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Von Angesicht zu Angesicht – Aspekte des Maskentragens

Montag 10. Januar 2022 von Pfr. Dr. Stefan Felber


Pfr. Dr. Stefan Felber

„Jetzt hat es ein Gesicht!“ rief meine Klarinettenlehrerin einst, als mein Vorspiel endlich ihr Gefallen fand. Wenn etwas ein Gesicht hat – ein Standpunkt, eine Figur, eine Musik usw. –, dann ist es unterscheidbar, individuell und persönlich. Nur mit Gesicht entsteht ein Charakter. Gesichtslos ist seelenlos, unpersönlich („08/15“): eine Schaufensterpuppe, eine Schublade. Im vorliegenden Artikel werden 1. medizinische, 2. psychosoziale, 3. theologisch-kirchliche und 4. politische Aspekte des Maskentragens besprochen. Am Ende erfolgen 5. ein paar praktische Ratschläge für Gemeindeleitungen und -glieder.

Der Fokus liegt – vor allem ab Teil 2 – auf dem Maskentragen in Schule und Kirche. Es werden also Orte bedacht, an denen in der Regel gesunde Menschen zusammenkommen, um einander bewußt zu begegnen. Die Verwendung von Masken in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Arztpraxen, Geschäften, an gefährlichen Arbeitsplätzen, in vollen öffentlichen Transportmitteln oder allgemein in der Begegnung mit Menschen mit geschwächtem Immunsystem wird hier nicht behandelt!

1. Mehr Schaden als Nutzen: Medizinische Dimensionen

Seit kurzem sagen uns staatliche Stellen, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung – vulgo: Maske – sei ein wichtiger Teil des Infektionsschutzes im öffentlichen Bereich. Zuvor dominierten für das Maskentragen ganz andere Denkrahmen: Für Demonstrationen gilt ein Vermummungsverbot, für Muslimas das Verbot der Verschleierung in staatlichen Institutionen.

Noch Anfang 2020 äußerte sich der Staatsvirologe Christian Drosten im Fernsehen pessimistisch über die Wirksamkeit des Maskentragens; wörtlich: „Damit hält man das (d.h. das Virus) nicht auf. Wir können nochmal darüber reden, aber die technischen Daten dazu sind nicht gut“.[1] Ein Allgemeinmediziner sagte mir im November 2021, am Beginn der Pandemie habe man diese Information wohl deshalb herausgegeben, weil noch nicht genug Masken zur Verfügung gestanden hätten. Aber ist das logisch? Wäre man bereits vorher der Überzeugung gewesen, Masken seien hilfreich, so hätte man längst die Produktion hochfahren, größere Mengen bevorraten und die Menschen informieren können.

Doch die Überzeugung von der Nützlichkeit des Maskentragens nahm erst im Zuge der Corona-Krise überhand. Noch 2005 untersuchte Ulrike Butz in ihrer Dissertationsarbeit verschiedene chirurgische Masken in drei Testreihen. Sie stellte fest, daß die Kohlendioxid-Konzentration zwischen Maske und Gesicht von 0,04% auf ca. 3% anstieg. Das ist eine Steigerung um den Faktor 75! Am Ende ihrer Arbeit richtete sie einen Aufruf an die Hersteller, Masken mit größerer Durchlässigkeit für Kohlendioxid zu produzieren.[2] Die von Butz festgestellten Symptome des erhöhten Kohlendioxidgehaltes im Blut werden zu Corona-Zeiten wieder von Lehrkräften berichtet, deren Schüler der Maskenpflicht unterliegen: Schläfrigkeit, Kopfweh, Atemnot, rascher nachlassende Konzentration.

„Allein die Raumluft in Klassenzimmern an sich kann schon einen 0,1–0,3prozentigen CO2-Anteil erreichen. Mit Maske muss man mit bis zu 5 Prozent Rückatmung rechnen: Irreversible Schäden sind … nicht auszuschließen.“[3]

Die Relevanz dieser Werte wird durch einen Vergleich anschaulich: Der Kohlendioxidgehalt der durchschnittlich eingeatmeten Luft beträgt, wie erwähnt, 0,04%. Der Kohlendioxidgehalt der durchschnittlich ausgeatmeten Luft beträgt jedoch etwa 4%[4], also rund das 100fache. Man kann sich leicht ausmalen, was bei Rückatmung auch nur weniger Prozent geschieht, erst recht über Stunden hinweg. Man sollte für Schulen keine geringeren Gesundheitsstandards anlegen als für sonstige Arbeitsplätze!

„Laut Gefahrenstoffverordnung legt eine MAK-Vorgabe (Maximale Arbeitsplatzkonzentration) den CO2-Grenzwert bei 0,5 Prozent fest. Alles, was höher ist, könnte erwachsene Arbeitnehmer, also erst recht Kinder, gefährden.“[5]

Der Koordinierungskreis für biologische Arbeitsstoffe der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (KOBAS) empfahl noch im Mai 2020 (aktualisiert Oktober 2020) eine maximale Tragedauer von zwei Stunden mit anschließender 30-minütiger Erholungspause. Bei schweren Arbeiten seien kürzere Tragedauern angezeigt. Feuchte Masken seien auszuwechseln; allgemein seien sie höchstens einen Tag verwendbar.[6]

Erst als Maßnahmen zur sozialen Distanzierung der Menschen untereinander erforderlich erschienen, förderte die Politik Studien mit anderem Ergebnis: Im Laufe des späteren Jahres 2020 – so Dr. Wolfgang Wodarg in einem Interview am 16.9.2021 – wurden Studien herausgebracht, die den Nutzen des Maskentragens plausibilisieren sollten. Das mag für das Stehen in einer überfüllten Straßenbahn, Essensausgaben am offenen Buffet u.ä. stimmen; für die Begegnung in immer gleichen Gruppen wie in Familien und Schulen jedoch kaum. Der Lausanner Wissenschaftsphilosoph Professor Michael Esfeld beobachtet im Interview mit dem Basel Express das gleiche wie Wodarg:

„Es gibt keine Nachweise dafür, dass generelles Maskentragen das Infektionsgeschehen in einer statistisch signifikanten Weise einschränkt: das war übrigens die allgemeine Auffassung bis Anfang 2020.“[7]

Das British Medical Journal bestätigt im April 2020:

“… This may worsen the burden of COVID-19 if infected people wearing masks spread more contaminated air. This may also worsen the clinical condition of infected people if the enhanced breathing pushes the viral load down into their lungs.”[8]

Gesichtsmasken „können das Leiden von Covid-Patienten verschlimmern, wenn diese mehr kontaminierte Luft verstreuen; sie können also den klinischen Zustand der Infizierten verschlimmern, wenn diese mit kräftigen Atemzügen eine größere Viruslast in ihre Lunge hinabziehen.“

Und das New England Journal of Medicine schreibt im Mai 2020:

“We know that wearing a mask outside health care facilities offers little, if any, protection from infection. Public health authorities define a significant exposure to COVID-19 as face-to-face contact within six feet with a patient with symptomatic [!] COVID-19 that is sustained for at least a few minutes (and some say more than ten minutes or even thirty minutes). The chance of catching COVID-19 from a passing interaction in a public space is therefore minimal. In many cases, the desire for widespread masking is a reflexive reaction to anxiety over the pandemic.”[9]

„Wir wissen, daß das Maskentragen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen wenig Infektionsschutz bietet, wenn überhaupt. Die Gesundheitsbehörden sehen eine Infektionsgefahr bei der persönlichen Begegnung mit einem symptomatischen [!] Covid-19-Patienten bei einem Abstand von weniger als 1,80 Metern für mindestens einige Minuten (einige sprechen sogar von mehr als zehn, andere gar 30 Minuten). Die Wahrscheinlichkeit, Covid-10 von einer vorübergehenden Begegnung im öffentlichen Raum zu bekommen, ist daher minimal. In vielen Fällen ist der Ruf nach dem allgemeinen Maskentragen eine Angstreaktion auf die Pandemie.“[10]

Eine reflexive, d.h. selbstbezügliche Reaktion auf Ängste?! Also „fear over facts“ („Angst schlägt Tatsachen“), wie Mikovits/Keckenlively schreiben[11]? Sind Masken dazu da, an eine unsichtbare Gefahr zu erinnern, das Gefühl der Bedrohung hoch zu halten, oder dem Gefühl der Bedrohung dadurch abzuhelfen, daß man ein Gegengefühl nach dem Motto erzeugt: „Ich kann wenigstens ein wenig unternehmen“? Dann wäre die Maske eher eine Art Talisman.

Noch am 8. März 2020 sprach US-Präsidentenberater Dr. Anthony Fauci[12] dem allgemeinen Maskentragen die Wirksamkeit ab (Interview in 60 Minutes):

„People should not be walking around with masks.”
„Die Leute sollten nicht mit Masken herumlaufen.“

Am 20. März 2020 rieten die CDC (= Centers for Disease Control and Prevention, die Gesundheitsbehörden der US-Regierung) Personen, die sich gut fühlten, davon ab, Masken zu tragen. Auf Twitter drängte der amerikanische Sanitätsinspekteur (der operative Leiter der US-Gesundheitsbehörden), die Leute sollten aufhören, Masken zu kaufen.[13] Am 3. April 2020 empfahlen die CDC zwar, nichtmedizinische Gesichtsbedeckungen in der Öffentlichkeit zu tragen. Doch noch im Mai 2020 publizierten die CDC ein Papier, das dem Maskentragen die Wirksamkeit in beide Richtungen absprach:

“We did not find evidence that surgical-type face masks are effective in reducing laboratory-confirmed influenza transmission, either when worn by infected persons (source control) or by persons in the general community to reduce their susceptibility.”[14]

„Wir haben keine Hinweise gefunden, daß medizinische Gesichtsmasken die Übertragung von laborbestätigter Influenza effektiv reduzieren, sei es wenn sie von einer infizierten Personen getragen werden (Reduktion der Infektionsquelle), sei es wenn sie von anderen getragen werden, um ihre Anfälligkeit zu reduzieren.“

Erst im Januar 2021 unterzeichnete Präsident Joe Biden eine Order über das dauerhafte Maskentragen.

In der Corona-Pandemie hat die Initiative „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V.“ Schulämtern und Regierungspräsidien in Bayern und Baden-Württemberg angeboten, Nutzen und Problematik des Maskentragens wissenschaftlich zu untersuchen. Doch die Behörden lehnte ab.[15] Die Politik hielt an der Maskenpflicht auch für Schulen fest, obwohl bei jüngeren Trägern das Lungenzugvolumen kleiner ist, mit entsprechend höherem Anteil an zurückgeatmeter Luft bzw. höherem CO2-Anteil im Blut. Das menschliche Gehirn entwickelt sich bis etwa zum 25. Lebensjahr und ist in dieser Phase besonders auf frische Luft angewiesen! Treten Asthma oder Panikattacken hinzu, wird Maskentragen unmöglich, erst recht über Stunden hinweg. In Extremsituationen sind bereits Sechsjährige zum Maskentragen von 7 bis 14 Uhr verurteilt. Besonders in diesen Fällen (jedoch nicht ausschließlich) treten abgesehen von der CO2-Problematik weitere Erschwernisse hinzu:

1. Die Maske ist stofflich kein neutraler Filter, sondern setzt selbst je nach Hersteller Mikrofasern frei. Je öfter eine Maske zusammengefaltet, in die Tasche gesteckt, wieder herausgenommen und aufgesetzt wird, desto mehr Mikrofasern brechen und gelangen als Kleinstpartikel in die Atemwege. Die folg. Abbildung zeigt eine vergrößerte Aufnahme einer FFP2-Maske, die von Schulkindern getragen wurde. Die Mikroplastikfasern lösen sich auf und werden in die Kinderlungen gepumpt.[16]

Der Artikel im K-Tipp vom September 2021 führt für alle 20 getesteten Gesichtsmasken bedenkliche Schadstoffeinträge in die Atemluft an![17]

2. Das feuchtwarme Milieu unter der Maske begünstigt die Bildung von Keimen und Pilzen, die tief in die Atemwege zurückgesogen werden können, und die über die Finger wiederum in Nase, Augen oder zu anderen Personen gelangen können.

Die Viren können in einigen Fällen durch die Geruchsnerven ins Gehirn eindringen, bes. wenn sie sich im feuchtwarmen Milieu in hoher Konzentration ansammeln und so Zeit haben, nach oben zu wandern[18] oder gar von den eigenen Fingern wieder in Mund, Nase oder Augen transportiert zu werden, von wo es sich bis ins Gehirn ausbreiten kann.

Steht dem Schadenpotential durch das Maskentragen jedoch ein neu entdecktes Nutzenpotential gegenüber, das den Schaden überwiegt? Die WHO empfiehlt zwar das Maskentragen gegen die Ausbreitung von Infektionen, räumt aber ein, daß die Studienlage zur Wirksamkeit der Masken gegen die Ausbreitung des Coronavirus nach wie vor „dünn“ ist.[19] Abstandhalten und regelmäßiges Händewaschen wird als wirksamster Schutz angesehen; Masken seien nur sinnvoll als Ergänzung zum Abstandhalten. Die WHO-Wissenschaftler fordern, die Schutzwirkung „auf allen Ebenen“ genauer zu untersuchen, „um die mangelnde Qualität der Beweise zu verbessern“![20] Kein Wunder: Laut CDC helfen die gängigen Masken nicht einmal gegen Rauch.[21] Wie aber sollen sie gegen Viren helfen, die 25fach kleiner sind als Rauchpartikel?

Hockertz berichtet schließlich von einer italienischen Untersuchung zur CO2-Konzentration. Dort erließ die Regierung am 4.11.2020 eine allgemeine Pflicht zum Maskentragen während des gesamten Unterrichts, auch im Freien. Die Expertengruppe aus Baubiologen, Physikern und Medizinern kam in ihrer Pressemitteilung vom 30.11.2020 zum Schluß: Der Mund-Nase-Schutz ist in mehrfacher Hinsicht gesundheitsschädlich; es wird empfohlen, ihn immer nur für kurze Zeit zu verwenden. Und: „Es gibt keine Evidenz dafür, dass das Tragen dieser Bedeckung vor viralen Infektionen der Atemwege schützen könne.“[22]

Zuletzt, d.h. Ende Dezember 2021, tauchte in meinem Umfeld eine ganz andere Motivation für die Maskenpflicht in Schulen auf. Auf die Anfrage von besorgten Eltern wegen des Maskentragens in der Primarschule erhielten diese folgende Antwort vom Schulamt (Name und Quelle ist mir bekannt):

„Leider hält sich das Gerücht, dass Masken gesundheitliche Nachteile mit sich bringen würden, hartnäckig. Richtig ist, dass es inzwischen sehr viel wissenschaftliche Evidenz dafür gibt, dass dies eben nicht der Fall ist, und dass die Masken die Kinder auch in hohem Masse schützen. Die Schulleitungen und die Lehrerschaft handeln auch sehr verantwortlich und werden mit Sicherheit Wege finden, damit die Kinder die Masken nicht stundenlang ohne Unterbruch tragen müssen. Hier ergeben sich in den Pausen draussen sicher gute Möglichkeiten.

Natürlich sind wir uns auch bewusst, dass die Maskenpflicht v.a. für die kleinen Primarschüler herausfordernd sind, und dass sie dem sozialen Kontakt mit den Lehrpersonen und untereinander nicht förderlich sind. Das ist auch der Grund, warum die Maskenpflicht nicht schon früher vor der 5. Klasse angeordnet worden ist. Inzwischen ist allerdings die neue Omikron-Variante des Corona-Virus auch bei uns angekommen, und dieses Virus ist enorm viel ansteckender als die bisherige Delta-Variante. Um die Kinder auch weiterhin nicht einfach zu durchseuchen, sondern sie vor Ansteckung zu schützen, damit auch sie noch Gelegenheit haben werden, sich impfen zu lassen, blieb uns deshalb gar nichts anderes übrig, als die Maskenpflicht auch auf jüngere Kinder auszudehnen. Spezifisch für Kinder gefertigte Masken werden von den Schulen zur Verfügung gestellt werden. Sie können auch sicher sein, dass wir diese Massnahme so rasch wie möglich wieder aufheben werden, wenn es die Situation wieder erlaubt.“

Zum ersten Absatz wäre ich interessiert zu erfahren, auf welche Evidenz hier angespielt wird. Erwähnenswert ist für uns vor allem der hervorgehobene Text: Kann es sein, daß man Kindern deshalb die Maske aufzwingt, damit sie nicht die natürliche Immunisierung erreichen, sondern auf künstliche, d.h. die Impfung, angewiesen sein werden?

Was der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach am 5.1.2022 gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland verlauten ließ, klingt sehr ähnlich:

„Die Impfpflicht muß schnell kommen. Wir können nicht darauf warten, daß eine Impfpflicht überflüssig wird, weil wir eine sehr hohe Durchseuchung der Bevölkerung haben.“

Zusammenfassend, erst recht nach Kenntnisnahme der empfehlenswerten Studienübersichten bei Swiss Policy Research[23], der von Will Jones[24] und des sog. Corona-Untersuchungsausschusses[25] kann man über das Maskentragen zur Corona-Eindämmung sagen: Auch jetzt (Anfang 2022) gilt noch Drostens Statement von Anfang 2020: „Die technischen Daten dafür sind nicht gut!“ Es bleibt beim Dilemma: Je stärker eine Maske filtert (also nur sehr kleine Luftdurchlässe bietet), desto größer ist das Problem der Rückatmung. Je durchlässiger sie ist, desto mehr verfehlt sie ihren (angeblichen) Zweck – und desto weniger schädlich ist sie für gesunde Personen.

2. „Die Maske macht einsam“, sagt ein Schüler: Psychosoziale Dimensionen

Insbesondere für Kinder, die noch Kommunikation lernen (und erst recht bei Schwerhörigen!), muß das ganze Gesicht eines Gegenübers zur Verfügung stehen, um sie oder ihn einzuschätzen, nicht nur die Augenpartie. Erwachsene können aus der textlichen und akustischen Gestaltung gesprochener Rede und aus den Augenpartien leichter den emotionalen Status eines Sprechers bzw. die nonverbale Botschaft ableiten. Kinder jedoch, die Kommunikation noch lernen, brauchen das ganze Gesicht. Die Kongruenz (Übereinstimmung) eines lächelnden Auges mit einem lächelnden Mund ist ein wichtiges Indiz; kann die Übereinstimmung nicht erkannt werden, fehlt ein wichtiger Teil der emotionalen bzw. nonverbalen Kommunikation. Verunsicherung und Mißverständnisse entstehen. Denn Emotionen werden in erster Linie über die untere Gesichtshälfte mitgeteilt. So wundert es nicht, daß wir besonders bei Kindern und Jugendlichen Anzeichen starker Überlastung verzeichnen und viele kaum Hilfe finden.

Die Maske ist kommunikativ auch dem Mitmenschen gegenüber nicht neutral, sondern impliziert einen doppelten Verdacht: „Ich könnte eine Gefahr für Dich sein! Du könntest eine Gefahr für mich sein!“ Diese Botschaften der Vorsicht und der Angst distanzieren! Mit Befremden sahen meine Frau und ich, wie sich ein älteres Ehepaar bei einem Waldspaziergang in maximaler Distanz, Masken tragend, ängstlich an uns vorbeidrückte.

Die Haltung des Verdachts und der Angst, auch wenn milder ausgelebt, widerspricht eklatant dem Wesen des Menschen, ja erst recht dem freien Wesen der Kinder Gottes, die es lieben, einander zu sehen und in die Arme zu nehmen! Niemand weiß, wievielen alten Menschen in den Heimen der Lebenswille genommen wurde, weil sie niemand mehr besuchte, geschweige berührte. Kindern zu vermitteln, sie könnten lebensgefährlich für Oma und Opa sein, ist eine brutale Botschaft, bürdet lügenhafte Lasten auf und grenzt an Kindswohlgefährdung. Kein Wunder, daß die Psychiatrien auffällig mehr Notfälle registrieren als vor 2020.

Schließlich: Die Maske behindert unsere Individualität, ja entmenschlicht. Unter ihnen erkennen wir einander schlechter, sprechen undeutlicher, ja wollen das Gespräch eher wieder beenden. Die Maske treibt auseinander, isoliert, ja erniedrigt (je länger getragen, desto mehr).[26] Letztlich: Ein Krieg gegen jede freie Vereinigung?

3. „Gott mit aufgedecktem Angesicht hören und schauen“: Theologische und kirchliche Dimensionen

Die psychologische Problematik berührt sich mit der theologischen. Denn Gott hat den Menschen so geschaffen, daß wir einander am Gesicht erkennen, im Dialog in die Augen schauen, und beim Hören auf den sprechenden Mund des anderen einen Anteil an den Gedanken seines Herzens bekommen. „Wovon das Herz voll ist, davon geht der Mund über“ (Mt 12,34b). Die Maske erschwert, wie gesagt, die Kommunikation von Emotionen, und sie erschwert – nicht nur, aber insbesondere bei Älteren – auch das akustische Verstehen.

Die Maske hat nicht nur eine geschöpfliche bzw. anthropologische Dimension. Der Mensch ist Ebenbild Gottes: Gesicht, Identität und Zuwendung sind auch dann verknüpft, wenn es um Gott selbst geht. Vom Gesicht Gottes wird in der Bibel wie von Gott selbst gesprochen, also in ähnlicher Funktion wie Auge, Hand, Wort, Name und Engel Jahwes. Wenn Gott sein Angesicht Menschen zuwendet, bedeutet das Segen und Hilfe. Wir segnen so in jedem Gottesdienst:

Der Herr segne dich und behüte dich;
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig.
Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.
Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, daß ich sie segne.
(4.Mose 6,24–27; vgl. Ps 4,7)

Für „Angesicht“ steht im Hebräischen pānāh; zu verstehen ist es im Zusammenhang mit dem Verb für „(zu)wenden“. Das Substantiv wird, wie in 4.Mose 6,25f., meist im Plural gebraucht: „Zuwendungen“, wobei dieser Vorgang nicht immer im Vordergrund steht; Kain etwa senkt sein Angesicht (1.Mose 4,5f.) und flieht schließlich vor dem Angesicht Gottes (4,16; vgl. 3,8).

Wenn Gott sich abwendet und sein Angesicht vor dem Menschen verbirgt (oder es ihm entgegensetzt, Ps 34,17), bedeutet dies Gericht und Zorn über den Sünder (Jes 54,8; 59,2; 64,6; Jer 33,5; Hes 39,23f.29). Beispiele:

Denn so geschah es mit Jerusalem und Juda um des Zornes des Herrn willen, bis er sie von seinem Angesicht wegstieß.
(Jer 52,3a; vgl. Jer 18,17; 2.Kön 13,23; 17,18.20.23; 23,27; 24,3)

Darum, wenn ihr nun zum Herrn schreit, wird er euch nicht erhören,
sondern wird sein Angesicht vor euch verbergen zur selben Zeit,
wie ihr mit eurem bösen Treiben verdient habt.
(Micha 3,4; vgl. Jes 59,2)

Die Psalmbeter hoffen, dem aaronitischen Segen gemäß, daß Gott sein Angesicht zuwendet (Ps 42,3.6.12; 51,13; 69,18; 104,29), oder daß man ihn im Tempel „zu Gesicht“ bekommt (Ps 84,8; 100,2[27]). Wenn Gott sein Angesicht vor dem Elenden nicht verbirgt, der zu ihm ruft, dann heißt das, daß er ihm hilft; Ps 22:

24 Rühmet den Herrn, die ihr ihn fürchtet; ehret ihn, ihr alle vom Hause Jakob, und vor ihm scheuet euch, ihr alle vom Hause Israel!
25 Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen
und sein Antlitz
(hebr. panaw) vor ihm nicht verborgen;
   und als er zu ihm schrie, hörte er’s.

Nebenbei sei bemerkt: Die Psalmen enthalten zahlreiche Stellen mit „Antlitz“ oder „Angesicht“; interessant sind die Belege vom „Leuchten“ oder vom Licht des göttlichen Antlitzes, sicher Nachwirkungen des aaronitischen Segens: Ps 24,6; 31,17; 44,4; 67,2; 80,4.8.20; 119,135; vgl. auch Dan 9,17; Jes 54,8. Um der Kürze willen drucke ich diese Stellen hier nicht aus, aber es lohnt sich, sie nachzuschlagen. Sie haben im Neuen Testament ihr Echo, ja ihre Erfüllung in Jesus Christus. Er ist einerseits allgemein „Licht der Welt“ (Joh 1,4f.9; 8,12; vgl. 9,5; 3,19; 12,35f.46; Mt 4,16; Lk 2,32). Dem entspricht sein erstes Schöpfungswerk, das Licht (1.Mose 1,3). Alles weitere in der Schöpfung wäre, wäre nicht die Sünde dazwischen getreten, unmittelbarer Abglanz der Herrlichkeit Gottes (vgl. Ps 104,2). Die Christuserscheinung, die Saulus erhielt, blendete diesen für drei Tage (Apg 9,3.9.17; 22,6; 26,13). Es ist andererseits speziell das Angesicht Jesu, das strahlt. Wir werden gleich darauf zurückkommen.–

Das in Ps 22 von Gottes Angesicht Gesagte gilt analog vom Menschen allgemein. Wenn wir unser Angesicht auf jemand richten (z.B. auf den Bettler am Straßenrand, auf den unangenehmen Kollegen), nehmen wir ihn wahr; schauen wir weg, erklären wir ihn für irrelevant oder gar für nichtexistent. Eine andere Stellengruppe spricht (wie gesagt) davon, daß der heilige Gott sein Antlitz gegen einen Sünder richtet (3.Mose 17,10; 20,1–7; 26,17) oder dessen Sünde ins Licht seines Angesichts stellt (Ps 80,17; 90,8). In gewisser Weise findet auch dieser Vorgang unter Menschen statt, wenn sich einer im Zorn einem anderen zuwendet. Darf man jedoch überhaupt eine solche Analogie zwischen dem menschlichen und dem göttlichen Angesicht, ihrer Zu- oder Abwendung ziehen? Ja, denn die Bibel selbst tut es:

Und der Herr redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht,
wie ein Mann mit seinem Freund redet.
(2.Mose 33,11; vgl. vom Leuchten des Angesichts beim Menschen: Spr 16,15; Pred 8,1)

Mit dem Entbergen bzw. Zeigen des Angesichts ist nicht nur eine Zuwendung Gottes zum Einzelnen angezeigt, sondern zugleich der entscheidende heilsgeschichtliche Fortschritt vom Alten zum Neuen Bund. Moses Angesicht glänzte, ja strahlte nach der Gottesbegegnung im Heiligtum. Seine „Gesichtshaut“ widerspiegelte das göttliche Leuchten. Er mußte es verhüllen, damit die Israeliten nicht sahen, wie dieses Strahlen[28] jeweils wieder abnahm; 2.Kor 3:

12 Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht 13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte, damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit, die aufhört. 14 Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird. 15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die Decke vor ihrem Herzen. 16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke abgetan. 17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. 18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist. (Vgl. Offb 22,4!)

Die Frage von Ps 42,3:

Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott.
Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes Angesicht schaue?

ist damit in Jesus Christus beantwortet! Im Unterschied zu Mose ist Jesus Christus das Gesicht Gottes, das er der Welt offen und verletzlich zeigt, und dessen starkes Leuchten nicht abnimmt:

  • Und er wurde verklärt vor ihnen,
    und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne,
    und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
    (Mt 17,2)
  • Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
    und wir sahen seine Herrlichkeit,
    eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater,
    voller Gnade und Wahrheit.
    (Joh 1,14)
  • Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. (Joh 12,45) Und etwas später: Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennst mich nicht, Philippus? Wer mich sieht, der sieht den Vater! Wie sprichst du dann: Zeige uns den Vater? (Joh 14,9)
  • Die Gestalt des Auferstandenen beschreibt Matthäus wie einen Blitz (Mt 28,3); seine Augen vergleicht der Apostel Johannes in der Offenbarung mit Feuerflammen, ja er sieht dessen Angesicht leuchten „wie die Sonne scheint in ihrer Macht“ (Offb 1,14.16; vgl. 10,1).

Diese Bibelworte bezeugen, daß im menschgewordenen (und noch stärker beim auferstandenen) Gottessohn die Herrlichkeit Gottes für die Jünger physisch sichtbar war. Jesus, der Sohn Gottes, ist da – wie soll der Vater dann noch woanders gesucht werden? Er ist der „Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst“ (Jes 9,5), „der Fürst des Lebens“ (Apg 3,15). „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ (Lk 17,21).

In Kirchenlied und Dichtung wird diese Zuwendung gefeiert! Beispiele:

  • Im Lied „O Welt, ich muß dich lassen“[29] (um 1555) singen wir: „Auf Gott steht mein Vertrauen, / sein Antlitz will ich schauen / wahrhaft durch Jesus Christ …“
  • Gerhard Tersteegen dichtete 1745: „Der Herr, der Heiland, unser Licht, / uns leuchten laß sein Angesicht, / daß wir ihn schaun und glauben frei, / daß er uns ewig gnädig sei. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, / sein Antlitz über uns erheb, / daß uns sein Bild wird eingedrückt, / und geb uns Frieden unverrückt.“[30]
  • Als Matthias Claudius im Gedicht „Ich danke Gott“ das schöne Angesicht lobte, erinnerte er an Weihnachten. Er stellt das menschlich-schöne Antlitz in den Kontext der Menschwerdung des Erlösers:
    Ich danke Gott und freue mich / Wie‘s Kind zur Weihnachtsgabe, / Daß ich hier bin! Und daß ich dich / Schön menschlich Antlitz habe.“[31]

Das Angesicht des Gottessohnes wurde von vielen nicht als sehenswert oder preiswürdig empfunden. Die ihn vernichten wollten, konnten den Anblick nicht ertragen. Auf dem Weg zur Hinrichtung Jesu geschah die Entwürdigung und Entmenschlichung auch durch Verhüllung seines Angesichts:

Die Männer aber, die Jesus gefangen hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn, verdeckten sein Angesicht und fragten: Weissage, wer ist’s, der dich schlug? (Lk 22,63f.; vgl. über den Gottesknecht Jes 52,14; 53,3!)

Auch dem Haman wird in dem Moment das Angesicht verhüllt, in dem der König ihn als Todgeweihten brandmarkte; Esth 7,8:

Da sprach der König: Will er auch der Königin Gewalt antun bei mir im Palast? Als das Wort aus des Königs Munde gekommen war, verhüllten sie Haman das Antlitz.

Schwestern und Brüder der Gemeinde aber, die einander ihr Gesicht zeigen, spiegeln das Geoffenbartsein Gottes:

  • Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi. (2.Kor 4,6)
  • Von Stephanus lesen wir:
    Und alle, die im Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.
    (Apg 6,15; vgl. 1.Mose 33,10)

Aus diesen geistlichen Gründen sind Geschwister füreinander offen. Es geht um mehr als um eine Äußerlichkeit, die man mit dem Hinweis auf das „Gott sieht das Herz an“ (1.Sam 16,7) abtun könnte. Man tröstet Frauen, die sich islamisch verhüllen müssen, doch nicht mit diesem Hinweis, sondern sucht sie vom Stoff über ihrem Gesicht zu befreien!

Der Kontext in 2.Kor 3 handelt, wohlgemerkt, von der Lesung der Schrift, also einem zentralen Punkt des Gottesdiensts. Die Lesung der Schrift vertritt das Reden des zum Himmel aufgefahrenen Christus in der Gemeinde. Das Leuchten seines Angesichts wird bis zu seiner Wiederkunft vertreten durch das Wort Gottes.[32] Bei dieser Lesung eine Maske zu tragen, widerspricht zumindest symbolisch dem, was uns geistlich geschenkt wird. Spüren wir, wie tief der Widerspruch dazu ist, als gottesdienstliche Gemeinde unter Masken die Schriftlesung zu hören, in Gebet und Lied zu antworten? Maskiert vor Gott und die Geschwister treten sogar als Einlaßbedingung?

An dieser Stelle ist an einen Gedanken zu erinnern, den John MacArthur in die Debatte gebracht hat, und der zugleich eine Konsequenz aus der oben genannten Beobachtung ist, daß Emotionen vor allem durch die untere Gesichtshälfte mitgeteilt werden: Wird diese Gesichtshälfte verdeckt, ist Freude nicht mehr erkennbar. Maskentragen hat die Tendenz, nicht nur einsam, sondern auch freudlos zu machen. Das Problem stellt sich in der Schule noch schärfer, weil man länger zusammen ist, aber auch in der Gemeinde: Ein Raum der Freude, ein Raum der gerne aufgesuchten Gemeinschaft zu werden ist im Joch des Maskenzwangs kaum noch erreichbar.

Für nicht wenige ist das unaushaltbar, sie verlassen solche Gemeinden und spüren den Widerspruch, der sich hier auftut: Gott wendet sich uns zu, zeigt uns in Jesus Christus sein Angesicht, aber wir zeigen es nicht? Und sie fragen mit Recht: Was hat der Staat im Gottesdienst zu sagen? (Zum Problemkreis von Kirche und Staat habe ich in mehreren Vorträgen und in dem Buch „Kein König außer dem Kaiser?“ Stellung genommen.) Andere, die die geistlichen Zusammenhänge nicht sehen, fragen: Was ist schon dabei, eine Maske aufzuziehen? Im Kern gehe es doch um ein unsichtbares Geschehen.

Es ist aber ein Faktum: Die Corona-Maßnahmen, darunter für die Gemeinden vor allem die Maskenpflicht, daneben Teilnehmerreduzierung und ‑registrierung, Abstand halten und dergleichen, haben nicht nur Distanzierungen, sondern regelrechte Brüche hervorgebracht. Es ist wie häufig: Je mehr der Staat in die Kirche hineinregiert, desto uneiniger sind sich die Christen. Es sollte uns zu denken geben: Paulus mahnt, die Hoffnung fahren zu lassen, mit Hilfe staatlicher Gerichte unter Christen für Einigkeit „über Dinge des täglichen Lebens“ zu sorgen. Diese Gerichte haben in der Gemeinde weder Recht noch Kompetenz: Wie könnt ihr, fragt Paulus, „solche nehmen, die in der Gemeinde verachtet werden, und sie als Richter einsetzen? Euch zur Schande muß ich das sagen!“ (1.Kor 6,4f.) Wenn dies das biblische Denken bei Dingen des täglichen Lebens ist, um wieviel weniger haben staatliche Behörden Recht und Kompetenz, über den heiligsten Moment der Gemeinde, den Gottesdienst, zu bestimmen!

4. Ein Untertanen-Symbol? Staatliche und juristische Dimensionen

So treten neben den Dimensionen, die auf den einzelnen Menschen und sein persönliches Umfeld bezogen sind (medizinisch und psychologisch), drittens die auf Gottes Selbstoffenbarung bezogenen, und nun auch viertens die Aspekte, die auf die Hierarchie im Staat hinweisen. Die Maske ist im öffentlichen Raum zum Symbol des Gehorsams gegenüber den staatlichen Corona-Maßnahmen geworden. Sie, die bisher nur im medizinischen Bereich verwendet wurde, verweist jetzt auf die große Politik! Man muß sich unterwerfen und maskieren, um nicht kritisiert oder aus dem Laden, aus dem Konzert oder gar aus der Kirche geworfen zu werden – und das, obwohl die Maskenregeln oft lückenhaft oder widersprüchlich sind …

Menschen werden in ihrer Eigenverantwortung, sich zu schützen, bevormundet. Unter dem Stichwort der „Nächstenliebe“ werden Maßnahmen gefordert, die dem Nächsten wenig helfen.

Interessanterweise berichtete Roger Liebi in einem am 10.12.2021 verbreiteten Vortrag über den Kolosserbrief, seine Gemeinde würde staatliche Hygienevorgaben (Abstände und Lüften) genau einhalten, aber niemand zum Tragen einer Maske verpflichten. Denn es läge ihnen ein Schreiben eines Juristen aus dem Schweizerischen Bundesamt für Gesundheit (BAG) vor, gemäß dem im Gottesdienst überhaupt keine Maskentragepflicht bestehe. Er (Liebi) wundere sich, daß so wenige Christen das wissen! Wenige Tage später wurde die fragliche Passage aus dem Video entfernt. Das Schreiben des Juristen ist mir leider nicht bekannt; es hätte wohl in vielen Gemeinden der Schweiz Dampf aus dem Kochtopf nehmen können.

5. Aufklären, zum Vertrauen ermutigen, Zusammenbleiben, die christliche Freiheit wahren: Ratschläge für Gemeindeleiter und Gemeindeglieder

Für Gemeindeleitungen

Nach allem wäre es ein guter Rat an Gemeindeleitungen, 1. ihre Herde über die Problematik des Maskentragens aufzuklären (da diese Aufklärung in den großen Medien unzureichend erfolgt) und staatlicher Willkür christlich-mutig zu widersprechen, 2. freien Bürgern und mündigen Gläubigen in einer freien Kirche (möglichst nach erfolgter Aufklärung) die Entscheidung über das Maskentragen freizugeben. Wer, wenn nicht die christliche Gemeinde sollte mit dieser Freiheit umgehen können? Auch ängstlichen Geschwistern ist eine Lernkurve zumutbar, zumal wir unser Immunsystem schon immer auch dadurch trainierten, die Atemluft mit dem Nächsten zu teilen!

Wer partout eine Maske tragen will, sollte in der Gemeinde ebenso wenig ausgeschlossen werden wie jemand, der keine tragen will! Manche Leiter scheinen zu übersehen, daß sie neue Gemeindeglieder gewinnen könnten, wenn das Maskentragen freigegeben wird.

Für Gemeindeglieder und -leiter

Ist die Maskenpflicht Grund genug, eine Gemeinde zu verlassen? Aus Sicht vieler, die die oben aufgeführten Gedanken nachvollziehen können, ist dies der Fall. Der Grundsatz jedoch lautet, der eigenen Gemeinde treu zu bleiben. Nach meiner Erfahrung wird ein Verlassen der Gemeinde aus Gründen einer isoliert betrachteten Maskenpflicht kaum verstanden; es wird als Engstirnigkeit interpretiert. Das Glaubenszeugnis kann so mehr behindert als gefördert werden. Solange man sich in den dogmatischen Grundfragen einig ist, erscheint mir die Einführung einer Maskenpflicht allein nicht als hinreichender Grund, eine Gemeinde zu verlassen. In Gemeinde-Gesprächen über die Maske stellt sich freilich vielfach heraus, daß die Auffassungen von der Autorität des Staates auseinander gehen, oder daß Gemeindeleiter nicht bereit, nicht fähig oder zu ängstlich sind, sich mit der Thematik (hinreichend) zu beschäftigen. Hier können sich weitere Differenzen angliedern, die den Kernbestand des Glaubens berühren, zumal das traurige Maskentragen, wie oben gezeigt, dem Symbolgehalt der „Offen“barung und der Freude des Gottesdienstes widerspricht. Wie oben gesagt: Je stärker man den Staat in die Kirche hineinregieren läßt, desto uneiniger sind die Christen. Wenn eine Gemeindeleitung die Maskenpflicht für den Gottesdienst akzeptiert, wo setzt sie dann die Grenze bei einem weiteren Vordringen behördlicher Anordnungen? Viel zu sehr hat man sich bereits an ungute Einschränkungen gewöhnt: Singverbot, Abstände beim Sitzen, kein Kirchenkaffee, Teilnehmerregistrierung und -beschränkungen etc.!

Die Wächteraufgabe der Gemeindeleitung besteht darum darin, staatliche Kontrollen und Vorgaben so weit irgend möglich von Gemeinde und Gottesdienst fern zu halten (abgesehen z.B. von Brandschutzvorschriften). Hier verkennen manche Leiter, auf welchem Weg unsere Gesellschaft und unsere Kirchen unterwegs sind, und verfehlen ihren Auftrag, den Anfängen zu wehren. Gemeindeglieder sind ihrerseits zur Treue gerufen (Hebr 10,25). Reifung geschieht oft durch Reibung!

Unverzagt und ohne Grauen
soll ein Christ, wo er ist,
stets sich lassen schauen.
Wollt ihn auch der Tod aufreiben,
soll der Mut dennoch gut
und fein stille bleiben.

Paul Gerhardt, Warum sollt ich mich denn grämen?, 1653 (EG 370,7).

Stefan Felber (www.stefan-felber.ch), Dezember 2021 – Januar 2022

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[1] Ein undatierter Videoausschnitt liegt mir vor und kann mitgeteilt werden.

[2] Hockertz, Generation Maske, S. 69.

[3] AaO. S. 70.

[4] Mikovits/Keckenlively, The Case Against Masks, S. 4.

[5] Hockertz aaO. S. 77.

[6] AaO. S. 71f. In privater Mitteilung höre ich von einem führenden Arbeitsmediziner der DDR, der später bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz tätig war. Für Gewerkschaften habe dieser erstritten, daß Arbeiter die Maske nach 3 Stunden ablegen dürfen bzw. müssen.

[7] Basel Express Nr. 34, 2021, S. 5. Im Interview mit dem Verein der Schweizer Freunde der Verfassung https://verfassungsfreunde.ch/en/prof-esfeld-im-gespraech/ (03.01.2022) wies er auch auf das Fehlen von vergleichenden Studien zum Maskentragen bzw. Nichtmaskentragen hin: Die Beweislast obliegt eindeutig denen, die Maßnahmen fordern – hier liegt auch der grundlegende Unterschied zur häufig angeführten Anschnallpflicht beim Autofahren.

[8] Zitiert nach Mikovits/Keckenlively, The Case Against Masks, S. 5.

[9] M. Klompas, Ch. Morris, J. Sinclair, M. Pearson, E. Shenoy: “Universal Masking in Hospitals in the Covid-19-Era”, in: New England Journal of Medicine 382, e63/Mai 2020; zitiert nach Mikovits/Keckenlively, The Case Against Masks, S. 63 bzw. 85.

[10] Meine Übersetzung.

[11] Mikovits/Keckenlively aaO. S. 64.

[12] Direktor des Nationalen Instituts für Allergien and ansteckende Krankheiten sowie erster medizinischer Berater des Präsidenten.

[13] Mikovits/Keckenlively, The Case Against Masks, S. 26.

[14] Quelle der letzten beiden Angaben: Steve Kirsch (Executive Director COVID-19 Early Treatment Fund), Vaccine Essentials, 18.11.2021, S. 78 (erhalten durch persönliche Kommunikation); vgl. www.stevekirsch.substack.com (17.12.2021). Das Original (https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/26/5/19-0994_article, 17.12.2021) lautet:

„Abstract

… Here, we review the evidence base on the effectiveness of nonpharmaceutical personal protective measures and environmental hygiene measures in nonhealthcare settings and discuss their potential inclusion in pandemic plans. Although mechanistic studies support the potential effect of hand hygiene or face masks, evidence from 14 randomized controlled trials of these measures did not support a substantial effect on transmission of laboratory-confirmed influenza. We similarly found limited evidence on the effectiveness of improved hygiene and environmental cleaning. We identified several major knowledge gaps requiring further research, most fundamentally an improved characterization of the modes of person-to-person transmission. ….”

Face Masks

“… Disposable medical masks (also known as surgical masks) are loose-fitting devices that were designed to be worn by medical personnel to protect accidental contamination of patient wounds, and to protect the wearer against splashes or sprays of bodily fluids (36). There is limited evidence for their effectiveness in preventing influenza virus transmission either when worn by the infected person for source control or when worn by uninfected persons to reduce exposure. Our systematic review found no significant effect of face masks on transmission of laboratory-confirmed influenza….”

Discussion

In this review, we did not find evidence to support a protective effect of personal protective measures or environmental measures in reducing influenza transmission. Although these measures have mechanistic support based on our knowledge of how influenza is transmitted from person to person, randomized trials of hand hygiene and face masks have not demonstrated protection against laboratory-confirmed influenza, with 1 exception (18). We identified only 2 RCTs on environmental cleaning and no RCTs on cough etiquette.

Hand hygiene is a widely used intervention and has been shown to effectively reduce the transmission of gastrointestinal infections and respiratory infections (26). However, in our systematic review, updating the findings of Wong et al. (8), we did not find evidence of a major effect of hand hygiene on laboratory-confirmed influenza virus transmission (Figure 1). Nevertheless, hand hygiene might be included in influenza pandemic plans as part of general hygiene and infection prevention.

We did not find evidence that surgical-type face masks are effective in reducing laboratory-confirmed influenza transmission, either when worn by infected persons (source control) or by persons in the general community to reduce their susceptibility (Figure 2). However, as with hand hygiene, face masks might be able to reduce the transmission of other infections and therefore have value in an influenza pandemic when healthcare resources are stretched. …”

Bibliographische Angaben: Jingyi Xiao, Eunice Y. C. Shiu, Huizhi Gao, Jessica Y. Wong, Min W. Fong, Sukhyun Ryu, and Benjamin J. Cowling (University of Hong Kong): Nonpharmaceutical Measures for Pandemic Influenza in Nonhealthcare Settings—Personal Protective and Environmental Measures, in: EID Journal vol. 26, 5/2020.

[15] Hockertz aaO. S. 77f.

[16] Prof. Hadinger, Interview (s. Literaturverzeichnis am Ende).

[17] Aus dem Artikel von A. Schildknecht (s. Lit.verz.): „Die höchsten Mengen an flüchtigen Kohlenwasserstoffen (VOC) fand das Speziallabor in FFP2-Masken: Diese bestehen in der Regel aus dickerem Filtermaterial als einfache Hygienemasken. Am wenigsten Lösungsmittel enthielten die Masken aus dem Selecta-Automaten. … Für flüchtige Schadstoffe bei Masken gibt es keine Vorschriften. Die zwei Masken-Prüfnormen EN 14683 und EN 149 enthalten keine Anforderungen bezüglich Ausgasen von Schadstoffen. Beide Normen regeln nur die Filterwirkung und die Dichtigkeit der Masken. Laut EN 149 dürfen FFP2-Masken zumindest keine gesundheitsschädlichen Fasern abgeben. Zudem sollen die Masken so hergestellt sein, dass der Träger nicht mit hautreizenden Materialien in Kontakt kommt. Grenzwerte für Schadstoffe fehlen aber gänzlich.“

[18] Mikovits/Keckenlively, The Case Against Masks, S. 34f. (+ S. 55f.). Die Autoren verweisen auf Russell Blaylock, „Face Masks Pose Serious Risks to the Healthy”, in: Green Med Info, May 16, 2020 (https://www.greenmedinfo.com/blog/dr-blaylock-face-masks-pose-serious-risks-healthy11, 27.12.2021).

[19] Zitiert nach Hockertz, Generation Maske, S. 75.

[20] Ebd.– Hockertz bezieht sich auf die WDR-Sendung „Quarks“ vom 21.9.2020, wo eine Metaanalyse des Fachmagazins „The Lancet“ dargestellt wird.

[21] Steve Kirsch aaO. S. 79.

[22] Hockertz aaO. S. 76.

[23] https://swprs.org/face-masks-evidence/ (15.12.2021).

[24] Mehr unter https://dailysceptic.org/2021/11/18/comprehensive-review-of-face-mask-studies-finds-no-evidence-of-benefit/, ebenso https://www.aier.org/article/masking-a-careful-review-of-the-evidence/ (15.12.2021).

[25] Dort am 12.6.2021 u.a. Dr. Michael Dykta, Oberarzt für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, mit folg. Aussage: Wenn man ein Corona-Virus auf einen Meter vergrößere, so hätten die medizinischen Masken im Verhältnis Löcher in der Größenordnung von 8 Kilometern (!).  Die Verwendung von Masken im Operationsraum ziele vor allem darauf, die ausgeatmete Luft nicht direkt auf geöffnete Körperstellen treffen zu lassen, sondern zur Seite abzulenken. Daß man auch im Operationsraum Viren und Bakterien ausatme, sei völlig klar und erfordere eben den Einsatz von Luftfiltern.

[26] Hierzu den Kurzvortrag von David Icke, s. unten im Literaturverzeichnis.

[27] Der Gedanke, im Tempel Gottes Angesicht zu begegnen, wird von Kirchenliedern aufgenommen, die traditionellerweise ihren Platz zu Beginn des Gottesdiensts haben. Man denke an „Nun jauchzt dem Herren, alle Welt“ (David Denicke 1646), EG 288, wo es in Str. 2 heißt: „… kommt vor sein heilig Angesicht.“ Vgl. auch EG 290,2 mit Ps 105,4; ferner EG 326,9 (J. J. Schütz 1675).

[28] 2.Mose 34,29: hebr. qrn, griech. dedoxastai. Zur Stelle trefflich Holger Lahayne (s. Lit.verz.): „Die Herrlichkeit von Gottes Antlitz – wenn auch für Mose nicht völlig sichtbar – strahlte auf sein menschliches Gesicht über, nicht auf Hände, Füße oder Brust. Denn im Gesicht verdichtet sich gleichsam das Ebenbild Gottes im Menschen. Das Gesicht sind wir selbst, weshalb sich in Ausweisen ein Gesichtsabbild befindet.“

[29] EG (= Evangelisches Gesangbuch) 521, 3, unbekannter Dichter.

[30] EG 140, Str. 3 und 4 aus dem Lied „Brunn alles Heils, dich ehren wir“.

[31] Vgl. ferner EG 154,3; 155,3; 322,9; 390,3; 402,4; 529,11; 662,1 für das künftige Schauen des göttlichen Angesichts.

[32] Vgl. EG 166,1: „Tut mir auf die schöne Pforte, / führt in Gottes Haus mich ein; / ach wie wird an diesem Orte / meine Seele fröhlich sein! / Hier ist Gottes Angesichts, / hier ist lauter Trost und Licht!“ (Benjamin Schmolck 1734).

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Literatur

Corona-Untersuchungsausschuß, Sitzung 56 mit Prof. Arne Burkhardt und Dr. Michael Dykta am 12.6.2021: https://odysee.com/@Corona-Ausschuss:3/Prof-Arne-Burkhardt—Sitzung-56-Mit-h%C3%B6llischen-Latwergen:3 (abgerufen am 04.01.2022)

Hadinger, Boglarka (Psychologin, Psychoneuroimmunologin, Leiterin des Instituts für Logotherapie und Existenzanalyse Tübingen/Wien): Interview: Kinder, Corona und eine Kurskorrektur, https://www.aerztefueraufklaerung.de/thema/kinder-corona-und-eine-kurskorrektur/index.php (04.01.2022)

Hockertz, Stefan W.: Generation Maske. Corona: Angst und Herausforderung, Rottenburg: Kopp-Verlag 2021, 190 S.

Icke, David: Covid19-Regeln. Die systematische Zerstörung der Psyche, https://www.youtube.com/watch?v=xKUc146JbYQ (20.12.2021).

Lahayne, Holger: Eine kurze Theologie des Gesichts (und der Masken), 19. Juli 2021, https://www.gemeindenetzwerk.de/?p=18287.

Mikovits, Judy A.; Heckenlively, Kent: The Case Against Masks. Ten Reasons Why Mask Use Should Be Limited, Skyhorse Publishing 2020, 86 S.

Schildknecht, Andreas: Gefährliche Stoffe in Gesichtsmasken, in: K-Tipp Nr. 14 vom 8.9.2021, S. 16–19 (eine Kopie kann ich zur Verfügung stellen).

https://dailysceptic.org/2021/11/18/comprehensive-review-of-face-mask-studies-finds-no-evidence-of-benefit/ (23.12.2021)

https://www.aier.org/article/masking-a-careful-review-of-the-evidence/

https://swprs.org/face-masks-evidence/ (zu empfehlen, 23.12.2021)

https://www.blick.ch/schweiz/leiter-vom-virologischen-institut-zuerich-cornel-fraefel-fordert-geimpfte-und-genesene-sollen-auf-maske-verzichten-id17095332.html (27.12.2021)

https://ashmedai.substack.com/p/facemasks-are-not-an-inconvenience (Liste der unterschätzten und schwer zu artikulierenden Gründe, warum Maskierungszwang belastend ist, 28.12.2021)

https://brownstone.org/articles/more-than-150-comparative-studies-and-articles-on-mask-ineffectiveness-and-harms/ (150 vergleichende Studien und Artikel zur Unwirksamkeit und Schädlichkeit von Masken, 28.12.2021)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 10. Januar 2022 um 11:32 und abgelegt unter Corona, Gesellschaft / Politik.