Andacht über Joh 1,12 „Wie werde ich Gottes Kind?“
Freitag 28. August 2026 von Elias Schrenk (1831-1913)

Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben. (Johannes 1,12)
„Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder“, ruft der Apostel Johannes in 1. Johannes 3,2 aus. Paulus sagt in Römer 8,16: „Derselbe Geist gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ Diese Worte zeigen uns, dass wir der Gotteskindschaft gewiss werden können und dass der Heilige Geist uns diese Gewissheit verleiht. Es ist die größte Gnade, die einem Menschen widerfahren kann, ein Kind Gottes und damit ein Erbe des ewigen Lebens zu sein. Willst du Gottes Kind sein, so nimm Jesus auf, wie Johannes dir sagt. Nimm ihn auf als das Lamm Gottes, das deine Sünden trug. Nimm ihn auf als den, der dich mit Gott versöhnt hat. Sobald du durch Gottes Gnade glauben kannst, dass nichts mehr zwischen dir und deinem Gott ist, wirst du Macht empfangen durch den Heiligen Geist, dich selber als Kind Gottes zu betrachten. Auf dem Boden der Versöhnung durch Jesu Blut erweckt und stärkt der Heilige Geist das Bewusstsein für die Kindschaft. Es ist des Vaters Hand, die dir in Jesu durchgrabener Hand gereicht wird; es ist des Vaters Geist, der dir in Jesu Blut die ewige Vaterliebe Gottes offenbart und dir zuruft: „Du sollst mein Kind sein.“ O, diese Liebesmacht Gottes, die der Glaube empfängt, aus Gnaden empfängt! Hast du die Macht empfangen, dich als Kind deines Gottes zu betrachten? Nur der Glaube empfängt sie; alles ist auf den Glauben gestellt. Der Glaube hält sich an Gottes Verheißungen. Obiges Wort ist eine solche Verheißung, die dir gehört. Warum? Weil du ein Sünder bist, den der Herr Jesus erlöst hat, dem er Vergebung und die Kindschaft erworben hat. Eben deshalb heißt es: „die an seinen Namen glauben“. Glaube nur!
Vater unseres Herrn Jesus Christus! Ohne Deine Liebe wäre ich ein verlorener Sohn, ohne Hoffnung. Du hast aber auch mich in Christus geliebt, denn Du hast die Welt geliebt, zu der ich auch gehöre. Zu den durchgrabenen Füßen meines Heilands sinke ich nieder und bete an. Du, Herr Jesus, hast auch mir das Kindschaftsrecht erworben. Dir will ich ewig angehören und durch Dich dem Vater. Amen.
Quelle: Elias Schrenk, Suchet in der Schrift. Andachten für jeden Tag. Nachdruck Bielefeld 2016. Andacht zum 30. August
Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 28. August 2026 um 22:07 und abgelegt unter Predigten / Andachten.













