. Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) erreichte mit einer medialen Hetzkampagne, dass dieser Workshop abgesagt wurde. Dem Verein wurde unterstellt, dass er Homosexuelle unter Druck setzen w√ľrde, sich „heilen“ zu lassen. Als es im Jahr 2008 auf dem Christival einen Workshop des Deutschen Instituts f√ľr Jugend und Gesellschaft (DIJG) zum Thema „Homosexualit√§t verstehen – Chancen der Ver√§nderung“ geben sollte, wurde durch eine gro√ü angelegte Medienkampagne und 27 Fragen der Bundestagfraktion B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen an die Bundesregierung √ľber christliche Gruppen und deren Verh√§ltnis zur Homosexualit√§t, erreicht, dass auch dieser Workshop nicht stattfand. Das DIJG zog ihn zur√ľck. Die Situation spitzte sich dennoch so zu, dass zwei andere Workshops, einer zum Thema „Sexueller Missbrauch an Jungen“ (W√ľstenstrom) und ein anderer zu den psychischen Folgen von Abtreibung (AMSEL) nur unter massivem Polizeischutz stattfinden konnten.

Angriff auf die Evangelikalen

Seitdem nahm der Druck auf Referenten von W√ľstenstrom und DIJG massiv zu und entwickelte sich zu einer Kampagne gegen die Evangelikalen. Vom 20. – 24. Mai 2009 fand in der Stadthalle und Universit√§t von Marburg der 6. internationale Kongress f√ľr Psychotherapie und Seelsorge statt. Er wollte christlichen Seelsorgern und Therapeuten aller Konfessionen eine Gespr√§chsplattform bieten. Zu dem Oberthema „Identit√§t“ waren auch Referenten von W√ľstenstrom und DIJG eingeladen. In einem offenen Brief an den Oberb√ľrgermeister der Stadt, sowie den Pr√§sidenten der Universit√§t Marburg forderte im April nun wiederum Volker Beck von den Gr√ľnen und der LSVD, diese Referenten auszuladen. Nachdem den Forderungen nicht nachgegeben wurde, wurde der politische Druck t√§glich erh√∂ht. Es wurde ein Aktionsb√ľndnis „Kein Raum f√ľr Sexismus, Homophobie und religi√∂sen Fundamentalismus“ begr√ľndet, dem die bereits erhobene Forderung, die Seminarveranstaltungen mehrerer Referenten abzusetzen, schnell nicht mehr ausreichend war.

Das Aktionsb√ľndnis dazu in einer Pressemitteilung: „Dem B√ľndnis ‚Kein Raum f√ľr Sexismus, Homophobie und religi√∂sen Fundamentalismus‘ ist das zu wenig. Unser Protest richtet sich explizit gegen den Kongress als ganzen. Nicht drei Seminare oder ReferentInnen sind das Problem, sondern die homophobe Grundausrichtung der evangelikalen Bewegung. Statt religi√∂s-fundamentalistischen Positionen eine B√ľhne zu bieten, sollten Stadt und Universit√§t sich f√ľr Gleichberechtigung und die Bek√§mpfung von Homophobie einsetzen.“ „Homophobie“ sei „menschenverachtendes“ Denken – und habe als solches „in einer Universit√§t und anderen √∂ffentlichen R√§umen nichts verloren“. Homosexualit√§t sei „weder krankhaft, noch einer Therapie zug√§nglich“. Der wissenschaftliche Mainstream habe das schon vor 30 Jahren erkannt – „die Evangelikalen offenbar immer noch nicht“, erkl√§rte Nebenberg, die Sprecherin des B√ľndnisses. Dieses Aktionsb√ľndnis wurde von √ľber 55 Gruppen unterst√ľtzt. Ihm geh√∂rten neben Lesben- und Schwulenorganisationen, Antifa-Gruppen, AStAs und Fachschaften verschiedener Universit√§ten auch Gruppierungen des DGB und der Partei DIE LINKE an. In dem „konservativen“ Weltbild der heterosexuellen Ehe“ sah das B√ľndnis ein Problem f√ľr Homosexuelle, weil ein „heterosexistisches“ Umfeld ein „freies Ausleben homosexueller Neigungen stark erschwere“, so die Aktion, die damit die Zielsetzung rechtfertigt, den Kongress zu verhindern. Das B√ľndnis dazu: „Wir wollen den Kongress in seiner Gesamtheit verhindern und ihn als Symbol einer rechtskonservativen Meinungsmache bek√§mpfen.“ Kongressgegner beschmierten H√§user, Schilder und Schauk√§sten evangelikaler Einrichtungen mit ihren Parolen und diffamierenden √Ąu√üerungen zu Religion. Es kam zu Sachbesch√§digungen. Im Flugblatt hie√ü es weiter: „Evangelikale sind eine r√ľckw√§rtsgerichtete Str√∂mung innerhalb des Protestantismus, die sich durch fundamentalistische Bibelauslegung, Absolutheits- und Missionierungsanspruch auszeichnet und die nach gesellschaftlichem Einfluss streben.“ Solche Behauptungen finden sich auch in dem Buch „Mission Gottesreich – Fundamentalistische Christen auf dem Vormarsch“ von zwei ARD-Journalisten, die daf√ľr pl√§dieren, evangelikale Institutionen zu verbieten und zu verhindern, dass sie sich √∂ffentlich √§u√üern k√∂nnen. Die Forderungen des Aktionsb√ľndnisses lagen daher auf der gleichen Linie: Es geht darum, eine unbequeme Meinung zum Schweigen zu bringen. Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Rektor des Martin Bucer Seminars, schreibt dazu: „Verfolgung religi√∂ser Minderheiten (wie von Minderheiten √ľberhaupt) beginnt weltweit mit Desinformation, geht dann in konkrete Diskriminierung √ľber und endet mit konkreter Verfolgung. Die Autoren betreiben die Desinformation bereits im gro√üen Stil und fordern unverbl√ľmt die Diskriminierung im gro√üen Stil (Evangelikale sollten keine Medien, keine Politikerkontakte, keine Ver√∂ffentlichungsm√∂glichkeiten haben, ihnen sollten Gemeinn√ľtzigkeit und Unterst√ľtzung aus Steuergeldern entzogen werden, ihre Schule sollten strenger reglementiert werden usw.) Solch weitgreifende Beschr√§nkungen hat in Deutschland schon lange keiner mehr gegen eine Religionsgemeinschaft gefordert.“ Die Publizistin Gabriele Kuby meint: „Wer in Wahrheit diskriminiert wird, sind nicht die Homosexuellen, sondern jene, die das sittliche Fundament erhalten wollen, auf denen allein die Gesellschaft, die Familie und das Christentum bestehen k√∂nnen.“

Christen werden politisch aktiv

Mit einer √∂ffentlichen Erkl√§rung traten mehr als 370 B√ľrger und eine Vielzahl namhafter Personen am 20. April 2009 an die √Ėffentlichkeit und forderten, dem Druck auf den Marburger Kongress nicht nachzugeben. Die Unterzeichner der Initiative „F√ľr Freiheit und Selbstbestimmung“ sahen in der Aktion gegen den Kongress und seine Referenten einen Angriff auf Grundfreiheiten. Eine der Erstunterzeichnerinnen, die Publizistin Gabriele Kuby, hatte sich auch mit einem offenen Brief an den Oberb√ľrgermeister der Stadt Marburg gewandt und ihn darin best√§rkt, sich nicht dem Druck auf den Kongress zu beugen. Die Erkl√§rung war ein wichtiges Signal, dass B√ľrger ihre Grundrechte verteidigen. Sie st√§rkte die Politiker der Stadt, die sich f√ľr den Kongress einsetzten, bewirkte auf der anderen Seite aber auch weitere Kontroversen.

Fazit: Es ist allerh√∂chste Zeit aufzuwachen, um dieser Ideologie zu widersprechen und den totalit√§ren Anspr√ľchen auch politisch entgegenzutreten. Dietrich Bonhoeffer lehrt uns: „Tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen sind keine christlichen Haltungen.“ Wir m√ľssen Gott best√ľrmen, dass er sein Licht und seine Wahrheit sendet und dieses l√ľgenhafte Denknetz, das √ľber ganz Europa ausgespannt wurde und auf dem Weg ist, die ganze Welt einzuspinnen, zerrei√üt. Wir sollten, so weit wir dazu in der Lage sind, Politiker kontaktieren und ihnen helfen, diese neue Ideologie zu durchschauen. Wir m√ľssen uns dagegen wehren, dass Meinungsfreiheit in einem demokratischen Staat nicht mehr m√∂glich sein soll. Es geht um die n√§chste Generation und die Zukunftsf√§higkeit unserer Gesellschaft!

GEBET

  • Bitten wir Gott um Vergebung, wo wir uns als Christen zur√ľckgezogen haben, anstatt mutig f√ľr die Wahrheit des Evangeliums in Liebe aufzustehen.
  • Bitten wir darum, dass die L√ľgen dieser Gender-Ideologie aufgedeckt werden. M√∂ge der Heilige Geist viele Menschen wachr√ľtteln, damit sie ihren gottgegebenen Verstand einsetzen, um diese L√ľgen auch an den Universit√§ten zu entlarven. Christus ist gekommen, um die Werke der Finsternis zu zerst√∂ren!
  • Bitten wir um eine Salbung von K√ľhnheit auf Christen, die Wahrheit des Evangeliums bei allem Widerstand zu verk√ľndigen.
  • Bitten wir f√ľr einen wirksamen Widerstand von Christen und Nichtchristen gegen alle Versuche, unliebsame Meinung zu unterdr√ľcken (Psalm 12).
  • M√∂ge der Heilige Geist viele Menschen bef√§higen, sich aktiv f√ľr den Erhalt der grundgesetzlich garantierten Meinungsfreiheit (Art. 5,1) und der Freiheit der Forschung (Art.5,3) einzusetzen.
  • Beten wir f√ľr die Referenten von W√ľstenstrom und DIJG, dass sie vielf√§ltige St√§rkung und Zuspruch erfahren und auch weiterhin zu relevanten Kongressen und Veranstaltungen eingeladen werden. Die Taktik der Einsch√ľchterung soll nicht zum Ziel kommen!
  • Beten wir um eine gewaltige Erweckung besonders unter der Gruppe der Homosexuellen. Was Gott in den 70er Jahren unter den Drogenabh√§ngigen getan hat, m√∂ge er diesmal unter den Homosexuellen/Lesben etc. tun. Beten wir um Bekehrungen von Schl√ľsselpersonen aus der Szene!
  • Beten wir um wirksame Hilfsangebote f√ľr Menschen, die einen Ausweg aus Homosexualit√§t suchen.
  • Beten wir f√ľr die n√§chste Generation. Sie braucht Orientierung und Ma√üst√§be aus dem Evangelium! Beten wir f√ľr die Lehrer/innen, dass sie sich dem Druck verweigern, diese Generation durch Lehre in die Irre zu f√ľhren.
  • M√∂ge der Heilige Geist vielen jungen M√§nner und Frauen helfen, sich dem Druck der Gruppe und Gesellschaft in Bezug auf ein z√ľgelloses Ausleben von Sexualit√§t zu widersetzen.
  • Fragen wir den Herrn, was unser Anteil im Gebet und im Tun sein kann, um Widerstand zu leisten. Was ist meine Gabe? Wie kann/soll ich sie einsetzen?
  • Beten wir um gelingende Kontakte zu Politikern und dass diese den Mut haben, sich mit der Gender-Ideologie auseinanderzusetzen.
  • David konnte Goliath widerstehen, weil er seinen Gott kannte. Beten wir darum, dass es zu einer davidischen Widerstandsbewegung und Vernetzung von Menschen in unserem Land kommt, die sich nicht einsch√ľchtern lassen, weil sie ihren Gott kennen! Menschen, die bereit sind, auch gegen den „Riesen“ Gender-Ideologie anzutreten.

r-stresemann@versanet.de
Quelle: www.beter-im-aufbruch.de
link: Politische Seite Juli/August 2009

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 23. August 2009 um 15:00 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Sexualethik.