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Widersteht der Gender-Ideologie!

Donnerstag 15. Januar 2015 von Prof. Dr. Peter Beyerhaus


Prof. Dr. Peter Beyerhaus

Gemeinsamer Aufruf von Christen aus den drei Hauptkonfessionen.

Gott hat in seiner Weisheit als Krone seiner Schöpfung den Menschen in der Polarität von Mann und Frau und zur gegenseitigen Ergänzung erschaffen (1. Mose 1, 26-27; 2, 21-24. Hier spiegelt sich die Gemeinschaft in Liebe wider, die in ihm selber als dem Dreieinigen zwischen dem Vater und dem Sohn, verbunden durch den Heiligen Geist, besteht. Deswegen erkennt die Bibel in der ehelichen Verbindung der beiden Geschlechter und der daraus hervorgehenden Familie eine Schöpfungsordnung, die grundlegend für den Bestand der Menschheit ist und bis zum Ende dieser Zeit gilt. Darum hat Gott die Ehe und Familie durch drei Gebote, das 4. 6. und 10., vor ihrem Zerfall geschützt.

Jesus Christus hat die Ehe als eine einzigartige, unauflösliche Gemeinschaft bestätigt und geheiligt (Matth 19,6). Auch hat er sich in schützender Liebe gerade den Kindern zugewandt und erklärt:

„Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde“ (Matth 18, 6).

Die Apostel richten ihre ethischen Anweisungen in erster Linie  an Elternpaare und ihre Kinder (z. B. Epheser 5, 21 bis 6, 4; Petrus 3, 1-7). Paulus beschreibt (Eph 5,23 und 1. Korinther 11, 3) die Mann-Frau-Beziehung als gleichnishaft für das  Verhältnis Christi zu seiner Gemeinde.

Die Kirche hat in ihrer ganzen Geschichte und in allen Konfessionen bis in die Gegenwart an dieser Sicht festgehalten. Es ist ihre hohe Pflicht, diese Schöpfungsordnung von Ehe und Familie gegen alle heutigen Auflösungs-Tendenzen zu verteidigen.

Alarmierende Vorgänge

Nicht nur Christen beobachten mit Erschrecken, wie in der Gegenwart Ehen in immer größerem Umfang zerbrechen und Familien sich dadurch auflösen. Mehr noch: Die Institution der Ehe und sogar die jeweilige Aufgabe der beiden Geschlechter werden durch moderne Ideologien (bzw. „Quasireligionen“) völlig infrage gestellt. Als vermeintlich gleichwertig werden der monogamen Verbindung eines Mannes mit einer Frau alternative Lebensgemeinschaften homosexueller, lesbischer, transsexueller und intersexueller Gestalt als Ausdruck geschlechtlicher „Vielfalt“ an die Seite setzt. Wer dem widerspricht, wird als „homophob“verurteilt. Dabei wird der Begriff „Geschlecht“ in seiner Bipolitarität durch das ursprünglich grammatische englische Wort „gender verdrängt, das mehrdeutig ist.

1. Der Begriff „Gender Mainstreaming“

Definition

Unter dem schwer durchschaubaren Fremdwort „Gender Mainstreaming“ verbirgt sich ein ideologisches Programm. dessen Ziel die völlige Aufhebung der schöpfungsgemäßen Polarität zwischen den beiden Geschlechtern Mann und Frau und von deren Stellung als Eltern in einer Familie ist.

Das Wort Gender bezeichnet dabei die von einem Menschen ausgeübte soziale Rolle, unabhängig von seinem biologischen Geschlecht. Die Einführung des Begriffs „Gender“ geht auf den neuseeländischen Psychologen John Money (1921-2008) zurück. Er behauptete auf der Basis eines äußerst gefährlichen Experiments mit Kleinkindern, dass nicht die biologische Veranlagung, sondern die Erziehung maßgeblich für die Ausprägung der Geschlechterrollen sei. Dem entspricht die These der französischen Philosophin Simone de Beauvoir (1908 -1986): „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird dazu gemacht.“

Geschichtliche Entfaltung

Das Programm des „Gender Mainstreaming“ entstand in Fortentwicklung der ihm seit dem 19. Jahrhundert vorangegangenen Frauenrechtsbewegung. Während diese zunächst nur gleiche Rechte für Frauen und Männer gefordert hatte, geht es seit Anfang der 1990er Jahre in der „Dritten Welle“ der Feministischen Bewegung darüber hinaus um die soziale und funktionale Gleichstellung der Frauen in allen Lebensbereichen. Jetzt behauptet man sogar die Gleichheit aller Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht.

Der Begriff „Gender Mainstreaming“ (GM) wurde erstmalig 1985 bei der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi diskutiert und in Peking 1995 auf ihrer 4. Weltkonferenz weiterentwickelt. Die Pekinger Beschlüsse wurden von den Vereinten Nationen in Resolutionen umgesetzt und so vier Jahre später als „Gender Mainstreaming“ im Amsterdamer Vertrag der EU    verankert. Die Europäische Union erklärte „GM“ schon 1997 zur verbindlichen Aufgabe für ihre Mitgliedstaaten. Dies trat am 1. Mai 1999 in Kraft und wurde rechtlich verbindlich festgeschrieben. Folglich verankerten alle Regierungen – auch die der Bundesrepublik Deutschland – GM in ihren  gesetzlichen Richtlinien. Das bedeutete zunächst, dass in allen Sektoren des öffentlichen Lebens keinerlei Unterschiede in der Behandlung der Menschen beiderlei Geschlechts gemacht werden dürfen. An zahlreichen Universitäten wurden als neues Fach „Gender-Studien“ eingeführt. In diesem sollen die  Studenten lernen, die Geschlechtsidentität von Mann und Frau in Frage zu stellen.

Als Vordenkerin der Gender-Ideologie gilt die sich als Lesbe vorstellende Philosophin Judith Butler 1956), Professorin u. a. an der University of California, Berkeley. In ihrem 1990 erschienenen Buch „Gender Trouble – Feminism and the Subversion of Identity“ (deutsch: Das Unbehagen der Geschlechter) zeigt sie schon in dessen Titel, dass es ihr um die Untergrabung der Identität des Mannes als Mann und der Frau als Frau geht. Nach ihrer Meinung haben Mann und Frau, Ehe und Familie, Vater und Mutter keinen Anspruch auf Natürlichkeit. Weil sie die Vorherrschaft des Mannes begründen, will J. Butler diese Unterscheidung ausmerzen. Dazu gehört für sie trotz – bzw. in Bestätigung – der Absurdität solcher Ideen die Einführung einer „geschlechtsneutralen Sprache“. Deren Wesen ist es, dass in ihr alle Unterscheidungen von männlich und weiblich aufgehoben werden. Entweder müsste man bei jedem personalen Begriff sowohl die männliche wie die weibliche Form miteinander gebrauchen (Schüler und Schülerinnen) oder aber übergreifende Wortformen einführen, welche sich sowohl auf das weibliche wie auf das männliche Geschlecht beziehen (z. B. „Studierende“ statt „Studenten“).

Sogar die Unterscheidung der polaren Geschlechtsrollen von Vater und Mutter soll vermieden werden, indem man – wie heute in manchen Schweizer Schulen üblich – von “Elter 1“ und „Elter 2“ spricht.

In Schweden wird den Lehrern untersagt, in ihren Schulklassen von Jungen und Mädchen zu sprechen; stattdessen sollen sie gemeinsam als „Freunde“ (vänner) angeredet werden.

Die Betreiber der Genderideologie wollen auf diese Weise eine neue Weltbetrachtung einführen, in welcher für die Vielfalt der Gender – einschließlich der Homosexuellen – Raum geschaffen ist und alle Unterschiede in einem großen Einerlei aufgesogen sind. Sie möchten die „geschlechtsneutrale“ Sprache zur Wegbereiterin einer veränderten Gesellschaft, ja zur Schaffung eines „neuen Menschen“ machen.

Für ihre Theorien hat Judith Butler hohe öffentliche Anerkennung gefunden. So  erhielt sie  u. a. im September 2012 den Theodor W. Adorno-Preis der Stadt Frankfurt.

Innerhalb von zwei Jahrzehnten sind Judith Butlers Ideen an vielen Hochschulen unter der Bezeichnung „Gender-Studies“ zum regulären Lehrfach geworden.

2. Implikationen und Auswirkungen von „Gender Mainstreaming“

Vertreter der Gender-Ideologie bemühen sich, die absolute Gleichheit der Geschlechter auf allen Gebieten durchzusetzen. Darüber hinaus erklären sie, es gebe nicht nur die beiden Geschlechter Mann und Frau, sondern eine  Vielfalt von Geschlechtern. Alle sexuellen Orientierungen seien gleichwertig, und jeder Mensch habe die Freiheit, sich sein eigenes Geschlecht auszuwählen und auch entsprechend respektiert zu werden.

Gleichzeitig werden überlieferte Werte wie Tugend, Moral und Keuschheit negativ bewertet sowie zentrale Begriffe der europäischen Kultur entleert, um sie mit Inhalten der neuen Ideologie zu füllen. So wird zum Beispiel der Begriff „Freiheit“ von Wahrheit und Verantwortung gelöst und auf ein    „Tu, was du willst“ umfunktioniert. Menschen, welche die Aufwertung der  Homosexualität und ihre Gleichstellung mit der Heterosexualität (Zweigeschlechtlichkeit) ablehnen, werden der Diskriminierung oder „Homophobie“ (Angst vor Homosexuellen bzw. Hass gegen sie) beschuldigt und für krankhaft erklärt.

3. Die biologische bzw. anthropologische Revolution

Gender Mainstreaming ist ein Ergebnis der biologischen Revolution. Sie stellt nach den beiden vorangegangenen großen Revolutionen, der Französischen (1789) und der bolschewistischen (1917), die dritte weltgeschichtliche Revolution dar. Während sich jene gegen von Menschen geschaffene Institutionen wandten, den politischen Ständestaat und die ökonomische Klassengesellschaft, richtet sich diese dritte Revolution gegen die Schöpfungsordnung Gottes und damit gegen Gott selbst. Der Genderismus ist also a-theistisch und anti-theistisch und somit, wie Papst Franziskus hervorhebt, satanischen Ursprungs.

In einer Ansprache an das Kardinalskollegium am 21. Dezember 2012  warnte auch Papst Benedikt XVI. vor der tiefen Unwahrheit der Gender-Ideologie und der ihr zugrunde liegenden „anthropologischen Revolution“. Er erklärte:

“Im Kampf um die Familie geht es um den Menschen selbst. Und es wird sichtbar, dass dort, wo Gott geleugnet wird, auch die Würde des Menschen sich auflöst.“

4. Die Gender-Ideologie als Ausdruck der endzeitlichen anomia  (Gesetzlosigkeit)

Indem sich der Genderismus grundsätzlich gegen die von Gott gesetzten Ordnungen wendet, erfüllt er die biblischen Prophetien im Blick auf die Endzeit, die von der kommenden anomia (Gesetzwidrigkeit) sprechen. So sagt Jesus in Matthäus 24, 12:

„Und weil die Ungerechtigkeit (griechisch anomia) überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten.“

In der Tat: Eine überbordende Gottlosigkeit sowie Verwirrung und Verführung von Herzen bewirken, dass „die Liebe erkaltet“ und in eine allgemeine Lähmung und Gleichgültigkeit umschlägt –. Das zeigt sich auch darin, dass in der modernen Gesellschaft das Bewusstsein um die Heiligkeit des menschlichen Lebens verloren gegangen ist und man sich anmaßt, über seinen Beginn und sein Ende souverän zu entscheiden. Abtreibung noch ungeborener Kinder und Euthanasie („aktive Sterbehilfe) bei nicht mehr als „lebenswert“ erscheinenden Alten und Schwerkranken werden legalisiert und praktiziert. Die Aufhebung der Polarität der Geschlechter ist also ein weiterer Aspekt der Missachtung und Bedrohung der guten Schöpfungsordnung Gottes überhaupt. Diese apokalyptische Entwicklung will die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften in ihrem Gesamtzusammenhang auf ihrem VI. Ökumenischen Bekenntnis-Kongress behandeln, der vom 3. bis 6. September 2015 in Salzburg stattfinden soll.

Paulus schaut in 2. Thess 2, 1 – 12 den „Menschen der Gesetzlosigkeit“ (anthroopos tees anomias), …, der sich über alles, was Gott oder Heiligtum heißt, erhebt und sich sogar in den Tempel Gottes setzt.

Aus dem biblischen Zusammenhang geht hervor, dass der Apostel dabei den kommenden Antichrist im Auge hat. Insofern erkennen wir im Gender Mainstreaming eine ideologische Bewegung, die – wie zuvor andere moderne Ideologien totalitärer Art: Marxismus, Faschismus und der von Wilhelm Reich (1897-1957) begründete Freud-Marxismus – dem Antichristen den Weg bereitet.

Das ist umso erschreckender, als wir dem Genderismus in sublimeren Formen auch in der Kirche und der Theologie begegnen. Auch hier bemühen Anhänger der Gender-Idee sich darum, in allen Bereichen von Verkündung, Lehre und Liturgie eine „inklusive Sprache“ einzuführen. Selbst vor dem Wortlaut der biblischen Texte machen sie dabei nicht halt. So wurde auf feministisches Betreiben hin eine moderne, geschlechtsneutrale Übersetzung geschaffen, die „Bibel in gerechter Sprache“. In dieser wird es krampfhaft vermieden, männliche Bezeichnungen zu benutzen, auch da, wo diese im Urtext vorliegen. Stattdessen wird z. B. von Jüngern und Jüngerinnen, Nachfolgerinnen und Nachfolgern gesprochen. In Gebeten werden vielfach männliche Gottesanreden wie „Herr“, Vater“ „Meister“ vermieden oder umformuliert.

Noch bedenklicher ist es, dass unter dem Einfluss des Gender Mainstreaming neuerdings auch die biblischen Ordnungen von Ehe und Familie als angeblich einer überholten patriarchalischen Tradition verhaftet infrage gestellt werden, um der sich heute de facto durchgesetzten Vielfalt von häuslichem Zusammenleben Anerkennung zu verschaffen.

Dies geschieht z. B. in dem 2013 von der EKiD veröffentlichten und von ihrem damaligen Ratsvorsitzenden Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider verteidigten Familienpapier „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit – Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“. Auch hier wird  eine Vielfalt anderer Lebensgemeinschaften als gleichwertig neben der traditionellen Ehe und Familie vorgestellt. Alle dagegen gerichteten Proteste wurden bisher  von der Leitung der EKiD ungerührt übergangen.

5. Die Abwehr der Gender-Ideologie

In der Auseinandersetzung mit Gender Mainstreaming gilt es zu erkennen, dass sie eine praktizierte totalitäre Ideologie ist. Sie steht im krassen Widerspruch zum Schamgefühl jedes Menschen – das sie zu zerstören sucht! – , zur gesunden Vernunft, zum allen Menschen ins Herz geschriebenen Naturrecht sowie zur biblisch geoffenbarten Schöpfungsordnung Gottes. In ihrer Forderung nach  Akzeptanz und Toleranz ist sie selber höchst intolerant und fanatisiert  ihre Anhänger gegen jeglichen Widerspruch.

Die Gender-Ideologie folgt in ihrem Ansatz und ihrer Durchführung dem Grundmuster aller Ideologien. Sie ist wie diese eine von Visionären erdachte moderne Weltanschauung, welche die gesamte Wirklichkeit aus einem einzigen, innerweltlichen Prinzip heraus zu deuten versucht, um sie mit entsprechenden Methoden auf ihre utopischen Zielvorstellungen hin umzuwandeln. In diesem Fall ist das innerweltliche Prinzip die zentrale Stellung des sog. Gender. Ihm spricht man die Rolle zu, den Hauptstrom in der heutigen geistigen und sozialen Entwicklung der Menschheit zu bilden und sie voranzutreiben. Damit werden zugleich alle anderen geistigen Bewegungen als nebensächlich zur Seite geschoben und ihnen Wahrheit und Existenzberechtigung abgesprochen. Das gilt insbesondere für das biblische Verständnis des Verhältnisses der beiden Geschlechter zueinander. Ihm wird das Recht aberkannt, maßgebend für die Gestaltung von Ehe und Familie sowie der Kindererziehung zuhause und in der Schule zu sein. Damit werden die Grundlagen der christlich-abendländischen Kultur unterwandert, um sie durch die Utopie des Gender Mainstreaming zu ersetzen. Wenn dieser Plan aufgehen sollte, würde unsere bislang geordnete Gesellschaft durch die Auflösung aller wesensmäßigen Unterscheidungen und Ordnungen im Chaos versinken, dem dann die Tyrannei folgen würde.

Alle verantwortungsbewussten Staatsbürger, Männer und Frauen, Väter und Mütter, besonders aber Christen, sind deswegen dazu aufgerufen, sich in voller Kraft dagegen zur Wehr zu setzen. Durch Schweigen gegenüber dieser Gefahr würden wir uns schuldig machen. Es gilt, Hintergründe und Ziele der Gender-Bewegung öffentlich zu entlarven, gegen sie zu protestieren und ihnen ihre Einflussmöglichkeiten in Politik und Kultur – vor allem in den Schulen! – zu entwinden. Denn nur dadurch kann verhindert werden, dass durch den Genderismus die Seelen unserer Kinder für ihre Zukunft als Erwachsene sexualistisch verdorben werden.

Unsere Aufgabe ist es, wachsam zu sein gegenüber dem Vordringen der Gender-Ideologie in die Kindertagungsstätten, in die Bildungspläne von Kultusministerien, in den Sexualkunde-Unterricht an den Schulen – der heute bedrohlicherweise sogar fächerübergreifend erteilt wird – sowie auch in die Gesetzgebung. Mit Eingaben an Regierungen und Kirchenleitungen müssen wir diese hinsichtlich der ihnen oft noch nicht bewussten Gefahr alarmieren und sie zum entschlossenen Eingreifen bewegen. Alle Christen sollten diese Bemühungen mit ihren Gebeten begleiten.

Wir sind dankbar dafür, dass mutige Frauen wie als erste die Psychotherapeutin und  Autorin Christa Meves sowie Dr. Gabriele Kuby durch ihre Bücher und Vorträge gewarnt haben. Ebenso hat Hedwig Freifrau von Beverfoerde durch vier Großdemonstrationen, zu denen sie im Jahre 2014 in Stuttgart und Hannover aufrief, solche notwendige Entlarvung öffentlich vollzogen. Weitere Demonstrationen auch in anderen Städten sind in Vorbereitung. Wir danken auch jenen katholischen Bischöfen bzw. Bischofskonferenzen (u. a. die in der Slowakei, in Polen und Portugal), die in solide fundierten Lehrschreiben die Gender-Ideologie widerlegt haben.

Noch vermissen wir nach dem Debakel des Familienpapiers der EKD leider ähnliche Aufrufe von evangelischen Kirchenleitungen!

Wir sind uns dessen bewusst, dass wir mit unserer Warnung vor der Gender-Ideologie die Feindschaft ihrer Anhänger auf uns ziehen werden. Ja, in dem Maße, wie der Genderismus sich sogar in Politik und Gesetzgebung zur herrschenden Lehrmeinung aufschwingen wird, müssen wir als deren Gegner uns womöglich auf Verfolgungen in Gestalt von Anprangerung und beruflicher Schikane gefasst machen.

Auf solche Weise werden die Grundrechte der Menschen bezüglich Religion und freier Meinungsäußerung zunehmend beschnitten. Schon jetzt sind in vielen Ländern wie z. B. Großbritannien und Schweden sog. hate laws (Hassgesetze) eingeführt. Diese stellen jede Äußerung unter Strafe, durch die homosexuelle und lesbische Minderheiten sich „diskriminiert“ fühlen. Das trifft besonders Christen, die an der biblischen Schöpfungsordnung festhalten.

Schlussfolgerung

Die Bedrohung durch die Ausbreitung der Genderideologie ist ernst und unser  Kampf schwierig und hart. Aber wir stehen nicht allein. Viele gleichgesinnte Christen, – ja auch Humanisten und selbst Juden und Muslime – stehen mit uns zusammen. Gott sei Dank regt sich in mehreren europäischen Ländern wie Frankreich, Ungarn, Norwegen, Russland ein wachsender Widerstand gegen die Gender– Revolution.

Das geschieht auch in Deutschland: Anfang 2014 unterzeichneten fast 200.000 Bürger eine Petition gegen den Bildungsplan der rot-grünen Regierung von Baden-Württemberg, der die Ziele von Gender Mainstreaming festschreibt.

Dem folgten im selben Jahre in Stuttgart und Hannover Demonstrationen besorgter Eltern zum Schutz der Kinder vor staatlicher Umerziehung. Bei ihrem Umzug durch die Straßen der Innenstadt skandierten sie unentwegt:

„Kinder brauchen Liebe und keinen Sex!“

Ihnen ging und geht es darum, für eine  Erneuerung unserer Gesellschaft von innen her zu arbeiten – in der Hoffnung auf die Rückkehr vieler Hörbereiter zu den biblischen Ordnungen und Geboten Gottes.

Tröstlich ist die Vision des Sehers Johannes in Offenbarung 12, 7-9:

Er schildert, wie Michael und seine Engel mit uns gegen die Mächte des Bösen streiten. Damit zeigt er uns: Der Kampf lohnt sich und hat die Verheißung echten Sieges. Denn Gott selbst ist mit uns, und der wiederkommende Christus (Offb 19, 11-16) wird dem Treiben der antichristlichen Kräfte ein Ende setzen.

Literatur (allgemein oder empfehlend):
Ute Behning, Birgit Sauer (Hrsg.): Was bewirkt Gender Mainstreaming? Campus Verlag, Frankfurt/M. 2005. – Silke Bothfeld, Sigrid Gronbach, Barbara Riedmüller (Hrsg.): Gender Mainstreaming – eine Innovation in der Gleichstellungspolitik. Campus Verlag, Frankfurt/Main 2002. – Regina Frey: Gender im Mainstreaming. Geschlechter-theorie und -praxis im internationalen Diskurs. Ulrike Helmer Verlag, Königstein/Ts 2003.– Barbara Nohr, Silke Veth (Hrsg.): Gender Mainstreaming. Kritische Reflexion einer neuen Strategie. Rosa Luxemburg-Stiftung, Texte 7. Karl Dietz Verlag, Berlin 2002. – Barbara Stiegler: Wie Gender in den Mainstream kommt: Konzepte, Argumente und Praxisbeispiele zur EU-Strategie des Gender Mainstreaming. Bonn 2000– Stefan Timmermanns/Elisabeth Tuider: Sexualpädagogik der Vielfalt: Praxismethoden zu Identitäten, Beziehungen, Körper und Prävention für Schule und Jugendarbeit TB 2008

Kritische Literatur:
Christa Meves: Verführt. Manipuliert. Pervertiert – Die Gesellschaft in der Falle modischer Irrtümer. Resch-Verlag Gräfelfing 1998 – Volker Zastrow: Gender – Politische Geschlechtsumwandlung 2006. – Dominik Klenk: Gender Mainstreaming: Das Ende von Mann und Frau? Gießen 2009. – Gabriele Kuby: Die globale sexuelle Revolution. Fe Medienverlag Kißleg 22012. – Dieselbe: GENDER – Eine neue Ideologie zerstört die Familie; ebd. 2014. – Geistliche Gemeindeerneuerung: Gender Mainstreaming, Handreichung. Neu Anspach Mai 2014. – Inge M. Thürkauf: Gender Mainstreaming. Multikultur und die Neue Weltordnung. Sarto Verlagsbuchhandlung 2012. – Kirche in Not: Gender-Ideologie – Ein Leitfaden. München 2013. – Felizitas Küble (Hg.): Dokumentation kritischer katholischer Stellungnahmen: JA zur Ehe zur Familie, zur Schöpfungsordnung Gottes. Christophoruswerk Münster 2014. – Antje Schmelcher: „Unter dem Deckmantel der Vielfalt“. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 12. Okt. 2014 Nr. 41, S. 3; – Bischof Hans-Jörg Voigt, D. D. (SELK): Hirtenwort „Ehe und Familie als Gaben Gottes entdecken“, http://www.selk.de/download/Hirtenwort_Ehe-Familie.pdf; – Joachim Cochlovius: „Was ist die Ehe wert?“ (Faltblatt), hg. v. Gemeindehilfsbund 4. Aufl. 2014.f;

Gomaringen im Advent 2014

Erstunterzeichner

Prof. Dr. Peter Beyerhaus D.D.; – Weihbischof Dr. Andreas Laun, Salzburg; – Bischof Dr. Anba Damian (Koptisch-Orthodoxes Kloster Brenkhausen) – Erzbischof Dr Julius Hanna Aydin, Syrisch-Orthodoxe Kirche, Delmenhorst; –Prof. Dr. Edith Düsing, Köln; – Prof. Dr. Helmuth Egelkraut, Weissach; – Dozent Dr. Ingmar Kurg, (Tallinn; Estland) – Mrs. Dorothea Scarborough, Kapstadt;– Missionsdirektor a. D. Lienhard Pflaum D.D.; – Kirchenrat Dr. Rolf Sauerzapf – Prof. Dr. Alma von Stockhausen, Heroldsbach – Pfarrer Winrich Scheffbuch, Stuttgart; – Prof. Dr. jur. Wolfgang Waldstein, Salzburg; – OStR Erik Wiberg (Värnamo, Schweden) – Dr. habil Marcus Zehnder, Kristiansand (Norwegen).

Weitere Unterzeichner

Pastor Burkhard und Frau Christa Affeld, Osnabrück;Prof. Dr. theol. Knut Alfsvåg, Stavanger. (Norwegen); – Dr. Heinz-Lothar und Frau Raphaela Barth, Bonn; – Gideon Baumann, Essen; – Mag. phil. Ingegärd Beyerhaus, Gomaringen;Bauamtsrat Christian und Frau Waltraud Beyerhaus, Berlin; – Hannelore Börner, Großbottwar; – Pastor Karsten und Frau Ute Bürgener, Bremen; – Prof. Dr. Jacques und Rosemarie Cabaud, Erlangen; – Missionsleiter Dr. Peter Chang, University Bible Fellowship, Bonn/Seoul);– Pastor Dr. Joachim und Frau Lieselotte Cochlovius, Walsrode; – Pfarrer i.R. Jürgen Diestelmann und Frau Leonore Diestelmann, Braunschweig. – Diakon Dirk Hermann Dirks, Mühltal; – Reinhard Dörner, Initiativkreis Münster; – Dekan Dietrich und Frau Christine Eizenhöfer, Hirzenhain; – Pfr. Martin Eyring, Nürnberg; – Propst Lars und Frau Ingrid Falkfors, Klippan –(Schweden); –– Pastor Sven Findeisen, Neumünster; – Dr. med Heinrich Fiechtner, Stadtrat der Landeshauptstadt Stuttgart; Hans-Dieter Frauer, Herrenberg;– Christiane Werner, Glasewitz; – Pfr. Hans-Otto und Frau Karin Graser, Wurmberg; – Pfr. Gilbrecht Greifenberg, Wassermungenau; –Prof. Dr. rer. nat. Michael und Frau Gudrun Grewing, Gomaringen/Tübingen; – Kirchenrat Albrecht und Frau Rosmarie Hauser, Korntal; – Pfr. em. Hansfrieder Hellenschmidt, Filderstadt; – Dekan a. D. Martin und Frau Rosmarie Holland, Tübingen; ––Johannes und Frau Eva-Maria Holmer, Serrahn; – Pastor Markus Holmer, Lübtheen; – Pfr. Uwe und Frau Christine Holmer, Serrahn; , Pf: Hans-Hermann Holst, Nürnberg; – Pfr. Odd Sverre Hove, Frekhaug (Norwegen); –   Dr. med. Dieter Kuhl, Essen; – Prof. Dr Dong-Joo Lee, Seoul; –Pfr. Dr. Theo Lehmann, Chemnitz; – Prof. Dr. Wolfgang Leisenberg, Bad Nauheim;– Dr. Marie Meaney, Rom; –Gemeinschaftsleiter Dieter und Frau Gudrun Meng, Gomaringen; – Prof. Dr. Klaus Motschmann, Berlin; – Missionsleiter Manfred Müller, Uhldingen; – Pfarrer Ernst und Frau Mag. theol. Maria Nestele, Winterlingen; – Pfr. Dr. Horst und Frau Elisabeth Neumann, Bad Malente; – Matthias Niche, Leiter des Hochkirchlichen Apostolats St. Ansgar; – Angelika Ohse, Güstrow; –Pfarrer Erik Okkels, Tromsø (Norwegen); – Pfarrer Nikolaus Ostrowitzki, Kath. Pfarramt Winterlingen-Straßberg; –Missionar Stephan Park, Bonn / Seoul (Korea); –Renate Pflaum, Bad Liebenzell ;– Albrecht u. Elisabeth Päßle, Cunsdorf –Dr. med. dent. Waldemar und Frau Myung-Sook Roth, Schorndorf; – Lieselotte Sauerzapf, Kassel; –  Beate Scheffbuch, Stuttgart; – Dr. Kurt und Frau Margarete Scheffbuch, Weinheim; – Evangelist Lutz Scheufler, Waldenburg; –Ehepaar Jürgen und Irene Schlicksupp, Alfdorf; – Prof. Dr. Günter R. Schmidt, Erlangen; – Ehepaar Gerhard und Elisabeth Schnitter, Gomaringen; – Pfarrer Franz Schwarz, Priorat St. Wigberti, Werningshausen – Dr. Christa-Maria Steinberg, Kinder- und Jugendpsychiaterin, Limberg-Oberfrohna; – Pfarrer Helmut Steinlein, Buch/Inn; – Prof. Dr. Peter Stuhlmacher, Tübingen; –Elfriede Tlach, Herrenberg; – Pfarrer Pius Tonndorf, CCSA, Zillbach; – Missionsleiter a. D. Pfarrer Eberhard Troeger, Wihl; – Dieter und Meta Trompetter, Gladbeck; – Prof. Dr. Bodo und Frau Waltraut Volkmann, Möglingen; – Dr. Helmut Waldmann, Rottenburg-Wendelsheim;– Prof. Dr. jur. Wolfgang und Frau Esie Waldstein, Salzburg; – Mrs. Rothraut Weigelin, Eganville (Kanada); – OStR Erik und Frau Ann-Mari Wiberg, Värnamo, Schweden.

Diese Erklärung ist gegen eine freiwillige Unkostenbeteiligung bestellbar bei:

Bund Apostolischer Bruderschaften

Schulstr. 1; D-72810 Gomaringen – Fax: 07072-92 03 44

E-mail: Prof@Peter-Beyerhaus.de – Homepage: www.Bekenntnisbruderschaft.de

Bankverbindung: KSK Tübingen Peter Beyerhaus, Unterkonto Bekenntnisökumene

IBAN: DE12641500200000553021. – BIC: SOLADES1TUB.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 15. Januar 2015 um 17:33 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Kirche, Sexualethik, Theologie.