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Berlin 2019 – Al-Kuds-Tag der Israelfeinde – Gedanken zum Versagen der deutschen Politik im Blick auf Israel

Dienstag 4. Juni 2019 von Egmond Prill


Egmond Prill

Mitten in Berlin fordern Tausende das Ende Israels. Nicht mit sch├Ânen Worten, erst recht nicht mit Argumenten, sondern voller Hass gen├Ąhrt vom Glauben an Allah. Seit Jahren brennt in der deutschen Hauptstadt zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan die Fackel des Israelhasses. „Kinderm├Ârder Israel“ und „Zionismus ist Rassismus“ hei├čen die Spr├╝che auf den Schildern. Es geht um die „Freiheit f├╝r Pal├Ąstina“ und gegen den „Apartheidstaat Israel“. Mit der Wirklichkeit im demokratischen Staat Israel hat das alles nichts zu tun. Aber die Wahrheit ist f├╝r die Demonstranten vielleicht nicht so wichtig.

„Jerusalem-Tag“ (arabisch: Al-Kuds) ist offener Israelhass

Der inzwischen zur Tradition gewordene „Al-Kuds-Tag“ wurde vom iranischen Ayatollah-Regime unmittelbar nach der „Islamischen Revolution“ 1979 ausgerufen. Der letzte Tag im Ramadan ist dem Israelhass gewidmet. Das Ziel ist die islamische Eroberung Jerusalems und das Ende des Staates Israel. Die offiziellen Kirchen hierzulande hatten zuvor den Moslems einen gesegneten Ramadan gew├╝nscht. Es mutet an wie „Friede, Freude, Eierkuchen“ wenn seit Jahren schon der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx (beide hatten in Jerusalem so mutig das Kreuz versteckt) sich mit Gr├╝├čen und Gl├╝ckw├╝nschen zum Fastenmonat ├╝berbieten, der immer auch und immer schon ein Kriegs- und Terrormonat war. Kirchlicher Klartext zum Al-Kuds-Ramadan? Fehlanzeige!

Der Iran hat in den vier Jahrzehnten den Worten Taten folgen lassen: Hamas, Hisbollah und andere k├Ânnen Terror ├╝ber Israel bringen, weil die Ideologie und das Geld von den Ayatollahs kommen. Denen ├╝brigens hatte der deutsche Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeiner mit wohl gesetzten Worten im Namen seiner Landsleute im Februar zum vierzigsten Jahrestag der „Islamischen Revolution“ gratuliert. Merkw├╝rdig? Nicht wirklich! Steinmeier hatte auch in Ramallah am Grab des Terroristenf├╝hrers Arafat im Mai 2017 einen Kranz niedergelegt, „im Namen Deutschlands“ versteht sich. So wirkt es etwas schr├Ąg, wenn dieser Steinmeier mit gesenkter Stimme den Antisemitismus verurteilt. Mancher w├╝rde es verlogen nennen. Vielleicht will er auch nur ein Zeichen setzen „gegen Rechts“, wie das immer so sch├Ân hei├čt.

„Jerusalem-Frage“ ist Pr├╝fstein deutscher Politik

Aber am 1. Juni waren es vor allem Moslems, die in Berlin ihren Antisemitismus und ihre Israelfeindschaft zeigten. Die Antisemitismus-Beauftragte der AfD, Beatrix von Storch, hatte ein Verbot der Demo gefordert. Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte ein Verbot pr├╝fen lassen, aber nicht wirklich Erfolg. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut des gefeierten Grundgesetzes. Wir brauchen kein Verbot, wir brauchen anst├Ąndige Politiker, die dem Unsinn widersprechen. Noch mehr, aufrichtige Politiker, die Taten sprechen lassen! Die Maskerade mit Kippa bei der Gegendemo ist zu wenig und erscheint wie kurioser Klamauk. Erst recht, wenn der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein (CDU), vor Tagen vom Tragen der Kippa in der ├ľffentlichkeit abgeraten hatte. F├╝rs Fernsehen hatte sich der Felix dann am Al-Kuds-Tag die traditionelle j├╝dische Kopfbedeckung aufgest├╝lpt. Was denn nun? Rein in die Kartoffeln oder raus? Klarheit h├Ârt sich anders an und Verbundenheit mit Juden hier im Lande und dem Land Israel sieht anders aus.

Reden wir nicht ├╝ber Klein und Steinmeier, reden wir ├╝ber Angela Merkel. Die deutsche Bundeskanzlerin hat mehrmals schon die Sicherheit des Staates Israel als „deutsche Staatsr├Ąson“ proklamiert. Hochherrschaftliche Worte! Oder doch nur leeres Get├Âse? An Stelle ihrer Anti-Trump-Rede in der Harvard-Universit├Ąt in den USA w├Ąre sie besser daheim geblieben. Nur f├╝r diese Beifall-heischende Ansprache so viele Flugmeilen ├╝ber den Ozean und n├Ąchsten Tag zur├╝ck; wenn das „Klima-Greta“ w├╝sste?! Ja, ist hier nicht das Thema. Thema ist Deutschlands Verbundenheit mit Israel, gerade im Zeichen des Al-Kuds-Tages. Merkel h├Ątte dem viel gescholtenen US-Pr├Ąsidenten Donald Trump in diesem Punkt endlich folgen k├Ânnen: Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel.

Am j├Ąhrlichen Al-Kuds-Tag in Berlin wird in Berlin verk├╝ndet: Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel. Und weiter: Zum j├Ąhrlichen Gedenken der sogenannten „Kristallnacht“ und zur Erinnerung an das Wunder der deutschen Einheit, wird 30 Jahre nach dem Mauerfall, am 9. November 2019 die Bundesrepublik Deutschland ihre Botschaft in Jerusalem er├Âffnen.

Und fortan wird Deutschland bei israelfeindlichen Abstimmungen in der UNO abw├Ągen und eher pro Israel sein. Das w├Ąre ein erstes Zeichen gegen Antisemitismus, gegen Antizionismus und f├╝r Israel.

Ein Blick in die Bibel: „W├╝nschet Jerusalem Gl├╝ck! Es m├Âge wohlgehen denen, die dich lieben! Es m├Âge Friede sein in deinen Mauern und Gl├╝ck in deinen Pal├Ąsten! Um meiner Br├╝der und Freunde willen will ich dir Frieden w├╝nschen. Um des Hauses des HERRN willen, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.“ (aus Psalm 122). Wer sich an die Seite Israels stellt, wird gesegnet werden. Das ist das Grundgesetz der Heilsgeschichte, festgeschrieben im Wort Gottes an Abraham: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen.“ Was Fluch hei├čt, kennt Deutschland aus dem Jahre 1945.

Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten, Juni 2019

www.egmond-prill.de

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Dienstag 4. Juni 2019 um 9:29 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik, Israel.