Gemeindenetzwerk

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Amnesty International – ideologisch motivierte Verzerrungen.

Freitag 5. Juni 2026 von Tiqua e.V.


Tiqua e.V.

Die einstige Menschenrechtsorganisation Amnesty International, die sich vehement für ein angebliches „Menschenrecht“ auf das Töten ungeborener Kinder einsetzt, behandelt in ihrem Jahresbericht 2025/26 auch Entwicklungen rund um das Lebensrecht. So wird beklagt, dass in Deutschland „der Zugang zu grundlegenden reproduktiven Gesundheitsleistungen stark eingeschränkt“ worden sei – als Folge eines Urteils des Arbeitsgerichts Hamm, wonach ein kirchliches Krankenhaus einem Chefarzt untersagen darf, Abtreibungen vorzunehmen. Ebenso wird moniert, ein parteiübergreifender Gesetzentwurf, der Schwangerschaftsabbrüche teilweise legalisieren sollte“, sei auch nach dem Amtsantritt der neuen Koalitionsregierung nicht vorangekommen“.

Geradezu entlarvend ist die Feststellung, dass in Kroatien, Italien, Portugal und Spanien ,,der Zugang zu einem Schwangerschaftsabbruch nicht gewährleistet“ sei, weil sich zahlreiche Ärzte aus Gewissensgründen weigern, ungeborene Kinder zu töten.

Ein Trend, der wie wir bereits mehrfach aufgezeigt haben, auch im deutschsprachigen Raum zunimmt. Eine sehr gute Entwicklung!

Für die USA konstatiert der Bericht in 13 Staaten ein „absolutes Abtreibungsverbot“, in sieben ein teilweises. Zugleich behauptet er unter Berufung auf eine Analyse der Abtreibungs-NGO Gender Equity Policy Institute eine erhöhte Müttersterblichkeit in Staaten mit Abtreibungsverboten. Diese Analyse ist jedoch wissenschaftlich nicht belastbar. Sie benutzt selektive Daten und wurde nicht unabhängig begutachtet.

Demgegenüber kommt eine neue, im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte umfassende und methodisch fundierte Studie zu einem gegenteiligen Ergebnis: In Staaten, die ungeborene Kinder schützen, ist die Müttersterblichkeit gesunken. So ging etwa in Texas seit dem „Heartbeat Act“ von 2021 die Müttersterblichkeitsrate um 2,4 Prozent zurück; in anderen US-Staaten mit strengen Abtreibungsgesetzen wurde ein Rückgang von 3,3 Prozent verzeichnet.

Weitere Beispiele führt Jonathon Van Maren auf LifesiteNews an: Malta weist eine der besten Gesundheitsversorgungen für Mütter in Europa und eine sehr niedrige Müttersterblichkeit auf. Polen gehört zu den Ländern mit der niedrigsten Müttersterblichkeit des Kontinents. Vor der Abtreibungslegalisierung 2018 verzeichnete auch Irland niedrigere Werte als England, Schottland und Wales. Die Zahlen unterstreichen dieses Bild: 2020 lag die Müttersterblichkeit in Polen bei etwa zwei Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten -gegenüber einem EU-Durchschnitt von rund acht. In Irland stieg sie nach der Liberalisierung von sechs (2017) auf sieben (2022).

Die Behauptung, Maßnahmen zum Schutz der ungeborenen Kinder schadeten Frauen, hält einer Prüfung nicht stand. Die vorliegenden Daten zeichnen ein anderes Bild – und entlarven die gegenteiligen Behauptungen als das, was sie sind: ideologisch motivierte Verzerrungen.

Sonja Dengler, Tiqua April/Mai 2026, S. 1

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 5. Juni 2026 um 11:31 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Lebensrecht.