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Die Migrationstheologie lähmt das Land

Freitag 26. Februar 2016 von Institut fĂĽr Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.


Institut fĂĽr Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V.

Es gibt schon seit längerer Zeit vielfältige Äußerungen aus Kirchenkreisen, die die Migranten zu exemplarischen Repräsentanten des christlichen Menschenbildes erklären. Schon vor einem Jahr bezeichnete der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Marx, das Weihnachtsereignis als eine „Revolution ohne Vergleich“. Dadurch, daß Gott Mensch werde, sei die „Anerkennung des anderen“ begründet (vgl. FAZ 27.12.2014). Auch in der Evangelischen Kirche Deutschlands gibt es diese gläubige Verehrung des Migranten, der ihr als „Flüchtling“ ein Sinnbild des Bedürftigen ist, und der zugleich als wandernder „Fremder“ etwas mystisch Großes hat und über den Niederungen irdischer Seßhaftigkeit schwebt.

Annette Kurschuss, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und Herausgeberin der Zeitschrift „chrismon“ schreibt: „Wir dĂĽrfen vor der Fremdheit nicht davonlaufen … Nicht vor ihrem Anderssein und nicht vor unserem Nicht-Verstehen. Uns befremden lassen: Das wär´s.“ Das Wortgeschraube um die „Fremdheit“ befaĂźt sich nicht mit den realen Migranten. Es verkennt, daĂź der größte Teil von denen, die sich bis nach Deutschland durchschlagen, nicht unmittelbar aus Kriegsnöten fliehen, sondern zu einem Ort weiterwandern, von dem sie sich bessere Lebensbedingungen versprechen …… Die theologische Ăśberhöhung der Migration hat mit der Weihnachtsbotschaft nichts zu tun. Besagt diese doch gerade die Zuwendung Gottes zu einem bestimmten Ort, zum irdischen Dasein ĂĽberhaupt. Sie sagt den Menschen, daĂź dies Dasein wertvoll ist und nicht nur ein Provisorium. DaĂź sie daher den Ort, an den sie gestellt sind, annehmen sollen und nicht nur auf der Erdoberfläche umherirren sollen…..  Die Migranten können den Deutschen nicht die schmerzhafte Aufgabe abnehmen, eine neue Reformagenda fĂĽr Wirtschaft und Staat auf die Tagesordnung zu setzen. Sie können auch nicht das Problem lösen, das die Kirchen der Gegenwart bei der Vermittlung des christlichen Glaubens haben. Beides sind bĂĽrgerliche Aufgaben, Aufgaben fĂĽr die BĂĽrger dieses Landes. NatĂĽrlich wird unser Land immer wieder FlĂĽchtlinge und Migranten aufnehmen. NatĂĽrlich wird es auch andere Religionen respektvoll behandeln. Aber weiterbringen wird das unser Land nicht…. Im Gegenteil, die Migration ist ein Ersatzthema, das von den eigentlichen Problemen und Aufgaben des Landes ablenkt. Die Masseneinwanderung verwickelt das Land in eine unendliche Rettungsaktion, die alle Kräfte in Anspruch nimmt und fĂĽr Jahrzehnte auf eine lähmende, deprimierende Hängepartie festlegt.

Aus: Gerd Held, Wie die Theologie der Migration Menschen unter Druck setzt, Achse des Guten, 28.12.2015,  http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_theologie_der_migration_serie_migrationsmythos_viii

Dr. rer. pol. Gerd Held, studierte nach einer Facharbeiterlehre und Berufstätigkeit  Sozialwisschenschaften (Diplom) und Sozialphilosophie (Maitrise) in Hannover und Paris. Seit 2008 als freier Publizist und Privatdozent (TU Berlin) tätig.

Quelle: Institut fĂĽr Demographie, Allgemeinwohl und Familie, Nachricht und Zitat 2 / 2016 (www.i-daf.org)

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 26. Februar 2016 um 11:14 und abgelegt unter Gesellschaft / Politik.