Neuigkeiten vom Adventsesel (Lukas 19,28-38)
Sonntag 21. Dezember 2025 von Prädikant Thomas Karker

Wo steigen denn eigentlich die Großkopfigen ab? Jeder weiß, was ein Großkopfiger ist. Das ist nicht unbedingt ein Kahlköpfiger, auch nicht irgendein Dickköpfiger oder ein Schmalköpfiger, sondern ein Großkopfiger ist einer, der einen großen Namen hat. Der berühmt ist in dieser Welt, ein gekröntes Haupt. Und diese V.I.P. So heißen sie, diese very important persons, diese sehr wichtigen Personen. Die treten immer im ganzen Pulk von Bodyguards, von Leibwächtern, von Adjutanten und von Fotografen auf. Wo sie hinkommen, ist immer ein großer Bahnhof. Da wird ein roter Teppich ausgerollt, und da ist ein mordsmäßiges Dschingdarassabum.
Ich denke noch zurück, als die Queen von England nach Stuttgart kam. Da waren wir schon mit unserer Mutter Stunden, bevor sie kommen sollte, zur Heilbronner Straße gegangen, um die zu sehen. Dann, nach ca. 1-2 Stunden des Wartens, kamen blaulichtfunkende Polizeimotorräder, ein furchtbar langer Konvoi, dann kam die Königin in einem Pullmann-Daimler, und winkte so im Vorbeifahren allen zu. Das war ein Erlebnis, das weiß ich heute noch ganz genau. Die ist dann in einem Nobelhotel in Stuttgart ausgestiegen.
Oder ich denke an den Empfang der Werdermannschaft, als sie 2003/2004 das Double gewonnen hatten. Da war in Bremen großer Bahnhof. Die sind in einem Konvoi durch die ganze Stadt und dann ins Rathaus. So sehen Sieger aus, das war ein Empfang, unbeschreiblich. Ich glaube, die sind dann zur großen Feier im Parkhotel abgestiegen. So werden die Großkopfigen dieser Welt empfangen.
Aber heute kommt nicht nur ein Kanzler, oder gar ein Präsident, nicht nur die Nr. 2 in der Weltrangliste, sondern heute kommt Nr. 1. Der Kanzler aller Kanzler, der Präsident aller Präsidenten, der König aller Könige. Ihm kann keiner das Wasser reichen. Er ist einfach die Spitze aller, nämlich Jesus Christus. Er ist der Allergrößte. Wie wird der denn empfangen? Wo wird der denn absteigen? Wo wird er denn Quartier nehmen? Wird er im Parkhotel oder im Atlantis-Hotel einkehren? Nun, er sucht eine andere Adresse. Er mag nicht diesen super Komfort, diesen englischen Stil und diese Gala-Diners. Er mag Privatquartier, unser Gott mag Privatquartier. Er kommt zu dir.
Heute ist ja der 3. Advent, da feiern wir ja die Ankunft Jesu und wollen ihm ein wenig über die Schulter schauen, wie er in Jerusalem angekommen ist. Ich kann mir das Ankommen Jesu in Jerusalem so richtig lebendig vor Augen malen: Ich sehe im Geist die jubelnden Menschenscharen. Ich sehe, wie Palmen und Kleider auf den Weg ausgebreitet werden. Und mitten im Gewühl: Jesus auf dem Esel. Mich hat der Esel in der ganzen Geschichte beschäftigt. An ihm geht mir wieder einmal auf, wie hintergründig so vieles im Evangelium ist. Es wird nicht viel von ihm gesagt, aber was gesagt wird, ist für uns hochinteressant, und wenn wir die Worte so hören, dann bist du und ich der Advents-Esel, den Jesus meint.
28 Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem. 29 Und es begab sich, als er nahe von Betfage und Betanien an den Berg kam, der Ölberg heißt, da sandte er zwei Jünger 30 und sprach: Geht hin in das Dorf, das gegenüberliegt. Und wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat; bindet es los und bringt’s her! 31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los?, dann sagt so: Der Herr bedarf seiner. 32 Und die er gesandt hatte, gingen hin und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte. 33 Als sie aber das Füllen losbanden, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum bindet ihr das Füllen los? 34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner. 35 Und sie brachten’s zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Jesus darauf. 36 Als er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg. 37 Und als er schon nahe am Abhang des Ölbergs war, fing die ganze Menge der Jünger an, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme über alle Taten, die sie gesehen hatten, 38 und sprachen: Gelobt sei, der da kommt, der König, in dem Namen des Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Höhe! (Lukas 19,28-38)
1. Adventsbindungen
Da sagt der Herr Jesus zu den Jüngern: „Geht in das Dorf dort! Ihr werdet eine Eselin finden. Angebunden. Bindet sie los.“
Das Wörtlein „angebunden“ hat mich getroffen. Es zeigt uns schnell unsere Lage. Sind wir nicht auch angebunden?
Da sind zunächst oft ganz massive Sünden. Wie fürchterlich kann man angebunden sein an Alkohol, an Lüge, an Unreinigkeit, an Selbstsucht. Der Esel hielt sein „Angebunden-Sein“ sicher für eine ganz normale Sache. Genauso hält der natürliche Mensch seine trüben Bindungen für ganz in Ordnung.
Wie die Jünger zu dem Esel kamen und sagten: „So! Jetzt fängt etwas ganz Neues an!“ Genau so kommt das Evangelium zu uns.
Es verkündigt uns die Loslösung, die Erlösung. Aber ich denke noch an andere Bindungen. Ich will nur ein paar nennen: Da ist ein Mann, der ein Geschäft hat. Er bildet sich ein, er sei dort der Herr. In Wirklichkeit ist das Geschäft längst zum Eisenring, an den er gebunden ist, geworden. Er wird daran in der Geschäfts-Arena herumgeführt.
Ich denke an Leute, die sich irgendwelchen Menschen verschrieben haben. Es gibt eine furchtbare Hörigkeit unter Menschen. Eine schreckliche Bindung! Denkt nur daran, wie Männer Ehre und Gewissen verkauft haben, weil sie politischen Führern hörig waren oder sind. Es gibt junge Männer, die um eines Mädchens willen zu angebundenen Eseln geworden sind.
Ich denke an die Gadarener in Lk. 8,37. Da kommt Jesus in diese Gegend, heilt den Besessenen von den Dämonen, sodass sie in die Säue fahren müssen und untergehen. Und da kommen die Gadarener und haben Angst! Durch das Ertrinken der Schweine ist ihr irdischer Vorteil dahin, und sie bitten Jesus: „Geh weg von hier!“ Welche eine törichte Furcht! Sie haben die Ankunft Jesu um des Besitzes willen versäumt. Welchen Segen haben sie verpasst, weil sie angebunden waren an das Geld und den Besitz?
Vielleicht sagst Du, „Nein, da bin ich nicht angebunden!“ Aber dann geht es dir vielleicht wie Marta und Maria (Lk. 10,40). Es heißt da: „Marta aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen!“ Eigentlich etwas Ehrenwertes, für Jesus etwas zu tun! Diese Adventsbindung heißt „Vielgeschäftigkeit!“ Sie tut so viel für Jesus, dass sie gar nicht mehr still werden kann, um auf sein Wort zu hören, und versäumt somit den Adventssegen.
Vor allem: Wie sind wir gebunden an den Tod. Unlösbar!
„Löst sie auf“, sagte der Herr Jesus im Blick auf den Esel. Aber zugleich ist das Sein Programm im Blick auf uns. Jesus ist der große Loslöser. Die Bibel sagt: „Ihr seid zur Freiheit berufen.“ Dafür ist der Sohn Gottes am Kreuz gestorben. Als Er, der Herr der Herrlichkeit, am Kreuz angebunden war – sogar mehr: angenagelt war, da hat Er alle unsere Bindungen in Seinen Tod hineingenommen. Eine gründliche Bekehrung zu diesem Heiland führt uns in eine Welt der Freiheit. Da lebt man anders, da fühlt man anders, da denkt man anders, da atmet man anders als die übrige Welt, die sich in ihrer Torheit einbildet, ihre Bindungen seien etwas Wundervolles. „Ihr aber seid zur Freiheit berufen!“
2. Adventsführungen
O seltsam hintergründiges Bibelwort! Da steht der Herr, zeigt Seinen Jüngern das Dorf, erklärt ihnen, dass sie dort eine Eselin finden werden, und gibt den einfachen Befehl: „Führt sie zu mir!“ Von der Eselin spricht Er. Aber auch dieses Wort will gewiss uns treffen. Es geht Ihm immer um Menschen.
Eines Tages wanderte Jesus über eine Straße bei Jericho. Da saß ein blinder Bettler am Weg und jammerte. Als Jesus das hört, sagt er: „Führt ihn zu mir!“
Nach Seiner Auferstehung stand Er mit Seinen Jüngern auf dem Ölberg. Als Er Seine Hand ausstreckte, öffnete sich vor den Jüngern ein weiter Blick. Sie sahen die Reiche der Welt. Sie sahen blutige Schlachtfelder, streitende Familien, prassende Reiche und seufzende Arme. Sie sahen die innere Unruhe junger Menschen und steinerne Herzen. Sie sahen: Welt ohne Gott. Und dann befahl Jesus: „Geht hin in alle Welt und führt sie zu mir!“
„Führt sie zu mir!“ Das ist sein Befehl an uns und an seine ganze Kirche. Wehe einer Kirche, die nur nach Macht sucht und in ödem Leerlauf zum Selbstzweck wird! „Führt sie zu mir,“ sagt der Herr. Das ist ihre Aufgabe. Es sollte eine heilige Unruhe unter uns sein, wenn wir an die vielen denken, die noch nicht bei Jesus sind. Aber – sind wir schon zu Ihm geführt??
Es ist ja ein majestätisches Wort, das Jesus sagt im Blick auf alle Menschen: „Führt sie zu mir!“ Denn das bedeutet doch: Nur ich allein kann Heil geben. Petrus hat ihn ganz richtig verstanden, als er vor dem Hohen Rat sagte: „Es ist in keinem anderen Heil.“ Es stünde besser um die Welt, wenn nicht die Politiker, die Gewerkschaften und Arbeitgeber, die Großen und Kleinen, so trostlos handelten, als sei Jesus nicht der Herr der Welt. Und die Welt erlebt auf diese Weise immer neue babylonische Verwirrung.
Aber ich will lieber persönlich mit dir reden. Jesus sagt majestätisch: „Führt sie zu mir!“ Denn Er allein kann uns das geben, was wir vor allem anderen nötig haben: Vergebung der Sünden, weil wir nur in ihm Frieden mit Gott finden können. Seht, unser Leben ist Quälerei ohne Vergebung der Sünden. Leben wir mit Gott, so ist das auch dann Quälerei, wenn wir vielleicht dauernd in Angst sind, ob wir Ihm wohlgefallen. Aber nun sagt Jesus: „Führt sie zu mir! Denn ich schenke Vergebung der Sünden.“ Wo man Vergebung hat, da hat man Frieden mit Gott – und alle Quälerei ist zu Ende.
Bist Du schon bei Jesus? So wie die Jünger die Eselin zu Jesus geführt haben?
3. Adventsgewissheit
„Sie fanden es, wie Er ihnen gesagt hatte.“ Dreimal begegnen wir im Evangelium nach Lukas diesem Satz. Bei der Geburt des Heilandes war alles, was die Hirten in Bethlehem fanden, so, wie es ihnen gesagt worden war.
Als Jesus Seine Jünger sandte, das Passah zu bereiten, fanden sie es, wie Er gesagt hatte.
In unserem Text hatten die Jünger den Auftrag ausgeführt, der ihnen gegeben worden war, und fanden deshalb das Füllen, das der Herr brauchte, um in Jerusalem einzuziehen. Menschen und Umstände waren Seinem Willen von vornherein untertan.
Der Herr beruft uns, er sagt uns aber nicht, auf welchem Wege es gehen wird. Er erwartet, dass wir Ihm gehorchen und vertrauen. Wir wissen, dass wir Schwierigkeiten und Hindernissen verschiedener Art begegnen werden, damit unser Glaube gestärkt wird und Seine Treue sich erweisen kann.
Ein Glaube, der nicht auf die Probe gestellt wird, wurzelt nicht tief. Glaubensproben sind das Geheimnis der Glaubenskraft und der Glaubenssiege. Der wahre Glaube kommt nicht aus uns, sondern aus Gottes Wort.
Wenn Er uns einen Dienst anvertraut, sind wir nicht auf unsere eigenen, beschränkten Hilfsquellen angewiesen, sondern verlassen uns einzig und allein auf das, was Er in Seinem Wort gesagt hat. Wenn wir dem gehorchen, „werden wir es so finden, wie Er uns gesagt hat“, und in die Werke eingeführt werden, die Er zuvor bereitet hat, dass wir in ihnen wandeln sollten.
Als ich die Prädikantenausbildung vor einigen Jahren gemacht habe, da bin ich in der ersten Prüfung durchgefallen. Das war wohl doch ein wenig zu scharf und deutlich, was ich zu Eph. 6,1.2 gesagt habe. Da war für mich die Frage: „Herr soll ich aufhören oder nochmals eine Prüfung machen?“ Als wir dann einige Tage später abends eine Andacht gemacht haben, nahm ich Krummachers Manna zur Hand und als ich den Text für den Tag aufschlug, traf mich fast der Schlag. Dort stand Mk. 5,36 „Fürchte dich nicht, glaube nur!“
Ich habe mich dann nochmals für 1 Jahr aufgemacht und „es alles so gefunden, wie er es gesagt hatte.“
4. Adventsfrage
Da waren also einfache Bauersleute. In Bethphage (Haus der kleinen unreifen Feigen), diesem armen kleinen Flecken im jüdischen Bergland, wohnten bestimmt keine Großgrundbesitzer. Sie besaßen einen prächtigen jungen Esel. Dieses Tier stellte für die armen Leute ein beachtliches Wertobjekt dar. Eines Tages kamen zwei fremde Männer daher und fingen an, das Tier am Hoftor loszubinden. Eilig rannten die Bauersleute hinzu und fragten empört und erstaunt: „Warum löst ihr das Füllen ab?“ Da bekamen sie zur Antwort: „Der Herr Jesus braucht es.“ (Lk. 19,29f.)
Ihr dürft nicht denken, dass die Bauersleute daraufhin mit strahlenden Augen erklärt hätten: „Dann ist’s in Ordnung! Für Jesus tun wir alles!“ O nein! Davon steht hier nichts. Diese einfachen Leute waren sehr nüchtern. Und es wird ihnen einfach wehe getan haben, das Eselein herzugeben. Aber der Herr wollte es!
Seht, das Erstaunliche ist, dass hier im Text gar nichts weiter dasteht. Es tritt gewissermaßen nur eine große Stille ein. Und in dieser Stille führen die Jünger den Esel fort. Ich denke mir: In dieser Stille wurde in den Herzen der Bauersleute der Kampf ausgekämpft, dass man fröhlich einverstanden ist mit den Wegen des himmlischen Herrn, auch wenn er wehtut und wegnimmt.
Wir wollen nochmals zu den Bauersleuten nach Bethphage gehen und uns neben sie auf die Bank setzen, die vor dem Bauernhaus steht. Da haben wir dann auf den eisernen Ring geschaut, an dem der Esel angebunden gewesen war. Der Ring war nun leer, und wir haben zusammen auf den leeren Ring gesehen. Schließlich habe ich gefragt: „Hat’s wehgetan?“ Leise hat die Bäuerin genickt. „Sehr.“ Und da habe ich gesagt: „Mir hat Er noch viel mehr weggenommen, es hätte ein süßes kleines Mädchen werden sollen, aber bevor es die Welt erblickte, hat er es genommen.“ Und auf einmal ist mir’s gewesen, als seien viele Leute um uns her versammelt. Die ganze Straße stand voll. Und alle hatten Tränen in den Augen.
„Mir hat er die Mutter weggenommen“, sagte ein junger Bursche. „Und mir den Liebsten“, weinte ein junges Mädchen. „Und mir den Mann“, klagte eine Frau.
Da war mir, als sagte der Bauer ganz leise: „Wenn der Herr fordert und wegnimmt – sollten wir dann nicht einverstanden sein und gern hergeben?“ In der Bibel aber steht: „Der DU die Menschen lässest sterben.“ Der Herr tut es. Er allein. Er nimmt. Und Er fordert! Wir haben es immer nur mit Jesus zu tun, vergessen wir das nie!!
„Warum . . . ?“ Sie bekamen keine rechte Antwort. Es wurde ihnen nicht gesagt, was Jesus vorhatte. Dies „Warum?“ klingt uns in den Ohren. So haben nicht nur jene Bauersleute gefragt. So hat auch mein eigenes Herz gefragt. Und dies „Warum“ höre ich nun auf allen Gassen. Es tönt durch die Jahrhunderte. Ein großes Schreien dringt zum Throne Gottes: „Warum?“ – „Warum nahmst du mir meinen Sohn?“ – „Warum meine Mutter ?“ – „Warum raubtest du mir meinen Mann?“ – „Warum? Warum ? . : .!“
Wir bekommen jetzt keine Antwort. Der Herr hat einmal gesagt: „Was ich tue, das weißt du jetzt nicht. Du wirst es aber hernach erfahren.“
Wie gut aber sind Jünger Jesu dran! „Du wirst es hernach erfahren!“ Ich freue mich auf den Himmel, wenn alle dunklen Fragen ganz hell gelöst sein werden. „An dem Tage werdet ihr mich nichts mehr fragen“, sagt Jesus. Da werden wir alles verstehen und ohne Not einverstanden sein mit Ihm.
5. Adventsbedarf
Die Jünger bekamen den Auftrag, die Eselin zu holen. Und wenn jemand sie hindern wollte, sollten sie sagen: „Der Herr bedarf ihrer.“ Und genau das sagt er nun heute Morgen auch zu uns: „Ich bedarf deiner! Ich brauche dich! Ich kann nicht ruhig werden, ehe du mir nicht mithilfst, dass ich in die Tore der Welt einziehe.“ (Lk. 19,29ff)
Ist das nun nicht eine ungeheuerliche Verdrehung aller Dinge! Wir bedürfen des Heilandes. Ohne Ihn sind wir ganz arme Leute. Und nun erklärt Er: „Ich bedarf deiner.“ Denn was Er hier von einem Esel sagte, gilt auch für uns. Wie tief lässt Er sich hier herab, dass Er unseres Dienstes bedarf!
Und da stehen wir vor der Frage, ob wir uns Ihm für Seinen Siegeszug zur Verfügung stellen wollen. Der Esel trug Jesus nach Jerusalem. Wollen wir Ihn nicht hineintragen in die Häuser, in die Familien, in unsere Stadt und in die Welt? Der Herr bedarf deiner!
Ich hörte kürzlich eine nette Geschichte von einem alten Lehrer. Der hatte mit den Kindern die Grammatik besprochen. Und dann erklärte er: „Es gibt aber eine göttliche Grammatik, die ist anders. In unserer ist die erste Person ‚Ich‘. Die zweite ‚Du‘, die dritte ‚Er‘. In der göttlichen Grammatik ist es umgekehrt: Da kommt zuerst Er, der Herr Jesus, dann das ‚Du‘, der Nächste. Und zuletzt kommt das ‚Ich‘.
Lasst uns doch diese 5 Neuigkeiten vom Adventsesel mit in die Woche nehmen, damit wir recht auf sein Ankommen vorbereitet sind.
Amen.
Prädikant Thomas Karker, Wilhadi Gemeinde Bremen, 14.12.2025
Dieser Beitrag wurde erstellt am Sonntag 21. Dezember 2025 um 6:32 und abgelegt unter Predigten / Andachten.













