Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

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Predigt über Jesaja 54,13: Die hohe Schule der Kinder Gottes

Sonntag 26. Januar 2020 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

Und alle deine Kinder gelehrt vom Herrn, und großen Frieden deinen Kindern. (Jesaja 54,13)

Diese Worte sind durch das Wörtlein „und“ mit den vorhergehenden verbunden und gehören also noch für die Elenden und Trostlosen, über die alle Wetter gehen. Hier werden sie Kinder genannt. Alle deine Kinder, die zu dem Hause Gottes gehören, d. i. alle wahre Christen. Sie heißen Kinder: denn sie sind erzeugt und geboren aus Wasser und Geist, aus Gott sind sie geboren und von oben her. Eben deswegen ist etwas Göttliches und Himmlisches in ihnen. Sie sind der göttlichen Natur teilhaftig geworden. Wer nun aus Gott geboren ist, der tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm, und kann nicht sündigen, denn er ist aus Gott geboren. Wer aber Sünde tut, der ist vom Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Predigt über Philipper 2,5.6: Von der Herzensdemut

Freitag 22. Februar 2019 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

Ich will noch geringer sein denn also, und will niedrig sein in meinen Augen, und mit den Mägden, davon du geredet hast, zu Ehren werden. Dies war ein Teil der Antwort, welche David nach 2. Sam. 6,22 seinem Weibe Michal gab. Er hatte mit großer Freude die Bundeslade in die Stadt kommen lassen, und vor dem Herrn gesprungen und getanzt, getanzt wie außer ihm noch kein König getanzt hatte, und wer so wie David tanzen kann, der unterlasse es ja nicht, wie er auch nicht tun wird, möchte die Michal auch noch so sauer dazu sehen, wie hier. Wer aber hier eine Rechtfertigung des weltüblichen, für Leib und Seele gefährlichen Tanzens findet, der vergleiche doch eben Luk. 6,25 wo es heißt: Wehe euch, die ihr voll seid: denn euch wird hungern! wehe euch, die ihr hier lachet: denn ihr werdet heulen und weinen; und rechtfertigt es lieber mit dem Exempel der gottlosen Herodias, der irre sich nicht, denn Gott lässt sich nicht spotten, und verwechsele heilige und sündliche Dinge mit einander. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten, Seelsorge / Lebenshilfe

Predigt über Philipper 2,5.6: Von der Herzensdemut

Freitag 3. August 2018 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

„Ich will noch geringer sein denn also, und will niedrig sein in meinen Augen, und mit den Mägden, davon du geredet hast, zu Ehren werden.“ Dies war ein Teil der Antwort, welche David nach 2. Sam. 6,22 seinem Weibe Michal gab. Er hatte mit großer Freude die Bundeslade in die Stadt kommen lassen, und vor dem Herrn gesprungen und getanzt, getanzt wie außer ihm noch kein König getanzt hatte, und wer so wie David tanzen kann, der unterlasse es ja nicht, wie er auch nicht tun wird, möchte die Michal auch noch so sauer dazu sehen, wie hier. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Der Zweck des evangelischen Lehramtes – Antrittspredigt über 2. Korinther 1,24

Mittwoch 20. Juni 2018 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

Es lautet ungemein schön, wenn der heilige Apostel Paulus die liebevolle Aufnahme rühmt, die er bei den Galatern fand. Ihr nahmt mich auf, sagt er von denselben (Gal. 4,14), als einen Engel Gottes, ja als Jesum Christum selber, und die Anfechtungen die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet. Freilich, wer wird nicht gestehen, dass ein Mann wie Paulus, einer solchen Ausnahme höchst würdig war. Ein großer Redner, im gewöhnlichen Sinne des Wortes, war er zwar nicht, weswegen auch die feinen Korinther sagten, seine Rede sei verächtlich, fülle ihnen das Ohr nicht genug. Allein wenn auch Paulus die glänzendsten Rednertalente hätte entwickeln und die Rolle der berühmtesten Redner des Altertums hätte erneuern können, so wollte er’s doch aus dem freilich etwas eignen Grundsatze nicht tun, damit das Kreuz Christi nicht zu Schanden werde. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

„Hier ist das rechte Osterlamm“

Freitag 25. März 2016 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

„Wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert.“ (1. Korinther 5,7)

Ihr wisset, wozu das erste Osterlamm geschlachtet wurde. Wir lesen es 2. Buch Moses 12. Es wurde geschlachtet und mit seinem Blute die oberste Türschwelle und die beiden Pfosten bestrichen, damit sie keine der Plagen treffe, womit Gott Ägypten schlug, und von den Strafen an den Göttern desselben. Wäre dies Lamm nicht geschlachtet, dies Blut nicht vergossen worden, so würden Ägyptens Plagen auch Israel getroffen haben, die es mit seinen Sünden auch eben so verdient hatte. Seht da das Hauptsächlichste. Wir sind Sünder. Wir haben Strafe in Zeit und Ewigkeit verdient. Wir können sie selbst nicht abwenden. Gestehen wir das bußfertig, mit Leidwesen über und Hass wider die Sünde ein, bekümmert uns das – sehet, so haben auch wir ein Osterlamm, für uns geopfert. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Allgemein

„Dein Wille geschehe.“

Samstag 18. Juli 2015 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

Predigt über Matthäus 6,10

Eingang

Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich kommen; sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. So spricht Christus Matth. 7,21. Ernstliche Worte in der Tat. Leute, die Jesum Herr, Herr nennen, sind offenbar noch lange so schlechte Leute nicht. Es gibt Spötter, es gibt Ruchlose, es gibt Menschen, die gegen Gott und seinen Sohn unehrerbietig reden und handeln, die sich aller Gottlosigkeit ergeben. Was soll aus solchen werden, da Jesus sagt: nicht einmal die alle würden in das Himmelreich kommen, die Herr, Herr sagen, die doch eine gewisse Ehrerbietung gegen ihn hegen und bezeugen? Zwar kommt keiner in’s Himmelreich, der nicht zu Jesu Herr, Herr sagt: denn so du mit dem Munde bekennest Jesum, dass er der Herr sei, so wirst du selig, wenn du nämlich zugleich in deinem Herzen glaubest, dass ihn Gott von den Toten auferwecket hat, wodurch du gerecht wirst. (Röm. 10,9) Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten

Kemuel und die Auferstehung von den Toten

Sonntag 5. April 2015 von Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)


Gottfried Daniel Krummacher (1774-1837)

Predigt über 4. Mose 34,16 – 29

Der Name des achten Fürsten, der, wie zum Vorbilde, mit der Verteilung des Landes Kanaan unter Israel beauftragt war, hieß Kemuel. Das Wort El, welches Gott bedeutet, kommt fast in allen zwölf Namen vor. Bei diesem Namen ist die Silbe Kem besonders merkwürdig. Sie kommt auch Micha 7,8 vor, und wird daselbst durch Aufkommen übersetzt: „Freue dich nicht meine Feindin, dass ich darnieder liege, ich werde wieder aufkommen.“ Zephania 3,8 wird das Wort durch aufmachen gegeben: „Ihr müsset meiner harren, bis ich mich aufmache.“ Psalm 119,28 kommt es auch vor und wird daselbst durch stärken übersetzt: „Stärke mich nach deinem Wort.“ Insbesondere finden wir das Wort, welches die erste Silbe des Namens Kemuel bildet, Jesajas 26,19, wo es auferstehen heißt: „Deine Toten werden leben und mit dem Leichnam auferstehen.“ Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Predigten / Andachten