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Viel Betreuung – viele Bildungsverlierer

Dienstag 5. August 2014 von Administrator


Ostdeutschland Spitzenreiter bei Schulabbrechern.
Sachsen-Anhalt 11,1% – Bayern 4,6%

Die BundeslĂ€nder mit dem ĂŒppigsten Ganztags- und Krippenangebot haben in Deutschland die meisten Schulabbrecher. Das zeigt eine LĂ€nderauswertung des Familienbundes der Katholiken in Bayern auf Basis der deutschen Bildungsstatistik. Die ostdeutschen BundeslĂ€nder haben die höchsten Raten an Schulabbrechern. Jedes einzelne ostdeutsche Bundesland liegt ĂŒber dem deutschen Durchschnitt von 5,6%. Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt mit 11,1% der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 10,8%. Am anderen Ende der Skala liegen Baden-WĂŒrttemberg (4,9%) und Bayern mit 4,6%. Der Familienbund hat die Quoten der Schulabbrecher von 2012 neben die Quoten fĂŒr Ganztagsgrundschulen von 2006 und die Quoten fĂŒr KrippenplĂ€tze von 1998 gestellt. Das entspricht realen Bildungsbiografien.

Es gab auffĂ€llige Unterschiede bei der Krippenversorgung  (Ost: 34,8% / West: 1,9%) sowie beim Angebot von Ganztags-GrundschulplĂ€tzen (Ost: 38,9% / West 4,9%). Bei einem erheblichen Mehr an außerfamiliĂ€ren Bildungsangeboten sind die Raten der Schulversager im Osten fast doppelt so hoch wie im Westen (Ost: 9,0%; West: 5,2%). Landesvorsitzender Dr. Johannes Schroeter: „Betreuungsangebote sind in vieler Hinsicht prima: mehr erwerbstĂ€tige Eltern, rekordmĂ€ĂŸige Steuern und Sozialabgaben, neue Rollenmodelle fĂŒr MĂ€nner und Frauen. Nur die bessere Chancengerechtigkeit fĂŒr Kinder ist nicht zu finden. Viel Betreuung – viele Bildungsverlierer. Das ist Faktum in Deutschland.

 

Quelle: www.familienbund-bayern.de
29.7.2014

Jugendliche ohne Hauptschulabschluß 2012

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 5. August 2014 um 12:42 und abgelegt unter Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik.