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Seelsorge nicht kriminalisieren

Freitag 7. Juni 2019 von Bibelbund


Bibelbund

Ein Gesetzesentwurf des Gesundheitsministers Jens Spahn soll alle Hilfen zur Änderung homosexuellen Empfindens unter Strafe zu stellen. Das bedeutet, dass Menschen, die Hilfe suchen, mit ihren homosexuellen GefĂŒhlen umzugehen, nur noch in einer Richtung Beratung finden könnten. Viele christliche Beratungsangebote werden dann unter Strafe gestellt und verboten. Nach einer Forderung von Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU) soll es kĂŒnftig verboten sein, Homosexuellen zu helfen, wenn diese unter ihrer sexuellen IdentitĂ€t leiden und sie verĂ€ndern wollen. Seelsorger, Psychologen, christliche Gruppen und Ärzte sollen gezwungen werden, Homosexuelle immer in ihrer Orientierung zu bestĂ€tigen auch gegen ihre ethische Überzeugung.

Schon die Auffassung es sei richtig, homosexuell empfindende Menschen zu unterstĂŒtzen, wenn sie ihre Orientierung verĂ€ndern wollen, wird als unzulĂ€ssig betrachtet. Bei einer strengen Auslegung dieses Gesetzesvorschlags könnte selbst das Gebet fĂŒr eine VerĂ€nderung sexueller IdentitĂ€t mit Bußgeld belegt werden. Ganz offensichtlich ist die CDU zwischenzeitlich ziemlich weit entfernt von christlichen Werten, die sich aus der Bibel ableiten.

Zuerst ging es nur darum, dass besondere sexuelle Orientierungen wie HomosexualitĂ€t gesellschaftlich toleriert und akzeptiert werden sollten. Zwischenzeitlich geht die Politik offensichtlich dazu ĂŒber, jede vom gesellschaftlichen Mainstream abweichende ethische Meinung per Gesetzesbeschluss und Bußgeldandrohung zu verbieten. Es ist Ă€ußerst erschreckend, wie sich der Staat hier in persönliche, religiös begrĂŒndete sexuelle Wertungen und Verhaltensweisen seiner BĂŒrger einmischen will.

Der Gesundheitsminister begrĂŒndet seinen Vorstoß unter anderem mit seiner eigenen homosexuellen Orientierung. „Ich halte nichts von diesen Therapien, schon wegen meines eigenen Schwulseins. Ich sage immer, der liebe Gott wird sich was dabei gedacht haben.“ Hier scheinen sich auf ungute Weise persönliche Motive mit politischem Auftrag zu vermischen.

Sollte die von Bundesgesundheitsminister Spahn vorgeschlagene Gesetzesinitiative in dieser Weise beschlossen werden, dann könnte die seelsorgerliche Begleitung von Homosexuellen, die Probleme mit ihrer sexuellen IdentitĂ€t haben, schon bald zu einer Straftat werden. Mit diesem Gesetzesentwurf versucht die Bundesregierung, einen sexualethischen Konsens aller christlichen Kirche zu kriminalisieren, der ĂŒber Jahrhunderte GĂŒltigkeit hatte und erst in jĂŒngster Zeit in Frage gestellt wird.

Absurderweise dĂŒrfen und sollen Heterosexuelle, die homosexuelle GefĂŒhle Ă€ußern, mit öffentlichen Geldern mit dem Ziel begleitet und therapiert werden, homosexuell zu leben. Vergleichbares gilt fĂŒr Menschen, die den Eindruck haben, in einem falschen Körper geboren zu sein. Menschen mit homosexuellem Empfinden aber, die gerne heterosexuell leben wollen, soll bei Strafandrohung fachliche Hilfe entzogen werden.

Biblischen Aussagen zufolge kann der Mensch seine sexuellen Vorlieben und sein sexuelles Verhalten durchaus Ă€ndern. Zum christlichen VerstĂ€ndnis der WĂŒrde des Menschen gehört auch, dass er sein Leben am Maßstab einer von der Bibel bestimmten christlichen Sexualethik ausrichten kann.

Der Bibelbund fordert, die Freiheit in der Äußerung ethischer Überzeugungen nicht zu beschneiden. SelbstverstĂ€ndlich soll das in christlicher Liebe geschehen und keinen Menschen diskriminieren. Wenn Menschen ihre HomosexualitĂ€t als Problem ansehen, sie sich deshalb verĂ€ndern wollen und dazu Beratung und Hilfe in Anspruch nehmen, sollte das aber auch akzeptiert werden. In dieser Phase der Gesetzgebung sollten Christen die Bundestagsabgeordneten ihrer Region kontaktieren, um eine UnterdrĂŒckung christlicher Sexualberatung zu verhindern.

Michael Kotsch, 19. Februar 2019 (www.bibelbund.de)

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 7. Juni 2019 um 9:27 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Seelsorge / Lebenshilfe, Sexualethik.