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Zweierlei Ma├č

Dienstag 16. Dezember 2008 von Medrum


Medrum

Kurt J. Heinz
Zweierlei Ma├č. Volker Beck bleibt bei Diskriminierung von Christen gelassen

Wie idea am 15. Dezember 2008 berichtete berichtete, hat sich der Politiker von B├╝ndnis 90 / Die Gr├╝nen, Volker Beck, in die aktuelle Kontroverse um die Bundeszentrale f├╝r politische Bildung (BpB) eingeschaltet. Beck scheint demnach der Auffassung zu sein, dass es Christen aushalten m├╝ssen, wenn sie diskriminiert werden. So kann seine Haltung verstanden werden.

Stein des Ansto├čes f├╝r Volker Becks Stellungnahme ist die Kontroverse um einen Artikel der Zeitung „Q-rage“, in dem pauschalisierend behauptete wurde, Evangelikale verbreiteten verfassungsfeindliche Ideologien, und das Schreiben des Pr├Ąsidenten der BpB, in dem dieser den Evangelikalen vorwarf, sie stellten – wie die Islamisten – wichtige Freiheitsrechte in Frage. Gegen solche Behauptungen, die f├╝r viele Christen ehrverletzend und schm├Ąhend sind, ist offenbar aus Sicht von Volker Beck nichts Grunds├Ątzliches einzuwenden. Anstatt sich von der Verunglimpfung gro├čer Teile evangelischer Christen zu distanzieren, warf er „idea“ zufolge der Evangelischen Allianz ├╝berzogene Kritik an der Arbeit der BpB vor.

Volker Beck selbst duldete es nicht einmal, dass auf dem Jugendkongress Christival 2008 Anfang Mai dieses Jahres eine 90-min├╝tige Informationsveranstaltung ├╝ber Ver├Ąnderungschancen f├╝r Menschen mit homosexueller Orientierung stattfinden sollte. Er, der heftigst gegen diese Veranstaltung agitierte, bleibt bei der beleidigenden Verunglimpfung evangelischer Christen ganz gelassen. Anders als der Pr├Ąsident der BpB, Thomas Kr├╝ger, findet Volker Beck offenbar nicht einmal ein Wort des Bedauerns ├╝ber die Kr├Ąnkung, die einer gro├čen Bev├Âlkerungsgruppe durch eine zentrale Bundesbeh├Ârde und eine von ihr gef├Ârderte Zeitung widerfahren ist. Beck meinte, dass die Evangelische Allianz derartige Behauptungen ertragen m├╝sste.

Geht es also nicht um die Interessen von Schwulen- und Lesbenverb├Ąnden, sondern um das Recht, den christlichen Glauben leben und bezeugen zu k├Ânnen, legt Beck ganz offensichtlich einen anderen Ma├čstab an. Was ist von einem Vertreter des deutschen Volkes zu halten, der Teilen dieses Volkes ehrenr├╝hrige Kr├Ąnkungen zumuten will, die er f├╝r seine eigene Klientel auf das Sch├Ąrfste bek├Ąmpfen w├╝rde? Hat Volker Beck nie Artikel 3 des Grundgesetzes gelesen, in dem steht, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind? Billigt Volker Beck evangelikalen Christen kein Anti-Diskriminierungsrecht zu? Ein Repr├Ąsentant des deutschen Volkes darf hier keine Unterschiede machen, wenn er sich unserem Grundgesetz vorbehaltlos verpflichtet f├╝hlt.

Es stellt sich unweigerlich die Frage, wer verbreitet nun eigentlich verfassungsfeindliche Ideologien? Werden sie von denen verbreitet, die entschiedene Christen sind und sich zum Beispiel konsequent f├╝r christliche Werte wie den Schutz der W├╝rde des menschlichen Lebens und seiner Rechte einsetzen, oder verbreiten diejenigen verfassungsfeindliche Ideologien, die es f├╝r tolerabel halten, wenn Christen beleidigt und diskriminiert werden?

Hat Volker Beck eigentlich je verstanden, was unver├Ąu├čerliche Grundrechte, die auch f├╝r Christen gelten, jedem Abgeordneten des Deutschen Bundestages abverlangen? Es gibt Anlass, daran zu zweifeln. Durch seine Haltung, sich nicht sch├╝tzend vor eine gro├če Bev├Âlkerungsgruppe zu stellen, sondern deren Protest gegen Verunglimpfung als ├╝bertrieben zur├╝ckzuweisen, f├Ârdert er eine Solidarisierung mit den Schm├Ąhenden. Es scheint f├╝r ihn eben zweierlei Ma├č zu geben, eines f├╝r Schwulen und Lesben, und eines f├╝r Christen. Auch dies darf nicht widerspruchslos hingenommen werden.

16.12.2008

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 16. Dezember 2008 um 12:11 und abgelegt unter Sexualethik.