Gemeindenetzwerk

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Sachebene und Beziehungsebene

Montag 9. Februar 2015 von Johann Hesse


Johann Hesse

Leserbrief zur Berichterstattung ├╝ber die Predigt von Pastor Olaf Latzel/Bremen vom 18. Januar 2015

Auf Grund der aufgeregten Berichterstattung ├╝ber die Predigt von Pastor Olaf Latzel vom 18. Januar an St. Martini in Bremen habe ich mir die Predigt, die im Internet zug├Ąnglich ist, selbst angeh├Ârt. Sicher hat Pastor Latzel einige „krasse“ Formulierungen gew├Ąhlt, keineswegs aber liegt hier ein Fall von „geistiger Brandstiftung“, „Volksverhetzung“ oder gar Anstachelung zur Gewalt gegen Andersgl├Ąubige vor.

Olaf Latzel unterscheidet in seiner Predigt Sachebene und Beziehungsebene. So mahnt er seine Gemeinde mit eindringlichen Worten, das erste Gebot zu beachten („Du sollst keine anderen G├Âtter haben neben mir“) und lehrt sie, dass es nur einen Weg zu Gott gibt: Jesus Christus. Alle anderen Religionen retten nicht. So kann man es schon in der Bibel nachlesen (Johannes 14,6), so hat es auch Martin Luther vertreten. Jeder evangelische Pastor verpflichtet sich bei seiner Ordination, eben dies zu verk├╝nden. Tut er das nicht, hat er sein Ordinationsgel├╝bde gebrochen. So weit die Sachebene.

Auf der Beziehungsebene hat Latzel in seiner Predigt klar verst├Ąndlich formuliert: „Wir haben den Menschen muslimischen Glaubens, mit Liebe und Barmherzigkeit zu begegnen, und wenn sie verfolgt werden, dann haben wir uns vor sie zu stellen. Das ist unsere Aufgabe als Christen.“ Es ist unredlich, dass diese Aussage in s├Ąmtlichen Berichten und Kommentaren unterschlagen wird.

Dass einige Amtskollegen Pastor Latzel mit Vorw├╝rfen in den R├╝cken fallen, ist besch├Ąmend. F├╝r den Studentenpastor Andreas Quade ist Pastor Latzel ein Fundamentalist („Das ist Fundamentalismus pur.“) und Muslime sind seine „Schwestern und Br├╝der“. Das ist die verdrehte Welt linker Kirchenpolitik in Reinform. Die Menschen verlassen die Kirchen in Scharen, weil ihnen die politisch-korrekten Kanzelreden nichts mehr zu sagen haben. Pastor Latzel dagegen sagt ihnen die (nicht immer bequeme) Wahrheit. Es empfiehlt sich, sich am kommenden Sonntag ein eigenes Bild zu machen und den Gottesdienst an St. Martini zu besuchen.

Quelle: Leserbrief in der Verdener Aller Zeitung in der Ausgabe vom 3.2.2015

Johann Hesse, Gesch├Ąftsf├╝hrer des Gemeindehilfsbundes

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 9. Februar 2015 um 13:21 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Kirche.