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Die Tötung ungeborener Kinder darf nicht noch mehr zum Normalfall in Deutschland werden

Montag 13. Februar 2017 von Deutsche Evangelische Allianz


Deutsche Evangelische Allianz

Die Vorg√§nge um das entschlossene Nein von Chefarzt Thomas B√∂rner in Dannenberg zu Abtreibungen m√ľssen zu einem Weckruf werden

Bei etwa 100.000 registrierten Abtreibungen in Deutschland pro Jahr ist mehr als offensichtlich, dass es bei Schwangerschaftsabbr√ľchen in Deutschland nicht mehr um au√üergew√∂hnlich begr√ľndete Notsituationen geht, sondern ein unkontrolliertes Massenph√§nomen eingetreten ist. Die Vorg√§nge um das entschlossene Nein von Chefarzt Thomas B√∂rner in Dannenberg zu Abtreibungen m√ľssen zu einem Weckruf f√ľhren und die l√§ngst √ľberf√§llige √úberpr√ľfung einl√§uten, die das Bundesverfassungsgericht in seinem ber√ľhmten Urteil vom Mai 1993 gefordert hat.

Denn offenbar ist entgegen der Rechtslage die Abtreibungsmentalit√§t so fest in unserem Volk verankert, dass jedes Nein dagegen zu einer √∂ffentlichen Entr√ľstung f√ľhrt. Das Nein muss aber die Regel, das Ja zu einer Abtreibung kann h√∂chstens die Ausnahme sein. Der Chefarzt des Dannenberger Krankenhauses, Thomas B√∂rner, hat mit seinem grunds√§tzlichen Nein aufgrund der Gesetzes- und Rechtslage seine Verantwortung wahrgenommen und dar√ľber hinaus von seiner Glaubens- und Gewissensfreiheit Gebrauch gemacht. Wenn jetzt zwar diese f√ľr ihn selbst anerkannt wird, ihm aber untersagt werden soll, dies auch f√ľr seinen Verantwortungsbereich gelten zu lassen, ist das ein ethischer Skandal. Selbstverst√§ndlich muss es einem Vorgesetzten m√∂glich sein, die ethischen Rahmenrichtlinien f√ľr seine Mitarbeiter vorzugeben.

Jetzt erwarten wir von den Regierenden in Bund und Ländern, aber auch den Verantwortlichen in Kirche, Diakonie und Caritas, dass sie endlich laut und öffentlich deutlich machen:

  1. Es gibt ein unumst√∂√üliches Recht auf Leben f√ľr jeden Menschen, auch f√ľr den Ungeborenen.
  2. Es gibt ein Recht auf Beratung und Begleitung f√ľr Schwangere in Notsituationen, aber F√ľrsorge und Hilfe kann nicht ersetzt werden durch ein Ja zur T√∂tung eines ungewollten, ungeplanten Kindes und als Konfliktl√∂sung in Lebenslagen.
  3. Organisationen, die, wie Pro Familia, im Fernsehinterview im NDR am Montag durch ihre Landesgesch√§ftsf√ľhrerin Uta Engelhardt von einem Recht auf Abtreibung reden, d√ľrfen nicht mehr l√§nger mit der Beratung in Konfliktschwangerschaften betraut werden, weil sie sich ganz offenbar nicht an Recht und Gesetz halten, es sogar ablehnen und offensichtlich umdeuten.
  4. Es kann nicht sein, dass das Angebot von Abtreibungsm√∂glichkeiten als ‚ÄěQualit√§tskriterium‚Äú f√ľr Krankenh√§user angesehen und bei einer Ablehnung von Abtreibungen mit Subventionsk√ľrzungen gedroht wird, wie das die nieders√§chsische Gesundheitsministerin Cornelia Rundt in einem Fernsehinterview getan hat.
  5. Es darf auch nicht sein, dass ein Journalist des √∂ffentlich-rechtlichen Fernsehen der ‚ÄěFernsehgemeinde‚Äú gegen√ľber von einem ‚ÄěRecht auf Abtreibung‚Äú redet. Wir erwarten vom NDR ‚Äď seinem gesetzlichen Auftrag folgend ‚Äď in einer √∂ffentlichen Klarstellung dem Fernsehpublikum die wirkliche Rechtslage zu verdeutlichen und sich von dieser Falschaussage zu distanzieren.

Ekkehart Vetter                                           Hartmut Steeb
Erster Vorsitzender                                     Generalsekretär

Pressemeldung der Deutsche Evangelische Allianz vom 9. Februar 2017

 

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 13. Februar 2017 um 12:41 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik.