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Israelischer Wissenschaftler: Evolution ist Ideologie

Mittwoch 17. MĂ€rz 2010 von factum


factum

Israelischer Wissenschaftler: Evolution ist Ideologie

Einen Sturm der Empörung löste der leitende Wissenschaftler des israelischen Bildungsministeriums aus. Er zog die Wissenschaftlichkeit von Evolution und ErderwÀrmung in Frage.

Mehrere Umweltaktivisten und Wissenschaftler forderten daraufhin seine Entlassung. Nicht zuletzt durch seine fĂŒhrende Position im israelischen Bildungswesen, sehen sie die Freiheit der Forschung in Gefahr.

„Wenn LehrbĂŒcher ausdrĂŒcklich behaupten, der Mensch stamme vom Affen ab, denn hĂ€tte ich gerne, dass unsere Studenten sich auch mit anderen Ansichten befassen“, erklĂ€rte Dr. Gavriel „Gabi“ Avital, „Es gibt viele Leute, die der Evolutionstheorie keinen Glauben schenken.“ Gleichzeitig beklagte er, dass es Leute gebe, „fĂŒr die Evolution eine Religion ist“, und die deshalb „nicht bereit sind, irgendetwas anderes zu hören“.

Eine weitere heilige Kuh des modernen Zeitgeistes tastete der 51-jĂ€hrige Luftfahrtexperte aus Rehovot an, als er meinte: „Wenn in unseren SchulbĂŒcher steht, dass die Erde wĂ€rmer wird wegen des Kohlenstoffdioxidausstoßes, bestehe ich darauf, dass dies nicht der Fall ist.“

In einem Artikel vom 29. Oktober 2009 hatte Avital unter der Überschrift „Die Religion der GrĂŒnen“ beklagt, dass es einen „grĂŒnen Kreuzzug“ gebe, der die Wissenschaft in den Dienst von Politik und Ideologie verpflichte. Die Behauptung, dass es keinen Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und ErderwĂ€rmung gebe, belegt er anhand von Messbeispielen der vergangenen Jahre.

In einem Videointerview mit dem national-religiösen Meir-Institut behauptete Gabi Avital genau eine Woche nach seiner Ernennung zum leitenden Wissenschaftler im Bildungsministerium, die GrĂŒnen hĂ€tten alle Merkmale einer radikalen religiösen Bewegung, und: „Wenn der Glaube an Gott fehlt, drĂ€ngt sich etwas anderes in die Leere“. Als problematisch sieht er dabei, dass Darwins Theorie auf sehr wackeligen FĂŒĂŸen stehe, weil sie davon ausgeht, dass es keinen Gott gebe.

Gavriel Avital war im November 2009 zum leitenden Wissenschaftler des Bildungsministeriums ernannt worden und ist damit fĂŒr die Formulierung der Bildungspolitik und die Beziehungen zur Wissenschaft zustĂ€ndig. Zu seiner Aufgabe gehört die ÜberprĂŒfung von LehrbĂŒchern und LehrplĂ€nen.

Nach seiner Promotion am Technion war Dr. Avital in Zusammenarbeit mit dem israelischen Verteidigungsministerium an der Entwicklung von Raketenprojekten beteiligt, wofĂŒr er 1988 den Preis der israelischen RĂŒstungsindustrie erhielt. Zuletzt war er Direktor der aeromechanischen Abteilung der israelischen RĂŒstungsfirma Elbit und Dozent fĂŒr Aerodynamik am Technion in Haifa.

Orthodoxe Juden glauben genau wie bibelglÀubige Christen, dass die Erde nicht durch Zufall entstanden ist, sondern als Schöpfungswerk Gottes.

Johannes Gerloff (Jerusalem), 22.02.2010 (Quelle: www.factum-online.de)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 17. MÀrz 2010 um 16:13 und abgelegt unter Schöpfung / Evolution.