Gemeindenetzwerk

Ein Arbeitsbereich des Gemeindehilfsbundes

Autor Archiv

Verzweifeln oder Vertrauen?

Dienstag 24. Februar 2026 von Pfr. Martin Michaelis


Pfr. Martin Michaelis

«Derjenige, welcher Gott vertraut, ist unerschrocken und sicher wie ein Löwe, und verachtet alles im Vertrauen auf sein gutes Gewissen.» (Martin Luther, Auslegung zu Psalm 7,15) «Wird uns nun das Vertrauen auf Gott ausgeredet, so sind wir verloren; behalten wir aber dasselbe, so unterliegt der Satan.» (Martin Luther, Auslegung zu Jesaja 10,10.11) Gerade lese ich, wie viele Deutschland verlassen wollen. Es sind erschreckende Zahlen: 37 Prozent der Befragten überlegen ernsthaft, zu gehen, 58 Prozent fürchten um ihre persönliche Zukunft. Begreift jemand den Ernst der Lage? Ein Land im Zerfall, denn nahezu alle Institutionen, die auf Vertrauen angewiesen sind, haben dieses verspielt. Oder besser: verzockt. Parteien, die sich bei Wahlversprechen regelmäßig versprochen zu haben scheinen, Regierungen, die ihren althergebrachten Pflichten, für Sicherheit zu sorgen, nicht nachkommen, eine Polizei, die das Demonstrationsrecht nicht vor Angriffen schützte, sondern die Demonstranten angriff, Gerichte, die nicht mehr die Schwachen vor den Übergriffen der Mächtigen bewahren, sondern deren Lügen vor der Wahrheit, Medien, die diejenigen mit Rufmord verfolgen, weil sie das tun, was sie selber tun müssten, nämlich sagen, was ist, Ärzte, die nicht mehr zuerst der Gesundheit der Patienten verpflichtet sind, sondern spritzen, was befohlen wird, weil es Geld bringt und zukünftig Verluste verhindert. Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gemeinde, Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie

Von der einigen Obrigkeit Gottes – Der Gottesdienst als unverzichtbare Wesensform geistlichen Lebens

Dienstag 23. November 2021 von Pfr. Martin Michaelis


Pfr. Martin Michaelis

I Grundsatzfragen

1. Zuständigkeiten, Rechte und Pflichten – Die Zwei-Reiche-Lehre Martin Luthers[1]

Martin Luther unterscheidet zwischen den zwei Regierweisen Gottes, der weltlichen und der geistlichen. Um nicht in ein banales Schubladendenken zu verfallen, welches weltliche und geistliche Gegebenheiten jeweils einsortiert, um die Schubladen dann zwecks Einstellung weiteren Nachdenkens zuschieben zu können, bedarf es einer genauen Sichtung, auch und besonders der Voraussetzung der von Martin Luther vollzogenen Unterscheidung. Es sind keinesfalls zwei einfach voneinander abzugrenzende Bereiche, die man womöglich gar weltlichen Institutionen, wie Staat und Kirche, oder Berufsgruppen bzw. -ständen zuordnen könnte, sondern sind zwei Handlungsweisen Gottes, mit denen ER herrscht.[2] Den ganzen Beitrag lesen »

Kategorie: Corona, Gesellschaft / Politik, Kirche, Theologie