Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Artikel empfehlen Artikel empfehlen

Predigt über Jesaja 7,1-14: König Ahas: (K)ein feste Burg ist unser Gott!

Freitag 25. Februar 2022 von Thomas Karker


Thomas Karker

Was ist das? (Konrad Eissler)

Sie sitzt versteckt in den Ecken, hinter den lächelnden Gesichtern der Leute. Sie türmt sich vor mir auf, nimmt Besitz von mir. Eiskalt und mächtig frisst sie sich in mich hinein, kriecht bis in meine Fingerspitzen. Plötzlich, qualvoller als körperlicher Schmerz, überfällt sie mich, plagt mich bis in die Träume hinein. Durchdringt mich, zwingt mich, bestimmt mich zum ständigen Kreisen um sich selbst. Ich bin wie eine kleine Maus, die der Blick der Schlange magisch gefangen hält. Es kommt aus meinem Innern, aus meiner eigenen Existenz. Und schlimmer noch: sie ist unabhängig von mir und unbeeinflussbar meinem Zugriff entzogen. Man kann ihr nur Hoffnung entgegensetzen. Aber Hoffnung habe ich nicht. Und so bleibe ich ihr Gefangener (Angst.) Gibt es ein Entrinnen?

Ja, die Angst, mit der wird heute ja kräftig Geschäft gemacht. Seit ca. 2 Jahren hören wir was Corona angeht, eine Horrornachricht nach der andern in den Medien, wir sind gefangen darin. Angst hat mit Enge zu tun! Deswegen wollen wir uns heute einmal mit dem Thema näher befassen und uns biblische Hilfestellung dazu geben lassen.

Jes. 7,1-14 lesen

1. Der alt böse Feind, mit Ernst er’s jetzt meint, . . . ein Wörtlein kann ihn fällen.

König Ahas, der diese Botschaft bekam, war der Sohn Jotams und der Enkel Usias. Diese beiden Könige werden in der Bibel trotz aller Schwächen als gottgefällig gewürdigt. 16-Jahre regiert Ahas. Mit dem Tod seines Großvaters Usia übernimmt er aber ab 736 v. Chr. die alleinige Herrschaft über das Königreich Juda. Von da an geht es für Juda mit wenigen Unterbrechungen politisch und geistlich bergab. Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. beginnt rund 1000 km nordöstlich von Jerusalem, der Aufstieg Assyriens zur Großmacht. Um sich gegen das konkurrierende Ägypten abzusichern, unternimmt der assyrische König Tiglat-Pileser III. Feldzüge in Richtung Palästina. Er will die dortigen Königreiche dienstbar machen. Allein haben diese kleinen Reiche gegen die Assyrer keine Chance. Angesichts der Bedrohung aber beginnen sie Allianzen zu bilden, um so gemeinsam gegen die Angreifer zu bestehen und ihre Unabhängigkeit zu sichern. Ein solches Bündnis nun gehen auch Rezin, der König von Aram in Damaskus und Pekach, der König des Nordreiches Israel in Samaria ein. Um sich zu verstärken, drängen sie Ahas dazu, sich ihnen anzuschließen. Als der sich weigert gehen sie gewaltsam gegen ihn vor. Und so kommt es zwischen den Jahren 734-732 v. Chr. zum sogenannten syrisch-ephraimitischen Krieg. Dabei erleidet Juda schwere Niederlagen und verliert viele Soldaten, sowie die Hafenstadt Elat am Roten Meer. Es gelingt Rezin und Pekach aber nicht, Jerusalem zu erobern. Doch sie behalten Truppen in Juda, um Druck aufzubauen und das Reich von innen zu destabilisieren. Letztlich mit dem Ziel, einen ihnen genehmen König einzusetzen.

Ahas und das Volk Juda sind vor Furcht wie gelähmt in Jesaja 7,2 heißt es: Da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind. Die Gegner sind zu stark. Die Lage ist aussichtslos. Ahas sieht sich vor die Wahl gestellt, entweder nachzugeben und ein Dreierbündnis mit Rezin und Pekach zu schließen oder sich den Assyrern zu unterwerfen, um Beistand gegen die beiden Könige zu erhalten. Woran er in dieser Not nicht denkt, ist Gott!

Von all dem begriff Ahas nichts. Er meinte: Das sind so altmodische Sachen. Wir müssen uns doch der Welt anpassen!

Und nun wurde ,angepasst‘. Es hieß: Die Politik hat ihre eigenen Gesetze. So suchte man Anlehnung bei den Großmächten wie Assyrien. Es hieß: Die Vergnügungsindustrie hat ihre eigenen Gesetze. So wurden Gottes Gebote im Privatleben mit Füßen getreten.

Dabei blieb man religiös. Die Bibel erzählt eine kleine, typische Geschichte: Auf einer seiner Reisen sieht Ahas in Damaskus einen herrlichen Götzenaltar. Er lässt sofort eine Zeichnung davon anfertigen, schickt sie nach Hause und befiehlt: „Genau so ein Altar soll im Tempel aufgestellt werden. Was mit dem Altar Gottes geschehen soll – ja, darüber will ich gelegentlich nachdenken.“ Aber erst mal raus aus dem Tempel.

Man hat Religion. Aber die verändert kein Menschenherz und sie tröstet nicht, wenn es gilt. Ist es mit unserer Christlichkeit vielleicht auch so bestellt?

Und dann bricht eines Tages eine Not herein: Zwei feindliche Könige erklären den Krieg und ziehen heran. Die Bibel sagt: „Da bebte das Herz des Königs und das Herz des Volkes, wie die Bäume im Walde beben vom Winde.“ Da haben wir’s: Religion, die versagt, wenn es gilt.

Das aber sind die Augenblicke, in denen die wirklichen Knechte Gottes offenbar werden. Der Prophet Jesaja tritt dem armseligen Ahas entgegen und mahnt: „Mann! Vor Gottes Augen sind diese Könige, die Ihr fürchtet, nicht mehr als ein paar qualmende Fackeln. Er kann sie mit einem Atemzug auslöschen. Er lässt Dir sagen: Kehrt jetzt zu dem Herrn zurück und macht ernst mit Ihm. Glaubt Ihr nicht, so bleibt Ihr nicht!“

Ahas hat nicht hingehört. Nun kommt das Wort zu uns. Denn wenn Gott redet, dann ist das nicht ein Wort, das der Wind verweht. Es ist ein ewiges Wort. Es geht uns heute an!

Mitten in den schwersten Stunden ihres Lebens können Sie den Herrn Jesus erblicken. Es war ein furchtbare Augenblick für den König Ahas von Jerusalem. Damals hatten die Assyrer, die den ganzen vorderen Orient durcheinandergewirbelt hatten das Philister Land besetzt, große Teile auch vom Nahen Osten und in dieser ganzen Unruhe waren natürlich diese Könige schon in großer Panik. Und da kam das kleine Königreich der Syrer und das Nordreich Israel von Samaria auf die Idee, wir machen eine Allianz gegen die Assyrer. Mit unseren Heeren werden wir die Syrer bekämpfen und sie haben den König von Juda, den Ahas in dieses alliierte Bündnis hinein zwingen wollen. Und er hat sich gesagt: Ich weiß nicht, was ich wählen soll.

Daraufhin haben die zwei kleinen Könige gesagt: Wir führen Krieg wider dich und marschiert mit ihren Truppen los nicht gegen die Assyrer, sondern gegen den judäischen König Ahas in Jerusalem. Und der war in einem furchtbaren Dilemma: Was soll ich machen, was soll ich wählen. Der Krieg gegen die Syrer und die Israeliten vom Norden von Samaria oder die andere Möglichkeit, die politische Option, die immer noch drin war. Er kann jetzt ja rasch zu den andern überlaufen, und sich mit den Assyrern verbünden, dass sind ja eigentlich Urfreinde Israels. Aber für ihn, war es eine Wahl wie zwischen Pest und Cholera, was wähle ich! Und in der Situation die Feinde vom Norden waren schon im Anmarsch, da geht er an den Punkt hin, wo Jerusalem am meisten verwundbar war, an die Wasserleitung. Ohne Wasser ist eine Stadt verloren. Hungern kann man noch länger, aber wenn kein Wasser da wäre, furchtbar! Da war er nochmals außen gestanden, der König an der Wasserleitung am Wasserrohr und wollte noch einmal die Befestigungsanlagen inspizieren, ob das auch einer Belagerung über Monate standhalten könnte.

2. Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben.

In diese Situation hinein gibt Gott dem Propheten Jesaja ein Wort für Ahas. Darin teilt Gott seine Sicht auf die Dinge mit. Er sagt in Vers 4: Hüte dich und sei ruhig, fürchte dich nicht, und dein Herz verzagen nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummel. Also vor Rezin und Pekach. In Gottes Augen geht die Zeit dieser beiden zu Ende und ihre Pläne sind zum Scheitern verurteilt. Ihr Vorhaben, so heißt es in Vers 7 soll nicht zustande kommen und nicht geschehen, und Jesaja fordert Ahas auf, auf Gottes Eingreifen zu warten.

Ahas wird sich weder durch ein Einlenken gegenüber Rezin und Pekach noch durch die Allianz mit den Assyrern retten. Jesaja warnt ihn eindringlich: Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht! Gott kennt das Herz des Ahas. Er weiß, dass dieser nicht so ungeteilt, dem Gott Israels dient, wie sein Vater und Großvater, aber Gott wirbt um das Herz dieses Königs und fordert ihn auf: Erbitte ein Zeichen von dem Herrn, deinem Gott, erbitte es in der Tiefe oder droben in der Höhe. Und in diesen Worten steckt eine vierfache Zusage der Treue Gottes an Ahas.

Erstens spricht Gott hier als HERR in großen Buchstaben. Das steht für den Gottesnamen Jahwe: „Ich bin, der ich bin.“ Mit diesem Namen sagt Gott seinem Volk seine unveränderliche Treue zu. Auch gegenüber Ahas, der schon begonnen hat, sich von Gott zu entfernen.

Zweitens nennt Gott sich Ahas gegenüber „dein Gott“ und er erinnert ihn so an seine Wurzeln, denn der Name Ahas bedeutet soviel wie: Jahwe ergreift bei der Hand. Es ist nun an Ahas, seinerseits diese Hand Gottes zu ergreifen, denn

drittens legt Gott sich mit dem Angebot eines Zeichens unausweichlich fest. Er gibt sich quasi dem Ahas in die Hand und

viertens umspannt Gottes Macht alles, in der Tiefe und droben in der Höhe die gesamte Schöpfung. Gott zeigt sich dem Ahas also als der Treue und Mächtige, der alles umfasst und stärker ist, nicht nur als die Gegner des Königs, sondern auch als die Götter, denen diese anderen Könige dienen und denen auch Ahas zu opfern begonnen hat. Gott fordert Ahas auf IHM zu vertrauen.

In geheuchelter, frommer Bescheidenheit lehnt Ahas das Angebot Gottes ab. Gott gibt noch nicht auf. Er lässt Jesaja aber deutlich werden: „Jetzt hört du mir mal zu!“ und dann spricht Jesaja Klartext: „Du ermüdest meinen Gott!“ und darauf folgt eine Botschaft, die Verheißung und Gericht zugleich beinhaltet.

Da tritt der Prophet Jesaja zu ihm und sagt: König! Gottes Plan vollendet sich! Und der Jesaja hat seinen kleinen Buben dabei. Der hat so einen schöne Namen gehabt Schear-Jaschub.

Das ist nämlich ein Codenamen, d. h. soviel wie Ein Rest wird sich nur von Israel bekehren. Das hatte Jesaja schon bei der Namensgebung seines Kindes deutlich machen wollen.

Und so steht er vor dem König Ahas und hat diesen Buben dabei, als ein Beweis Gottes Plan mit Israel wird so laufen. Am Ende wird sich der Rest bekehren. Du musst den Plan Gottes hören.

Der König hat diese schlotternden Knie, die hier so beschrieben sind. Da bebte ihnen das Herz wie die Bäume beben im Sturmwind. Wir sagen, das Herz rutscht in die Hosentasche. Das Herz bebt wie die Bäume im Wind. Und in der Angst spricht der Prophet ein Gottes Wort und sagt: König fürchte dich doch nicht! Das ist verrückt. Wie kann einer sagen: „Fürchte dich nicht!“ Wo es doch offenkundig war, das er verloren war. „Fürchte dich nicht!“ Das kann nur Gott sagen angesichts der realistischen Bedrohungen unseres Lebens.

Und ganz gleich, was sie heute bekümmert, was Ihnen heute Angst macht. Es gibt nur einen Ort, wo sie Frieden, Sicherheit und Geborgenheit finden. Das ist in der Hand des lebendigen Gottes, dem sie ihr Leben ganz anvertrauen. Ich wundere mich immer, wie Menschen ohne Jesus leben können? Vielleicht heute, morgen und ein paar weitere Tage. Aber wie will man in Zeit und Ewigkeit Geborgenheit finden, wenn man sich nicht zu Jesus flüchtet.

Ich muss noch sagen, dass der König Ahas Weltmeister war an Gottlosigkeit. Sie können sie gar nicht vorstellen, was der gemachte, der hat Menschenopfer dargebracht, seine eigenen Kinder dem Moloch geopferte im Hinomtal. Er hat im Tempel die ganzen grässlichen Götzenstandbilder der Heiden aufrichten lassen. Mit ihren orgiastischen Kulten auf den Höhen hatte ein Tempel um den anderen errichtet. Und Gott läuft so einem gottlosen Mann nach. Sie können das Erbarmen Gottes nicht schöner zeichnen als wie es uns in der Bibel erzählt wird. Gott hat keinen abgeschrieben. Bis zum Schluss sucht er ihn Ahas! Höre doch das Wort des Herrn!

3. Mit unsrer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren.

Ahas Aussage: „Ich will nichts erbitten, damit ich den Herrn nicht versuche.“ Klingt bescheiden, demütig und fromm. Dahinter aber verbirgt sich Unglauben. Ahas entstammt einer gottesfürchtigen Familie. Von seinem Vater Jotam heißt es: Er richtete seine Wege aus vor dem Angesicht des Herrn. Und sein Großvater Usija war ein lebendiges Beispiel für Gottes gnädiges und zugleich aber auch richtendes Handeln.

John Whitefield sagt: Die Welt betrachtet dies als eine kleine Sünde. Du fragst, was ist diese Sünde? Das ist die Sünde, woran die meisten meinen, dass sie daran nicht schuldig werden, das ist die Sünde des Unglaubens.

„Glaubt ihr nicht, so bleibt dir nicht!“ Das ist wie ein dünner Faden! Es ist ja bei uns das Wort „glauben“ unter die Räuber gefallen und jeder gebraucht es nach seinem Gutdünken und legt in dieses Wort allerlei Blödsinn hinein. Was meint denn das Wort „glauben“ in der Bibel. Abraham glaubte, dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit an.

Was ist denn dieser Glaube? Das ist die Lebensübergabe. Immer ist der Gehorsam, der Lebensgehorsam eingeschlossen. Die Hingabe, die Auslieferung, die Übereignung meines Lebens an den lebendigen Gott, an Jesus! Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.

„Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht!“ Dieser Satz ist ein Wortspiel. Wo Luther ‚Glauben‘ und ,Bleiben‘ übersetzt, steht im Hebräischen beide mal dasselbe Wort „aman – fest sein.“ Wörtlich heißt es: „Bleibt ihr nicht fest, so bleibt ihr nicht fest.“ Das bedeutet: Bleibt ihr nicht fest am Herrn, so habt ihr keinen Halt mehr und der Boden wankt unter euren Füßen. Der bedeutende lutherische Theologe Vilmar übersetzt so: „Seid ihr nicht in Ihm beständig, so hört euer Bestand auf.“ Die Übersetzung Luthers ist gut. Denn in der alten Lutherbibel klingt es beinahe wie ein Reim: „Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht.“

Gott sagt also: „Halte dich ganz fest an mich!“ Ich finde, dass dies eine seltsame Botschaft ist. Gott hat einmal genau das Gegenteil gesagt – nämlich zu Adam und Eva. Da hieß es: „Geht hinaus, ihr Abtrünnigen!“ Und eigentlich könnte man genau dasselbe erwarten bei dem törichten, oberflächlichen Ahas: „Ahas, du hast den Herrn verlassen. Du machst überall mit. Du bist Rekordmeister an Religionsvermischung. Heute ist die Stunde, wo dein Leben in der Entscheidung steht. Du musst dich entscheiden für oder gegen Gott. Ahas hat nie etwas gegen den Gott Israels gesagt, er hat nur alles andere mit hineingeholt. Und jetzt sagt Gott: Es geht um eine ganze ausschließliche Hingabe an mich.

Der Ahas wollte natürlich nicht, er hat keinen Mut gehabt. Wissen Sie, für was er sich dann entschieden hat? Man muss die Bibelgeschichte weiterlesen er hat sich dann entschieden! Statt auf Gott zu vertrauen, das war ihm einfach zu windig. Er hat die Assyrer geholt und hat ihnen alles bezahlt, was er nur in seiner Tasche hatte und was er im Tempel fand und hat den ganzen Tempel demontiert: er hat alle Goldplatten rausreißen lassen, alle Heiligen Gefäße einschmelzen lassen, und alles dem Assyrer gezahlt. Den ganzen Palastschatz und hat sich dem Assyrer anvertraute zur Rettung Israels. Ich sagte schon, dass es ein furchtbares Blutvergießen gab. Es gab 120.000 Tote. Manchmal, meinen wir, das sei so clever, was wir ohne Gott entscheiden. Wie urteilt die Bibel darüber: töricht!

Wir meinen, wir hätten eine super Entscheidung getroffen, alles tip top! Wahrscheinlich hatte Ahas sich stolz gefühlt und gesagt: Mensch, jetzt habe ich diese Weltmacht Assyrien auf meiner Seite! Wenn man heute die Ausgrabungen sieht, diese Riesengebäude, diese Riesenmauern! Und sie waren doch verloren. Sie wissen doch 16 Jahre! Später standen die Assyrer auf diesem Acker des Walkers und haben Jerusalem belagert. So töricht ist es sich gegen Gott zu entscheiden.

Worauf gründen Sie ihr Leben.

Wir müssen uns in unserer materialistischen Zeit wieder fragen lassen: Was ist unsere Sicherheit? Geld, oder worauf worauf bauen wir? worauf bauen wir die meisten Menschen heute bauen auf sich selbst. Und da kommt die große Erschütterung. Wenn man unheilbar krank wird. Wenn es zum Sterben geht.

Worauf gründen sie ihre ganzen Hoffnungen? Es gibt nur eine Sicherheit. Drafi Deutscher sang mal den Schlager: Marmorstein und Eisen bricht. Und dann hat er gemeint seine Liebe nicht. Aber die Liebe, . . . Marmorstein und Eisen bricht. Was ist denn noch stärker und härterer noch verlässlicher als Marmorstein und Eisen? Das Wort Gottes, die Zusagen Gottes werden nicht gebrochen.

Glaubt ihr nicht dem Wort, das euch zugesprochen wird. Der Glaube in der Bibel richtet sich immer auf die Zusagen des lebendigen Gottes. Der Glaube sagt ja zu dem, was Gott mir zuspricht. Auf dein Wort hin will ich glauben.

Jesaja hat es dem Ahas zugesprochen: Fürchte dich nicht, sei still! Hüte dich! Und dann so wunderbar: es sind doch bloß rauchende, qualmende Holzscheite aus dem Feuer gezogen. Das Wort Gottes ist absolut verlässlich und das Verbrechen der heutigen Christenheit unserer Generation in den Christenkreisen und Kirchen, dass so getan wird, wie wenn das Wort Gottes in der Bibel bis heute eine windige Sache wäre. Es ist doch genau umgekehrt. Es wird nicht ein Häkchen hinfallen sagt Jesus! Auf dieses Wort Gottes können Sie leben und können Sie sterben. Worauf soll der Glaube ruhen. Sie müssen auf dem Wort Gottes ihren Glaube aufbauen, weil das hält. Sonst wird unser Glaubensleben labil und brüchig, wenn es nur von Gefühlen oder von Meinungen abhängt. Nein, am Wort Gottes muss es hängen, das sich bewährt und das durchhält. Armer Ahas, er hats nicht begriffen. Hast Du es begriffen?

Der Fürst dieser Welt, wie saur er sich stellt, . . . ein Wörtlein kann ihn fällen.

Das ist Glaube!

Amen

Prädikant Thomas Karker, Predigt in Apenburg-Winterfeld, 13.2.22

Drucke diesen Beitrag Drucke diesen Beitrag Artikel empfehlen Artikel empfehlen

Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 25. Februar 2022 um 10:49 und abgelegt unter Predigten / Andachten.