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Sechzehn Klimafragen an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

Mittwoch 11. Dezember 2019 von Administrator


A. ¬† Vorhersagen √ľber Klimaentwicklung.

Der ‚ÄěUN-Weltklimarat‚Äú IPCC konstatierte in seinem dritten Report von 2007: ‚ÄěIn Sachen Klimaforschung und -modellierung sollten wir anerkennen, dass es sich dabei um ein gekoppeltes, nicht-lineares, chaotisches System handelt. Deshalb sind l√§ngerfristige Vorhersagen √ľber die Klimaentwicklung nicht m√∂glich.‚Äú Tats√§chlich wohnt Prognosen der klimatischen Entwicklung, die √ľber einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren hinausgreifen, keinerlei Vorhersagekraft mehr inne.

Die Klimaforschung behilft sich daher mit Szenarien, die zwar plausibel und in sich widerspruchsfrei sind, denen aber aufgrund ihrer Konstruktion keine Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet werden k√∂nnen. Allein der unvermeidbare statistische Fehler bei der Bestimmung des Langwellenstrahlungseffekts der Wolkenbildung in Standard-Klimamodellen ist √ľber hundertmal gr√∂√üer als der Effekt, der nach diesen Modellen vom CO2 verursacht sein soll.

Frage 1: Wie wollen Sie angesichts der geschilderten Umst√§nde die Einhaltung eines bestimmten Klimaziels sicherstellen, wenn doch verl√§ssliches Wissen √ľber zuk√ľnftige klimatische Entwicklungen prinzipiell nicht erworben werden kann?

B.   Wissenschaftlicher Konsens.

Der vielzitierte wissenschaftliche Konsens √ľber den Klimawandel gilt nur insofern, als eine Mehrheit der Klimawissenschaftler der Meinung ist, dass der Klimawandel real und zumindest teilweise vom Menschen verursacht sei. √úber das Tempo des Klimawandels gibt es nach wie vor eine erhebliche Kontroverse, ebenso √ľber die Aussagekraft von Klimamodellen, √ľber die H√∂he des menschlichen Anteils am Klimawandel, √ľber die direkten und indirekten Einfl√ľsse der Sonne und der Wolkenbildung, √ľber den W√§rmeaustausch zwischen Atmosph√§re und Ozean und √ľber die CO2-Bindekraft von Pflanzen. Auch Art und Ausma√ü der Auswirkungen des Klimawandels auf unseren Planeten oder konkrete Wege zu seiner Bew√§ltigung sind von einem weltweiten Konsens unter allen Experten nicht umfasst.

Frage 2: Erkennen Sie diese Aussage an? Falls nein, bitten wir um die Angabe von Gr√ľnden.

C.    Gegenstimmen.

Ferner gibt es nicht wenige Klimafachveröffentlichungen und prominente

Wissenschaftler, welche die Hypothese vom gef√§hrlichen menschgemachten Klimawandel ablehnen oder den menschlichen Beitrag als nicht entscheidend einstufen. Sie sind im Internet dokumentiert, wie der U.S. Senate Minority Report, die Eingabe an US-Pr√§sident Obama, der Offene Brief an UN Generalsekret√§r Ban Ki-Moon, die Petition an Pr√§sident Donald Trump oder die j√ľngst erfolgte Eingabe im Namen von 500 Wissenschaftlern an den UNGeneralsekret√§r Antonio Guterres.

Frage 3: Sind Ihnen die genannten Erklärungen mit ihren Inhalten bekannt?

Frage 4: Wen haben Sie zu Ihrem eigenen Verst√§ndnis und zu Ihrer Auseinandersetzung mit den dortigen Feststellungen f√ľr Ihre Entscheidungsfindung konsultiert?

 D.   Anstieg des Meeresspiegels.

Das Abschmelzen der Eismassen nach der letzten Eiszeit hat den globalen Meeresspiegel um bislang 120 Meter erh√∂ht. Im zwanzigsten Jahrhundert waren es 23 Zentimeter. Der aktuelle Restanstieg wird seit vielen Jahrzehnten von tausenden Pegelmessstationen rund um den Globus genau √ľberwacht und dokumentiert. Nach diesen Pegeldaten betr√§gt der derzeitige Anstieg des Meeresspiegels ca. 2,5 mm pro Jahr. NASASatellitendaten zeigen einen durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegels seit 1993 von 3,1 Millimeter pro Jahr. Der Meeresanstieg verl√§uft seit wenigstens 100 Jahren linear, bezogen auf den Gesamtzeitraum ohne extreme Beschleunigungen oder Verlangsamungen. Der weltweite Meeresspiegel stiege nach diesen Feststellungen also um etwa 25-31 Zentimeter in einhundert Jahren, ggf. auch einige Zentimeter mehr der weniger.

Frage 5: Werden Sie ungeachtet dieser Prognose Ihren klimapolitischen Entscheidungen gleichwohl die Ansicht zugrunde legen, dass Inseln und K√ľstenst√§dte wegen des Klimawandels im Meer zu verschwinden drohen? Falls ja: Warum? Und: Welche Inseln und welche K√ľstenst√§dte genau w√ľrden nach Ihren Annahmen bei einem v√∂lligen Ausbleiben von Klimaschutzma√ünahmen in Deutschland bis wann mit Sicherheit von Meerwasser √ľberflutet?

E.   Extremereignisse.

Das IPCC kam 2014 zu der Schlussfolgerung, dass mit einer weiteren Erw√§rmung eine globale Zunahme von Hitzewellen und mit regionalen Unterschieden auch ein h√§ufigeres Auftreten extremer Niederschl√§ge wahrscheinlich seien, jedoch keine solche Aussage in Bezug auf Orkane, Tornados, √úberflutungen und D√ľrren getroffen werden k√∂nne.

Indes verursachen ausgerechnet Hitze und starke Niederschl√§ge als Extremwetterereignisse die verh√§ltnism√§√üig geringsten Sch√§den. Zudem nehmen klimainduzierte Todesf√§lle seit Jahrzehnten dramatisch ab. Die Anzahl der Toten durch St√ľrme, D√ľrren, √úberflutungen, Erdrutsche, Lauffeuer und extreme Temperaturen ist in den letzten 90 Jahren um 95 Prozent zur√ľckgegangen. Und das, obwohl sich im gleichen Zeitraum die Weltbev√∂lkerung mehr als verdreifacht hat. Ursache des R√ľckgangs der Opferzahlen sind technologischer Fortschritt und steigender Wohlstand. Menschen sind immer besser in der Lage, Extremwetter vorherzusehen, sich vorzubereiten, die Versorgung sicherzustellen, geeignete Notfallma√ünahmen durchzuf√ľhren und sich somit auch physisch rechtzeitig vor klimatischen Gefahren zu sch√ľtzen. Der Klimawandel ist in dieser Hinsicht bislang jedenfalls kein relevantes Problem f√ľr die Menschheit.

Frage 6: Falls Sie der Auffassung sein sollten, dass die Anzahl der klimabedingten Todesf√§lle entgegen diesen Statistiken gleichwohl gestiegen sei oder akut messbar zu steigen drohe: Auf welche Tatsachen st√ľtzen Sie Ihre diesbez√ľglichen Kausalit√§tserwartungen?

F.   Effektivität.

Selbst wenn gel√§nge, den CO2-Aussto√ü in Deutschland auf null zu reduzieren, entspr√§che diese Mengenreduktion dem gleichzeitigen Zuwachs des weltweiten CO2-Aussto√ües eines einzigen Jahres (auf Deutschland entfallen etwa 2,2% der Weltemissionen, globaler Zuwachs in 2018 war 2,7%). Faktisch schr√§nken alle gro√üen CO2- Emittenten ihre Emissionen nicht ein, sondern steigern sie (ausgenommen die USA wegen der Substitution der Kohle durch preiswerteres, mittels hydraulischer Stimulation gef√∂rdertes Erdgas). Die angestrebte ‚ÄěVorbildwirkung‚Äú Deutschlands l√§sst sich bislang nicht erkennen.

Aber nur wenn eine solche wirklich best√ľnde, w√§re die deutsche Klimapolitik hinsichtlich des angestrebten Ziels der Stabilisierung statistischer globaler Temperaturmittelwerte effektiv.

Frage 7: Wie wollen Sie andere Industrienationen, insbesondere die Hauptemittenten von Kohlendioxid, also China, die USA, Indien, Russland und Japan, in Zukunft davon √ľberzeugen, dem deutschen Vorbild einer Energiewende zu folgen, die fossile Prim√§renergietr√§ger ebenso √§chtet wie die Kernenergie?

G.   Energiewende.

Im Jahr 2012 wurde berechnet, dass die zu diesem Zeitpunkt w√§hrend der vergangenen 20 Jahre betriebene und umgesetzte Klimapolitik die globalen CO2-Emissionen um weniger als 1 Prozent reduziert hatte. Zugleich sind bis 2014 bereits mehr als 1000 Milliarden Dollar allein in Europa f√ľr Geothermie-, Wind- und Sonnenenergieprojekte ausgegeben worden. Diese ‚Äěerneuerbare Energien‚Äú wiederum decken heute aber gerade einmal einen Anteil von 1,8% der Weltenergieversorgung. S√§mtliche Klimama√ünahmen der USA, Chinas, der EU und der √ľbrigen Welt, die von Anfang der 2000er Jahre bis 2030 etabliert worden sind und werden, etwa nach dem Pariser Klimaschutzabkommen, werden bei ihrer Fortsetzung √ľber das ganze 21. Jahrhundert hinweg, den globalen Temperaturanstieg um lediglich etwa 0,17¬įC im Jahr 2100 verringern. Das ist irrelevant. Die zur Zweckerreichung eingesetzten Mittel verm√∂gen den angestrebten Erfolg also nachweislich nicht zu erreichen. Dennoch verteuern sie die Lebenshaltungskosten, belasten die Landschaft, t√∂ten in erheblichem Ma√üe V√∂gel wie Insekten und verschlechtern die Wettbewerbsf√§higkeit energieintensiver Unternehmen.

Frage 8: M√∂chten Sie trotz dieser Erkenntnisse an der ‚ÄěEnergiewende‚Äú, also an der einseitigen Umstellung der Stromversorgung auf die volatilen Quellen Windkraft und Photovoltaik festhalten? Falls ja, warum?

Frage 9: Wie beabsichtigen Sie, ab 2022 ‚Äď nach Abschaltung der Kernkraftwerke und der ersten Kohlekraftwerke ‚Äď den Strombedarf in der Grundlast zu erf√ľllen?

Frage 10: Warum ber√ľcksichtigen Sie Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nachnutzung von Kohlendioxid aus Verbrennungsprozessen (‚ÄěCCS‚Äú) nicht, obwohl mit solchen emissionsfreie Kohle- und Gaskraftwerke m√∂glich sind?

Frage 11: Warum wollen Sie von der Strom- und W√§rmeproduktion mittels innovativer Reaktoren der vierten Generation (beispielsweise Fl√ľssigsalzreaktoren) absehen, die nachweislich keinen langlebigen und toxischen ‚ÄěAtomm√ľll‚Äú mehr erzeugen und sogar vorhandene nukleare Abf√§lle zur emissionsfreien Energiegewinnung nutzen und dabei vernichten k√∂nnen?

H. Anpassung.

Seit jeher hat sich die Menschheit an Umweltbedingungen angepasst. Menschen leben daher heute in praktisch allen Klimazonen, ausgenommen einiger polarer Kernregionen. In Thailand liegt beispielsweise die Durchschnittstemperatur von rund 25¬į C faktisch um etwa 15¬į C h√∂her als in Deutschland. Gleichwohl gibt es dort weder W√ľstenbildung noch Versteppung. Im Gegenteil sind dort mehrere Ernten im Laufe eines Jahres m√∂glich.

Frage 12: Was spricht nach Ihrer Auffassung dagegen, dass Menschen sich dem jeweiligen Klimawandel wie in der Vergangenheit anpassen, was den Schutz vor potentiellen Gefährdungen ebenso beinhaltet, wie die Nutzung entstehender Vorteile?

I.   Vorteile der Erwärmung.

Flora und Fauna der Erde sind nach allen vorliegenden Erkenntnissen auch bei den historisch h√∂chsten festgestellten CO2-Konzentrationen der Klimavergangenheit niemals zu Schaden gekommen. Im Gegenteil: Insbesondere bei hohen CO2-Werten zeigten erdgeschichtliche Warmzeiten sich stets als die artenreichsten. Warmperioden waren zugleich stets kulturelle Bl√ľtezeiten. In Kaltzeiten lassen sich demgegen√ľber V√∂lkerwanderungen, Hunger und Seuchen feststellen. In der starken Warmperiode vor 6500 Jahren wurden in Mesopotamien der Pflug, das Rad, Bew√§sserungssysteme und die Schrift erfunden.

Auch der aktuelle CO2-Anstieg hat zu einem zus√§tzlichen Ergr√ľnen der Erde auf einer Fl√§che gef√ľhrt, die in ihrem Umfang der doppelten Gr√∂√üe der USA entspricht. Neben diesem D√ľngeeffekt des zus√§tzlichen Kohlendioxids f√ľhrt die Erw√§rmung zu einer Verl√§ngerung der Vegetationsperioden und einer Ausweitung der landwirtschaftlich nutzbaren Fl√§chen. Dies gilt insbesondere in den n√∂rdlichen Breiten, aber auch die s√ľdliche Grenze der Sahara hat sich seit mehr als drei√üig Jahren immer weiter zur√ľckgezogen.

Seit 1990, also parallel zur laufenden Klimadebatte (das IPCC wurde 1988 gegr√ľndet) und in der aktuellen Warmperiode, hat sich der Anteil der Armen weltweit nach Angaben der Weltbank mehr als halbiert. Auch der Anteil der unterern√§hrten Menschen ist in diesem Zeitraum global um fast die H√§lfte gesunken. Hunderte von wissenschaftlichen Publikationen haben den Zusammenhang zwischen h√∂heren Kohlendioxidkonzentrationen in der Luft, der markanten Steigerung globaler Ernteertr√§ge und dem dramatischen R√ľckgang globaler Armut dokumentiert.

Frage 13: Welche Vorteile der Klimaerwärmung haben Sie bislang in Ihre Abwägungen einbezogen und wie gewichten sie diese im Verhältnis zu Ihren Bestrebungen, der Klimaerwärmung zu begegnen?

Frage 14: K√∂nnen Sie ausschlie√üen, dass der von Ihnen politisch induzierte ‚ÄěKlimaschutz‚Äú √∂konomisch und gesellschaftlich mehr Schaden anrichtet, als es ein Klimawandel je k√∂nnte?

Frage 15: Halten Sie es f√ľr ausgeschlossen, dass der Klimawandel mitsamt menschlicher Anpassungsma√ünahmen an ver√§nderte Bedingungen die Lebensumst√§nde vieler Menschen ganz erheblich verbessert?

Frage 16: Halten Sie es im ethischen und verfassungsrechtlichen Sinne f√ľr verh√§ltnism√§√üig, die gewachsenen organisatorischen Strukturen einer gesamten Gesellschaft aufgrund einer bislang weder empirisch erh√§rteten, noch gar verbindlich bewiesenen Modellhypothese wesentlich umzubauen, wenn die Folgen dieses Umbaus f√ľr gegenw√§rtige und k√ľnftige Generationen Ihrerseits nicht verl√§sslich absch√§tzbar sind?

https://klimafragen.org/

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 11. Dezember 2019 um 9:32 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik.