Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

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Martin Luthers Ehe und Familie

Mittwoch 15. November 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

1524 legte Luther sein Mönchsgewand ab. Nachdem er die Sakramentalität der Ehe und die Gültigkeit der Mönchsgelübde bestritten, den Zölibat abgeschafft und eine lebenslange Enthaltsamkeit für kaum lebbar erklärt hatte, entschloss er sich nach langem Zögern selbst zur Ehe. Am 13. Juni 1525 heiratete er die 26jährige, ehemalige Nonne Katharina von Bora (1499 – 1552), die 1523 aus dem Kloster Nimptschen bei Grimma nach Wittenberg geflohen war. Katharina war eine kluge, gebildete und überaus tüchtige Frau, die für Luther zeitlebens in jeder Hinsicht eine große Stütze dargestellt hat; selbst für regelmäßige Einkommen der Familie sorgte sie, indem sie im lutherschen Haus eine Studentenherberge unterhielt. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Kirche

Bindung, Bildung und Zukunftssicherung – Was Wirtschaft und Gesellschaft zusammenhält

Mittwoch 25. Oktober 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Der Zusammenhalt der Gesellschaft spielt bei den Jamaika-Gesprächen offenbar thematisch eine Rolle, jedenfalls reden einige Teilnehmer davon als Ziel künftiger Zusammenarbeit im „Projekt Jamaika“. Es ist in diesem Zusammenhang nicht die Rede von Familie. Aber die Voraussetzungen, von denen der Staat lebt und die er selber nicht schaffen kann, entstehen in der Familie. Deshalb wird, folgt man der wissenschaftlichen Literatur, „die Erzeugung solidarischen Verhaltens“ auch als ein Grund für den verfassungsrechtlichen Schutz der Familie genannt. Es sei eine Leistung, schrieb der Nestor der Familienpolitik, Heinz Lampert, die in der Familie „in einer auf andere Weise nicht erreichbaren Effektivität und Qualität“ erbracht werde (Priorität für die Familie, 16). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik, Wirtschaftsethik

Religion und Leitkultur

Donnerstag 28. September 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Der Primat des Rechts als Voraussetzung einer neu anhebenden Debatte. Die Herausforderung des Islam und das christliche Erbe Europas.

Christian Lindner sah es sofort. Etwas gelangweilt sagte er im ARD-Interview: „Da geht es wieder um Religion“. Gemeint war die im Frühsommer von Innenminister Thomas de Maiziere angestossene Leitkultur-Debatte. Und geradezu wie eine Offenbarung war Lindners  Nachsatz: „Ich finde, unsere Leitkultur sollte das Grundgesetz sein. Das ist offen für alle“. Aber ist nicht gerade diese von den Richtern in den letzten Jahren vorangetriebene Offenheit das Problem? Denn es ist keine Offenheit mehr, die einlädt Werte zu teilen, sondern eine, die nahezu alles und alle nebeneinanderher zulässt. Die kulturellen Konturen des Grundgesetzes verblassen. Der Rahmen wird zur Glasfläche ohne Rand. Auf ihr spiegeln sich unterschiedlichste Muster, Farben, Formen. Das Alles wird zum Nichts. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

Ehe für alle – auch ein Demokratietest für Europa

Mittwoch 2. August 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

In Deutschland ist die Ehe jetzt eine genderbeliebige Beistandsgemeinschaft. So haben es die Fraktionen von SPD, die Linke und Grünen beschlossen. Mitgestimmt hat auch ein Viertel der Fraktion von CDU und CSU. Selbst in Brüssel war man überrascht. Nie zuvor gab es so einen Blitzkrieg gegen das Fundament jeder Gesellschaft, nämlich die Ehe zwischen Mann und Frau, die die Generationenfolge sichert. Ausgerechnet in Deutschland. Zwar hat man mit der deutschen Bundeskanzlerin schon manche machtpolitische Kehrtwende erlebt. Nur ist diese Volte moralisch ganz anders zu bewerten als etwa der Ausstieg aus der Atomenergie mit den seither notwendigen Milliardensubventionen für die Energie-Industrie, oder der Ausstieg aus der Wehrpflicht, oder die Einführung einer Frauenquote, die gegen das betriebliche Selbstbestimmungsrecht verstösst und bei Personalentscheidungen nicht mehr die Betriebserfahrung und beruflichen Qualitäten der Kandidaten, sondern das Geschlecht zum entscheidenden Faktor macht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Wie die „Ehe für alle“ den Kindern das Recht auf Vater und Mutter nimmt

Mittwoch 26. Juli 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

„Was macht es mit Kindern, wenn sie nicht mehr der Gemeinschaft von Vater und Mutter entstammen, sondern mehr und mehr Produkte technischer Planungen werden?“ Das ist die eigentlich entscheidende Frage in der jüngsten Debatte um die „Ehe für alle“. Sie kam in der Debatte zu kurz (1). Denn im Kern geht es um die Kinder und nicht mehr um die vermeintlichen „Privilegien“ der Ehe. Diese Eheprivilegien sind gleichgeschlechtlichen Paaren mit der „eingetragenen Lebenspartnerschaft“ längst zugestanden worden. Das gilt sogar für das steuerliche Ehegattensplitting und die Hinterbliebenenversorgung, die eigentlich Paaren zugute kommen sollten, in denen ein Elternteil wegen der Kindererziehung auf Erwerbseinkommen verzichtet hat. Dass auch eingetragene Lebenspartner diese Rechte erhalten, hat das Bundesverfassungsgericht damit begründet, dass diese Situation auch in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften vorkommen könnte (2). Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Wer Kinderarmut sät, wird Altersarmut ernten. Wie die herrschende Rentenpolitik unseren Sozialstaat und damit die Demokratie aufs Spiel setzt

Mittwoch 19. Juli 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

 

Der deutsche Sozialstaat hängt strukturell in einer Schieflage, deren Ergebnis die wachsende Verarmung der Kinder in einem der reichsten Länder der Welt ist. Der Deutsche Familienverband und der Familienbund der Katholiken/ Freiburg haben vor zwei Jahren einen juristischen Elternaufstand angestoßen. Seitdem haben tausende Familien den Rechtsweg beschritten. Inzwischen liegen bereits zwei Verfassungsbeschwerden dem Bundesverfassungsgericht vor (alle Einzelheiten dazu unter www.elternklagen.de). Morgen, 20. Juli 2017 wird sich das Bundessozialgericht zum zweiten Mal in mündlicher Verhandlung mit diesen Fragen befassen, nachdem das Urteil vom 30. September 2015 wegen schwerer methodischer Fehler in der Fachliteratur durchgefallen ist. Das Urteil könnte wegweisend sein. Nicht wenige Experten halten es für entscheidend  für die Zukunft des Sozialstaats in Deutschland, mithin für die Demokratie. Dr. Jürgen Borchert begleitet seit Jahrzehnten diese Thematik und hat in Karlsruhe manches Urteil erfochten. Er war bis Ende 2014 Vorsitzender Richter am Hessischen Landessozialgericht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Wirtschaftsethik

Euthanasiegesetz: Normen für eine Kultur des Todes?

Montag 26. Juni 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in Karlsruhe will noch in diesem Jahr über die mehr als ein Dutzend Verfassungsbeschwerden entscheiden, die gegen das am 6. November 2015 vom Deutschen Bundestag verabschiedete „Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ (Bundestagsdrucksache 18/5373)[1] angestrengt wurden. Gegen das umstrittene Gesetz, für das in der entscheidenden Abstimmung 360 der 602 anwesenden Bundestagsabgeordneten votierten – 233 stimmten dagegen, neun enthielten sich – und das sich gegen drei weitere konkurrierende Gesetzentwürfe durchsetzte,[2]liegen mehrere Verfassungsbeschwerden von sogenannten Sterbehilfevereinen, Palliativmedizinern und tödlich Erkrankten vor, die das Gesetz für zu restriktiv halten. Nach Ansicht des aus Ärzten bestehenden Arbeitsbündnisses „Kein assistierter Suizid in Deutschland!“, das sich ebenfalls an das Bundesverfassungsgericht wandte, ist das Gesetz hingegen nicht streng genug. Zudem sei es unvereinbar mit der hippokratischen Ethik.[3] Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik, Lebensrecht, Medizinische Ethik

Familientage im Mai – verpasste Gelegenheiten, gegenläufige Trends

Montag 12. Juni 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Durch die Entschließung A/RES/47/237 der Vollversammlung der Vereinten Nationen wurde der Internationale Tag der Familie zum offiziellen Gedenk- und Aktionstag weltweit. In diesem Jahr lag der thematische Schwerpunkt auf der Rolle der Familie bei der Förderung der frühkindlichen Erziehung und den Möglichkeiten für lebenslanges Lernen für Kinder und Jugendliche, die Bedeutung sämtlicher Bezugspersonen in der Familie (Vater, Mutter, Großeltern und Geschwister) und die Bedeutung der elterlichen Erziehung für das Wohlergehen von Kindern. Familienorganisationen und Politiker hätten sich in diesem Jahr also öffentlich engagieren können, ohne als „Hassredner“ diskreditiert zu werden. Aber es kam erstaunlicherweise ganz anders. Man hörte nichts. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Leistungsgerechtigkeit und Wahlfreiheit für Familien: Ist die Politik lernfähig?

Montag 15. Mai 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Es gehört zu den Hauptklagen von Familienverbänden, daß die Politik Familie nur in Funktion des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft sehe. Eine Bestätigung des Vorwurfs liefert das Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend in ihrem jüngsten Monitor Familienforschung (1). Hilfen für Familien werden auch in diesem Bericht vor allem als „Investitionen in die Infrastruktur für Familien“ definiert. Diese würden zu einer „Vereinbarkeitsrendite“ beitragen. Aus dem Dreiklang Zeit-Geld-Infrastruktur, den schon die frühere Familienministerin Ursula von der Leyen als Zieldreieck einer modernen Familienpolitik definierte, leitet der Monitor des heutigen Ministeriums unter Manuela Schwesig zum Beispiel ab: „Familienpolitische Leistungen und Maßnahmen können sich positiv auf den Faktor Zeit auswirken, indem sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern und es so Personen mit Familienverantwortung und hier insbesondere Müttern ermöglichen, im gewünschten Umfang erwerbstätig zu sein“. Mehr Zeit, um länger erwerbstätig zu sein. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Ehe u. Familie, Gesellschaft / Politik

Integration und Islam: Sind Parallelgesellschaften unvermeidbar?

Montag 20. Februar 2017 von Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Die Politik und die meisten Medien verweigern sich öffentlich der Erkenntnis, aber der Bevölkerung in Europa scheint es zu dämmern: Die muslimische Einwanderung in Europa bringt Probleme mit sich und gefährdet auf Dauer die Demokratie. Nach einer Umfrage des international bekannten Thinktank Chatham House in zehn Ländern der EU spricht sich jedenfalls eine deutliche Mehrheit gegen eine weitere Einwanderung von Muslimen nach Europa aus (1). Das Ergebnis variiert von Land zu Land. Am stärksten ist die Ablehnung in Polen (71 Prozent), es folgen Österreich (65%), Ungarn (64 %), Belgien (64%), Frankreich (61%), Griechenland (58 %), Deutschland (53%) und Italien (51%). In allen zehn Ländern liegen die Befürworter einer weiteren Zuwanderung unter 32 Prozent, etwa jeder fünfte hatte im europäischen Schnitt keine Meinung dazu. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Gesellschaft / Politik