Sonntag 16. November 2025 von Jörgen Bauer
Alle Religionen, und vor allem die alten Kulturen wussten davon, dass mit dem Tod nicht „alles aus“ ist. Und alle Religionen wissen auch, dass wir über unser Leben Rechenschaft geben bzw. die Folgen eines verfehlten Lebens tragen müssen. Es handelt sich hier vermutlich um ein allen Menschen gemeinsames Urwissen. Dass es bei uns viele gibt, die meinen, dass mit dem Tod „alles aus“ ist, ist die Folge einer materialistischen Grundeinstellung, die nur das gelten lässt, was unmittelbar sicht-, mess- und beweisbar ist, wonach dann das ganze Leben ausgerichtet wird. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Freitag 8. August 2025 von Jörgen Bauer
Auch von den Oberen glaubten viele an ihn; aber um der Pharisäer willen bekannten sie sich nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden. Denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott. (Joh 12,42 und 43)
Dürfen wir die Oberen wegen ihrer Feigheit verurteilen? Sie haben sich falsch verhalten, aber verhält sich die überwiegende Mehrheit der Menschen bis heute nicht ganz genauso? Die damaligen Oberen, die zu den Mächtigen und Einflussreichen gehörten und denen man sicher nicht so leicht an den Karren fahren konnte, hatten Angst, aus der Synagoge ausgestoßen zu werden, wenn sie sich zu Jesus bekennen. Aus der Synagoge ausgestoßen zu werden, kam damals einer wirtschaftlichen Vernichtung gleich, so als wenn man heute aus einer berufsständischen Organisation (Kammer) ausgeschlossen wird, der man angehören muss, um überhaupt tätig sein zu dürfen. Wenn man durch ein Bekenntnis existenziell massiv bedroht ist, ist es verstehbar, wenn sich jemand bedeckt hält, um kein unnötiges Risiko einzugehen. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Sonntag 27. Juli 2025 von Jörgen Bauer
„Es steht gräulich und grässlich im Lande. 31 Die Propheten weissagen Lüge, und die Priester lehren auf eigene Faust, und mein Volk hat’s gern so. Aber was werdet ihr tun, wenn’s damit ein Ende hat?“ (Jeremia 5,30-31)
Der Prophet Jeremia musste im Auftrag Gottes harsche Kritik am Verhalten der geistlichen und auch weltlichen Führer und am Verhalten des gesamten Volkes üben und gleichzeitig das Gericht Gottes ankündigen, was ihn in große Bedrängnis brachte. Im gesamten Buch des Propheten Jeremia geht es hauptsächlich um diese Thematik. Die damaligen falschen Propheten gaben sich opportun und „volksnah“ und sagten genau das, was die Regierenden und das Volk gerne hören wollten. Und die Priester lagen auf derselben Linie. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Gesellschaft / Politik, Kirche, Predigten / Andachten
Sonntag 6. April 2025 von Jörgen Bauer
„Der Fremdling, der bei dir ist, wird immer höher über dich emporsteigen; du aber wirst immer tiefer heruntersinken. Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen können; er wird der Kopf sein und du wirst der Schwanz sein.“ (5. Mose 28,43 und 44)
Die obigen Verse stehen in der Lutherbibel unter der Überschrift: „Ankündigung von Segen und Fluch“. Dabei geht es um die Folgen des Gehorsams und die Folgen des Ungehorsams gegenüber Gott und Seinem Wort, wobei für den Fall des Ungehorsams alle nur erdenklichen Übel angekündigt werden, wozu auch das in den heutigen Versen Gesagte gehört. Unglaube und Ungehorsam schwächen ein Volk. Unglaube und Ungehorsam führen unweigerlich in die Dunkelheit. Das ist erwiesenermaßen so und keine nur theoretische Betrachtung. Es ist so, dass die durch den Unglauben bewirkte Bindungslosigkeit zu keiner Freiheit, sondern zu einem Bauen auf Sand führt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Freitag 7. Februar 2025 von Jörgen Bauer
Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen (Gal. 6,10)
Macht Gott etwa Unterschiede? Gibt es den Nächsten Erster und den Nächsten Zweiter Klasse? Fast könnte man das meinen, wenn man diesen Vers liest. Deshalb ist es wichtig, diesen Vers in den Gesamtzusammenhang zu stellen. Der Abschnitt, in dem dieser Vers steht, hat die Überschrift „Mahnung zur Brüderlichkeit“. Dabei geht es um die Christen, die aufgefordert sind, sich gegenseitig beim Tragen der alltäglichen Lasten zu helfen. Dabei geht es auch darum, denen ihren Lohn zu geben und an allem Guten teilhaben zu lassen, die das Wort Gottes lehren. Ferner sollen wir darauf zu achten, wie und auf was wir säen. Auch Christen säen unaufhörlich durch das, was sie reden und tun. Säen wir auf das Vergängliche oder auf das Ewige? Bauen wir auf Sand oder auf Fels? Im Text wird darauf hingewiesen, dass unser Säen entweder gute Früchte trägt oder böse Folgen hat, je nachdem, wie und was wir gesät haben. Im Vers 9 wird dann dazu aufgefordert, Gutes zu tun und dabei nicht müde zu werden. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Sonntag 24. November 2024 von Jörgen Bauer
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? (Römer 8,35)
Mit der Zahl der Jahre nimmt auch die Zahl der Beerdigungen bzw. Trauerfeiern zu, an denen man teilnimmt. Und da erinnere ich mich nicht nur an nahe und ferne Familienangehörige und Verwandte, sondern auch an die vielen Menschen, die in meinem und in dem Leben meiner Familie, eine Rolle gespielt haben, als Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn, Vertragspartner und Geschäftsleute. Am Ewigkeitssonntag, als dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, gedenkt man der im abgelaufenen Kirchenjahr verstorbenen Gemeindeglieder. Deshalb auch der Name „Totensonntag“. Wobei mir „Ewigkeitssonntag“, wegen seines Ausblicks auf die Ewigkeit, besser gefällt. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Sonntag 25. August 2024 von Jörgen Bauer
Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. – Ihr seid das Licht der Welt. (Johannes 8,12 und Matthäus 5,14)
In der Welt geht es um einen unsichtbaren Kampf zwischen Licht und Finsternis. Für uns ist das an äußerlichen Ereignissen erkennbar, wenn sich die Macht der Finsternis in Krieg, Terroranschlägen, religiösem Fanatismus und ideologischer Verblendung manifestiert. Aber es gibt nicht nur diese auffälligen Extreme, sondern daneben auch die vielen anderen Dinge, die aus der Finsternis des Menschenherzens kommen, erkennbar in jedem ungutem Denken, Reden und Tun. Auch im Menschenherz kämpfen Licht und Finsternis gegeneinander. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Samstag 18. November 2023 von Jörgen Bauer
Danket dem Herrn; denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich (Psalm 106,1)
Um diese Zeit wird es früher dunkel und die Dämmerung setzt schon gegen 16:30 Uhr und früher ein. In dieser Zeit der Dämmerung, in der es schon halbdunkel ist, waren wir einmal mit dem Auto unterwegs: Halbwegs gerade Straße und vor mir ein etwas langsamer Lkw, den zu überholen keine Probleme gemacht hätte. Was mich davon abhielt, waren die in der Ferne aufleuchtenden Lichter eines entgegenkommenden Pkw. Da ich beim Überholen, auch dann wenn keine Gefahr droht, äußerst vorsichtig bin, wartete ich jedoch ab, was auch gut war, denn wenige Augenblicke später, schoss auf der Gegenfahrbahn ganz überraschend ein bis dahin unsichtbarer, dunkler, unbeleuchteter Pkw vorbei, auf den wir voll gebrettert wären, wenn mich die entfernten Lichter nicht davon abgehalten hätten. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Samstag 15. April 2023 von Jörgen Bauer
Den Juden bin ich geworden wie ein Jude, auf dass ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden wie unter dem Gesetz, auf dass ich die, so unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie ohne Gesetz geworden (so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin im Gesetz Christi), auf dass ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich geworden wie ein Schwacher, auf dass ich die Schwachen gewinne. Ich bin jedermann allerlei geworden, auf dass ich allenthalben ja etliche selig mache (1. Korinther 9,20-22 nach Luther 1912) Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten
Freitag 13. Januar 2023 von Jörgen Bauer
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht. (1. Petrus 2,9)
Was hier über den Stand der Christen gesagt wird, ist höchst bedeutsam. Die Christen, die eher geneigt sind, sich als Opfer und Verfolgte wahrzunehmen, die dem Hass der Welt ausgesetzt sind, Trübsal und Leid ertragen, kämpfen und überwinden müssen, werden hier in einen ausgesprochen exklusiven Stand erhoben und als Auserwählte Gottes, königliche Priester und Gottes Eigentum deklariert. Hier wird der himmelweite Unterschied zwischen denen, die zu Christus gehören und denen, die der Welt angehören, überdeutlich. Den ganzen Beitrag lesen »
Kategorie: Predigten / Andachten